Drohnen-Gesetze in Japan

In diesem Artikel erfährst du, welche Drohnen-Gesetze in Japan gelten.

Die Nutzung von Drohnen ist in Japan erlaubt. Früher war dafür noch eine Erlaubnis erforderlich, jedoch ist diese bürokratische Hürde – zumindest in unbesiedelten Gebieten – entfallen. Solange du dich an die folgenden Regeln hältst, musst du keinen speziellen Antrag abschicken.

Maximale Flughöhe: In Japan darf deine Drohne bis zu 150 Meter hoch fliegen.

Maximale horizontale Entfernung und FPV: Im japanischen Luftraum darfst du deinen Copter nur in Sichtweite steuern.

Versicherungspflicht: Es gibt unseres Wissens keine spezielle Versicherungspflicht. Wegen der hohen Kosten, die bei einem Schaden auftreten können, solltest du aber deine Drohne versichern.

Maximales Abfluggewicht (MTOW): Keine Daten vorliegend.

Abstand zu Flughäfen: Ohne Genehmigung darf sich dein Copter nicht mehr als 9 Kilometer an einen Flughafen annähern.

Andere Sicherheitsabstände: Fliegende Drohnen müssen immer einen Abstand von 30 Metern zu unbeteiligten Personen, Fahrzeugen und Gebäuden einhalten. Drohnen-Einsätze in besiedelten Gebieten sind nur nach vorheriger Zustimmung des Verkehrsministeriums erlaubt. Aus dieser Online-Karte kannst du entnehmen, für welche Fluggebiete vorab eine Genehmigung eingeholt werden muss.

Flugverbote: Der Betrieb von Drohnen über Menschenansammlungen ist in Japan verboten. Nicht erlaubt sind Flüge zudem über Straßen, in den öffentlichen Parks von Tokyo und Osaka sowie über dem Palast des Präsidenten und andere Regierungsgebäude.

Fluggenehmigungen: Fluggenehmigungen müssen für Multicopter in Japan beantragt werden, wenn du in der Nähe von Flughäfen, in dicht besiedelten Bereichen oder über 150 Meter über Grund fliegen willst. Die Genehmigungen müssen mindestens 10 Werktage im Voraus auf Japanisch beantragt werden.

Betriebszeiten: Japan gestattet den Gebrauch von Drohnen nur bei Tageslicht.

Vorschriften für gewerbliche Piloten: Unseres Wissens nach gibt es keine Unterscheidung von Drohnenflügen zu Freizeitzwecken und zu kommerziellen Zwecken in Japan.

Gut zu wissen: Als Protest gegen die Politik in Fukushima hat ein Aktivist in der Vergangenheit eine Drohne mit radioaktiven Material auf dem Dach des Premierministers gelandet. Aufgrund dieses Vorkommens solltest du vor allem in der Nähe von Regierungsgebäuden besonders behutsam vorgehen und lieber auf dem einen oder anderen Flug verzichten, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Hilfreiche Links: MLITdronelawjapan.com

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Japan haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die japanische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der japanischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Japan gesammelt hast!

Über den Autor

Seit Januar 2015 bereisen wir die Welt. Mit dabei ist unsere Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Vogelperspektive festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe mir doch in den Kommentaren!

  • Martin | 29.05.2017

    Servus Francis,

    vielen Dank für die ausführlichen Informationen rund um Drohnenflug im Allgemeinen.
    Wir werden im Sommer eine dreiwöchige Rundreise in Japan unternehmen, wozu ich einige Fragen habe, die ich mir leider – auch mit eurer Website – nicht mit Sicherheit selbst beantworten kann.

    1.) Auf dem Weg nach Japan werden wir einen 2-stündigen Stop-Over in Abu Dhabi haben, ebenso auf dem Weg zurück. Kann es hier Probleme geben, wenn ich meine Mavic Pro im Handgepäck dabei habe? Einige arabische Länder haben ja, soweit ich es verstehe, den Besitz von Drohnen komplett verboten. Außerdem fliegen wir mit Etihad – soweit ich weiß, erlaubt diese Fluggesellschaft die Mitnahme von Drohnen im Handgepäck – richtig?

    2.) Dass man in japanischen Großtstädten, insobesondere Tokio, seine Drohne (ohne zuvor eingeholte Genehmigung) am besten überhaupt nicht starten sollte, habe ich mittlerweile verstanden. Aber in Kleinstädten und abseits von größeren Wohngebieten (>4.000 Einwoher/km²) stellt das fliegen/filmen/fotographieren mit Drohnen keine Probleme dar, solange man tagsüber und nicht über 150 Meter fliegt, oder?

    Bitte entschuldige, wenn meine Fragen in Texten auf deiner Website bereits beantwortet sind, aber ich will diesbezüglich einfach auf Nummer sicher gehen und stelle daher direkt die Fragen.

    Vielen Dank und mach weiter so!
    Beste Grüße
    Martin

  • Dietmar Mondon | 10.03.2018

    Hallo,
    im Mai 2018 führen wir eine 11 köpfige germanische Reisegruppe in Japan. Habe 17 Jahre (1977-1994) in Japan verbracht, fliege seit ein paar Jahren Quadrokopter und hätte gerne den letzten Stand, da ich die Reise u.a. mit Quadro dokumentieren möchte.

    • Marcel Noack | 14.03.2018

      Hi Dietmar
      Sag mal fährst du zufällig mit kojama Reisen im mai nach japan. Die Reise B-1 falls ja könnten wir ja mal quatschen müssen wir ja nicht beide ne drohne mit schleppen.

    • Francis | 27.03.2018

      Hi Dietmar,
      meines Wissens gibt es keine neuen Entwicklungen in Japan. Viele Grüße, Francis

  • Clemens S. | 11.04.2018

    Ich erlaube mir einen Kommentar zu Japan: es lohnt sich kaum eine Drohne mitzunehmen!
    Da Flüge in dichtbesiedelten Gebieten nicht erlaubt sind, kann ausschliesslich auf dem Land geflogen werden. Da der normale Tourist kaum abseits von den grossen / bekannten Städten und Sehenswürdigkeiten unterwegs ist, bleibt die Drohne am Boden.
    DJI hat auf der NFZ-Homepage die Gebiete eingefärbt, wo geflogen werden darf und wo nicht.
    https://www.dji.com/flysafe/geo-map
    Die Busse beträgt rund 500’000 JPY, was etwa 3’700 Euro sind. Ich kann es also nicht empfehlen ;-)

  • Marcel Noack | 11.04.2018

    Ich glaube ich besorge mir lieber eine 5 Meter Teleskop Stange und mache die Kamera dran

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