Drohnen-Gesetze in Kanada

Drohne in Kanada

Gletscherbedeckte Berge, ursprüngliche Wälder, wilde Flüsse und unzählige Seen – das vielfältige Land Kanada ist nur so übersät von beeindruckenden Drohnenmotiven.

In diesem Artikel bekommst du eine Übersicht über die aktuell gültigen Regeln in Kanada für die Nutzung von Drohnen.

Bitte beachte, dass seit dem 01.06.2019 in Kanada neue Regeln gelten. Seit diesem Stichtag müssen alle Drohnenpiloten in Kanada eine Genehmigung beantragen, wenn ihre Drohne schwerer als 250 Gramm ist.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Kanada

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:122 Meter (400,3 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Der Name des Steuerers muss mit seiner Adresse und Telefonnummer klar lesbar an der Drohne befestigt werden.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Hilfreiche Links:Transport Canada
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Vorschriften für Drohnen-Piloten in Kanada

Seit Juni 2019 gelten in Kanada strengere Regeln für das Drohnenfliegen. Manch einer hat schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und die Drohne von der Packliste gestrichen. Hartnäckig hält sich das Gerücht, ausländische Drohnenpiloten hätten gar keine Möglichkeit mehr, in Kanada zu starten. Doch keine Sorge, einige unserer Leser haben die Erlaubnis schon erfolgreich beantragt. Wie es geht, erklären wir dir auf dieser Seite.

Allgemeine Voraussetzungen

Für die wichtigsten Regeln rund um das Drohnenfliegen ist das kanadische Verkehrsministerium „Transport Canada“ zuständig. Es hat die „Canadian Aviation Regulations“ (CARs) aufgestellt, die sich in Teil IX – „Remotely Piloted Aircraft Systems“ mit den ferngesteuerten Flugzeugsystemen befassen. Lies dir diese Bestimmungen am besten vollständig durch, bevor du deine Drohne zum ersten Mal fliegst.

Für alle Drohnenpiloten gilt, unabhängig der Kategorien, die wir später näher betrachten, dass sie sich an die allgemeinen Vorschriften halten müssen.

Das heißt, keine Menschen, Tiere oder andere Fluggeräte in Gefahr bringen, nur in Sichtweite fliegen, die Privatsphäre anderer Menschen respektieren und sich auch sonst an die geltenden Gesetze halten, also zum Beispiel keine Privatgrundstücke betreten. Außerdem darfst du deine Drohne nicht steuern oder Teil des Drohnenteams sein, wenn du unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen bzw. sicherheitsgefährdenden Medikamenten stehst. Beim Alkohol gilt die Einschränkung, dass zwischen dem Trinken und dem Flug mindestens 12 Stunden liegen müssen.

Für private Piloten besteht keine Versicherungspflicht. Dennoch wird eine entsprechende Police empfohlen. Private Drohnen-Nutzer können diese Versicherung in Anspruch nehmen. Weitere Infos dazu findest du in unserem Artikel zu den Drohnen-Versicherungen.

Vor jedem Flug müssen Drohnenpiloten eine Vermessung des Gebiets durchführen, für geeignete Notfall- und Sicherheitsmaßnahmen sorgen und außerdem Folgendes konsultieren:

*NOTAMs informieren die Piloten über Ereignisse und Hindernisse, die sie betreffen könnten. Alle NOTAMs enthalten die Uhrzeit und den Ort des Ereignisses. Gib einfach die ID eines nahegelegenen Flugplatzes in das NAV CANADA NOTAMs-Portal ein, um NOTAMs in deiner Nähe zu finden.

Sicherheitsabstände und Flugverbote

In Kanada darfst du deine Drohne nur unterhalb von 122 Metern (400 Fuß) Höhe fliegen. Du musst sie mit bloßem Auge beobachten können, sie darf also nicht durch Wolken, Nebel, Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse verdeckt sein.

Halte den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 5,6 Kilometern zu Flughäfen und 1,9 Kilometern zu Hubschrauberlandeplätzen ein, halte auch Abstand zu Flugplätzen.

Einen ersten Überblick über die kritischen Zonen findest du in dieser Karte.

Fliege nicht über angekündigten, öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten, Paraden, Märkten oder Sportveranstaltungen. Solltest du dieses aus irgendeinem Grund doch wollen, brauchst du eine Sondergenehmigung.

Nähere dich außerdem nicht Notfalleinsätzen und Naturkatastrophen, wie zum Beispiel Waldbränden, um die Arbeit der Rettungskräfte nicht zu behindern.

Bei Flügen im Grenzgebiet: Bleib im kanadischen Luftraum.

Kontrollierter Luftraum

Für den Betrieb im kontrollierten Luftraum ist eine Genehmigung der Flugsicherung erforderlich. Fordere für den von NAV CANADA kontrollierten Luftraum eine RPAS-Fluggenehmigung an.

Dabei musst du wissen, wie die Region heißt, in der du fliegen möchtest. Auf dieser Karte findest du die Bezeichnungen.

Im Online-Formular benötigst du weiterhin Angaben zu deinem geplanten Flug, zum Beispiel Koordinaten, Radius, Drohnentyp etc.

Wenn du die Erlaubnis für den Flug in kontrolliertem Luftraum hast, musst du sie bei dir tragen. Zudem musst du eine Möglichkeit haben, während des Flugs ständig mit der Flugsicherung kommunizieren zu können.

Nationalparks

Drohnenpiloten dürfen innerhalb eines Nationalparks weder starten noch landen.

Ein Parkaufseher kann in einigen Fällen den Einsatz von Drohnen gestatten. Wenn du eine Drohne in einem Nationalpark fliegen möchtest, informiere dich über den Einsatz von Drohnen in Parks Canada und wende dich an Parks Canada.

Genehmigungen beantragen

Kanada hat verschiedene Kategorien für Drohnenpiloten eingeführt, mit denen du dich zunächst vertraut machen solltest. Dadurch kannst du herausfinden, welche Regeln für dich gelten.

Unterscheidung nach Gewicht

Wenn deine Drohne weniger als 250 Gramm wiegt, brauchst du dir keine Gedanken machen, denn sie muss weder registriert werden noch brauchst du eine Pilotenlizenz. Jedoch musst du dich an die allgemeinen Sicherheitsvorschriften halten.

Ist deine Drohne über 25 Kilogramm schwer oder möchtest du über öffentlichen Veranstaltungen fliegen, brauchst du eine Sondererlaubnis, das „Special Flights Operations Certificate“.

Ist deine Drohne zwischen 250 Gramm und 25 Kilogramm schwer, bist du im vollen Geltungsbereich der Vorschriften in den CARs. Kanada unterscheidet nicht zwischen Freizeit- und kommerziellem Gebrauch, stattdessen ist die Art des Flugs von Bedeutung.

Unterscheidung nach Flugart

Wenn deine Drohne zwischen 250 Gramm und 25 Kilogramm schwer ist, wird zwischen der einfachen Kategorie „Basic“ und der fortgeschrittenen Kategorie „Advanced“ unterschieden.

Basic

Zu „Basic“ gehört dein Drohnenflug, wenn er 

  • nicht in kontrolliertem Luftraum
  • in einer horizontalen Entfernung von mehr als 30 Metern (100 Fuß) von Unbeteiligten
  • und niemals über Unbeteiligten

stattfindet. Alle diese Voraussetzungen müssen für „Basic“ erfüllt sein.

Eine Fluggenehmigung in dieser Kategorie ist ab 14 Jahren möglich, jüngere Piloten müssen von einem entsprechend älteren, zertifizierten Piloten beaufsichtigt werden.

Advanced

„Advanced“ ist der Flug, wenn du:

  • in kontrolliertem Luftraum
  • über Unbeteiligten
  • in einer horizontalen Entfernung von weniger als 30 Meter (100 Fuß) von Unbeteiligten

fliegst. Es reicht schon, wenn nur eines dieser Merkmale erfüllt ist, damit ein Flug in diese Kategorie fällt.

Eine Fluggenehmigung für „Advanced“ ist ab 16 Jahren möglich, außer du wirst von einem älteren, zertifizierten Piloten beaufsichtigt.

Je nach Kategorie sind unterschiedliche Genehmigungen notwendig.

Ausnahmen: Mitglieder der „Model Aeronautics Association of Canada“ (MAAC) können von Teil IX der kanadischen Luftfahrtvorschriften ausgenommen werden, wenn sie die in der Ausnahme NCR-011-2019 festgelegten Bedingungen erfüllen.

Genehmigung für ausländische Piloten

In diesem Abschnitt umreißen wir, wie du eine Erlaubnis als ausländischer Drohnenpilot bekommst. Solltest du kanadischer Staatsbürger oder ständiger Einwohner Kanadas sein, schaue dir den nächsten Abschnitt Regeln für Kanadier an.

Bitte beachte, dass die Ausgestaltung des neuen Gesetzes noch verändert wird und die Behörden den Prozess möglicherweise weiterentwickeln. Beantrage deine Erlaubnis auf jeden Fall rechtzeitig, also mindestens einen Monat, bevor du sie brauchst, damit genügend Zeit für die Bearbeitung und mögliche Nachfragen bleibt.

Als Nichtkanadier musst du zum Drohnenfliegen (Drohne schwerer als 250 Gramm) eine Sondererlaubnis, das „Special Flights Operations Certificate“ (SFOC), beantragen.

Dazu brauchst du:

  • einen Reisepass
  • Kenntnis der geltenden Regeln (also am besten den Drohnen-Teil der CARs gründlich lesen)
  • einen Kenntnisnachweis zum Drohnenfliegen (den Drohnenführerschein aus dem Heimatland oder einen Nachweis, dass du ein Training nach der Vorschrift TP 15263 absolviert hast – auch online möglich)
  • das Formular 26-0835 E – Application for a Special Flight Operations Certificate, ausgefüllt und unterschrieben
  • weitere Dokumente und Nachweise, die aus einer Checkliste ersichtlich werden, die unsere Leser bereits in den Kommentaren zum Artikel geteilt haben. Diese Dokumente betreffen zum Beispiel die Gebrauchsanweisung der Drohne, Wartungshinweise, den Notfallplan und Sicherheitsvorkehrungen
  • für die Erlaubnis von Flügen der Kategorie Advanced: Mindestens einen Termin für ein „in-person flight review“, bei dem du vor Ort in einer autorisierten Flugschule deine Fähigkeiten im Drohnenfliegen unter Beweis stellst. Du kannst die SFOC schon bekommen, bevor du diesen Nachweis hast, bist aber verpflichtet, die Prüfung abzulegen. (Flugschulen findest du in dieser Liste.)

Deinen Antrag schickst du mit dem Betreff „SFOC Application – Foreign Operator/Pilot“ per E-Mail an [email protected] 

Wenn du einen Flug in der Kategorie „Advanced“ unternehmen möchtest, brauchst du außer dem entsprechenden SFOC möglicherweise auch eine Genehmigung für den kontrollierten Luftraum und die sogenannte “RPAS Safety Assurance“. Das ist eine Zusicherung, dass deine Drohne für die Zwecke des „Advanced“-Flugs sicher ist. Auf dieser Seite findest du Hersteller und Modell der Drohnen, für die bereits eine solche Erklärung vorliegt.

Solltest du deine Drohne verändert oder selbst gebaut haben, kannst du eine solche Zusicherung einreichen.

Regeln für Kanadier

Diese Regeln gelten für kanadische Staatsbürger, ständige Einwohner und in Kanada registrierte Unternehmen.

Alle Piloten (mit Drohnen zwischen 250 Gramm und 25 Kilogramm) brauchen einen speziellen Drohnenpilotenschein. Hier kommt wieder die Unterscheidung in „Basic“ und „Advanced“ zum Tragen. Um den einfachen Pilotenschein „Basic“ zu bekommen, muss ein Grundkurs mit Prüfung erfolgreich absolviert werden.

Für den fortgeschrittenen Schein sind der Kurs und die Prüfung entsprechend anspruchsvoller. Nach dieser Prüfung kommt noch die „in-person flight review“, also eine Prüfung vor Ort in der autorisierten Flugschule, bei der man nachweist, dass man die Drohne sicher steuern kann.

Außerdem muss eine RPAS Safety Assurance für die Drohne vorliegen.

Kanadische Staatsbürger, ständige Einwohner, in Kanada registrierte Unternehmen und staatliche Stellen müssen ihre Drohnen über 250 Gramm und bis 25 Kilogramm beim Verkehrsministerium registrieren und mit der entsprechenden Registrierungsnummer sichtbar markieren. Die Registrierung ist ab einem Alter von 14 Jahren möglich.

Die Registrierung kostet 5 Dollar und kann online erledigt werden. Dazu brauchst du einen GCKey oder ein Kundenkonto bei einem Sign-In-Partner. Da als Sign-In-Partner kanadische Banken aufgeführt werden, kommt für die meisten wohl nur der GCKey infrage. Diesen kannst du einfach auch ohne kanadische Anschrift anlegen, indem du Nutzername, Passwort und Antworten für Sicherheitsfragen festlegst.

Für die Registrierung der Drohne brauchst du Informationen wie Kaufdatum, Hersteller, Modell, Seriennummer, Gewicht, Typ und eine Kreditkarte.

Strafen

Wenn du dich nicht an die geltenden Gesetze hältst, drohen saftige Geldstrafen. Hier ein paar Beispiele:

Geldstrafen für Einzelpersonen

  • Bis zu 1.000 USD für das Fliegen ohne Drohnenpilotenschein
  • Bis zu 1.000 USD für das Fliegen von nicht registrierten oder nicht markierten Drohnen
  • Bis zu 1.000 USD für Fliegen in verbotenem Areal
  • Bis zu 3.000 US-Dollar für die Gefährdung von Flugzeugen und Menschen

Geldstrafen für Unternehmen

  • Bis zu 5.000 USD für das Fliegen ohne Drohnenpilotenschein
  • Bis zu 5.000 USD für das Fliegen von nicht registrierten oder nicht markierten Drohnen
  • Bis zu 5.000 USD für Fliegen in verbotenem Areal
  • Bis zu 15.000 US-Dollar für die Gefährdung von Flugzeugen und Menschen

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Kanada haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die kanadische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der kanadischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Kanada gesammelt hast!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

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  • Chris | 15.05.2019

    Hallo,
    Gibt es schon Neuigkeiten wann und wie man diesen Test als Ausländer machen kann?
    Ich fliege am 02.06. nach Toronto und würde natürlich gerne meine Drohne mitnehmen.

    • Jeppe | 15.05.2019

      Man kann diesen Test nicht als Ausländer machen. Man muss kanadischer Bürger oder permanent Resident sein. Andernfalls muss man eine SFOC (Special Flight Operation Cert.) beantragen. Der Antrag dazu ist ein pdf. Ich habe das selber gerade gemacht. Die wollen dabei aber wieder rum die Nr. der Pilotenlizens wissen. Also so ganz ausgereift ist es nicht. Nach meinem heutigen Gefühl hat man ab 01.06. keine Berechtigung mehr zu fliegen als Tourist. So sobald ich mehr weiß, werde ich es hier mitteilen.

  • Jörg | 18.05.2019

    Moin!
    Ich habe gerade von Transport Canada die neuen Regelungen für ausländische Piloten bekommen.
    Man braucht (wie oben gesagt) ein SFOC (Basic Operations), dieses ist mindestens 30 Tage vor dem geplanten Einsatz der Drone zu beantragen. Damit ist Chris (sorry) aus dem Rennen. Zu dem Antrag des SFOS kann man entweder seine ausländische Drohnen-Lizenz angeben, oder ein Training nach TP15263 machen. Das wird von verschiedenen Anbietern auch als Online-Training angeboten. Eine Liste der Trainingsanbieter findet man hier: http://www.tc.gc.ca/en/services/aviation/drone-safety/get-drone-pilot-certificate/find-drone-flight-school.html
    Zu dem eigentlichen Antrag (http://wwwapps.tc.gc.ca/Corp-Serv-Gen/5/forms-formulaires/download/26-0835_BO_PX) gehört dann noch eine ganze Latte zusätzlicher Bestätigungen gemäß den neuen 9xx CARs (Canadian Aviation Regulations) Insgesamt 15 Punkte, von der Kopie des Reisepasses bis zur Bestätigung, das man einen Emergency Contingency Plan hat und die Drohne nach Herstellerangaben gewartet wird. Um das ausfüllen zu können, muss man die 9xx CARs erstmal lesen. Findet man hier: https://laws-lois.justice.gc.ca/PDF/SOR-96-433.pdf
    Ich bin gerade dabei, das Ganze zusammenzustellen und hoffe, ich kriegs am Wochenende noch an Transport Canada geschickt. Ich bin erst im August drüber, habe also Hoffnung, dass es klappt.

  • Wolfram | 31.05.2019

    Hallo Jörg,

    hast Du den Antrag jetzt erfolgreich gestellt? Was für Kosten hängen an den einzelnen Nachweisen? Ich wollte eigentlich im August mit meiner Mavic Air fliegen, es wäre echt schade, wenn das nicht mehr erlaubt ist.

    • Jörg | 31.05.2019

      Hi Wolfram,

      ja. Habe ich. Und bislang hat es auch nichts gekostet. Das Online Training war kostenlos, alles andere waren nur Scans und Bestätigungen, dass man die CARs gelesen hat, etc.

      Gestern habe ich noch eine Nachfrage von der Sachbearbeiterin bekommen – also ich bin guter Hoffnung, dass das was wird.
      Schick mir direkt eine Email ([email protected]) dann leite ich dir die Email von Transport Canada weiter, wo genau drin steht, was Du wie zu machen hast. Hier kann man ja leider keine Dateien uploaden.

      Ciao, Jörg

    • Jörg | 31.05.2019

      Ja. Habe ich. An den Einzelnachweisen hängen gar keine Kosten. Sind nur Scans und Bestätigungen, dass man die CARs gelesen hat etc.
      Ich habe Vorgestern noch eine Rückfrage von der Sachbearbeiterin bekommen – also ist es in Arbeit und ich bin guter Hoffnung, dass es was wird.
      Schick mir eine Email, dann leite ich die das Schreiben von Transport canada weiter, wo drin steht, was man wie zu machen hat.

      Ciao, Jörg

  • Jörg | 01.06.2019

    Gute Nachrichten für alle DJI-Piloten, die nach Kanada wollen:
    Transport Canada announced its new regulatory framework for certain types of advanced civilian drone operations in January, requiring the use of drones whose manufacturer has declared that its drones meet reliability and operational characteristics under a safety assurance framework. DJI drones that can be used near people and in controlled airspace are the M600 Series, M200 Series, M200 V2 Series, Inspire 2, Mavic 2 series, Mavic Pro, Mavic Air, Phantom 4 series and Spark. The new declaration is expected to soon be reflected in Transport Canada’s list of drones eligible for advanced operations at this link.

    Hier der gesamte Text: https://www.dji.com/ca/newsroom/news/dji-drones-meet-new-transport-canada-requirements-for-flight-near-people?mc_cid=ab62bd389d&mc_eid=e891bcd9c2

  • Oliver | 01.06.2019

    Danke, Jörg. Das hört sich ja schon mal nicht schlecht an. Aber gilt das auch für Non-Residents? Laut dem Text geht es erst mal nur um das Fliegen in der Nähe von Personen und bestimmten Gebieten.

    • Jörg | 02.06.2019

      Für non-residents gilt das auch. Aber nur, wenn man ein SFOC advanced haben möchte. Zu dem SFOC advanced gehört allerdings neben der SAFE-Erklärung des Drohnenherstellers (darum geht es oben) und dem (Online) Training mit Test ein Flight-Review, den man vor Ort bei einer registrierten Drohnen-Schule ablegen muss. Jenachdem, wo und wie lange man in Kanada ist, könnte das schwierig werden.
      Also werden die meisten Urlauber sich wohl mit dem SFOC basic begnügen, was dann heißt: nur in Luftraum G und mindestens 100 Fuß von anderen Personen entfernt.

  • Jörg | 04.06.2019

    ES GEHT!
    Ich habe gerade mein „Special Flight Operations Certificate (SFOC) Basic Operations Only“ bekommen!

    Der Registriernummer zufolge (920001) dürfte es das erste sein, das die Kanadier ausgestellt haben :-)

    Zumindest steht damit fest, dass man auch als Ausländer legal in Kanada Drohne fliegen kann.

  • Christian | 04.06.2019

    Wow … Damit hätte ich nicht gerechnet. Könntest du hier nochmal kurz zusammenfassen was nun alles getan bzw benötigt wird :)?

    Vielen Dank

    Gruß
    Christian

  • Jörg | 04.06.2019

    OK – dann hier das Original-Procedere:
    To apply for a Special Flight Operations Certificate (SFOC) to operate Remotely Piloted Aircraft Systems (RPAS) in Canada, as a Foreign Operator or Pilot after June 1, 2019, please complete the following;

    1. Complete Form 26-0835E, available at this link: http://wwwapps.tc.gc.ca/Corp-Serv-Gen/5/forms-formulaires/download/26-0835_BO_PX ;
    2. Provide all of the required information listed in the attached Checklist as supporting documentation, indicating the page number where the information can be found; and, (Anmerkung: da man hier nichts hochladen kann, liegt die Checkliste hier: https://www.schanko.com/CHECKLIST-SFOC.pdf)
    3. E-mail the completed form, supporting documentation, and checklist to [email protected] , and include the text “SFOC Application – Foreign Operator/Pilot” in the subject line.

    The pilot operating the RPAS may be required to provide proof of Transport Canada TP-15263 (https://www.tc.gc.ca/en/services/aviation/publications/tp-15263.html) completion of training from a self-declared training provider. A number of providers offer online training that will be convenient to complete prior to arriving in Canada. A list of self-declared school can be found at this link: http://www.tc.gc.ca/en/services/aviation/drone-safety/get-drone-pilot-certificate/find-drone-flight-school.html
    If you intend to conduct operations under the Canadian Aviation Regulations Part IX, Sub-Part I, Division V – Advanced Operations, a Flight Review must be conducted on all pilots prior to exercising the privileges of the SFOC. As it will be difficult to complete a Flight Review prior to coming to Canada, and SFOC processing times are up to 20 working days, the SFOC will be issued without proof of a Flight Review being conducted. However, one of the conditions of the SFOC will be “Proof of completion of a Flight Review conducted by a Flight Reviewer authorized by the Minister.”
    Please note that once an SFOC is issued, it will be the responsibility of the Applicant to ensure all conditions of the SFOC are complied with.
    Failure to comply with any condition of the SFOC may result in fines of up to $1000.00 for an individual or $5000.00 for a corporation.
    Processing times for SFOC applications are up to 20 working days. Incomplete applications or missing information will result in delays and be the responsibility of the Applicant.

    Ich hoffe, das hilft…

    Ciao, Jörg

  • Raoul | 12.06.2019

    Hallo Jörg,

    Cool das es bei dir geklappt hat!! Ich fliege erst nächstes Jahr, aber dann lange mit dem Auto von Halifax nach Fairbanks, Alaska..da sollte die Drohne schon mit. War dem entsprechen ziemlich genervt von den ganzen neuen Regeln. Durch meine Reiseroute bin ich wohl eh meistens umgeben von der Wildnis, aber ich möchte mich auch an die Regeln halten – der Aufwand nervt aber trotzdem ;)
    Im Übrigen – danke für deine ausführliche Beschreibungen!
    Fragen hab ich aber noch, vielleicht findest du ja nochmal ein paar Minuten ;)
    Bei den ganzen Requirements der Checkliste fürs SFOC – ab Punkt 8. versteh ich nicht mehr ganz soviel. Was genau beinhaltet bspw. der „emergency contingency plan“ bei Punkt 10? Und Punkt 12 trifft ja nach meinem Verständnis bei Drohnen gar nicht zu – also n/a ankreuzen?!
    Und wo genau hast du diesen Test TP-15263 gemacht? ich finde da keine kostenlose Anbieter?
    Glaubt ihr ein Drohnen-Kurs (Deutschland,Schweiz, Österreich) in den genannten Ländern reicht, um den Test nicht zu machen?

    Grüsse

    Raoul

  • Jörg | 13.06.2019

    Hier mal meine Originalantworten zu den Punkten:
    7. The RPAS has not been modified from the manufacturer original design, other than attaching the stickers with address and Registration numbers.

    8. No advanced operations intended.

    9. A Site Survey and Safety Plan process is in place, according to CAR 901.27
    10. / 11. There are plans and procedures for emergency contingency, emergency response, normal and emergency procedures in place according to the manufacturers (DJI) Safety Guidelines and CAR 901.23

    12. Not applicable.

    13. RPAS maintenance and serviceability is according to 901.29 and 901.48(1)(b) and the manufacturers Safety and Maintenance Guidelines.

    14. The PRAS will only be operated in weather conditions that are in accordance to 901.34 and the manufacturers guidelines (between 0° and 40° Celsius, max. Beaufort force 5 / fresh breeze).

    15. The RPAS will be operated with regard to separation and collision avoidance as per 901.15, 901.16, 901.17 and 901.18.
    In addition, the DJI Mavic Pro has a front and down facing collision avoidance system consisting of 5 cameras and 2 ultrasonic sensors with a range of 15 m.

    16. The planned area of operation is in Class G airspace and there is no controlled airspace within the maximum flight-distance of the RPAS (13 Km according to manufacturer specifications).
    Additionally, the DJI Mavic Pro has a “Return to home” function, that brings the RPAS back to the stating point, if the command and control link gets interrupted. So a fly-away scenario is unlikely. Even if it should happen, the RPAS has a build-in “no-fly-zone” database, which prevents it from flying in or into restricted airspace.

    All statements herein are true and complete to the best of my knowledge.

    —————-
    Den Test habe ich hier gemacht: https://altexacademy.com/drone-ground-school-trial/
    Allerdings hiess er da noch „Drone Ground School (Basic). Das haben sie umbenannt, nachdem ich nach einer Teilnahmebestätigung gefragt habe. Altex wollte mir daraufhin den kostenpflichtigen Kurs verkaufen, woraufhin ich zurückgeschrieben habe „für SFOC Basic reicht auch der „basic“ Kurs. Einen Tag später hiess der Kurs dann „Trial“.
    Und in der Original Email steht „the foreign pilot may be required…“ Ich würde die deutsche, österreichische, oder- wo-auch-immer Bescheinigung dazulegen und Screenshots von dem gemachten kostenlosen Kurs. Zeigt, dass man sich „gekümmert“ hat und sollte eigentlich reichen. Das man die CARs gelesen hat muss man ja eh bestätigen.

  • Raoul | 13.06.2019

    Hallo zusammen, hallo Jörg,

    Danke für deine weiteren Auskünfte. Du bist der King of Drone Applications Forms!

    Leider benehmen die sich von der Altex Academy (https://altexacademy.com) super merkwürdig.

    Ich habe heute auch den ganzen Tag diesen Trial Course gemacht der ja nach Jörgs Auskunft mal Basic hiess. Habe dann auch nach einer Bestätigung oder ähnliches gefragt.

    Hier die Antwort:
    Hello Raoul,

    Our system shows you are not currently enrolled in full version of Ground School. Please note Trial version is not complete ground school.
    Once you’ve enrolled in Ground School, and completed the course, then we can issue certificate of completion for SFOC purpose.
    Full Ground School registration link: https://altexacademy.com/drone-ground-school-tc-exam-prep/

    Regards,

    Da will man dann gleich einen Kurs für 195,- Freunde an den Mann bringen.
    Ich sagte, das Basic bzw. Trail hätte sonst auch gereicht, darauf dann der Hammer:

    We just sent in a copy of our standard certificate to Transport Canada to notify them anyone completing Basic or Trial version of the course is NOT certified by us to meet Compliant Ground School requirements.
    I cannot speak for the government. We simply do not issue Compliant Ground School course certificate for Basic or Trial course.

    Also war der Tag heute für mich zum vergessen. Stundenlang umsonst diese scheisse gemacht. Unglaublich, aber als Jörg das Ding gemacht hat, haben die wohl noch nicht gemerkt das da jetzt viele Anfragen rein kommen und man doch massiv verdienen könnte. Schade!

    Noch eine Frage an Jörg:
    Location of operation – wusstest du schon genau wo du filmen bzw. fliegen möchtest? Wie explizit wollen die das wissen? da ich auf nem 5 monatigen road trip bin ist das natürlich so ne Sachen mit den locations…

    Grüsse an alle Einscanner und Bestätigungssammler
    .

  • Jörg | 15.06.2019

    Moin!
    Ich fahre mit dem Schiff entlang der Nord-West Passage. Also steht die Route auch nicht so ganz genau fest, da sie sich wetterbedingt jederzeit ändern kann. Ich habe nur den vorläufigen Routenplan der Reederei eingereicht.
    Wichtig ist, sich vorher den Kanadischen Luftraum anzusehen (http://www3.telus.net/cschwab/viewer/canadian_airspace.html) und dann natürlich nur Orte einzureichen, in denen man im Luftraum G unterwegs ist :-)

    Zu Altex: ich verstehe ja schon, dass die auch von irgend etwa leben müssen. Geschickter wäre es von denen aber, den Basic Kurs für einen schmalen Taler anzubieten, anstatt zu versuchen, die Leute zu zwingen einen teuren Kurs zu machen, dessen Inhalt man nur für advanced Operations braucht…

  • Kevin | 29.06.2019

    Hallo zusammen,

    ich bin auch zurzeit dabei den SFOC zu beantragen. Die Checkliste von Jörg ist schon nicht mehr aktuell. Mittlerweile sind es 21. Punkte: https://ibb.co/JnVtCjG
    Falls jemand schon damit Erfahrung hat, gebt mir bitte Bescheid. DIe können doch nicht einfach nun noch ein OM, SOP, etc. fordern. Muss man dieses mitschicken oder reicht denen eine Bestätigung?

    • Jörg | 04.07.2019

      WOW. So schnell würde in Deutschland keine Behörde reagieren :-)

  • Gabriele | 04.07.2019

    Hey,
    erstmal vielen Dank für die umfassenden Infos!
    Ich befasse mich nun auch endlich mal mit dem Thema, da ich dieses Jahr auch noch gerne in Kanada fliegen möchte.
    Und ich habe endlich einen Kurs gefunden, der nach TP15263 eigentlich alles bieten sollte was benötigt wird, um das SFOC zu beantragen.

    https://coastal-drone-academy.thinkific.com/courses/RPAS-basic-FP
    Kostenpunkt: 89 CAD

    Was haltet ihr davon, eine mögliche Alternative zu den sonst ziemlich teuren (und eigentlich für Basic unnötigen) Kursen die man sonst so findet?
    Oder gibt es tatsächlich noch einen kostenlosen Online-Kurs den ich nicht gefunden habe?

    Viele Grüße,
    Gabi

  • Jörg | 04.07.2019

    Ich würde sagen: wenn ich mit meiner Drohne nach Kanada fliegen will kommt es auf die 89 CAD auch nicht an. Finde ich auf jeden Fall seriöser, als dass, was Altex versucht.
    Einen einigermaßen vernünftigen Online-Kurs auf die Beine zu stellen ist schon relativ aufwändig. Da kann man mit dem Preis schon leben.

  • Gabriele | 04.07.2019

    Das hab ich mir auch gedacht und den Kurs heute gemacht.
    Ich werde berichten, ob ich damit das SFOC bekomme.. drückt mir die Daumen ;)

  • Christian | 09.07.2019

    Puh hatte nach Jörgs’s Erfolg nun echt Hoffnung meine Drohne doch auf den Urlaub im August mitnehmen zu können. Wie es aber aktuell aussieht ist das alles sehr Aufwändig und bisher hat es keiner außer Jörg geschafft :( Würde eine DJI Tello unter die Gewichtsgrenze fallen die ohne Anmeldung/Genehmigung und Lizenz mitgenommen werden kann?

    • Jörg | 09.07.2019

      Na leg sie doch einfach mal auf eine Küchenwaage – dann weißt Du, ob sie mehr als 250g wiegt. Auf der DJI Website gibt es dazu keine Angaben.

  • Fabian | 10.07.2019

    Wie habt ihr denn eure Drohne registriert? Auf der Seite der Registration muss ich als Login ja entweder diesen GcKey angeben ( was ja nicht möglich ist) oder per Bank id login. Was natürlich auch nicht geht weil es nur Kanadische Banken sind.
    Das ist eigentlich meine einzige Hürde.

    Werde im September nach Kanada starten und wollte gerne die Mavic mitnehmen.

    Gruß Fabian

    • Jörg | 10.07.2019

      Als Ausländer muss man die Drohne nicht registrieren.

  • Fabian | 10.07.2019

    Achso. Also reicht es dann Theoretisch die SFOC auszufüllen und mit der Checkliste und den dazugehörigen Dokumenten abzuschicken.

    Den Basic Kurs von Drone Coast habe ich auch absolviert.

    ich versuch mein Glück.

    Danke für die schnelle Antwort ;)

  • Elias | 10.07.2019

    Ich habe mittlerweile alle Dokumente eingereicht, jedoch warte ich noch immer trotz Rückfragen per Mail und Telefon auf eine Antwort. Meine Herausforderung ist, dass ich bereits am Sonntag fliege.

    Weiß daher einer von Euch, ob man die Drohne zunächst auch ohne Registrierung nach Kanada einführen darf (ohne sie eben zu nutzen)? Oder ist selbst die Einführung der Drohne nicht möglich?

    Danke Euch vorab!

    VG Elias

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