Die Yuneec Typhoon H Drohne mit Wärmebildkamera im Test (Advertorial)

Der Yuneec Typhoon H ist einer der besten Drohnen, die wir bisher geflogen sind. Conrad Electronic hat uns einen Hexacopter mit der Wärmebildkamera CGO-ET ausgeliehen und wir wollen die Drohne hier einmal mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten vorstellen.

Gegen den Trend: Was uns am Typhoon H so überzeugt

Wir werden ja häufig gefragt, mit welcher Drohne wir aktuell unterwegs sind. Die meisten Fragesteller gehen davon aus, dass wir dem aktuellen Trend folgen und auch auf eine der neuen kleinen Drohnen setzen, die letztes Jahr auf den Markt gekommen sind.

Und Tatsache: Die meisten Einsteiger entscheiden sich für einen DJI Mavic oder einen Yuneec Breeze. Solche kleinen Copter sind mit guten Kameras ausgestattet und lassen sich durch ihre geringen Abmessungen gut transportieren.

Daher ist es naheliegend, dass auch wir uns als vielreisende Blogger für so eine Drohne entscheiden. Doch wir haben uns bewusst für einen Yuneec Typhoon H entschieden. Aber warum?

Yuneec Typhoon H Hexacopter im Flug

Den größten Pluspunkt vom Yuneec Typhoon H sehe ich in dem hochklappbaren Landegestell. Sobald der Copter abgehoben ist, kann ich die Landebeine hochkippen. Meine Kamera bekommt dadurch freie Sicht in alle Richtungen.

Der riesige Vorteil der Drohnen-Technologie ist für mich, dass ich mehr Räumlichkeit in meine Videos bekommen kann. Diese Möglichkeiten kann ich durch die 360°-Sicht der Gimbalkamera noch besser ausnutzen. So lassen sich Kamerafahrten durchführen, die mit den kleinen faltbaren Quadrocoptern kaum umsetzbar sind. Ich bin dadurch freier in meinem kreativen Gestalten. Zudem lassen sich wunderbar 360°-Panoramafotos erstellen. Für diese Möglichkeiten nehme ich es gern in Kauf, dass sich der Transport etwas schwieriger gestaltet als bei den kleinen Quadrocoptern mit faltbaren Propeller-Armen.

Doch auch ein anderer Aspekt spricht für einen Hexacopter. In dem Fall, dass ein Motor mal ausfallen sollte, kommt es bei einem Quadrocopter auf jeden Fall zu einem Absturz. Der Typhoon H kann solch einen Zwischenfall kompensieren und landet auch mühelos, wenn sich nur noch fünf der sechs Propeller drehen. Das ist ein großer Pluspunkt, vor allem, wenn man in besiedeltem Gebiet fliegen möchte. Natürlich können auch mal andere Komponenten ausfallen, für die es keinen zweiten Schutzmechanismus gibt, allerdings hat Yuneec mit dem Typhoon H wohl die sicherste Lösung auf dem Markt gebracht, die sich Privatpersonen leisten können.

Der Yuneec Typhoon H als Trägerplattform

In diesem Rucksack wird der Typhoon H ausgeliefert

Der Typhoon H ist ein Hexacopter, also eine Drohne mit sechs Rotoren. Welche Vorteile das hat, habe ich oben bereits beschrieben. Mit einer Flugdauer von bis zu 25 Minuten kann er lange in der Luft bleiben. Sehr schön finde ich, dass man mit der Fernsteuerung einstellen kann, wie schnell der Copter fliegen soll. Bis zu 70 km/h sind mit dem Typhoon möglich.

Die lange Akkuladezeit von fast zwei Stunden kann manchmal etwas anstrengend sein. Deswegen empfehle ich, dass du dir noch mindestens einen weiteren Ersatzakkus zulegst, damit du nicht auf den Abschluss des Ladevorgangs warten musst, bevor du den nächsten Flug starten kannst.

Gesteuert wird der Typhoon H mit der Fernbedienung ST16, in deren Mitte ein Android-Tablet integriert ist. Auf dem Display bekommst du viele Telemetrie-Daten wie den Akku-Stand und die aktuelle GPS-Position angezeigt.

Die Fernsteuerung ST16 ist ideal für professionelle Ansprüche

Ansonsten gibt es sehr viele Regler an der ST16, mit denen sich professionelle Anforderungen umsetzen lassen. Zu Beginn brauchst du etwas Zeit, die ganzen Einstellungsmöglichkeiten zu verstehen. Aber schon bald wirst du begeistert sein von den vielen Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen.

Da die ST16 durch ihre vielen Regler sehr groß ist, empfehle ich dir die Nutzung eines Brustgurtes. Durch diesen Gurt musst du die ST16 nicht mehr halten und bist somit freier bei der Steuerung des Copters.

Zu Beginn habe ich ja bereits erwähnt, dass ich den Typhoon H als einen der besten Drohnen überhaupt ansehe. Doch es gibt auch einen Punkt, der mich oft ärgert und den ich dir nicht vorenthalten möchte. Hin und wieder hat der Copter Probleme, die Verbindung mit der Fernsteuerung herzustellen. Es kann schon manchmal ein paar Minuten dauern, bis die Verbindung steht. Durch Firmware-Updates hat sich das Problem in den letzten Monaten schon stark verbessert. Trotzdem gibt es noch Situationen, in denen wir länger auf die Technik warten müssen, als uns lieb ist. Ich bin mir aber sicher, dass dieses Phänomen schon bald der Vergangenheit angehört, da Yuneec stetig an der Verbesserung der Software arbeitet.

Das Schöne an dem Typhoon H ist, dass sich die Drohne mit unterschiedlichen Kameras ausstattet lässt. Zum einen kann man die CGO3+ nutzen, eine 4K-Kamera mit der sich sehr gute Aufnahmen einfangen lassen. Zum anderen kannst du aber auch die CGO ET nutzen, eine Wärmebild- und Restlichtkamera.

Da wir oft über das Fotografieren und Filmen mit Drohnen sprechen, haben wir die Gelegenheit genutzt, die Wärmebildkamera zu testen, um dir einen Einblick in diese Möglichkeit der Drohnennutzung zu geben.  

Wer braucht eine Drohne mit Wärmebild-Kamera

Nun hatten wir dank Conrad mal die Chance, den Typhoon H mit einer Wärmebildkamera auszutesten. Das ist natürlich nicht unser klassischer Anwendungsfall, da wir eher Drohnen-Videos produzieren. Trotzdem hat es uns viel Spaß gemacht, diese Kamera-Technik auszuprobieren!

Doch was kann man denn alles mit einer Wärmebildkamera anstellen?

Wärmebildkameras sind dafür da, Temperaturunterschiede aufzudecken. Das ergibt natürlich vor allem im beruflichen Kontext Sinn. Wir selbst haben den Copter als erstes dazu genutzt, ein Haus nach Lücken in der Isolierung zu überprüfen. Wir wollten also wissen, ob an bestimmten Ecken des Hauses besonders viel Wärme austritt.

Der Yuneec Typhoon H mit Wärmebildkamera bei einer Gebäudeinspektion

Doch neben der Hausinspektion gibt es noch viele weitere Anwendungsszenarien.

Mit Wärmebildkameras lässt sich bei der Feuerbekämpfung der Brandherd ermitteln und somit kann die Feuerwehr bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Auch Polizei- und Zollbehörden können Wärmekameras dazu nutzen, gesuchte Personen auf großen Flächen zu orten. So lassen sich Vermisste auffinden oder flüchtige Straftäter auch in schwierigem Gelände verfolgen.

Eine große Erleichterung können Drohnen mit Infrarotkameras zudem in der Landwirtschaft darstellen. Wenn ein Bauer mit seinem Mähdrescher die Ernte einfährt, kann es aktuell durchaus vorkommen, dass Rehe oder anderes Wild auf dem Feld vom Mähdrescher erfasst werden. In solchen Fällen werden nicht nur Tiere unnötig getötet, sondern die Landwirte müssen den Mähdrescher anschließend auch auseinander bauen und desinfizieren. Das kostet natürlich viel Zeit und noch mehr Geld. Mit einer Drohne lässt sich so etwas vermeiden, in dem man wilde Tiere vorher durch eine Wärmebildkamera ortet und anschließend vertreibt.

Hier haben wir noch mal die häufigsten Anwendungsgebiete für Drohnen mit Wärmebildkameras zusammengefasst:

  • Gebäudeinspektionen
  • Überprüfung von Solaranlagen
  • Land- und Forstwirtschaft zum Orten von Wildtieren
  • Bei der Feuerbekämpfung zur Ermittlung des Brandherdes
  • Polizei- und Zollanwendungen

Beachte!
Um Wärmequellen zu identifizieren, muss es natürlich einen Temperaturunterschied geben. Je größer der Unterschied ist, desto einfacher lassen sich die Untersuchungen durchführen. Deswegen empfiehlt es sich, Flüge zum Erkennen von Wärmebrücken immer bei kühlen Temperaturen zu erledigen. Zum Beispiel eignet sich der frühe Morgen, bevor die Sonne die zu überprüfende Fläche erwärmt hat, besonders gut.

Die Yuneec CGO ET im Test

Nach diesem allgemeinen Crashkurs zur Thermografie möchte ich nun die Wärmebildkamera von Yuneec kurz vorstellen.

Die CGO ET ähnelt im Aufbau stark der CGO3, die standardmäßig am Typhoon H montiert ist. An der Vorderseite befinden sich jedoch zwei Linsen. Mit dem linken Sensor lassen sich Infrarot-Aufnahmen erzeugen; die größere rechte Linse ist für die normale Bildübertragung zuständig.

Die CGO ET (links) und die CGO3+ (rechts)

Um die Möglichkeiten der CGO ET richtig auszuspielen, können wir verschiedene Einstellungen auf dem Tablet vornehmen, das in der ST16 Fernsteuerung verbaut ist.

In der rechten Icon-Leiste ist ein Zahnrad dargestellt. Wenn du auf diesen Button klickst, kannst du die Darstellung auf dem Tablet einstellen:

  • Seperate: Durch diese Einstellung wird das Sichtbild („normales Kamerabild“) angezeigt und das Infrarot-Bild wird separat in der Ecke eingeblendet.
  • Blend: Mit dieser Einstellung wird das Sichtbild und das Infrarotbild übereinandergelegt.
  • Infrared: Mit dieser Option wird ausschließlich das Infrarotbild dargestellt.
  • Visible: Durch diese Einstellung bekommst du ausschließlich das Sichtbild angezeigt.

Für die meisten Anwendungen würde ich die Optionen Blend oder Infrared empfehlen.

Auf der linken Seite befindet sich eine Farbskala: Am unteren Ende der Skala ist die kälteste gemessene Temperatur und oben die wärmste gemessene Temperatur angezeigt. Diese Werte sind nicht fest und passen sich immer wieder den aktuellen Messwerten an, sodass die ganze Bandbreite abgedeckt ist. In einigen Situationen kann das jedoch ein Problem darstellen, weil man immer die gleiche Darstellung wünscht. Für solche Situationen kann man die Skala mit dem Schloss-Icon auf der rechten Seite des Displays festlegen.

Zudem gibt es Anpassungsmöglichkeiten, in welchen Farben die Temperaturen dargestellt werden sollen. Welche Einstellung hier die beste ist, hängt wohl immer vom Einsatzzweck und den persönlichen Vorlieben ab.

Wie man auf den Bildern schön sehen kann, entweicht über die Fenster viel Wärme. Ich wollte aber noch etwas anderes Wissen: Aus welcher Entfernung lassen sich denn Personen mit der Wärmebild-Kamera orten. Dazu habe ich den Typhoon nachts auf eine Mauer gestellt und bin dann vor der Kamera gelaufen. Bei knapp 40 Metern konnte ich noch deutlich erkannt werden, wie man auf dem folgenden Bild gut sehen kann. Das ist natürlich eine starke Leistung!

Screenshot vom Display der Fernsteuerung ST16

Die CGO ET ist nicht nur eine Wärmebildkamera, sondern auch eine Restlichtkamera. Sie kann auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen noch gute Aufnahmen machen. Der ISO-Wert der CGO ET reicht bis zu 12.800. Diese Zahl sagt aus, wie stark das Licht vom Kamerasensor verstärkt werden kann. In der üblichen Fotografie setzen wir den Wert meistens auf 100, auch wenn die CGO3+ bis zu ISO 3.200 reicht. Testweise habe ich den Typhoon H mit Wärmebildkamera nachts in den Garten gestellt und habe immerhin noch das Bild rechts fotografieren können. Die CGO3+ hat uns im Vergleich dazu nur ein komplett schwarzes Bild aufgenommen.

Sichtfeld diagonal: 71°
Sichtfeld horizontal: 56°
Empfindlichkeit: < 50 mK
Wärmebildkamera: Ungekühlter VOx Mikrobolometer
Pixelgröße: 12 μm
LWIR-Wellenlänge: 8-14 μm
Bildrate: 9 Hz
Fotoformat: JPEG, TIFF (14bit raw)
Videoformat: MP4
Temperaturausgleich: Automatisch
Temperaturmessbereich: -10° bis 180°
Sensor: 1/3" 2M
Sichtfeld diagonal: 90°
ISO-Bereich: 100-12.800
Verschlusszeit: 1/30 - 1/8000 Sekunde
Videoauflösung: 1920x1080p 30 fps
Fotoformat: JPEG
Videoformat: MP4

Für mich ist die CGO ET eine gute Wärmebild und Restlichtkamera mit allen notwendigen Einstellungsmöglichkeiten. Es gibt jedoch ein kleines Manko: Wenn ich die Infrarot-Bilder fotografiere, werden diese gerade mal mit einer Auflösung von 160 x 120 Pixeln auf der SD-Karte abgespeichert. Das finde ich persönlich sehr klein. Es gibt jedoch einen kleinen Trick, mit dem man größere Bilder erhalten kann. Wenn du dein Motiv eingestellt hast, kannst du auf der ST16-Fernbedienung den mittleren Button unterhalb des Displays lange drücken. So erzeugst du einen Screenshot. Der ist zwar nicht unbedingt sehr scharf, vielleicht ist es dir trotzdem eine Hilfe.

Fazit

Trotz der kleinen Mankos kann ich jedem empfehlen, sich den Typhoon H anzuschaffen. Das Konzept überzeugt mich, denn mit diesem Hexacopter lassen sich viele Dinge umsetzen, die ich von anderen beliebten Drohnen nicht kenne. In Kombination mit der CGO3+ und/oder der CGO ET lässt sich die Drohne für unterschiedliche Einsatzzwecke nutzen, was die Gesamtkosten natürlich verringert.

Hast du noch Fragen zur Typhoon H Drohne mit Wärmebildkamera? Dann hinterlasse uns gern einen Kommentar!

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Conrad entstanden, die uns freundlicherweise den Typhoon H inkl. CGO ET für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

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Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.

André Gide