Drohnen Gesetze in Deutschland: Diese Vorschriften gelten in der Bundesrepublik

Wenn du einen Multicopter in Deutschland in Betrieb nehmen möchtest, dann solltest du dich genau mit den rechtlichen Bestimmungen in der Bundesrepublik vertraut machen. In diesem Beitrag möchte ich dir aufzeigen, welche Regeln in Deutschland für Copter-Piloten gelten, und die wichtigsten Fragen beantworten.

Mit der Drohnen-Verordnung von 2017 wurde die bisherige Trennung nach dem Zweck eines Drohnen-Fluges größtenteils aufgehoben und nun gelten dieselben Regeln für Freizeitflieger und gewerbliche Anwender. Generell gilt: Ab einer Aufstiegsmasse von mehr als 2 Kilogramm musst du einen Kenntnisnachweis („Drohnen-Führerschein“) besitzen. Ab einer Aufstiegsmasse von 5 Kilogramm benötigst du eine Einzelerlaubnis für jeden Drohnen-Flug.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Deutschland

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Maximale Flughöhe:100 Meter (328,1 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Feuerfeste Plakette ab 250 Gramm Abflugmasse erforderlich
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Nein.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Mach das Beste aus deinen Urlaubserinnerungen!

Willst du in deinem Urlaub atemberaubende Luftaufnahmen einfangen, dann ist unser Copter Camp genau das Richtige für dich. In unserem Onlinekurs lernst du, wie du deine Drohne optimal nutzt, um wundervolle Luftaufnahmen einzufangen! Sicher dir gleich jetzt deinen Platz im Copter Camp!

Jetzt den Drohnen-Kurs starten

Folgende Dinge musst du beachten:

Drohnen dürfen nicht höher als 100 Meter über Grund fliegen. Höher darfst du nur fliegen, wenn du dich auf einem zugelassenen Modellflugplatz befindest oder eine Genehmigung von der zuständigen Luftfahrtbehörde eingeholt hast. Falls du dich im kontrollierten Luftraum befindest, gilt eine maximale Aufstiegshöhe von 50 Metern.

Es besteht ein Verbot von Nachtflügen (Sondergenehmigungen für Nachtflüge sind jedoch möglich). 

Das Überfliegen von Wohngrundstücken ist verboten, wenn der Copter mehr als 250 Gramm wiegt oder in der Lage ist, optische Daten, akustische Daten oder Funksignale zu sammeln, zu speichern, und/oder zu übertragen. Bei Flügen mit den gängigen Kamera-Drohnen ist also die Zustimmung desjenigen einzuholen, dessen Rechte betroffen werden könnten. Somit müssen die Eigentümer und ggf. Mieter befragt werden, ob sie mit dem Überflug einverstanden sind. Mehr dazu findest du auch weiter unten.

Drohnen dürfen sich maximal 100 Meter an sensible Gebiete annähern. Dazu zählen:

  • Menschenansammlungen. Leider gibt es auch durch die Drohnen-Verordnung keine Definition, ab wann eine Gruppe als Menschenansammlung gilt. Im Ausland gibt es sehr unterschiedliche Definitionen, die bei einer Mindestgruppengröße von 12 Personen beginnen und bis zu 1.000 Personen reichen. Von diesen internationalen Vergleichswerten lässt sich aber keine Definition für den deutschen Rechtsraum ableiten!
  • Unglücksorte, Katastrophengebiete, Einsatzorte von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
  • Bundesfernstraßen (konkret Autobahnen und Bundesstraßen), Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen.
  • Industrieanlagen.
  • Justizvollzugsanstalten/Gefängnisse und Einrichtungen des Maßregelvollzugs.
  • Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr sowie andere militärische Anlagen und Organisationen.
  • Anlagen der Energieerzeugung und Energieverteilung (Kraftwerke, Windräder, Umspannwerke etc.).
  • Einrichtungen, in denen erlaubnisbedürftige Tätigkeiten der Schutzstufe 4 gemäß Biostoffverordnung (Institute in Hamburg, Berlin, Marburg und auf der Insel Riems) durchgeführt werden.
  • Grundstücke von Verfassungsorganen des Bundes und der Länder sowie obere und oberste Bundes- und Landesbehörden.
  • Diplomatische und konsularische Vertretungen (Botschaften).
  • Internationale Organisationen im Sinne des Völkerrechts (UN, EU, NATO etc.).
  • Grundstücke der Polizei und anderer Sicherheitsbehörden.
  • Krankenhäuser.

Das Fliegen über Naturschutzgebieten ist ebenfalls verboten. Es gelten die Gesetze zum Naturschutz.

Damit sind schon sehr viele Flugmanöver eingeschränkt. Selbst in ländlichen Gebieten kann es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Eine gute Karte, die die vielen Flugverbote berücksichtigt, findest du hier.

Screenshot vom großartigen Map2Fly Karten-Service

Als Steuerer eines Multicopters bist du dazu verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

Zu den Außengrenzen von Flughäfen ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometer einzuhalten.

Ebenso musst du eine Drohnen-Versicherung abschließen.

Flüge außerhalb der Sichtweite und First-Person-View

Von Flügen außerhalb der Sichtweite sprechen wir, wenn du als Steuerer den Copter selbst nicht mehr mit bloßem Auge beobachtest, sondern dich zur Steuerung auf einen Monitor oder eine Videobrille verlässt.

Grundsätzlich zulässig sind FPV-Flüge, solang du deine Drohne nicht höher als 30 Meter aufsteigen lässt. Falls dein Copter mehr als 250 Gramm wiegt, benötigst du zudem eine weitere Person, die den Copter mit bloßem Auge beobachtet und dich auf mögliche Gefahren während des Fluges aufmerksam machen kann. Unter diesen Bedingungen wertet das Gesetz dein Manöver nicht als „Flug außerhalb der Sichtweite“.

Falls dir diese Einschränkungen nicht ausreichen, kannst du eine Erlaubnis für Flüge außerhalb der Sichtweite bei der Landesluftfahrtbehörde beantragen. Diese Genehmigung wird allerdings nur für unbemannte Flugsysteme mit einer Startmasse von mehr als 5 Kilogramm erteilt.

Die Kennzeichnungspflicht

Multicopter sollen mit den Daten des Steuerers versehen werden, damit im Schadensfall der Verursacher ermittelt werden kann. Eine Plakette ist ab einer Abflugmasse von 250 Gramm verpflichtend.

Auf der Drohnen-Plakette müssen dein Name und deine Anschrift vermerkt sein. Ich finde es sinnvoll, zusätzlich die Telefonnummer anbringen zu lassen.

Der Gesetzgeber hat Anforderungen an das Material der Identifikationsmarke gestellt. So muss die Plakette feuerfest sein. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) spricht selbst davon, dass ein Aluminium-Aufkleber mit Adressgravur für die Kennzeichnung geeignet ist. Hochwertige Drohnen-Plaketten können z.B. hier erworben werden.

Ab wann wird ein „Drohnen-Führerschein“ erforderlich

Ab einer Startmasse von 2 kg ist ein Kenntnisnachweis („Drohnen-Führerschein“) notwendig. Für einen Großteil der Drohnen, die aktuell im Umlauf sind, ist dieser Kenntnisnachweis also nicht verpflichtend. Betroffen sind vor allem Piloten von hochpreisigen Drohnen wie dem DJI Inspire 2.
Du benötigst den UAV-Kenntnisnachweis jedoch auch, wenn du eine Ausnahmegenehmigung beantragen willst.

Wie erhalte ich eine Flugerlaubnis

Ab einer Aufstiegsmasse von 5 Kilogramm benötigst du eine Einzelerlaubnis für jeden Drohnen-Flug. Es gibt außerdem noch eine ganze Reihe an Szenarien, bei denen du eine Erlaubnis von der zuständigen Landesluftfahrtbehörde benötigst. Am besten kontaktierst du die zuständige Behörde in deinem Bundesland und fragst nach den aktuellen Regeln.

Wenn du eine Genehmigung von der Luftfahrtbehörde deines Bundeslandes beantragst, muss dargestellt werden, dass du dich an die gängigen Rechtsvorschriften hältst. Dazu zählen insbesondere die Sicherheit des Luftverkehrs, die öffentliche Sicherheit und Ordnung, der Datenschutz, der Naturschutz und der Schutz vor Fluglärm. Im Einzelfall können weitere Unterlagen verlangt werden wie die Zustimmung von Grundstückseigentümern, Gutachten von Sachverständigen und andere Bewertungen durch Fachleute.

Die Erteilung der Genehmigung befreit dich jedoch nicht von der Einhaltung anderer Rechtsvorschriften wie z.B. dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Naturschutzrecht des jeweiligen Landes.

Keine Erlaubnispflicht besteht übrigens für Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz BOS) während eines Not-/Unfalls bzw. einer Katastrophe. Für BOS im Einsatz gelten die zahlreichen Mindestabstände, die ich oben genannt habe, nicht. Auch wenn eine Privatperson im Auftrag und unter Aufsicht einer BOS in einer Notsituation agiert, entfallen die Mindestabstände und die Erlaubnispflicht.

Auch Flüge an Bahnbrücken sind eingeschränkt

Foto- und Videoaufnahmen

Nachdem wir zuvor geklärt haben, wo und unter welchen Umständen du überhaupt fliegen darfst, schauen wir uns nun an, welche Aufnahmen du mit deiner Kamera-Drohne anfertigen und veröffentlichen darfst.

Datenschutz und Persönlichkeitsrecht

Als Drohnenpilot sammelst du Daten und damit berühren deine Aktivitäten die Bestimmungen zum Datenschutz.
Die Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes haben ihre Einschätzung in einem Positionspapier zusammengetragen und kommen zu dem Schluss, dass „insbesondere in urbanen Umgebungen […] das Betreiben von Drohnen mit Film- und Videotechnik im Einklang mit den geltenden Gesetzen in der Regel nicht möglich“ sei.

Warum ist das so?

In Deutschland gelten mehrere Gesetze und Verordnungen, die den Daten- und Persönlichkeitsschutz betreffen. Außerdem schränkt schon die Drohnenverordnung ein, wo geflogen werden darf. Dazu zählen Wohngrundstücke, für die keine Erlaubnis des Eigentümers vorliegt.

Von der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hast du bestimmt schon gehört. Ergänzt wird sie durch das Bundesdatenschutzgesetz. Diese Gesetze beziehen sich auf die Verarbeitung personenbezogener Daten und gelten nicht für die Ausübung ausschließlich persönlicher und familiärer Tätigkeiten.

Allerdings kann dein Drohnenflug schnell in den Bereich der nichtpersönlichen Tätigkeiten fallen, wenn du im öffentlichen Raum fliegst oder zum Beispiel vorhast, deine Aufnahmen zu veröffentlichen oder verbreiten. Dies kann schon der Fall sein, wenn du sie in sozialen Netzwerken zugänglich machst.

Damit entstehen für dich Pflichten, die in der Praxis schwer umsetzbar sind. Zum Beispiel müsstest du den Betroffenen mitteilen, wer du bist, wie sie dich kontaktieren können, was du mit den Aufnahmen machst usw.

Deshalb musst du darauf achten, welche Daten du mit deinen Aufnahmen erhebst. Personenbezogene Daten können ganz klassisch Name, Adresse oder das Aussehen eines Menschen sein, aber auch KFZ-Kennzeichen fallen darunter. Diese solltest du also nicht ohne vorherige Einwilligung filmen oder fotografieren.

Francis fliegt mit seiner Drohne

Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht ermöglicht die freie Entfaltung aller Menschen. Jeder hat das Recht, sich zurückzuziehen und abzuschirmen. Du darfst mit einem Kopter niemanden in diesem Grundrecht beeinträchtigen. Ganz praktisch bedeutet das, dass du keine Bereiche überfliegen solltest, die nicht öffentlich einsehbar sind (siehe dazu auch das Urteil vom Amtsgericht Potsdam).

Dieses Recht auf Abschirmung gilt auch in der Natur. Deswegen solltest du z.B. an Seen und in Parks besonders sensibel gegenüber anderen Personen sein, damit du deren Ruhe nicht unzulässig beeinträchtigst.

Auf der anderen Seite steht dir als Drohnen-Pilot ebenso das Recht zur freien Entfaltung zu. Es gilt immer im Einzelfall abzuwägen, welches Recht höher wiegt. Damit Juristen sich nicht mit deinem Fall beschäftigen müssen, empfehle ich dir, vor jedem Flug die Personen in der Umgebung aufzuklären und freundlich um eine Zustimmung zu bitten. Das kann böse Überraschungen vermeiden.

Gut zu wissen: Es ist unerheblich, ob du mit der Kamera an deiner Drohne tatsächlich Aufnahmen machst. Selbst dann, wenn nur der Eindruck entstehen könnte, dass du Aufnahmen erstellst und damit personenbezogene Daten sammelst, gelten die Vorschriften. Entsprechende Gerichtsurteile gingen meistens zugunsten der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen aus.

Neben den in den Gesetzen vorgeschriebenen Strafen oder Bußgeldern kann es auch sein, dass Betroffene ihre Rechte selbst mit drastischen Mitteln einfordern. Es gab einen Fall, bei dem ein Mann mit dem Luftgewehr eine Drohne abgeschossen hat, die über seinem Grundstück flog. Der Drohnenbesitzer verklagte den Schützen, schließlich war die Drohne 1500 Euro wert. Doch der Schütze bekam Recht! Er hatte sich gegen die Verletzung seiner Rechte und der seiner Familie gewehrt.

Achtung auch, falls deine Kamera-Drohne Tonaufnahmen macht. In Deutschland ist es strafbar, nichtöffentliche Gespräche ohne Zustimmung aufzuzeichnen oder öffentlich zu machen (§201 StGB).

In Wohngebieten müssen die Betroffenen einem Drohnen-Flug zustimmen

Welche Luftaufnahmen darfst du veröffentlichen?

Hast du dich an all diese Bestimmungen gehalten, solltest du nun herausfinden, ob du die Luftaufnahmen auch ohne Weiteres veröffentlichen darfst.

Dazu werfen wir einen Blick ins Kunsturhebergesetz. In §22 KunstUrhG ist festgeschrieben, dass eine abgebildete Person der Verbreitung von Bildnissen zustimmen muss. Grundsätzlich solltest du dir eine (schriftliche) Genehmigung der abgebildeten Personen einholen, bevor du dein Material veröffentlichst.

Es gibt jedoch Ausnahmen, die durch §23 KunstUrhG geregelt werden. Demnach benötigst du keine Genehmigung der abgebildeten Personen, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  1. Abgebildete/r ist eine Person der Zeitgeschichte
  2. Personen sind als Beiwerk neben einer Landschaft oder einem anderen Motiv zu sehen
  3. Abbildung ist von einer Veranstaltung, an der die Betroffenen teilgenommen haben
  4. Abbildungen dient einem höheren Interesse der Kunst

Insbesondere Punkt 2 sollte für viele Drohnen-Piloten interessant sein und bürokratischen Aufwand minimieren.

Noch scheint nicht abschließend geklärt, ob die 2018 in Kraft getretene DSGVO etwas an der Anwendbarkeit des Kunsturhebergesetzes ändert. Zumindest für journalistische Aufnahmen gibt es bereits Gerichtsurteile, wonach das Gesetz weiterhin gilt.

Das Urheberrecht und die Panoramafreiheit

Dass du einen urheberrechtlichen Anspruch auf deine Luftaufnahmen hast, ist dir vermutlich klar. Aber ist dir auch bewusst, dass du mit deinem Drohnen-Video eventuell Urheberrechte anderer Personen verletzt hast?

Neben Landschaften sind Gebäude beliebte Motive für Drohnen-Flüge. Gebäude können jedoch unter Umständen einen urheberrechtlichen Schutz genießen. Zwar dürfen Gebäude ohne Einwilligung von öffentlichen Plätzen aus aufgenommen werden und du benötigst keine Genehmigung des Urhebers für die Verbreitung des aufgenommenen Materials (§59 UrhG). Doch die sogenannte Panoramafreiheit gilt nicht mehr, wenn technische Hilfsmittel verwendet werden, die einen anderen Blickwinkel ermöglichen. Besonders hohe Stative sowie Drohnen fallen nicht mehr unter die Panoramafreiheit, sodass bei einem urheberrechtlich geschützten Werk eine Genehmigung aller Urheber (Architekten) notwendig wird.

Gesetzliche Bestimmungen für Drohnen-Piloten in Deutschland im Überblick

Für einen besseren Überblick findest du zum Abschluss des Artikels noch eine praktische Übersicht zu den wichtigsten „Drohnen-Gesetzen“ in Deutschland.

Diese Regeln musst du in Deutschland einhalten:
  • Mache dich mit der Technik der Drohne vertraut und beachte die Hinweise in der Bedienungsanleitung
  • Behalte deinen Copter immer im Auge
  • Schließe eine Haftpflichtversicherung ab, die den Betrieb von Multicoptern abdeckt.
  • Prüfe das Flugareal auf Hindernisse
  • Beurteile die Wetterlage (Wind, Regen) vor deinem Flug
  • Weiche bemannten Luftfahrzeugen aus (am besten sofort landen)
  • Halte einen Sicherheitsabstand zu öffentlichen Wegen und Stromleitungen ein
  • Beachte die Vorschriften zum Datenschutz
  • Bei automatisierten Flug-Manövern (z.B. Point of Interest, Waypoints) musst du jederzeit die volle Kontrolle zurückgewinnen können
  • FPV-Funkübertragung ist auf 2,4 GHz bis max. 10 mW und auf 5,8 GHz bis 25 mW erlaubt

In Deutschland nicht gestattet:
  • Fliegen in einer Höhe von mehr als 100 Metern über Grund
  • Fliegen in der Nähe von Flugplätzen ohne individuelle Freigabe
  • Flüge über Menschenansammlungen, militärische Objekte, Justizvollzugsanstalten, Unglücksorte, Krankenhäuser und Kraftwerke
  • Fliegen ohne direkten Sichtkontakt
  • Nachtflüge (Einzelerlaubnis in manchen Bundesländern mit entsprechender Beleuchtung möglich)
  • Urheberrechtsverletzungen
  • Flüge ohne Genehmigung der Grundstücksbesitzer
  • Flugmanöver unter Einfluss von Alkohol oder Drogen
  • Aufnahmen von Personen ohne deren Einwilligung

Diese Genehmigungen benötigst du:

  • Aufstiegsgenehmigung der zuständigen Landesluftfahrtbehörde, wenn deine Einsätze die gesetzten Grenzen der Drohnen-Verordnung übersteigen
  • Genehmigung von Urhebern, falls du deren urheberrechtlich geschütztes Werk fotografierst/filmst
  • Erlaubnis des Grundstückbesitzers
  • Erlaubnis von gefilmten Personen, wenn sie nicht zu den oben genannten Ausnahmen zählen

Weitere Artikel von uns zu diesem Thema findest du hier:

Wenn du noch Fragen hast oder bereits Erfahrungen mit der rechtlichen Handhabe in deinem Bundesland gemacht hast, dann melde dich bitte bei uns in den Kommentaren. Ich freue mich, von dir zu lesen!

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden!

Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

1 2 3 4
  • Daniel | 20.10.2016

    Zu Punkt 2 unter „In diesen Fällen musst du keine Genehmigung beantragen“ wäre vielleicht noch folgendes anzumerken:
    Die 10 Kg rühren wohl vermutlich daher, dass bei Genehmigungen von kommerziellen Einsätzen (von denen in diesem Unterpunkt ja nicht die Rede ist !) häufig eine Obergrenze von 10 Kg festgelegt wird.

    • Francis | 21.10.2016

      Vermutlich habe ich, als die Umstellung von 5 auf 10 kg kam, den Punkt zu voreilig mit aktualisiert. Jetzt passt es!

  • Daniel | 20.10.2016

    Bitte nicht verwechseln: „Erlaubnisfreier Modellflug“ ist nicht „Allgemeine Aufstiegserlaubnis“ für kommerzielle Einsätze !
    Im ersteren Fall gelten 5 Kg, im 2. in der Regel 10 Kg als Obergrenze.

    • Francis | 21.10.2016

      Absolut richtig! Danke fürs aufmerksame Lesen! ;)

  • Andreas Conrad | 02.11.2016

    Hallo,
    Bei der neuen GoPro Drohne soll wohl die Frequenz 2,6 GhZ zum Einsatz kommen. Von dieser habe bis vor wenigen Tagen noch nie etwas gehört. Ist die Frequenz in Deutschland/Europa ohne weiteres erlaubt?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Andreas

    • Francis | 03.11.2016

      Hallo Andreas,
      das ist ein meines Erachtens ein Tipp-Fehler auf der deutschsprachigen Seite. Auch die GoPro Karma wird auf 2,4 GHz funken. Ich habe aber gleich noch mal bei GoPro nachgefragt. Die werden sicherlich in den nächsten Tagen antworten.
      Beste Grüße,
      Francis

  • Carl | 24.11.2016

    Hallo,
    Diese Zusammenfassung hilft sehr jedoch habe ich noch nicht ganz verstanden ob ich denn mit meinem Multikopter über öffentliche platze fliegen darf die nicht mit Menschenmengen besetzt sind und nicht ein platz wie oben genannt oder benötigt man dazu auch eine Aufstiegsgenehmigung ?

    • Daniel | 25.11.2016

      Soweit mir bekannt, gibt es kein Gesetz in Deutschland, dass das Fliegen zu Sport- und Freizeitzwecken mit Fluggeräten unter 5 Kg Abfluggewicht über „öffentlichen Plätzen“ an sich verbietet. Vielmehr gelten die jeweiligen Regeln vor Ort, die sehr unterschiedlich sind. So ist z.B. Modellflug (und damit auch Copterfliegen) im Olympiapark in München verboten. Das hat allerdings vor ein paar Wochen irgend so einen Spinner nicht davon abgehalten, es dort dennoch zu versuchen und dann auch prompt gegen den Olympiaturm zu knallen um dann noch beim nachfolgenden Absturz um ein Haar ein paar Passanten zu erschlagen !

    • Francis | 08.12.2016

      Hallo Carl,
      wie Daniel schon geschrieben hat, liegt das v.a. in den Händen der lokalen Ordnungsbehörden. Informiere dich also am besten beim Ordnungsamt in deiner Stadt.
      Viele Grüße,
      Francis

  • Benjamin | 05.12.2016

    Kurz gefragt, bis zu welcher Höhe gilt ein Überflugverbot von Privatgelände in Deutschland?
    Im Internet finde ich wenn es um Grundstücksgrenzen nach oben geht nur: „Nach § 905 Satz 2 BGB hat der Eigentümer nämlich Einwirkungen dann zu dulden, wenn keine konkrete Beeinträchtigung seiner Interessen gegeben ist. Dies ist der Fall bei Einwirkungen, die in solcher Höhe oder Tiefe vorgenommen werden, dass der Eigentümer an der Ausschließung kein Interesse hat.“
    Wenn ich also z.B. ein Panorama unseres Dorfes machen möchte und die Drohne dabei einen Kreis zieht der auch über die Nachbargrundstücke geht? Ab welcher Höhe wäre ich hier auf der sicheren Seite?

    • Francis | 08.12.2016

      Hallo Benjamin,
      das kann man leider so pauschal nicht beantworten – das muss immer im Einzelfall geprüft werden. Wie du schon richtig schreibst, dürfen die Interessen des Grundstückeigentümers nicht beeinträchtigt werden. Also du darfst u.a. niemanden belästigen und natürlich dürfen keine personenbezogenen Daten erhoben werden.
      Ich denke, bei einer Höhe von 100 Metern ist das in den meisten Fällen gegeben. Aber eine juristisch verbindliche Antwort gibt es bei diesem Problem nicht. Wie gesagt, das hängt immer von den Gegebenheiten vor Ort ab.
      Ich hoffe, die Antwort hilft dir trotzdem weiter.
      Viele Grüße, Francis

  • Bart | 06.12.2016

    Danke für deine Ausarbeitung. Ich frage mich jedoch, welche Sanktionsnormen es gibt, falls ich ohne Haftpflichtversicherung fliege, außer Sichtweite oder das ganze noch mit einer Schädigung Anderer verbunden ist. Soweit ich weiß, ist das ganze zumindest Strafrechtlich / Ordnungsrechtlich nicht normiert, heißt im Klartext, ich kann dafür nicht bestraft werden. Die Haftung bei Schädigung bleibt natürlich dann bestehen. Oder irre ich mich?

    • Francis | 08.12.2016

      Hallo Bart,
      ich formuliere deine Frage mal etwas um:
      „Wo liegt das Risiko, wenn du ohne Versicherung einen Schaden verursachst?“
      Natürlich musst du in so einem Fall für den kompletten Schaden aufkommen. Bei Personenschäden können Kosten im Millionenbereich entstehen. Ich gehe mal davon aus, dass das für dich eine Privatinsolvenz bis an dein Lebensende bedeuten würde. Für mich keine verlockende Vorstellung.

      Neben dem zu deckenden Schaden droht natürlich ein Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit.

      Falls du mehr Informationen brauchst, solltest du mal das Luftverkehrsgesetz durchlesen – insbesondere die §§ 33 ff sowie §§ 58 ff.

      Bitte schließe eine Luftfahrt-Haftpflichtversicherung ab. Das ist auch in deinem Interesse!
      Beste Grüße,
      Francis

  • Detlef | 06.12.2016

    Hallo,
    vielen Dank für den ausführlichen und guten Text!
    Eigentlich ist die Regelung zur Panoramafreiheit eindeutig. Was ich dann aber nicht verstehe, sind diese Luftbilder aus einem Flugschrauber geschossen: http://www.bilderbuch-koeln.de/Themen/Luftbildatlas%20Köln
    Der hat einmal Köln komplett abgebildet und müsste sich doch nun eigentlich mit 1000er Architekten über das Urhebergesetzt streiten?!

    • Francis | 08.12.2016

      Hallo Detlef,
      sehr gern!
      In Einzelfällen müsste er bestimmt eine Genehmigung von den jeweiligen Architekten einholen. Aber nicht jedes Gebäude ist automatisch als ein urheberrechtliches Werk anzusehen. Deswegen genießen nicht alle Gebäude einen urheberrechtlichen Schutz. Dadurch sind wahrscheinlich viele von den Bildern jurisitsch unbedenklich.
      Viele Grüße,
      Francis

      • Detlef | 08.12.2016

        na ja – ich würde es hier schon anders sehen. Er hat flächendeckend Köln abgelichtet. Da dürfte kaum ein Foto dabei sein, wo kein Urheberrecht greift.
        Es kann nur eine, mir unbekannte, Regel geben, dass ein Gebäude deutlich zu erkennen sein muss und bei einem Abstand von mehr als 100m ist das nicht mehr der Fall. Das würde dann auch Google erlauben, seine SAT-Aufnahmen zu verwenden. Trotzdem würde ich dazu gerne mal ein Urteil oder eine Verordnung lesen. Bei uns heißt es immer: geht nicht, darf man nicht. Bei der Panoramafreiheit darf kein Hilfsmittel eingesetzt werden. Ein Foto von einer Leiter wird da gerne als Beispiel benutzt. Ohne Leiter darf ich das Haus aufnehmen und das Foto nutzen, mit Leiter nicht. Was ist dann mit dem Tragschrauber oder dem Stativ auf dem Dach der Google-Autos? So ganz eindeutig ist es wohl doch nicht.
        Ich bin mir relativ sicher, dass jedes von einem Architekten geplante Haus unter das Urheberrecht fällt – egal ob es nun hübsch, prominent oder hässlich und unbedeutend ist. Also auf den angeführten Aufnahmen dürften das fast alle Häuser sein. Ein technisches Hilfsmittel hat er ebenfalls benutzt. Woher kommt nun die Ausnahme von der Regel?

  • Detlef | 08.12.2016

    ich habe mal gesucht: „Die Frage, wann ein bauliches Gebilde urheberrechtlichen Schutz genießt hängt dabei in erster Linie von der individuellen Gestaltung ab, die außergewöhnlich sein muss – keine Massenware, wie z.B. einfache Reihenhäuser“ – das trifft bei den Bildern von Köln trotzdem bei fast jedem Bild zu.

    • Francis | 08.12.2016

      Es ist bei weitem nicht jedes Gebäude urheberrechtlich schutzfähig. Es muss dafür eine individuelle und eigenständige Gestaltung erkennbar sein, die die persönliche Note eines Künstlers erkennen lässt. Aber das nur am Rande.

      Bei den Bildern, auf denen ein urheberrechtliches Werk zu sehen ist, kann man dieses vermutlich als Beiwerk ansehen. Nach §57 UrhG ist dann die öffentliche Wiedergabe ohne Zustimmung des Urhebers möglich. Vermutlich trifft das auf die meisten Bilder zu. Man müsste das von Bild zu Bild einzeln prüfen.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter!
      Beste Grüße,
      Francis

      • Detlef | 20.12.2016

        Hallo Francis,

        so sehe ich es auch – verwirrend ist, dass auf diesen Umstand praktisch nie hingewiesen wird (auch in diesem Artikel nicht). Das bedeutet ganz praktisch ja, dass bei einer gewissen Höhe und damit dem Abstand zu den Gebäuden das UrhG nicht mehr „verhindernd“ greift.
        Danke und liebe Grüße,
        Detlef

  • Tobias M. | 12.12.2016

    Hallo, wie sieht es aus wenn ich eine fpv Drohne ohne gopro oben drauf (ohne speicherbare Bilder/videos) fliege, also nur ich die aufnahmen in dem moment sehen kann über eine Brille. Muss ich da etwas extra beachten oder darf ich „Gesetze weglassen“?
    wollte mir nämlich eine racing Drohne zulegen und über unser großes Grundstuck und über Felder fliegen, mit dem Bauern wird es keine Probleme geben da er ein guter Freund ist und er das Feld von uns pachtet.

    • Daniel | 13.12.2016

      Also, „Gesetze weglassen“ sollte für Dein Vorhaben gar nicht notwendig sein. Ein Racecopter wiegt üblicherweise 500-600 Gramm und fällt somit unter die Kategorie „genehmigungsfreier Modellflug“, welcher üblicherweise in Deutschland nicht explizit erlaubt sein muss, um ihn auszuüben. Großes Grundstück, Felder und „guter Freund“ hört sich doch schon mal gut an. Da gefährdet und belästigt man niemanden und bei Abstürzen geht nicht so viel kaputt. Wenn auch luftrechtlich (CTR, Luftsperrgebiet o.ä.) nichts dagegen spricht und Du ’ne Modellflugversicherung (die sollte man wirklich haben !) hast, solltest Du keine Probleme bekommen. Und bevor die selbsternannten Hobbypolizisten wieder kommen:
      FPV ist in Deutschland nicht verboten, es gibt keine rechtliche Grundlage, die das Fliegen per FPV selbst ohne direkten Sichtkontakt und auch ohne Spotter verbietet. Allerdings kann es sein, dass Deine Versicherung das ausschließt. Außerdem ist es aus Sicherheitsgründen beim Flug per Brille natürlich besonders am Anfang sinnvoll, einen Spotter zu haben. Alternative: Der Flug per Monitor, da ist man nicht so an die Brille gefesselt und kann sich auch mal kurz in der Umgebung umschauen, ob die Bahn frei ist. Ach ja, und Aufzeichnung des Fluges per onboard-Kamera ist ebenfalls erst mal keinesfalls irgend was Schlimmes, Böses oder gar Illegales, denn Du spionierst ja nicht Deine Nachbarn (was für ein dämliches Beispiel !) oder sonst wen aus, sondern dokumentierst halt, wie fast alle Kameramodellflieger, Deinen Flug über Wiesen und Felder. Ausnahme: Österreich und Rheinland-Pfalz. Dort gelten angeblich Fluggeräte mit aufzeichnender Kamera automatisch nicht mehr als „gnehmigungsfreier Modellflug“.

      • Benjamin | 19.12.2016

        Falsche und gefährliche pauschale Antwort!
        (Sicher, auf dem Rübenacker wird keiner was sagen, aber das zu pauschalisieren ist schlicht falsch. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege):

        https://www.lds.sachsen.de/luftverkehr/?ID=11334&art_param=478

        Zitat: „Der Flugbetrieb darf nur in Sichtweite des Steuerers erfolgen. Außerhalb der Sichtweite des Steuerers bedeutet, dass die Drohne ohne besondere Hilfsmittel nicht mehr zu sehen oder die Fluglage nicht mehr eindeutig zu erkennen ist.“

        Und dazu der „Prüfpfad“:

        Frage 2: Betreiben Sie die Drohne ausschließlich in Sichtweite des Steuerers? Hinweis: Der Betrieb erfolgt nicht mehr in Sichtweite des Steuerers, wenn das Luftfahrtgerät ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr zu sehen oder eindeutig zu erkennen ist. Der Betrieb von Drohnen mit Datenbrille aus der Pilotenperspektive (First-Person-View-Betrieb) ist Betrieb außerhalb der Sichtweite des Steuerers und führt zur Antwort „Nein“.
        Wenn nein: Ihre Drohne ist ein Luftfahrzeug (unbemanntes Fluggerät), wenn sie höher als 30 Meter steigen kann. Sie brauchen eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde.
        Wenn ja: Ihre Drohne gilt rechtlich als Flugmodell. Weiter mit Frage 3.

  • Daniel | 20.12.2016

    Hallo Benjamin,
    war klar, das sowas kommt. So eine richtig schöne „Reichsbedenkenträgerantwort“ :-)

    Ich bleibe selbstverständlich bei meiner Darstellung und weise an dieser Stelle auch darauf hin, dass das, was ich hier schreibe, in keiner Weise auch nur annähernd eine Rechtsberatung darstellen kann und soll.

    Dennoch: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Die LUftVO kennt keine Regelungen bezüglich des Fliegens außer Sichtweite von Flugmodellen (= Fluggeräte, die ausschließlich zu Zwecken des Sports und der Freizeitgestaltung betrieben werden), wenn sie weniger als 5 Kg wiegen.

    Endgültig Nonsense wird’s mit der Aussage, dass das Flugmodell zum unbemannten Luftfahtsystem (UAS) mutiere, nur weil man außerhalb der Sichtlinie flöge.
    In Wahrheit wird umgekehrt ein Schuh draus: UAS (= Fluggeräte, die nicht zum Zwecke des Sports und der Freizeitgestaltung betrieben werden) dürfen grundsätzlich nicht außerhalb der Sichtweite des Steuerers betrieben werden !
    Nur weil die Landesdirektion Sachsen so einen Unsinn schreibt, wird’s auch nicht wahrer.

    Wenn Du mit konkreten Verweisen auf die entsprechenden Stellen im Gesetzestext (LuftVO ! Nicht irgendein Geschreibsel von-wem-auch-immer ! ) belegen kannst, dass ich unrecht habe, nehme ich alles zurück, und behaupte das Gegenteil ! :-)

    Ich bin ja aber auch kein Jurist, und so wie ich das sehe, Du ja wohl auch eher nicht. :-)

    Somit wär’s doch mal interessant, was ein Jurist, der sich mit der Materie wirklich auskennt, das sehen würde. Also nur zu, liebe modellflug-affinen Juristen, was meint Ihr dazu ?

  • Dirk Wagner | 15.01.2017

    Sehr gut erklärt, nur bei der Versicherung ist ein kleiner Fehler. Es gibt alte Haftpflichtversicherung Verträge wo das fliegen mit einer Drohne versichert ist. Ich habe es mir von meiner Versicherung (AXA) extra schriftlich geben lassen.

    • Francis | 18.01.2017

      Hallo Dirk,
      danke für deinen Kommentar! Bezüglich der alten Haftpflicht-Verträge: Ich bin da eher skeptisch. Wenn du dich darauf verlassen möchtest, dann muss die AXA dir garantieren, dass sie für Schäden aufkommt, bei denen deine Schuld nicht nachweisbar ist. Hier geht es um ganz kleine sprachliche Nuancen, die im Ernstfall entscheidend sind. Wenn du magst, dann schau ich mir das gern noch mal an. Bei Interesse kannst du mir den Brief der AXA zusammen mit den Versicherungsbedingungen mal an [email protected] schicken. Eine ausführliche Erklärung findest du auch noch mal in diesem Artikel unter der Überschrift „Warum die reguläre Privathaftpflicht-Versicherung keine Option ist“.
      Beste Grüße und immer sichere Landungen,
      Francis

  • Benjamin | 19.01.2017

    Achtung! Achtung!
    Es scheint neue Regelungen zu geben:

    http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.html?nn=12830

    • Francis | 19.01.2017

      Hallo Benjamin,
      danke für den Hinweis. Aktuell ist die Neuregelung noch ein Entwurf. Bevor die neuen Vorschriften gelten, muss noch der Bundesrat zustimmen. Sobald sich etwas ändert, werden wir den Artikel aktualisieren.
      Beste Grüße, Francis

  • Daniel | 20.01.2017

    Tja, in der Tat, wenn das durchkommt, werden wohl Benjamins und anderer Leute Träume wahr.
    Auch wenn es zu spät scheint, man kann immer noch was dagegen tun: http://www.pro-modellflug.de/mein-abgeordneter/

    • Benjamin | 20.01.2017

      Mein Traum? Wie kommst Du darauf? Mein Albtraum!
      Schon dein letzter Kommentar zu meiner Antwort zeigte mir, dass Du wohl, warum auch immer, Antipathie gegen mich hegst. Doch warum? Weil ich auf Verwaltungsseiten verlinke? Weil ich in Sachsen wohne? Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, Nazis gibt es überall in Deutschland, auch im gelobten Westen. Aber das ist hier nicht das Thema, daher bitte weiterhin sachlich argumentieren!

  • Daniel | 20.01.2017

    Ok, dann entschuldige bitte. Auf mich wirkte das ein wenig so, als würde es Dich freuen. Es hatte auf jeden Fall mit Deiner Herkunft (die ja aus Deinem Post auch gar nicht hervorgeht) nix zu tun. Letztlich auch nicht mit deiner Person, sondern mit der Art und Weise Deiner Antworten, die (vielleicht nur für mich) etwas überheblich ‚rüberkamen.
    Vor allem habe ich mich aber über die Landesdirektion Sachsen geärgert und meinen Ärger vielleicht auch nur auf Dich projiziert. Dafür bitte ich nochmals um Entschuldigung.

  • Micha | 20.01.2017

    Hallo zusammen,
    muss hier mal Benjamin unterstützen. Bin ebenfalls aus Sachsen und das Wort „Reichsbedenkenträgerantwort“ ist mehr als selten blöd. Er hat doch vollkommen Recht. Habe gestern dort die Allgemeine Aufstiegs-Genehmigung beantragt und muss mich eben damit abfinden, dass für gewerbliche Zwecke FPV tabu ist. Das wird nun mal auf Landesebene entschieden. Was gibts da nicht zu verstehen? Sorry, VG Micha

  • Daniel | 20.01.2017

    Er hatte eben nicht Recht, denn hier ging es ja eben nicht um einen kommerziellen Drohneneinsatz, sondern um einen vermutlich jungen, begeisterten Menschen, der mit dem Hobby „FPV-Racing“ anfangen wollte und um Rat und Unterstützung nachsuchte. Die bekam er dann ja auch von mir, und das wurde dann gleich darauf für mein Empfinden ziemlich hochnäsig „abgebügelt“. Ich gebe Dir aber Recht, dass ich möglicherweise mit meinem Spruch von der „Reichsbedenkenträgerantwort“ etwas übers Ziel hinausgeschossen bin.
    Gegen Sachsen habe ich übrigens rein gar nichts. Ich verbinde es vor allem mit Dresden, der Elbe, Wein, schöner Landschaft, Schmalspureisenbahnen und überwiegend sympathischen, netten Menschen, die einen für norddeutsche Ohren lustigen Dialekt sprechen ! Und für ihre Landesdirektion können die Sachsen ja auch nichts. :-)

    • Benjamin | 23.01.2017

      Daumen hoch :-) Alles gut damit für mich. Vielleicht habe ich es wirklich für einige als überheblich klingend geschrieben, war auf keinen Fall meine Absicht. Ist halt nun mal momentan die Lage (zumindest laut Webseite), dass man auch privat in Sachsen nicht privat FPV fliegen darf.
      Ich reagier inzwischen etwas „aggressiv“ auf die einseitige mediale Darstellung von Sachsen, die leider auch auf andere abfärbt die sich nicht so mit dem Thema beschäftigen (Zitat eines in Heidelberg ansässigen vietnamesischer Arztes zu dem ich ging: „Ah, sie kommen aus Dresden, kann man da überhaupt noch als Ausländer sicher hinreisen?“) Und Hr. Höcke ist aus Thüringen :-)

      Aber zurück zum Thema: Warten wir ab, was alles neu kommt und was nicht. Aber in „Neuland“ werden die vermutlich alles durchwinken wovon sie keine Ahnung haben. Traurig, da ich in der Flugkontrollzone lebe (praktisch komplett Dresden) und nach einem netten Kontakt mit der Flugsicherung bestätigt bekam (allgemeine Erlaubnis), dass man in der Zone unter 30m und 1,5km vom Flughafen entfernt bedenkenlos fliegen darf. Soll ja nach neuer Regelung auch verboten werden. Ist natürlich Schwachsinn, denn wenn ein Flugzeug über 1,5km vom Flughafen entfernt nur 30m hoch über Dresden fliegt, ist eine Drohne das kleinste Problem…

  • Micha | 21.01.2017

    Hallo Daniel,
    Danke, Entschuldigung angenommen! Mit meiner Aussage wollte ich nur sagen, dass mit der sächsischen Regelung (. . . „Der Flugbetrieb darf nur in Sichtweite des Steuerers erfolgen. Außerhalb der Sichtweite des Steuerers bedeutet, dass die Drohne ohne besondere Hilfsmittel nicht mehr zu sehen oder die Fluglage nicht mehr eindeutig zu erkennen ist.“. . . >>> Luftfahrzeug) aus PRIVAT eben automatisch KOMMERZIEL wird. Wenn das auf Landesebene so beschlossen ist, dann isses eben so :). Was jetzt generell neu beschlossen wird, kann ich noch nicht sagen, es gilt immernoch die jetzige Regelung.

    Ein schönes WE, Micha

  • Sven Schumacher | 24.01.2017

    Also ich lebe in BW, habe eine Versicherung abgeschlossen, habe die Registrierung für die Allgemeine Aufstiegserlaubnis abgeschickt (auch wenn ich die rein privat unter Umständen nicht brauche), weil der Tower in Mannheim darauf besteht… kostet ja auch nix. Der Tower muss von mir informiert werden, weil ich in der Kontrollzone D unterwegs sein werde.

    Eigentlich will ich nur schöne Aufnahmen für mich alleine machen, keine Leute ärgern oder ausspionieren. Und natürlich rumflitzen, wo es keinen in Gefahr bringt. Ganz schön viel Aufwand.

  • Kai | 08.02.2017

    Hallo, ich bin angehender Drohnenpilot und wollte mal bei euch nachfragen ob ihr eine anerkannte Führerscheinstelle *schmunzel* für Kenntnisnachweis seid?

    Siehe Zitat:
    ……..“Für alle größeren Drohnen ab fünf Kilogramm Gewicht soll es weitere Anforderungen geben. So soll für den Betrieb eine Erlaubnis nötig sein, die bei den zuständigen Landesbehörden zu haben ist. Verlangt wird außerdem eine Art Führerschein. Um diesen „Kenntnisnachweis“ zu bekommen, sollen Nutzer eine Prüfung bei einer anerkannten Stelle machen – dies soll auch ONLINE möglich sein. Vorgesehen ist ein Mindestalter von 16 Jahren. Die Bescheinigung soll zehn Jahre gelten“ ……… laut Dobrindt !!!
    Ich find eure Seite toll —> weiter so!!!!!
    Wenn ja….. dann mache ich meinen Führerschein;-)) bei euch !!! Lg

    • Francis | 09.02.2017

      Hallo Kai,
      derzeit gibt es noch keine gültigen Richtlinien, um als „Führerscheinstelle“ anerkannt zu werden. Bisher handelt es sich um Gesetzesentwürfe, die noch in der Abstimmung sind. Deswegen kann ich deine Frage derzeit noch nicht mit Ja beantworten. Wir hoffen aber, dass sich in der Politik schnell etwas tut und wir dann auch den Kenntnisnachweis ausstellen dürfen.
      Beste Grüße und vielen Dank für das Kompliment ;) Francis

Einen Kommentar schreiben