Drohnen-Gesetze in Island

Island hat die Gesetze für Drohnen-Piloten sehr ausführlich festgeschrieben. In diesem Artikel erklären wir dir die aktuelle Rechtslage im Inselstaat.

Island hat viele schöne Motive zu bieten. Doch bevor du deinen Copter in dem Land startest, musst du dich mit den Regeln auseinandersetzen.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Island

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:120 Meter (393,7 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Alle Drohnen müssen mit Anschrift und Telefonnummer gekennzeichnet werden.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Die Registrierung bei der Samgöngustofa ist bei gewerblicher Nutzung erforderlich.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Hilfreiche Links:Samgöngustofa
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Weitere Auflagen für Drohnenpiloten in Island

In Island ist die maximale Flughöhe auf 120 Meter über Grund begrenzt. Falls dein Copter eine Höhenbegrenzung unterstützt, dann muss diese auf 120 Meter eingestellt werden.

Drohnen dürfen nur innerhalb der Sichtweite betrieben werden.

Die Isländische Verkehrsagentur ist der Meinung, dass alle Copter versichert sein sollten. Auch wenn der Versicherungsschutz erst ab 20 Kilogramm Abflugmasse gesetzlich vorgeschrieben ist, solltest du dich absichern. 

Innerhalb von Ortschaften darf das maximale Abfluggewicht 3 Kilogramm nicht überschreiten. Außerhalb von Ortschaften sind Flüge bis zu einem Gewicht von 25 Kilogramm zulässig.

Bevor du mit deinem Copter in Island startest, musst du deinen Namen mit Anschrift und Telefonnummer an der Drohne anbringen.

Sicherheitsabstände und Flugverbote

Zu isländischen Flughäfen mit Linienflugverkehr (Keflavík, Akureyri, Reykjavík und Egilsstaðir) muss dein Copter eine Distanz von mindestens 2 Kilometern einhalten. Für alle anderen Flugplätze gilt ein Verbotszone im Radius von 1,5 Kilometern. Wer näher an diesen Flugplätzen starten will, benötigt die Zustimmung vom Tower. Die Genehmigung muss jedoch nicht eingeholt werden, wenn du nicht höher als die höchste Erhebung in unmittelbarer Umgebung fliegst.

Zu freistehenden Gebäuden muss ein Abstand von 150 Metern gewahrt werden. Innerhalb von Siedlungen muss ein Mindestabstand von 50 Metern zu Gebäuden berücksichtigt werden. Wenn du näher an die Gebäude heranfliegen möchtest, benötigst du die Zustimmung der Bewohner/Eigentümer.

In Brutgebieten (z.B. Vogelfelsen), über Menschenansammlungen, über Häusern, über Fahrzeugen und über Einsatzorten von Sicherheitsorganisationen (z.B. Polizei, Feuerwehr etc.) dürfen Multicopter nicht betrieben werden.

In Nationalparks benötigst du vor dem Flug die schriftliche Genehmigung durch die Parkverwaltung (hier gibt es z.B. ein Antragsformular für den Vatnajökull Nationalpark). 

Vorschriften für gewerbliche Drohnen-Einsätze

Sobald du deine Drohne in Island nicht ausschließlich zur Freizeitgestaltung einsetzt, musst du dich bei der Samgöngustofa registrieren. Die Registrierung wird auch notwendig, wenn du deine privaten Aufnahmen (z.B. in sozialen Medien) veröffentlichen möchtest. 

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Island haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die isländische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der isländischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Island gesammelt hast!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

  • Stephan Bahl | 13.01.2016

    Hallo, zuerst einmal ein ganz tolles Lob für die viele Arbeit, die Du Dir gemacht hast! Und der Hinweis, der Link auf den pdf für Island funktioniert nicht mehr…

    • Francis | 13.01.2016

      Hallo Stephan, gern geschehen! Danke dir für die Info. Es sieht derzeit so aus, als würden die Isländer an einem Website-Umzug arbeiten. Daher hoffe ich, dass der Link bald wieder erreichbar ist bzw. korrekt weitergeleitet wird. Neue Informationen konnte ich nicht finden. LG Francis

  • Sven Strumann | 06.04.2017

    Derzeitige Regeln für Island:
    Bis 5kg Abfluggewicht ohne Genehmigung.
    Ab 5kg braucht man für jeden Flug eine Aufstiegserlaubnis der Samgöngustofa.

    Die maximal erlaubte Flughöhe ist 130m über Grund.
    Wenn Sie höher fliegen möchten benötigen Sie für jeden Flug eine gesonderte gebührenpflichtige Genehmigung der Samgöngustofa

    In einem Umkreis von 2km um Flugplätze mit Linienflugverkehr und 1,5km um alle sonstigen Flugplätze gilt ein Flugverbot.
    Für den Flughafen Keflavík können Sie die Flugverbotszone auf dieser Karte ersehen.
    http://www.samgongustofa.is/media/uncategorized/large/4ndxhb3p.jpg
    Für den Stadtflughafen Reykjavík ersehen Sie die Flugverbotszone unter nachfolgender Karte.
    http://www.samgongustofa.is/media/uncategorized/large/92kvnri4.jpg
    Wie zu erkennen gilt für große Teile der Innenstadt von Reykjavík ein Flugverbot für Mikrokopter.

    Name, Adresse und Telefonnummer des Besitzers müssen auf dem Mikrokopter vermerkt sein.

    In Brutgebieten wie z.B. Vogelfelsen gilt ein Flugverbot

    In Naturschutzgebieten und Nationalparks darf man nur mit schriftlicher Genehmigung der Parkverwaltung fliegen

    In durch Schilder markierten Gebieten mit Flugverbot für Mikrokopter darf nicht geflogen werden

    Über Menschenansammlungen, Häusern und Fahrzeugen darf nicht geflogen werden

    Über Einsatzorten von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten darf nicht geflogen werden

    • Francis | 28.04.2017

      Hi Sven,
      vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Das hat uns sehr geholfen und wir haben unseren Beitrag aktualisiert!
      Beste Grüße, Francis

  • Enrico | 14.06.2017

    Wie ist denn der Satz zu verstehen: „Zu Gebäuden muss ein Abstand von 1,5 Kilometern gewahrt werden“ Wenn also irgendwo eine Hütte rumsteht muss ich mich 1,5km davon entfernen um fliegen zu dürfen?
    Oder ist der Satz irgendein Übersetzungsfehler?

    • Sven Strumann | 14.06.2017

      Das mit den 1,5km Umkreis um Gebäude ist ein Fehler.

      Derzeit darf nur nicht über und im näheren Umkreis von Regierungsgebäuden geflogen werden.
      Und es wird empfohlen nicht in Städten und Ortschaften zu fliegen.
      Der Gesetzesentwurf der momentan in der Beratungsphase ist, sieht vor das ein generelles Flugverbot innerhalb von Ortschaften gilt, wobei Ortschaften als Ansiedlungen mit mindestens 50 Einwohnern und einem durchschnittlichem Hausabstand von nicht mehr als 200m definiert werden.
      Das ist aber noch nicht gültig.

      Außerdem gibt es immer mehr Gebiete, hauptsächlich bei Sehenswürdigkeiten, wo durch Schilder ein Flugverbot gilt. Die Zahl dieser Schilder ist in den letzten Wochen enorm angestiegen :-(

  • Reiner | 21.10.2017

    Ich war letzten Winter in Island und diesen Sommer wieder 3 Monate. Die Schilder „no drones“ nehmen in Island so schnell zu, wie die Schilder „no overnight parking“. Es wird allerdings trotzdem überall geflogen, so z.B. bei der Gletscherlagune Jökulsarlon wo oft mehrere DJI’s gleichzeitig in der Luft sind. Dies scheint momentan noch geduldet zu werden, ausser in Nationalparks wo man schon mal von einem Ranger (bis jetzt noch freundlich) darauf hingewiesen wird dass Drohnen verboten sind und man sie doch bitte landen soll. Interessant dass es in Reykjavik einen tollen DJI-Shop gibt in dem den ganzen Tag über Bildschirme Aufnahmen von den Isländischen Sehenswürdigkeiten aus der Luft gezeigt werden…..

    • Francis | 24.10.2017

      Gut zu wissen, danke Reiner für deinen Erfahrungsbericht!

    • Carsten | 20.11.2017

      Wie ich vor Kurzem erfahren habe gehört auch die Lagune Jökulsárlón seit 25.07.17 zum Nationalparkgebiet. Somit hat sich das dort auch erledigt. Aber es gibt ja in Island noch genügend völlig einsame Orte.

  • Christian Kany | 10.12.2017

    Mal meine Erfahrungen

    Im Vatnajökull National Park habe ich nur eine Erlaubnis für den Jökulsárlón bekommen alle anderen gebiete wurden mir nicht erlaubt.( Dettifoss Fjaðrárgljúfur) hier gibt es neben den Standart Auflagen keine Probleme. Wenn jemand ebenfalls versuchen will eine Erlaubnis zu bekommen: https://www.vatnajok…ne-restrictions

    Der Nächste Park den ich angeschrieben habe war Þingvellir hier kam keine vernünftige Kommunikation zu Stande, es wurde mir immer wieder geschrieben wo alles Multicopter abgestürzt seinen. Nach mehrfacher nach frage ob und wie ich eine Genehmigung bekomme, wurden mir immer wieder nur Fundorte zu geschickt, damit war das Thema für mich erledigt.

    Für Dyrhólaey, Skógafoss und Geysir gibt es Genehmigung seitens der Isländischen Umweltbehörde (https://www.ust.is), allerdings sind die Auflagen sehr Streng. Unter anderem muss immer Kontakt mit dem Örtlichen Ranger vor dem Ort aufgenommen werden, was aber In Ordnung ist. Leider Rentiert sich das nicht für den Privaten Bereich, am Gullfoss ist eine Einweisung zwingend nötig, was wenn es nicht 120€ kosten würde auch ok ist.
    Es ist klar das man auch mit den Genehmigungen Geld Verdienen möchte und das man das Illegale Fliegen eindämmen muss, allerdings weis ich nicht ob das der Richtige weg ist. Für eine größere Filmproduktion sind 120€ einkalkulierbar, für mich als Privatperson lass ich es lieber.

    Die Anfrage für die Orte Reynisfjara, Krafla, Fjaðrárgljúfur, Seljalandsfoss muss man bei den Örtlichen Behörden stellen, da diese keine Geschützen Gebiete sind.

    • Francis | 17.01.2018

      Hi Christian,
      vielen Dank für die aufschlussreichen Infos! Ich hoffe, du konntest tolle Luftaufnahmen in Island einfangen.
      Beste Grüße, Francis

      • Christian Kany | 19.01.2018

        ACHTUNG ich muss warnen vor einer Erlaubnis Beantragung, da wir unsere Reise ein wenig abgeändert haben und nicht die Termine einhalten konnte habe ich eine Rechnung in höhe von 415€ nur für die Erlaubnis im Nachhinein bekommen, und das mit der Zahlungsbedingung innerhalb 5 Tage. Dies habe ich abgelehnt weil es sich nicht besprochen war!

      • Francis | 08.02.2018

        Das klingt ja übel..

  • Sven Strumann | 15.12.2017

    Mit Datum vom 15.12.2017 gelten neue Regeln für die Nutzung von Drohnen in Island:

    Drohnen müssen mit dem Namen, der Adresse und der Telefonnummer des Besitzers gekennzeichnet sein.

    Innerhalb von Ortschaften darf das maximale Abfluggewicht 3kg nicht überschreiten, außerhalb von Ortschaften 25kg.

    Ab 20kg Gewicht ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht

    Das fliegen über Menschenansammlungen ist verboten.

    Die maximale Flughöhe über Grund beträgt 120m.

    Die Bestimmungen des Datenschutzes und des Persönlichkeitsrechts müssen eingehalten werden.

    Im Umkreis von 2km um die Verkehrsflughäfen Keflavík, Akureyri (betrifft die gesamte Innenstadt!), Reykjavík (betrifft große Teile der Innenstadt!) und Egilsstaðir sowie 1,5 km um sonstige Flugplätze mit Linienflugverkehr darf nicht geflogen werden.

    Von freistehenden Gebäuden muss 150m Mindestabstand gehalten werden.

    Von Siedlungen und Häusern in Ortschaften muss 50 m Abstand gehalten werden und von Häusern außerhalb von Ortschaften 150m, weniger nur mit Genehmigung der Bewohner oder Besitzer.

    Flugverbote in ausgewiesenen und markierten Gebieten (Naturschutzgebiete, Nationalparks, Vogelbrutgebiete und durch Schilder markierte Gebiete) sind zu beachten.

    Die Drone darf nur innerhalb der Sichtweite geflogen werden.

    Der Betreiber ist für jegliche verursachte Schäden haftbar.

    Von allen bemannten Flugobjekten und Fahrzeugen ist Abstand zu halten.

    Wer Flüge unternimmt die nicht der Freizeitgestaltung dienen, z.B. um Luftaufnahmen zur Veröffentlichung (auch Youtube!) zu erstellen, muss sich bei der Samgöngustofa melden mit Angaben zur Person, dem Fluggerät, dem Zweck der Flüge und falls innerhalb von Ortschaften geflogen wird muss dieses gesondert angegeben werden.
    Ferner muss ein Logbuch geführt werden mit nachfolgenden Angaben:
    Datum und Ort
    Hersteller und Typ der Drone
    Name des Piloten
    Start- und Landezeit
    Flugdauer
    Beschreibung des Flugprojekts.

    • Francis | 17.01.2018

      Hallo Sven,
      spitze – ganz vielen Dank für die aktuellen Infos. Den Beitrag habe ich soeben aktualisiert. Würde mich wieder über einen Kommentar freuen, wenn es neue Entwicklungen gibt!
      Sonnige Grüße, Francis

  • Rene | 22.06.2019

    Hallo
    gibt’s Neuigkeiten von Island will eine kleine DJI Air mitnehmen?

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