Drohnen Gesetze in Deutschland: Diese Vorschriften gelten in der Bundesrepublik

Wenn du einen Multicopter in Deutschland in Betrieb nehmen möchtest, dann solltest du dich genau mit den rechtlichen Bestimmungen in der Bundesrepublik vertraut machen. In diesem Beitrag möchte ich dir aufzeigen, welche Regeln in Deutschland für Copter-Piloten gelten, und die wichtigsten Fragen beantworten.

Mit der Drohnen-Verordnung von 2017 wurde die bisherige Trennung nach dem Zweck eines Drohnen-Fluges größtenteils aufgehoben und nun gelten dieselben Regeln für Freizeitflieger und gewerbliche Anwender. Generell gilt: Ab einer Aufstiegsmasse von mehr als 2 Kilogramm musst du einen Kenntnisnachweis („Drohnen-Führerschein“) besitzen. Ab einer Aufstiegsmasse von 5 Kilogramm benötigst du eine Einzelerlaubnis für jeden Drohnen-Flug.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Deutschland

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Maximale Flughöhe:100 Meter (328,1 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Feuerfeste Plakette ab 250 Gramm Abflugmasse erforderlich
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Nein.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
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Folgende Dinge musst du beachten:

Drohnen dürfen nicht höher als 100 Meter über Grund fliegen. Höher darfst du nur fliegen, wenn du dich auf einem zugelassenen Modellflugplatz befindest oder eine Genehmigung von der zuständigen Luftfahrtbehörde eingeholt hast. Falls du dich im kontrollierten Luftraum befindest, gilt eine maximale Aufstiegshöhe von 50 Metern.

Es besteht ein Verbot von Nachtflügen (Sondergenehmigungen für Nachtflüge sind jedoch möglich). 

Das Überfliegen von Wohngrundstücken ist verboten, wenn der Copter mehr als 250 Gramm wiegt oder in der Lage ist, optische Daten, akustische Daten oder Funksignale zu sammeln, zu speichern, und/oder zu übertragen. Bei Flügen mit den gängigen Kamera-Drohnen ist also die Zustimmung desjenigen einzuholen, dessen Rechte betroffen werden könnten. Somit müssen die Eigentümer und ggf. Mieter befragt werden, ob sie mit dem Überflug einverstanden sind. Mehr dazu findest du auch weiter unten.

Drohnen dürfen sich maximal 100 Meter an sensible Gebiete annähern. Dazu zählen:

  • Menschenansammlungen. Leider gibt es auch durch die Drohnen-Verordnung keine Definition, ab wann eine Gruppe als Menschenansammlung gilt. Im Ausland gibt es sehr unterschiedliche Definitionen, die bei einer Mindestgruppengröße von 12 Personen beginnen und bis zu 1.000 Personen reichen. Von diesen internationalen Vergleichswerten lässt sich aber keine Definition für den deutschen Rechtsraum ableiten!
  • Unglücksorte, Katastrophengebiete, Einsatzorte von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
  • Bundesfernstraßen (konkret Autobahnen und Bundesstraßen), Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen.
  • Industrieanlagen.
  • Justizvollzugsanstalten/Gefängnisse und Einrichtungen des Maßregelvollzugs.
  • Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr sowie andere militärische Anlagen und Organisationen.
  • Anlagen der Energieerzeugung und Energieverteilung (Kraftwerke, Windräder, Umspannwerke etc.).
  • Einrichtungen, in denen erlaubnisbedürftige Tätigkeiten der Schutzstufe 4 gemäß Biostoffverordnung (Institute in Hamburg, Berlin, Marburg und auf der Insel Riems) durchgeführt werden.
  • Grundstücke von Verfassungsorganen des Bundes und der Länder sowie obere und oberste Bundes- und Landesbehörden.
  • Diplomatische und konsularische Vertretungen (Botschaften).
  • Internationale Organisationen im Sinne des Völkerrechts (UN, EU, NATO etc.).
  • Grundstücke der Polizei und anderer Sicherheitsbehörden.
  • Krankenhäuser.

Das Fliegen über Naturschutzgebieten ist ebenfalls verboten. Es gelten die Gesetze zum Naturschutz.

Damit sind schon sehr viele Flugmanöver eingeschränkt. Selbst in ländlichen Gebieten kann es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Eine gute Karte, die die vielen Flugverbote berücksichtigt, findest du hier.

Screenshot vom großartigen Map2Fly Karten-Service

Als Steuerer eines Multicopters bist du dazu verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

Zu den Außengrenzen von Flughäfen ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometer einzuhalten.

Ebenso musst du eine Drohnen-Versicherung abschließen.

Flüge außerhalb der Sichtweite und First-Person-View

Von Flügen außerhalb der Sichtweite sprechen wir, wenn du als Steuerer den Copter selbst nicht mehr mit bloßem Auge beobachtest, sondern dich zur Steuerung auf einen Monitor oder eine Videobrille verlässt.

Grundsätzlich zulässig sind FPV-Flüge, solang du deine Drohne nicht höher als 30 Meter aufsteigen lässt. Falls dein Copter mehr als 250 Gramm wiegt, benötigst du zudem eine weitere Person, die den Copter mit bloßem Auge beobachtet und dich auf mögliche Gefahren während des Fluges aufmerksam machen kann. Unter diesen Bedingungen wertet das Gesetz dein Manöver nicht als „Flug außerhalb der Sichtweite“.

Falls dir diese Einschränkungen nicht ausreichen, kannst du eine Erlaubnis für Flüge außerhalb der Sichtweite bei der Landesluftfahrtbehörde beantragen. Diese Genehmigung wird allerdings nur für unbemannte Flugsysteme mit einer Startmasse von mehr als 5 Kilogramm erteilt.

Die Kennzeichnungspflicht

Multicopter sollen mit den Daten des Steuerers versehen werden, damit im Schadensfall der Verursacher ermittelt werden kann. Eine Plakette ist ab einer Abflugmasse von 250 Gramm verpflichtend.

Auf der Drohnen-Plakette müssen dein Name und deine Anschrift vermerkt sein. Ich finde es sinnvoll, zusätzlich die Telefonnummer anbringen zu lassen.

Der Gesetzgeber hat Anforderungen an das Material der Identifikationsmarke gestellt. So muss die Plakette feuerfest sein. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) spricht selbst davon, dass ein Aluminium-Aufkleber mit Adressgravur für die Kennzeichnung geeignet ist. Hochwertige Drohnen-Plaketten können z.B. hier erworben werden.

Ab wann wird ein „Drohnen-Führerschein“ erforderlich

Ab einer Startmasse von 2 kg ist ein Kenntnisnachweis („Drohnen-Führerschein“) notwendig. Für einen Großteil der Drohnen, die aktuell im Umlauf sind, ist dieser Kenntnisnachweis also nicht verpflichtend. Betroffen sind vor allem Piloten von hochpreisigen Drohnen wie dem DJI Inspire 2.
Du benötigst den UAV-Kenntnisnachweis jedoch auch, wenn du eine Ausnahmegenehmigung beantragen willst.

Wie erhalte ich eine Flugerlaubnis

Ab einer Aufstiegsmasse von 5 Kilogramm benötigst du eine Einzelerlaubnis für jeden Drohnen-Flug. Es gibt außerdem noch eine ganze Reihe an Szenarien, bei denen du eine Erlaubnis von der zuständigen Landesluftfahrtbehörde benötigst. Am besten kontaktierst du die zuständige Behörde in deinem Bundesland und fragst nach den aktuellen Regeln.

Wenn du eine Genehmigung von der Luftfahrtbehörde deines Bundeslandes beantragst, muss dargestellt werden, dass du dich an die gängigen Rechtsvorschriften hältst. Dazu zählen insbesondere die Sicherheit des Luftverkehrs, die öffentliche Sicherheit und Ordnung, der Datenschutz, der Naturschutz und der Schutz vor Fluglärm. Im Einzelfall können weitere Unterlagen verlangt werden wie die Zustimmung von Grundstückseigentümern, Gutachten von Sachverständigen und andere Bewertungen durch Fachleute.

Die Erteilung der Genehmigung befreit dich jedoch nicht von der Einhaltung anderer Rechtsvorschriften wie z.B. dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Naturschutzrecht des jeweiligen Landes.

Keine Erlaubnispflicht besteht übrigens für Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz BOS) während eines Not-/Unfalls bzw. einer Katastrophe. Für BOS im Einsatz gelten die zahlreichen Mindestabstände, die ich oben genannt habe, nicht. Auch wenn eine Privatperson im Auftrag und unter Aufsicht einer BOS in einer Notsituation agiert, entfallen die Mindestabstände und die Erlaubnispflicht.

Auch Flüge an Bahnbrücken sind eingeschränkt

Foto- und Videoaufnahmen

Nachdem wir zuvor geklärt haben, wo und unter welchen Umständen du überhaupt fliegen darfst, schauen wir uns nun an, welche Aufnahmen du mit deiner Kamera-Drohne anfertigen und veröffentlichen darfst.

Datenschutz und Persönlichkeitsrecht

Als Drohnenpilot sammelst du Daten und damit berühren deine Aktivitäten die Bestimmungen zum Datenschutz.
Die Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes haben ihre Einschätzung in einem Positionspapier zusammengetragen und kommen zu dem Schluss, dass „insbesondere in urbanen Umgebungen […] das Betreiben von Drohnen mit Film- und Videotechnik im Einklang mit den geltenden Gesetzen in der Regel nicht möglich“ sei.

Warum ist das so?

In Deutschland gelten mehrere Gesetze und Verordnungen, die den Daten- und Persönlichkeitsschutz betreffen. Außerdem schränkt schon die Drohnenverordnung ein, wo geflogen werden darf. Dazu zählen Wohngrundstücke, für die keine Erlaubnis des Eigentümers vorliegt.

Von der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hast du bestimmt schon gehört. Ergänzt wird sie durch das Bundesdatenschutzgesetz. Diese Gesetze beziehen sich auf die Verarbeitung personenbezogener Daten und gelten nicht für die Ausübung ausschließlich persönlicher und familiärer Tätigkeiten.

Allerdings kann dein Drohnenflug schnell in den Bereich der nichtpersönlichen Tätigkeiten fallen, wenn du im öffentlichen Raum fliegst oder zum Beispiel vorhast, deine Aufnahmen zu veröffentlichen oder verbreiten. Dies kann schon der Fall sein, wenn du sie in sozialen Netzwerken zugänglich machst.

Damit entstehen für dich Pflichten, die in der Praxis schwer umsetzbar sind. Zum Beispiel müsstest du den Betroffenen mitteilen, wer du bist, wie sie dich kontaktieren können, was du mit den Aufnahmen machst usw.

Deshalb musst du darauf achten, welche Daten du mit deinen Aufnahmen erhebst. Personenbezogene Daten können ganz klassisch Name, Adresse oder das Aussehen eines Menschen sein, aber auch KFZ-Kennzeichen fallen darunter. Diese solltest du also nicht ohne vorherige Einwilligung filmen oder fotografieren.

Francis fliegt mit seiner Drohne

Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht ermöglicht die freie Entfaltung aller Menschen. Jeder hat das Recht, sich zurückzuziehen und abzuschirmen. Du darfst mit einem Kopter niemanden in diesem Grundrecht beeinträchtigen. Ganz praktisch bedeutet das, dass du keine Bereiche überfliegen solltest, die nicht öffentlich einsehbar sind (siehe dazu auch das Urteil vom Amtsgericht Potsdam).

Dieses Recht auf Abschirmung gilt auch in der Natur. Deswegen solltest du z.B. an Seen und in Parks besonders sensibel gegenüber anderen Personen sein, damit du deren Ruhe nicht unzulässig beeinträchtigst.

Auf der anderen Seite steht dir als Drohnen-Pilot ebenso das Recht zur freien Entfaltung zu. Es gilt immer im Einzelfall abzuwägen, welches Recht höher wiegt. Damit Juristen sich nicht mit deinem Fall beschäftigen müssen, empfehle ich dir, vor jedem Flug die Personen in der Umgebung aufzuklären und freundlich um eine Zustimmung zu bitten. Das kann böse Überraschungen vermeiden.

Gut zu wissen: Es ist unerheblich, ob du mit der Kamera an deiner Drohne tatsächlich Aufnahmen machst. Selbst dann, wenn nur der Eindruck entstehen könnte, dass du Aufnahmen erstellst und damit personenbezogene Daten sammelst, gelten die Vorschriften. Entsprechende Gerichtsurteile gingen meistens zugunsten der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen aus.

Neben den in den Gesetzen vorgeschriebenen Strafen oder Bußgeldern kann es auch sein, dass Betroffene ihre Rechte selbst mit drastischen Mitteln einfordern. Es gab einen Fall, bei dem ein Mann mit dem Luftgewehr eine Drohne abgeschossen hat, die über seinem Grundstück flog. Der Drohnenbesitzer verklagte den Schützen, schließlich war die Drohne 1500 Euro wert. Doch der Schütze bekam Recht! Er hatte sich gegen die Verletzung seiner Rechte und der seiner Familie gewehrt.

Achtung auch, falls deine Kamera-Drohne Tonaufnahmen macht. In Deutschland ist es strafbar, nichtöffentliche Gespräche ohne Zustimmung aufzuzeichnen oder öffentlich zu machen (§201 StGB).

In Wohngebieten müssen die Betroffenen einem Drohnen-Flug zustimmen

Welche Luftaufnahmen darfst du veröffentlichen?

Hast du dich an all diese Bestimmungen gehalten, solltest du nun herausfinden, ob du die Luftaufnahmen auch ohne Weiteres veröffentlichen darfst.

Dazu werfen wir einen Blick ins Kunsturhebergesetz. In §22 KunstUrhG ist festgeschrieben, dass eine abgebildete Person der Verbreitung von Bildnissen zustimmen muss. Grundsätzlich solltest du dir eine (schriftliche) Genehmigung der abgebildeten Personen einholen, bevor du dein Material veröffentlichst.

Es gibt jedoch Ausnahmen, die durch §23 KunstUrhG geregelt werden. Demnach benötigst du keine Genehmigung der abgebildeten Personen, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  1. Abgebildete/r ist eine Person der Zeitgeschichte
  2. Personen sind als Beiwerk neben einer Landschaft oder einem anderen Motiv zu sehen
  3. Abbildung ist von einer Veranstaltung, an der die Betroffenen teilgenommen haben
  4. Abbildungen dient einem höheren Interesse der Kunst

Insbesondere Punkt 2 sollte für viele Drohnen-Piloten interessant sein und bürokratischen Aufwand minimieren.

Noch scheint nicht abschließend geklärt, ob die 2018 in Kraft getretene DSGVO etwas an der Anwendbarkeit des Kunsturhebergesetzes ändert. Zumindest für journalistische Aufnahmen gibt es bereits Gerichtsurteile, wonach das Gesetz weiterhin gilt.

Das Urheberrecht und die Panoramafreiheit

Dass du einen urheberrechtlichen Anspruch auf deine Luftaufnahmen hast, ist dir vermutlich klar. Aber ist dir auch bewusst, dass du mit deinem Drohnen-Video eventuell Urheberrechte anderer Personen verletzt hast?

Neben Landschaften sind Gebäude beliebte Motive für Drohnen-Flüge. Gebäude können jedoch unter Umständen einen urheberrechtlichen Schutz genießen. Zwar dürfen Gebäude ohne Einwilligung von öffentlichen Plätzen aus aufgenommen werden und du benötigst keine Genehmigung des Urhebers für die Verbreitung des aufgenommenen Materials (§59 UrhG). Doch die sogenannte Panoramafreiheit gilt nicht mehr, wenn technische Hilfsmittel verwendet werden, die einen anderen Blickwinkel ermöglichen. Besonders hohe Stative sowie Drohnen fallen nicht mehr unter die Panoramafreiheit, sodass bei einem urheberrechtlich geschützten Werk eine Genehmigung aller Urheber (Architekten) notwendig wird.

Gesetzliche Bestimmungen für Drohnen-Piloten in Deutschland im Überblick

Für einen besseren Überblick findest du zum Abschluss des Artikels noch eine praktische Übersicht zu den wichtigsten „Drohnen-Gesetzen“ in Deutschland.

Diese Regeln musst du in Deutschland einhalten:
  • Mache dich mit der Technik der Drohne vertraut und beachte die Hinweise in der Bedienungsanleitung
  • Behalte deinen Copter immer im Auge
  • Schließe eine Haftpflichtversicherung ab, die den Betrieb von Multicoptern abdeckt.
  • Prüfe das Flugareal auf Hindernisse
  • Beurteile die Wetterlage (Wind, Regen) vor deinem Flug
  • Weiche bemannten Luftfahrzeugen aus (am besten sofort landen)
  • Halte einen Sicherheitsabstand zu öffentlichen Wegen und Stromleitungen ein
  • Beachte die Vorschriften zum Datenschutz
  • Bei automatisierten Flug-Manövern (z.B. Point of Interest, Waypoints) musst du jederzeit die volle Kontrolle zurückgewinnen können
  • FPV-Funkübertragung ist auf 2,4 GHz bis max. 10 mW und auf 5,8 GHz bis 25 mW erlaubt

In Deutschland nicht gestattet:
  • Fliegen in einer Höhe von mehr als 100 Metern über Grund
  • Fliegen in der Nähe von Flugplätzen ohne individuelle Freigabe
  • Flüge über Menschenansammlungen, militärische Objekte, Justizvollzugsanstalten, Unglücksorte, Krankenhäuser und Kraftwerke
  • Fliegen ohne direkten Sichtkontakt
  • Nachtflüge (Einzelerlaubnis in manchen Bundesländern mit entsprechender Beleuchtung möglich)
  • Urheberrechtsverletzungen
  • Flüge ohne Genehmigung der Grundstücksbesitzer
  • Flugmanöver unter Einfluss von Alkohol oder Drogen
  • Aufnahmen von Personen ohne deren Einwilligung

Diese Genehmigungen benötigst du:

  • Aufstiegsgenehmigung der zuständigen Landesluftfahrtbehörde, wenn deine Einsätze die gesetzten Grenzen der Drohnen-Verordnung übersteigen
  • Genehmigung von Urhebern, falls du deren urheberrechtlich geschütztes Werk fotografierst/filmst
  • Erlaubnis des Grundstückbesitzers
  • Erlaubnis von gefilmten Personen, wenn sie nicht zu den oben genannten Ausnahmen zählen

Weitere Artikel von uns zu diesem Thema findest du hier:

Wenn du noch Fragen hast oder bereits Erfahrungen mit der rechtlichen Handhabe in deinem Bundesland gemacht hast, dann melde dich bitte bei uns in den Kommentaren. Ich freue mich, von dir zu lesen!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

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  • Julian | 18.02.2017

    Hey Francis und co.
    Ich wohte jetzt ein Jahr Amerika und gehe bald zurück nach Deutschland, da ich mir erst hier in Amerika eine Drohne zu gelegt hatte, habe ich das mit den Deutschen regeln nich so garnicht verstanden.

    Was ist das mindestalter zum Drohnen fliegen? (Man muss ja 18 sein, um eine Drohne zu versichern, aber könnte man die Drohne nicht bei dem Vater versichern, da ich selber noch Minderjährig bin.)
    Die neuen Regeln sind jetzt noch nicht zugelassen?
    Ist es möglich in Städten wie Frankfurt am Main und Hamburg mit einer Drohne zu fliegen?

    Wäre super wenn ihr mir eine antwort geben könntet.
    MfG Julian

    • Daniel | 18.02.2017

      Hallo Julian,
      die neue „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ des BMVI ist noch nicht in Kraft. Sie wird voraussichtlich am 22. Februar dem Bundesrat vorgelegt: http://www.bundesrat.de/SharedDocs/auschuesse-termine/vk/termine-to/2017-02-22.html?nn=4351662
      D.h. man kann noch nicht sagen, wann genau sie in Kraft tritt. Der genaue Wortlaut kann hier nachgelesen werden: https://www.bundesrat.de/bv.html?id=0039-17 (auf den Link unter „Drucksachen“ klicken.)

      Aktuell gibt es kein Mindesalter für den erlaubnisfreien Modellflug (also unter 5 Kg Abfluggewicht auf der „grünen Wiese“). Nach der neuen Regelung braucht man wohl für Modellflugzeuge (und damit auch Multicopter) ab 2 Kg einen „Kenntnisnachweis“, der erst ab 14 Jahren erworben werden kann.

      Fast das gesamte Hamburger Stadtgebiet liegt in der CTR (Controlled Traffic Region) Hamburg. Mein letzter Stand war, dass man in dieser max. 30 Meter hoch fliegen darf, solange dies mehr als 1,5 Km von der Umzäunung eines Flugplatzes (inkl. Segelfuggelände und Hubschrauberlandeplätze !) geschieht. Zu Frankfurt möchte ich nix sagen, da kenne ich mich nicht aus.

      Unter diesem Link kann man sich Luftfahrtkarten anschauen, aus denen auch die Grenzen der CTR und die Lage der Flugplätze und Hubschrauberlandeplätze hervorgehen: http://maps.openaip.net/

      Im übrigen gelten natürlich die aktuellen Regelungen, nach denen man auch nicht überall und beliebig hoch fliegen darf: http://www.gesetze-im-internet.de/luftvo_2015/ (insbesondere, aber nicht nur, Abschnitt 5 beachten !)

      Obendrein kann es auch noch lokale Bestimmungen und Regelungen geben, die den Modellflug an bestimmten Orten einschränken. So ist z.B. das Starten von Modellflugzeugen (also auch Multicoptern) im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide verboten. Und auf (öffentlich zugänglichem) privatem Grund hat der Grundstücksbesitzer das Recht, das Starten von Módellflugzeugen zu verbieten.

      Im Übrigen weise ich darauf hin, dass ich kein Jurist bin und dies keine Rechtsberatung darstellt !

      • Julian | 18.02.2017

        Besten Dank Daniel,
        grade die Map hilft mir weiter, da ich davor nur Maps gefunden habe, die komplet verwirrend waren.
        Die aktuelle verordnung habe ich mkr jetzt auch novhmal angeschaut, hoffentlich bleibt sie zum Grösstenteil so.
        LG

    • Reed Richards | 06.01.2018

      DIe Frankfurter Regeln sind etwas umständlich. Generell gilt: Überall nur mit gebührenpflichtiger Genehmigung für Geburtstage etc.
      Genaueres siehe unter
      http://frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2778&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=32507259

  • Wolfgang | 19.02.2017

    Danke für den Link zur Luftfahrtkarte. Allerdings ist mir nicht klar, welche Restriktionen zu beachten sind. Gibt es dazu irgendwo eine Legende oder textliche Erläuterungen?

    • Daniel | 19.02.2017

      Konnte keine Legende finden, aber für uns Modellflieger ist das meiste eigentlich selbsterklärend. Wichtig zu beachten sind die CTR (rot ausgefüllt) und die rot umrandeten „RESTRICTED“ Bereiche. Und natürlich die Flugplätze und Heliplätze, die durch schwarze Symbole dargestellt sind. Hier gilt grundsätzlich: Flugverbot für Modellflugzeuge bis 1,5 Km Entfernung von der Einfriedung des Flugplatzes. Ansonsten hilft das hier vielleicht weiter:
      http://www.flightplanner.de/legenden/ICAOD.png

  • Benjamin | 20.02.2017

    Bezüglich des Fliegens innerhalb der Kontrollzone von internationalen Flugplätzen empfehle ich dies auszudrucken und mitzunehmen (hab ich mit der Karte der lokalen Naturschutzgebiete, der Kontrollzonenkarte und meinem Versicherungsschein im Hinterfach des Rucksacks, man weiß ja nie auf welche Beamte und ähnliches man trifft.)

    https://www.dfs.de/dfs_homepage/de/Services/Luftsport%20&%20Freizeit/Flugmodelle%20|%20%22Drohnen%22/1-681-16.pdf

    Für Hobbyflieger (Flugmodell, Abschnitt 2) maximal 30m hoch außerhalb des 1,5km Radius und innerhalb der Kontrollzone, für unbemannten Luftfahrtsysteme (z.B. gewerblicher Flug) maximal 50m hoch.

    • Sven Schumacher | 20.02.2017

      Zumindestens in Mannheim EDFM kann ich auch als privater Pilot anrufen und mir eien Freigabe für bis zu 100m geben lassen. Natürlich nicht innerhalb von den 1,5km

      Die Freigabe gilt aber nicht grundsätzlich und ich muss mich auch wieder abmelden. Das mache ich aber nur selten, da ich mit 30m in der Regel auch auskomme.

  • Sven Schumacher | 22.02.2017

    ÜBRIGENS!
    Ahctet mal auf die Liste der Flughäfen, für die allgemeine Erlaubnis (unter 30m >1,5km) gilt. Das sind NICHT die ganzen Regionalen Flüghäfen!

    Ich darf also in der CTR Frankfurt ohne extra Erlaubnis unter 30m fliegen, wenn ich weiter als 1,5km weit weg bin vom Zaun des Flughafens, aber NICHT in z.B. Mannheim

  • Klaus | 22.02.2017

    Im Zweifelsfalle einfach Kontakt mit dem Skyguide aufnehmen. Ich habe das hier in Basel so gemacht, habe ein pauschale Erlaubnis für das gesamte CTR bis 30m (ausgenommen Start und Landeschneisen) bekommen.

    • Sven Schumacher | 22.02.2017

      Aber das mit Skyguide ist die Schweiz, oder ?
      Und das hier ist der Bereich für die Regeln in Deutschland ;)

      • Klaus | 22.02.2017

        Das spielt insofern keine Rolle wo das ist, denn der Tower hat die Lufthoheit. In meinem Falle ist der Flughafen auf französischen Boden, aber eigentlich ist der Flughafen für 3 Länder bestimmt, Basel/Mulhouse/Freiburg. Eine Mail an die zuständige Stelle kostet nichts und mehr als ein „Nein das geht nicht“ kann nicht kommen. Am besten eine Karte beifügen, auf der das Gebiet, das man befliegen will eingezeichnet ist.

      • Klaus | 22.02.2017

        In der Schweiz gilt das CTR sogar im 5km Radius vom Zaun des Flughafens.

    • Sven Schumacher | 22.02.2017

      Es geht um die deutsche Ausnahmeregel, nach der private Piloten in der CTR keinen Anruf tätigen müssen, wenn sie in der CTR fliegen wollen (bis 30m und ab 1,5km Entfernung). Diese Ausnahme gilt aber interessanterweise nur für die großen Flughäfen (internationale) und nicht für die regionalen.

      Und Skyguide ist da einfach der völlig falsche Ansprechpartner, wenn ich in Mannheim fliegen will.

      In Frankfurt (100km von hier) brauche ich nicht anrufen, aber in Mannheim schon.

      • Klaus | 22.02.2017

        Wenn Mannheim einen eigenen Skyguide hat, dann sollte er DER Ansprechpartner sein.

    • Sven Schumacher | 22.02.2017

      Skyguide ist meines Wissens die Schweizer Flugsicherung. https://www.skyguide.ch/de/
      Und wenn ich fliegen will rufe ich den Tower an, der mir die Freigabe geben kann.

      Aber darum geht es doch auch gar nicht. Es geht darum, dass eben NICHT überall in Deutschland in der CTR unter 30m geflogen werden kann. Das wird oben in dem Text aber so gesagt. tatsächlich gilt die Regel nur rund um die Internationalen Flughäfen. Bei Regionalflughäfen muss man auch bei Flügen bis 30m IMMER ANRUFEN … das war was ich klar stellen wollte.

  • Bernhard | 07.04.2017

    Die pauschale Beschränkung der Maximalhöhe von 100 m muß lt. Einspruch im Bundesrat noch mal überarbeitet werden, da dies ein generelles Verbot bei bestimmten Hobbysportarten wäre. Positiv ist, dass man den Führerschein für Drohnen über 2 kg auch online absolvieren kann. Ich frage mich nur wer das alles kontrollieren soll ?

    Es ist abzusehen, dass wir demnächst auch autonom fliegende Drohnen im Luftraum haben (z.B. Paketdienste, Inspektionsflüge). Mit Wasserstoff-Brennstoffzellen flogen die ersten schon mehrere Stunden in der Luft und legten über 100 km zurück. Dazu kommen bemannte autonom fliegende Passagierdrohnen (z.B. Ehang 184), der bis zu 300 m hoch fliegt.

    • Daniel | 14.04.2017

      Ich bezweifle, dass autonom fliegende Drohnen „demnächst“ den Luftraum nutzen. Davon sind wir m.E. gottseidank noch weit entfernt. Hierzu sind noch eine Fülle von Problemen zu lösen, von denen, dass sei Dir versichert, der Antrieb und die Energieversorgung wirklich das allerkleinste Problem sind. Bei autonomen Lufttaxis („Passagierdrohnen“) kommt noch der Sicherheitsaspekt für die Fluggäste dazu.
      Aber die neuen Regelungen sollen wohl solch einer wahnwitzigen Entwicklung tatsächlich den Weg ebnen, das scheint mir schon offensichtlich. Und langfristig (ganz sicher nicht demnächst !) wird es eine solche Entwicklung vielleicht geben. Aber dann bin ich hoffentlich schon tot oder so alt, dass mir das eh egal wäre… :-)

  • Sven | 18.08.2017

    ein wirklich sehr wertvoller Artikel ist das. Recht und Drohnen gibts nicht sehr viel gute Infos rüber. Vielen Dank fürs Teilen

    • Francis | 21.08.2017

      Hallo Sven, vielen Dank für das Kompliment! VG Francis

  • Hans | 28.09.2017

    Hallo,
    Vielen Dank für die umfassenden Informationen. Gerade die gebündelten und detailieren Infos für alle Länder finde ich sehr gut! Nun zu meiner Frage:
    Ich würde gerne gewerblich Luftaufnahmen von privaten Häusern in Wohngebieten in Deutschland machen. Der Eigentümer simmt logischerweiße zu. Wie sieht es mit der Zustimmungspflicht der Nachbarn aus? Muss ich auch Genehmigungen der Nachbarn einholen? Seht ihr sonstige Probleme, Aufstiegsgenehnigung, Versicherung, Gewerbe usw. ist natürlich alles gegeben.
    Vielen Dank, Hans

    • Francis | 24.10.2017

      Hallo Hans,
      du brauchst die Genehmigung aus Sicht des Luftrechts nur von den Nachbarn, wenn du deren Grundstücke überfliegen willst. Das kann je nach Drehort notwendig werden, da du vermutlich nicht immer das Haus des Eigentümers auf das Foto/Video bekommst, wenn du nur direkt über dem Grundstück des Auftraggebers fliegst. Häufig sind da größere Entfernungen notwendig. Zudem musst du natürlich die Privatsphäre und den Datenschutz beachten. Das kommt dann immer auf den Einzelfall drauf an. Ich vermute, dass du ziemlich häufig die Zustimmung der Nachbarn einholen musst. Das kommt aber eben immer auf die örtlichen Gegebenheiten an.
      Beste Grüße und viel Erfolg, Francis

  • Wilfried Michl | 22.01.2018

    Ich folge euch schon eine Zeit lang auf eurem Blog und Facebook. Einfach super euer Blog, nur weiter so. Ich habe lange mit mir gehadert ob ich dir (euch) ein paar Fragen stellen kann. Vielleicht könnt ihr mir Weiterhelfen oder wist wo ich suchen anfangen könnte.
    Verstehe ich das richtig wenn ich jetzt eine Aufstiegsgenehmigung habe, kann ich meine Landschaftsaufnamen bei Stockwebseiten hochladen? Oder muss ein Gewerbe her? Ich hätte es als Nebeneinkünfte angegeben.

    Versichert bin ich schon und halte mich auch an alle Regeln, bin mir nur nicht sicher wann ich die Videos verkaufen kann. Ich Filme nur Landschaften und keine Gebäude oder Personen.

    Gilt das gleiche auch für andere Länder Norwegen, Seychellen, Kannada, Island. Nur mit Aufstiegsgenehmigung kann ich die Videos verkaufen? Was ist jetzt wenn ich erst im Nachhinein gemerkt haben das meine Urlaubsvideos was zum verkaufen wären.
    Dann habe ich doch die Filme unter dem Aspekt der Sportfilmerein gemacht und hatte damals keine Aufstiegsgenehmigung gehabt. Oder stelle ich mich einfach nur Blöd an.

    Habt ihr einen Rat für mich.

    Vielen Lieben Dank, schon im Voraus

    • Francis | 27.03.2018

      Hallo Wilfried,
      wenn du deine Aufnahmen professionell verkaufen möchtest, dann benötigst du einen Gewerbeschein. Das hat nichts mit den hier beschriebenen Regeln zu tun. Eine Aufstiegsgenehmigung (in Deutschland) ist in aller Regel nicht mehr notwendig. Schau bitte mal auch noch diesen Artikel von uns an: https://my-road.de/drohnen-verordnung-2017/

      Schau dir bitte immer die Regeln für die Länder an, in die du reisen möchtest. Ich kann dir hier keine pauschale Antwort auf deine Frage geben – kommt auch immer darauf an, in welchem Umfang du das alles betreiben möchtest.

      Viele Grüße, Francis

  • Peter | 20.02.2018

    Der Artikel müsste in der Hinsicht überarbeitet werden, dass allgemein für Multikopter eine maximale Flughöhe über Grund gestattet ist. Bei Multikoptern wird bei der Höhe nicht zwischen gewerblichem und privatem Zweck unterschieden.

    Schönen Grup

    • Francis | 27.03.2018

      Hallo Peter,
      vollkommen richtig – steht bei mir auf der To Do Liste :) Habe oben schon einen anderen Beitrag verlinkt, in dem die Neuerungen beschrieben sind. Den Artikel passe ich aber auch bald noch an. LG Francis

  • Michael | 04.07.2018

    Mal eine ganz andere Frage, ich komme aus NRW Großraum Köln. Hat hier jemand einen Vorschlag bzw. Idee wo ich mit meiner Drohne DJI Mavic Pro als Tagestour mal fliegen darf und auch ein paar schöne Aufnahmen machen kann ohne gegen irgendwelches Recht zu verstoßen ?

    • Francis | 09.07.2018

      Hi Michael,
      schwierige Sache in der Gegend. Vielleicht hilft dir die App Map2Fly dabei, eine Ecke zu finden, in der du fliegen darfst.
      Beste Grüße, Francis

      • Michael | 12.07.2018

        Hi Francis,
        vielen Dank für den Tip, öhabe bis jetzt „DFS Drohnen“ als App benutzt. Map2Fly finde ich wesentlich übersichtlicher. Gruß Michael

      • Francis | 13.07.2018

        Sehr gern :) Guten Flug!

  • Richard Gustafson | 01.08.2018

    Hallo Francis,
    schon lange wollte ich eine eigene Drone ausprobieren. Bin US Amerikaner, 41 J. in Deutschland, 70 J. alt. Heute habe ich einen Angebot von Netto gefunden, der vielleicht für ein Anfänger wie ich interessant wäre. Die Infos auf deine Websiteseiten sind vielzeitig und sehr gut für Anfänger und Fortgeschrittenen, haben mir aber zuerst etwas Angst gemacht, eine Drone zu kaufen; ich denke aber, dass genügend Menschen es schon gemacht haben und ich sagte mir, dass es auch bei mir klappen müsste. Muss ich mich VOR ein Kauf irgendwo anmelden (ich wohne in Mainz)? Würdest du bitte das Angebot anschauen und mir die ungeschminkte Wahrheit geben, ob Preis/Leistung stimmt, ob ich als Anfänger auch eine Nummer größer kaufen könnte, ob das Angebot alle Funktionen hat, die wirklich wichtig sind? Für Deine Einschätzung bzw. Beurteilung wäre ich wirklich sehr dankbar. Wenn Preis/Leistung oder irgendwas anderes hier nicht stimmt, gib mir bitte einen Vorschlag, was ich kaufen soll.
    Beste Grüße,
    Richard

  • Sven | 06.08.2018

    Hallo zusammen,
    die Seite hier ist echt hilfreich. Wie sieht das mit dem Fliegen über Wohngebiet aus wenn ich meiner Drohne z.B. die Grenzen des Grundstücks was sie überfliegen darf einspeichere und ich die Erlaubnis vom Eigentümer hab dieses zu überfliegen bzw in der Luft über dem Grundstück zu fliegen, muss ich dann auch einen „Drohnenführerschein“ und eine Erlaubnis von der Behörde haben, oder dürfte ich in diesem Falle tatsächlich darüber fliegen?

    Danke für Eure Antworten.

    • Francis | 14.09.2018

      Hallo Sven,
      wenn du die Einverständniserklärung des Eigentümers und der Bewohner hast (am besten schriftlich), dann brauchst du keine Erlaubnis von der Luftfahrtbehörde einholen, solange sonst keine Verbote bei dem Grundstück vorliegen.
      Beste Grüße, Francis

  • Christian Wurm | 27.12.2018

    Hallo,
    erst einmal Lob an eure Seite. Toll gemacht. Ich habe eine Frage zum Fliegen über Grundstücke, bzw. Häuser. Als Beispiel: ich sehe in einem malerischen Dorf eine schöne alte Kapelle und möchte ein POI Clip drehen. Zwangsläufig befinde ich mich beim Rundflug über anderen Gebäuden und nehme diese auch auf, wenn sie sich hinter der Kapelle befinden. Personen kann man, auch wenn man welche mit aufgenommen hat, aus dieser Höhe nicht erkennen. Muss man bei jedem Haus fragen, ob man die Erlaubnis bekommt?
    Oder: Fahre mit dem Rad durch eine Ortschaft und filme im Follow Me Mode. Muss ich vorher bei allen Hausbewohnern klingeln und fragen, ob das in Ordnung wäre? Das erschließt sich nicht für mich. Danke schon mal für eure Antworten!
    LG,
    Christian

    • Francis | 07.01.2019

      Hallo Christian,
      ja, theoretisch benötigst du im Dorf eine Genehmigung von allen Wohngrundstücken. Alternativ kann dir auch die Landesluftfahrtbehörde den Überflug genehmigen, wenn du darstellst, dass es unmöglich ist alle Genehmigungen einzuholen.

      Für das Follow-Me-Szenario: Rein Luftrechtlich wirst du ja vermutlich über der Straße (=öffentlichem Grund) fliegen. Da reicht die Genehmigung von der Stadt aus. Darüber hinaus greift hier aber auch der Datenschutz, sodass du dann doch wieder eine Erlaubnis von allen Hausbewohnern/Grundstücksbesitzern benötigst.

      Ja, es ist kompliziert..
      LG Francis

  • Nadja | 13.01.2019

    Hallo,
    mein Name ist Nadja und ich schreibe eine Projektarbeit zum Thema Drohnen/Multicopter. 2018 ist ja die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) rechtsverbindlich geworden und ich wollte fragen, ob es seitdem Neuerungen in den Bereichen Urheberrecht und Datenschutz gibt. Ich hoffe, ihr könnt mir da helfen, denn euer Blog ist sehr gut und verständlich geschrieben, während es auf anderen Seite einfach nur ein Wirrwarr an Regeln gab, die sich zum Teil auch noch widersprechen.

    • Francis | 15.01.2019

      Hallo Nadja,
      ja die DSGVO ist in der Fotografie generell noch ein Thema, das nach wie vor viele Fragen aufwirft. Ich weiß gar nicht, wo ich da jetzt anfangen soll. Hast du eine konkrete Frage? :D
      LG Francis
      P.S.: Danke für die lieben Worte ;)

  • Nadja | 03.02.2019

    Hallo Francis,
    einige konkrete Fragen, die mir einfallen, sind:
    1. Seit der DSGVO sind Personen nicht mehr „Beiwerk“, sondern es wird eine Genehmigung aller Menschen benötigt, die zu erkennen sind. Wie funktioniert das bei Konzerten und Ähnlichem? Da ist es ja schon vom Aufwand her gar nicht möglich, alle Leute nach ihrem Einverständnis zu fragen.
    2. Es ist klar, dass KfZ-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden müssen, aber wie sieht es mit Werbeplakaten oder Aufschrift an Firmen/Gaststätten/… aus?
    3. Auch schwierig ist immer das Unterscheiden zwischen privater und gewerblicher Nutzung. Wenn ich Videoaufnahmen mache, die ich mir nur selber zuhause angucke, stört das ja eigentlich keinen, aber wenn ich sie im Internet hochlade, verletzt das natürlich Persönlichkeitsrechte. Bloß, woher weiß man denn, ob wir nicht alle schon durch irgendwelche illegalen Aufnahmen im Netz zu sehen sind? Im Internet gibt es so viele Seiten, da ist es kaum möglich, nachzuvollziehen, ob jemand etwas Unerlaubtes hochgeladen hat oder nicht. Irgendwie frage ich mich, ob die ganzen neuen Verordnungen so viel bringen, weil am Ende wieder nur die Schwierigkeiten haben, die ehrlich versuchen, sich an die Regeln zu halten und sich Genehmigungen einzuholen.
    4. Ist es egal, ob ich das Kunsturhebergesetz KunstUrhG oder KUG abkürze?
    Nadja
    PS: Vielen Dank für die schnelle Antwort, ich konnte leider nicht so schnell zurückschreiben, weil ich länger krank war.

    • Francis | 25.02.2019

      Hallo Nadja,
      das sind alles sehr gute Fragen.

      Leider sind sich die Juristen v.a. bei deiner ersten Frage immer noch nicht einig. Wirkliche Klarheit wird es erst durch Gerichtsurteile geben, denn momentan ist die Gesetzeslage widersprüchlich.

      Zu 2.) Bei Werbematerialien gehe ich davon aus, dass diese Daten verarbeitet werden dürfen. Es ist ja Ziel des Werbetreibenden, dass man z.B. über seine Telefonnummer einen Auftrag erteilt.

      3.) Was als privat und als gewerblich einzustufen ist, kommt immer auf die konkrete Fragestellung an. Laut DSGVO ist aber grundsätzlich schon die Datenerhebung genehmigungspflichtig (auch bei Privatpersonen).

      4.) Ja, es sollte nur einheitlich sein.

      Viel Erfolg bei deiner Arbeit. VG Francis

      • Nadja | 06.03.2019

        Hallo Francis,
        vielen Dank für die Hilfe.
        Das hat mir sehr geholfen beim Schreiben meiner Projektarbeit.
        Ich kann euren Blog nur weiterempfehlen!
        Macht weiter so

        Nadja

  • Felix | 21.06.2019

    Hallo Francis,

    in den Gesetzen steht ja man muss 100m Abstand zu Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Eisenbahntrassen halten. Soweit so gut. Aber wie ist das mit Landstraßen, Kreisstraßen und nicht definierten Straßen? Kann man da einfach drüber fliegen oder die 100m unterschreiten?`Denn es heißt ja explizit BUNDESfernstraßen etc….

  • Michael | 05.07.2019

    Hallo
    Hier gilt die Abstandsregel nicht. Wie du selber schreibst. Man sollte dennoch vorsichtig und nicht zu tief fliegen. Denn der Verkehr darf nicht gefährdet werden. So steht es auch in der App Map2fly, die ich empfehlen kann.

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