5 Gründe, warum du Colombo so schnell wie möglich verlassen solltest

colomboWenn man mit dem Flugzeug in Colombo gelandet ist, sollte man so schnell es geht weiterreisen. Wie ich darauf komme? Die Hauptstadt bietet wenig, wofür es sich lohnt zu bleiben.

Auch wenn Colombo mit zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes ist, ist sie alles andere als eine aufregende Stadt. Es fehlt das abenteuerlich-exotische Flair, das so viele andere Metropolen des indischen Subkontinents auszeichnet. Ebenso wenig gibt es keine weltbewegenden Sehenswürdigkeiten, die eine Erkundung wert sind.
Doch es existieren noch weitere wichtige Faktoren, die gegen einen Aufenthalt in Colombo sprechen. Hier sind meine 5 Gründe, warum es sich nicht lohnt in der Hauptstadt Sri Lankas zu bleiben:

1. Colombo ist teuer

Wenn man sich den Durchschnitt unserer Unterkunftskosten mit 2.700 Rupien pro Tag anschaut, liegt Colombo deutlich darüber. Für die einfach gehaltenen, teilweise sehr stickigen, fensterlosen Doppelzimmer haben wir hier pro Nacht zwischen 3.200 und 3.800 Rupien bezahlt.

Im Vergleich: in Trincomalee haben wir ein helles, geräumiges Zimmer mit eigenem Bad direkt in Strandnähe für 1.500 Rupien bekommen. Das ist weniger als die Hälfte bei deutlich mehr Komfort!

2. Überall lauern Schlepper

Als Neuling in Sri Lanka sollte man darauf besonders Acht nehmen. In Colombo warten an jeder Ecke zahllose Schlepper. Auf den ersten Blick sind sie freundliche Leute, die einen ansprechen, in ein Gespräch verwickeln und ihre Hilfe anbieten. Leider läuft dies meist auf eine reine Geldmacherei heraus. Vor allem im schönen Viharamahadevi Park im Zentrum der Stadt gibt es „Parkarbeiter“, die einen nur durch den Park führen und die vielen Flughunde, den grünen Papagei und die Buddhablüte zeigen möchten. Auch wir sind an unserem ersten Tag in ihre Falle getappt und schließlich mit einem der „Parkarbeiter“ in einem Tempel gelandet. Nach der wirklich sehr interessanten Führung wollte er jedoch 4.000 Rupien von uns haben. Das ist deutlich zu viel! Nach den Infos eines Taxi-Fahrers liegt das Monatsgehalt in Sri Lanka bei ca. 30.000 Rupien. 

3. Der Verkehr in Colombo ist chaotisch

Busse in ColomboDoch nicht nur finanziell gesehen, spricht vieles gegen einen Aufenthalt in der Millionenstadt. Colombo kann auch sehr nervenzerrend sein. Der Verkehrsstil ist hier sehr „asiatisch“. Es wird immer gefahren, wenn gerade irgendwo ein paar Zentimeter Platz sind. Die chaotische Fahrweise kann vor allem abends im Bereich der Galle Road sehr anstrengend werden, wenn sich hunderte Fahrzeuge durch die Straßen zwängen.
Auch als Fußgänger sollte man sich in Acht nehmen. Zebrastreifen werden ignoriert und auch die Tempolimits scheinen keinen zu interessieren. Dazu herrscht in Colombo, wie in ganz Sri Lanka, Linksverkehr. Also aufpassen, wenn man die Straße überqueren möchte!

4. Colombo ist dreckig

Durch den vielen Verkehr hat die Luftverschmutzung in vielen Stadtteilen Colombos ein bedrohliches Ausmaß angenommen. Auch am Boden sammelt sich der Unrat. An vielen Ecken befinden sich heimliche Müllkippen. Die Strände laden nicht wirklich zum Entspannen ein. Im Sand und im Wasser häuft sich der Abfall von Fischereien und vielen Strandbesuchern.

5. Sri Lanka hat besseres zu bieten

Colombo ist ein krasser Gegensatz zum restlichen Inselleben. Endlose Traumstrände, sattgrüne Teeplantagen und erhabene Tempelanlagen – dafür kommt man doch eigentlich nach Sri Lanka, oder nicht? Nutze deine Zeit lieber, um diese facettenreiche Insel zu entdecken.

Ob Tempel erkunden in Kandy, Wandern in den grünen Bergen um Ella oder wilde Tiere entdecken im Yala Nationalpark – Sri Lanka hat so viele fesselnde Orte zu bieten, die man wegen einen zu langen Aufenthalt in Colombo nicht missen sollte.

Wenn du dennoch in Colombo bleiben möchtest

Du hast noch etwas Zeit bis dein Flug geht oder es ist wegen anderer Gründe notwendig in Colombo zu bleiben? Keine Angst, es gibt dennoch so einiges in der Stadt zu entdecken.



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Fort ist das alte, historische Kernstück der Stadt und Pettah bietet viel Gewusel auf dem lebhaftesten Markt. Um dir eine Pause von der Hektik zu gönnen, kannst du dir Ruhe im Viharamahadevi Park oder im schönen buddhistischen Gangaramaya-Tempel finden.

Colombo ist in 15 Zonen aufgeteilt. Diese Übersicht listet die wichtigsten Stadtteile für eine bessere Orientierung auf:

Zone Bezirk Wissenswertes
Colombo 1 Fort Das historische Zentrum der Stadt
Colombo 2 Slave Island Dies ist eher eine Landzunge, auf der Niederländer während der Kolonialzeit Sklaven gehalten haben
Colombo 3 Kollupitiya Das Handelszentrum der Stadt
Colombo 4 Bambalapitiya Eine Erweiterung von Kollupitiya
Colombo 5 Havelock Town Etwa sechs Kilometer südlich von Fort
Colombo 6 Wellawatta Hier wohnen hauptsächlich Tamilen und es gibt einige Hindu-Tempel
Colombo 7 Cinnamon Gardens Das Wohnviertel der gehobenen Gesellschaft
Colombo 11 Pettah Ein hektisches, hyperaktives Basarviertel

Am besten ist es, in Mount Lavinia etwas südlich der Stadt zu übernachten. Wir haben im Thilanka Beach Resort übernachtet. Für einen relativ guten Preis bekommt man ein einfaches Zimmer mit eigenen Bad und Balkon. Auf der großen Terrasse, wird morgens leckeres Frühstück serviert. Der Strand ist nur wenige Gehminuten entfernt und auch die Stadt erreicht man sehr unkompliziert per Bus.

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Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.

Friedrich Nietzsche