Peking in zwei Tagen: Sehenswürdigkeiten für kurze Aufenthalte

Bei meinem ersten China-Aufenthalt hatte ich nur zwei Tage für Peking, viel zu wenig Zeit für die Hauptstadt. Hier sind mein persönlichen Reise-Empfehlungen für Peking in zwei Tagen.

Erster Tag in Peking

1. Park um den Kulturpalast der Werktätigen

Durch den Park bin ich eher zufällig auf dem Weg in die Verbotene Stadt gekommen. Das hat sich aber gelohnt, denn hier habe ich ohne Touristenlärm Fotoshootings beobachtet, einem kleinen Chor zugehört und Soldaten entdeckt, die gerade von einer Bauchtänzerin unterhalten wurden. Das gibt einen Einblick in das tägliche Leben der Stadtbevölkerung.

2. Die Verbotene Stadt

Die Verbotene Stadt hingegen ist von (desinteressierten) Touristengruppen überschwemmt. Ich musste die vielen Details der Tempel und Hallen auf mich wirken lassen. Immer wieder habe ich neue Kleinigkeiten entdeckt. Doch permanent wurde ich von anderen Gruppen weggeschupst. Das war recht nervig, zumal die meisten nur schnell einen Schnappschuss von etwas gemacht haben, das sie sich selber gar nicht angesehen haben. Dennoch fasziniert mich die Verbotene Stadt: Die Detailliebe, die Symmetrie, die Aufteilung der Stadt, die gigantischen Palastanlagen… Man muss die Verbotene Stadt einfach gesehen haben! Plane dafür ruhig einen vollen Tag ein! Ich musste am Ende leider etwas abkürzen, weil ich noch verabredet war. Um mehr in der Verbotenen Stadt zu entdecken, sollte man unbedingt den Audio-Guide dazu buchen, der auch auf deutsch erhältlich ist und passend zu deinem aktuellen Standort die richtigen Informationen abspielt.

3. Russisches Restaurant

Am Abend waren wir Gäste eines Onkologen, der seine Freunde, einen meiner zwei Reisebegleiter und mich in ein russisches Restaurant eingeladen hat. Das war eine gute Chance, sich mit chinesischen Akademikern aus der Stadt zu unterhalten. Ein schönes Kontrastprogramm zu den drei Wochen davor. Nach dem Essen kam ein Obdachloser ins Restaurant und lief die Tische ab, um die Essensreste der Gäste in seine Plastiktüte zu füllen. In China ist es üblich, einen Teil des Essens nicht zu verspeisen. Das soll den persönlichen Wohlstand unter Beweis stellen. Somit ist für den Obdachlosen eine ordentliche Portion zusammengekommen. Als er uns dann entdeckte, kam er geradewegs auf unseren Tisch zu und hat versucht mit uns ins Gespräch zu kommen. Als er bemerkte, dass wir aus Deutschland kommen, öffnete er seine Jacke und zog sein T-Shirt hoch. Er wollte uns unbedingt seine Gürtelschnalle zeigen. Auf der stand: „Einigkeit, Recht und Freiheit“. Wir fanden die Situation lustig, unsere Gastgeber waren aber offensichtlich angeekelt.

Wie auch immer: Es gibt eine Regel, die nicht nur für Peking gilt. Wenn du in einer Stadt bist, gehe in verschiedene Restaurants und versorge dich nicht immer im gleichen Lokal. Dadurch wirst du viel mehr erleben.

Zweiter Tag in Peking

4. Mao-Mausoleum

Am zweiten Tag in Peking steuern wir zuerst das Mao-Mausoleum an. Man muss schon relativ lange warten, um dann den offenen Sarg für einen kurzen Moment sehen zu können. Der Kopf, der aus dem Sarg herausragt, wirkt wie eine Wachsfigur. Dennoch ist es verblüffend, welcher Aufwand da betrieben wird. Wichtig für den Besuch im Mausoleum: Man darf weder Rucksack noch Kamera mit in das Mao-Mausoleum nehmen. Am Rand des Tiananmen-Platzes gibt es ein kleines Häuschen, indem man seine persönlichen Gegenstände abgeben muss. Mach das auch!

5. Museum der Stadtplanung

Hier bekommt man interessante Einblicke in die Geschichte Pekings. Es liegt direkt am Tiananmen-Platz und ist daher gut nach dem Mao-Museum erreichbar.

6. Seidenmarkt

Für die Rückreise brauchten wir noch eine Tasche. Wer günstig shoppen möchte, wird hier fündig. Ansonsten kann man sich diese Station sparen.

7. Nachtleben

In der Nähe des Lamatempels waren wir abends lecker in einem der wenigen vegetarischen Restaurants essen. Danach sind wir durch Geschäfte gezogen und haben uns einige Cocktails gegönnt. Wieder eine gute Möglichkeit, um einen Einblick in das Leben der chinesischen Stadtbevölkerung zu bekommen. Mit einem Taxi sind wir schließlich zurück in die Wohnung gefahren.

Das war dann schon das Ende meiner China-Reise. Da wir mitten in der Nacht zum Flughafen mussten, konnten wir nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Als einzige Option blieb das Taxi. Mit Taxis ohne öffentliche Lizenz kommt man übrigens deutlich günstiger zum Flughafen.

China war für mich ein ganz besonderes Reiseerlebnis! Ich habe sehr viele verschiedene Eindrücke in sehr kurzer Zeit gewonnen und ein besseres Verständnis für das Reich der Mitte aufgebaut. Für mich steht nach der Reise fest: Ich komme wieder!

Insgesamt war mein Aufenthalt in Peking sehr stark am Massentourismus ausgerichtet. Für das nächste Mal: Hast du Tipps für coole Orte in Peking, die nicht jeder kennt? Freue mich über jeden Hinweis in den Kommentaren!

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden!
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on Twitter

Was denkst du? Lass es uns wissen!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sobald du sagst, dass du auch mit dem Zweitbesten zufrieden bist, wirst du es auch bekommen

John F. Kennedy