Drohnen-Gesetze in Frankreich

Drohne in Frankreich fliegen

Frankreich ist leicht zu erreichen und stellt damit ein interessantes Reiseziel dar. In diesem Beitrag erfährst du, welche Gesetze du als Drohnen-Pilot in unserem Nachbarland berücksichtigen musst.

In Frankreich gibt es regelmäßige Veränderungen bei den Drohnen-Gesetzen. Zu Beginn des Artikels möchten wir dir eine Übersicht über die französischen Auflagen geben.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Frankreich

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:150 Meter (492,1 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Die Registrierung ist ab 800 Gramm Aufstiegsmasse erforderlich und erfolgt online über das Portal AlphaTango.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
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Weitere Regeln für den Betrieb von Drohnen in Frankreich

Die in Frankreich maximal zulässige Flughöhe von Drohnen liegt bei 150 Metern über Grund. Jedoch gibt es zahlreiche Beschränkungsgebiete, in denen du nicht aufsteigen darfst oder in denen nur eine geringe Flughöhe zulässig ist. Die entsprechenden Gebiete kannst du mit der oben verlinkten Karte einsehen. Die farbigen Flächen haben folgende Bedeutung:

  • Rot: Flugverbot für Drohnen
  • Pink: Maximale Flughöhe von 30 Metern
  • Orange: Maximale Flughöhe von 50 Metern
  • Gelb:Maximale Flughöhe von 100 Metern

Für alle anderen Flächen gilt die maximale Flughöhe von 150 Metern.

Drohnen dürfen nur innerhalb der Sichtweite verwendet werden. Bei FPV-Flügen muss eine zweite Person anwesend sein, die die Drohne mit bloßem Auge überwacht. Du darfst deine Drohne in Frankreich nur bei Tageslicht nutzen. Auch bei entsprechender Beleuchtung ist die Nutzung bei Nacht nicht erlaubt.

Private Multicopter dürfen ein Gewicht von bis zu 25 Kilogramm haben.

Sicherheitsabstände und Flugverbote

Du musst immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Flugplätzen einhalten. Zu großen Flughäfen gilt ein Mindestabstand von 10 Kilometern.

Ein Flugverbot für Drohnen gilt im gesamten Stadtgebiet von Paris. Auch in anderen Städten darfst du deine Drohne nur auf Privatgrundstücken fliegen lassen. Darüber hinaus dürfen Drohnen nicht in der Nähe von Atomkraftwerken, militärischen Einrichtungen, an historischen Denkmälern und in Nationalparks genutzt werden. Flugverbotszonen kannst du in der oben verlinkten Karte einsehen.

Das Überfliegen von Menschen ist in Frankreich nicht gestattet.

Vollautomatische Flüge (z.B. Waypoints, Point of Interest) sind in einem Umkreis von 200 Metern um den Piloten gestattet, wenn die maximale Flughöhe bei 50 Metern liegt, du jederzeit die Kontrolle zurückerlangen kannst und die Drohne nicht mehr als 2 Kilogramm wiegt.

Vorschriften für gewerbliche Drohnenflieger

Gewerbliche Copter-Piloten müssen in Frankreich mehrere Auflagen erfüllen. Unter anderem musst du Theorie- und Praxistests in französischer Sprache bestehen sowie diverse Genehmigungen einholen.

Bei Verstößen gegen die französischen Gesetze kann eine Geldstrafe von bis zu 75.000 Euro oder eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr verhängt werden.

Gut zu wissen

Die hier aufgelisteten Regeln gelten auch für das Überseegebiet Französisch Polynesien.

Frequenzbestimmungen: 100 mW für die 2,4 GHz-Frequenz

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Frankreich haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die französische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der französischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Frankreich gesammelt hast!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

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  • Peter | 23.04.2019

    Morgen ich wollte in die Camargue und verstehe nicht ganz wo und wie die Genehmigung einzuholen ist zum flieger der Mavic und wo ich fliegen darf? Ob Ihr bitte helfen könntet. Danke

  • Peter | 13.05.2019

    Hallo Zusammen, wir wollen im Juni an die Verdon Schlucht und in die Provence. Verstehe ich es Richtig das die Registrierung erst für Drohnen ab 800gr. notwendig ist. Darunter, also z.b. meine Mavic Air (430gr,) benötige ich keine Registrierung, da ich nur privat fliege. Natürlich halte ich mich an alle Vorgaben und Zonen. Gruß Peter E.

  • Klaus | 28.05.2019

    So verstehe ich das auch. Kostenlose Schulung und Registrierung der Drohne auf französisch oder englisch erst ab Drohnengewicht 800g (bis einige wenige Kilos)
    für private Drohenflüge unter z.B.
    https://alphatango.aviation-civile.gouv.fr/login.jsp notwendig. Schulung auch bei kleineren Drohnen empfehelnswert. Ist recht amüsant gemacht.
    Für alle Drohen, die Film- und Fotoaufnahmen machen gelten zusatzlich folgende Ausschlusszonen:
    https://www.legifrance.gouv.fr/jo_pdf.do?id=JORFTEXT000038191339 (über die Departementsnummer findet man die Gebiete recht schnell)
    ansonsten eben die bekannte Drohenenkarte für Frankreich:
    https://www.geoportail.gouv.fr/donnees/restrictions-pour-drones-de-loisir

  • Klaus | 28.05.2019

    Hier auf französisch nochmal ein anderes interessantes Dokument, zumal es von einer offiziellen Webseite der Verwaltung stammt:
    https://www.ecologique-solidaire.gouv.fr/sites/default/files/Guide_aeromodelisme_modeles_reduits_drones_de_loisir.pdf

  • Benjamin | 03.06.2019

    Hallo zusammen,

    ich fliege demnächst nach Guadeloupe in den Urlaub und möchte gerne meine Mavic mitnehmen. Bisher finde ich keine aussagekräftigen Infos, ob ich dort überhaupt fliegen darf, ob ich eine Erlaubnis brauche oder ob es ohne geht??
    Die Deutsche Botschaft in Paris konnte mir auch keine Informationen geben.

    Wer kann mir evtl. weiterhelfen?
    Vielen lieben Dank!

  • Thomas | 03.06.2019

    Hallo, ja, kann ich
    Wir waren letztes Jahr im Dezember 3 Wochen auf Guadeloupe (Basse Terre und Grand Terre) und hatten bis auf einen superschlauen deutschen Urlauber am Plage de la Perle in Deshaies keinerlei Probleme. Der war der Meinung der Strand sei Privatbesitz und deshalb wäre das fliegen verboten (völliger Unsinn!) Ich hab dann den Akku meiner Mavic leergeflogen und gut wars. Ansonsten keinerlei Probleme bei der Einreise oder auch beim Fliegen auf Guadeloupe oder ein der Inseln. Viel Spaß in der Karibik, wir fliegen im Januar 2020 wieder für 4 Wochen, natürlich mit der Mavic
    Bilder und auch Videos findest du bei Instagram auf „toms_travelworld“

    Gruß Tom

  • Peter | 18.06.2019

    Ich möchte im September mit dem Wohnmobil nach Südfrankreich! Ich habe auch schon eine Registriernummer über Alpha Tango. Da ich weder französich noch englisch spreche (72 Jahre alt, in der Schule nie gelernt) habe ich mir das SWichtigste mittels Google Übersetzer übersetzt. Erfahren habe ich also, dass ich die Re für Drohengistriernummer auf meinen Kopter (DJI Phantom 3 SE) anbringen muss. Größe? Beschaffenheit? Reicht da ein Aufkleber aus Papier?
    Ich habe einen deutschen Kenntnisnachweis, reicht der oder muss ich für meine DJI Phantom 3 SE noch eine französiche Unterweisung machen? Wenn ja, wo, geht das Online? Meine Drohne hat ein Gesamtgewicht von ca. 1,2Kg. Muss kich sonst n och etwas beachten?? Möchte deswegen keinen Ärger? Soviel ich gesehen habe, ist fast die ganze französiche Mittelmehrküste Flugsverbotszone für Drohnen!?

  • Peter | 19.06.2019

    Hallo,
    meine obigen Fragen haben sich ALLE erledigt, ich habe nicht nur die Registrieruneg meiner Drohne mit entsprechender Nummer, nein, ich habe auch – ohne jegliche englisch/französich Sprach-Kenntnisse – den Lern-, Übungs- und letztlich den 20 Fragen Katalog zu 100% abgearbeitet und geschafft. Hier mal ein besonderes Lob an den Google-Übersetzer! Alles musste er mir übersetzen. In den Lern- und Übungsvideos in welchen man die Texte NICHT markieren kann, hilft er mir mit seiner Kamera-Funktion! (Etwas hakelig zwar, aber mit etwas Geschick und Ruhe machbar) alle anderen Fragen und Antwortspielchen heme ich mit dem „Inline-Translater“ hervorragend und verständlich übersetzen lassen können. Nunsteht meiner Fahrt und dem Vergnügen mit meinem Phantom 3 SE die französiche Landschaft von oben zu geniesen – da wo es erlaubt ist, seölbstverständlich -. Wäre ich einer der beiden Sprachen mächtig wäre es sicher noch schneller gegangen. So aber habe ich einen Nachmittag geopfert. Übrigens, von meinem deutschen Kurs und Fragenkatalog für den Kentnisnachweis unterscheiden sich die Fragen kaum, also frohen Mutes rann!
    Grüße Peter B.

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