Drohnen-Gesetze in Namibia

Drohnen in Namibia

In diesem Artikel erklären wir dir, welche Drohnen-Gesetze in Namibia gelten und welche Hürden du nehmen musst, um in dem Land legal einen Multicopter fliegen lassen zu können.

In Namibia müssen mittlerweile alle Drohnen registriert werden. Dabei gibt es je nach Verwendungszweck (privat oder gewerblich) unterschiedliche Anforderungen. Weiter unten erfährst du, wie du eine Drohne in Namibia registrieren kannst. Zunächst möchte ich aber einen Überblick über die in Namibia gültigen Regeln geben.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Namibia

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:150 Fuß (45,7 Meter) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Registrierung muss mindestens 60 Tage im Voraus durchgeführt werden.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Kontakte

Namibia Civil Aviation Authority

E-Mail: [email protected]
Telefon: +264 61 70 2005

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Drohne in Namibia registrieren

Das Antragsformular für ferngesteuerte Fluggeräte haben wir dir hier als docx-Datei hinterlegt.

Private Nutzer müssen einen Antrag auf einen RPAS Letter of Approval (RLA) stellen. Dieser Antrag muss von Ausländern mindestens 60 Tage im Voraus gestellt werden und die folgenden Angaben enthalten:

  • Formelles Bewerbungsschreiben an den Executive Director der Namibia Civil Aviation Authority (NCAA) mit genauen Angaben zum Zweck der Drohnenflüge und der beabsichtigten Dauer.
  • Eine Karte mit den vorgesehenen Fluggebieten und mit den Koordinaten des Aufstiegsortes.
  • Risikoanalyse und ein „Safety Management Plan“.
  • Dokumentation zum Fluggerät, aus dem hervorgeht nach welchen technischen Standards die Drohne gefertigt wurde.
  • Nachweis einer Drohnen-Versicherung, die auch für Schäden Dritter in Namibia aufkommt
  • Zahlungsnachweis für die Überweisung der Bearbeitungsgebühr von aktuell 1.200 NAD (ca. 80 Euro).

Du siehst, dass es extrem aufwändig ist, eine offizielle Genehmigung von der NCAA zu bekommen. Ich bezweifle, dass sich der Aufwand für einen privaten Urlaub lohnt.

Noch etwas komplizierter wird es für gewerbliche Copter-Piloten. Diese müssen ein Operator Certificate (ROC) beantragen. Ausländische Piloten müssen mit einer Bearbeitungszeit von mindens 120 Tagen rechnen. Für den Antrag musst du die folgenden Unterlagen vorlegen:

  • Formelles Bewerbungsschreiben an den Executive Director der Namibia Civil Aviation Authority (NCAA) mit genauen Angaben zum Zweck der Drohnenflüge und der beabsichtigten Dauer.
  • Eine Luftverkehrslizenz. Ersatzweise würde ich den deutschen Drohnen-Kenntnisnachweis einreichen.
  • Nachweis der Registrierung aller Drohnen.
  • RLA für jede einzelne Drohne.
  • Betriebshandbuch (Operations Manual) nach den Vorgaben der NCAA.
  • Zahlungsnachweis für die Überweisung der Bearbeitungsgebühr von aktuell 4.500 NAD (ca. 308 Euro).

Jede Drohne darf nur unter einer ROC registriert werden. Das bedeutet, dass jede gewerbliche Drohne genau einem Piloten zugeordnet werden kann.

Außerdem willst du deine Drohne bestimmt nicht nur fliegen, sondern mit ihr auch Aufnahmen erstellen. Wenn du nur als Tourist in Namibia filmst oder fotografierst, hast du weniger Einschränkungen. Alle anderen Fotografen und Filmer brauchen eine Genehmigung und ein temporäres Arbeitsvisum. Für die Genehmigung ist die Namibia Film Commission zuständig. Flüge in Nationalparks muss auch das Umwelt- und Tourismusministerium genehmigen.

Drohnen-Flüge in namibischen Nationalparks

Für viele Urlauber ist der Einsatz einer Drohne in den Nationalparks sicherlich eine verlockende Vorstellung. Drohnen werden aber auch von Wilderern genutzt. Zudem können Drohnen durchaus die wilden Tiere stören. Die Gesetzgeber hatten also gute Gründe dafür, den Einsatz von Drohnen in Nationalparks zu verbieten. Dieses Verbot gilt in einem Abstand von 9,3 Kilometern (5 Seemeilen) rund um die Schutzgebiete.

Falls du trotzdem in einem Nationalpark bzw. in einem Reservat fliegen möchtest, benötigst du dafür die Zustimmung von der NCAA und die Erlaubnis von der zuständigen Naturschutzbehörde. Falls du diese nicht vorweisen kannst und von einem Ranger erwischt wirst, musst du mit Bußgeldern rechnen.

Weitere Vorschriften in Namibia

Unabhängig von den oben beschriebenen Genehmigungen der NCAA musst du vor jedem Flug die schriftliche Zustimmung von den Grundstückseigentümern (Personen, Behörden, Organisationen) einholen. Diese Verpflichtung gilt sowohl für private als auch für gewerbliche Drohnen-Flieger. Alle erteilten Erlaubnisse müssen während der Drohnen-Flüge mitgeführt werden.

Drohnen dürfen in Namibia nur bei Tageslicht und innerhalb der direkten Sichtweite betrieben werden. Dabei ist das Überfliegen von Menschenansammlungen untersagt.

Außerdem gibt es eine Reihe an Sicherheitsabständen, die du beachten musst. So ist zur Außenbegrenzung von Flugplätzen in Namibia ein Abstand von 9,3 Kilometern (fünf Seemeilen) einzuhalten. Zu unbeteiligten Personen, anderen Objekten (z.B. Fahrzeuge, Gebäude etc.) und zu Straßen muss immer ein Abstand von 50 Metern gewahrt werden. Öffentliche Straßen dürfen nicht als Start- und Landeplatz genutzt werden.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Namibia haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die namibische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der namibischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Namibia gesammelt hast!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

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  • Dirk König | 22.08.2016

    Hi,
    wenn in Namibia alle Nationalparks tabu sind, bedeutet das also,
    kein Fliegen über den Fish River Canyon und die Dünen von SOSSUSVLEI?

    Gruß Dirk

    • Francis | 23.08.2016

      Hallo Dirk,
      an deiner Stelle würde ich von Flügen in den Nationalparks absehen. Falls du dennoch fliegen möchtest, dann informiere dich vorher am besten bei der Parkverwaltung. Lass uns wissen, was du heraus bekommst!
      Beste Grüße,
      Francis

      • Dirk König | 10.10.2016

        Bin vorgestern in den Dünen von Sossusvlei, vom Ranger erwischt worden. Strafe, zahlbar sofort 500 Namibische Dollar entspricht 32€. Fliegen über Häuser, Menschen, Tiere und allen Nationalparks ist in Namibia verboten. Bleibt dann leider nicht viel sehenswertes mehr übrig. Gruß aus Swakopmund
        Dirk

  • Dirk König | 10.10.2016

    Meine natürlich 500N$

    • Francis | 10.10.2016

      ok, ich hab die eine Null noch ergänzt ;)

    • Thomas | 26.03.2018

      Hallo,
      Danke dir für die Info. Das heißt ich lasse meine Drohne zu Hause.
      Gruß Thomas

  • Werner Baumann | 01.12.2016

    Hallo Zusammen
    komme gerade von Namibia zurück. Kann Dirks Post vom 26. Oktober 16 bestätigen. In den NP ist grundsätzlich verboten! Im Etosha-park ist eine grosse Hinweistafel beim Eingang. Auch beim Sussosvlei hatte ich das gleich Erlebnis wie Dirk.
    Begründung: Schutz vor Wilderer. Offenbar werden die Drohnen für die Lokalisierung der Tiere (inksbesondere Rhinos) eingesetzt und dann wegen den Höhrner gejagt. Deswegen sitzt nun ein Chinese im Gefängnis. Auch eine private Landbesitzerin hat uns erzählt, dass ein Drohnenflieger ihre Schafe verjagt habe und sie die Tiere bis heute nicht gefunden haben.
    Überigends in Etosha haben wir auch wieder einen Besucher mit kleiner Drohne gesehen. Ich begreife die Leute nicht!
    Grüss WB

    • Francis | 08.12.2016

      Hallo Werner,
      vielen Dank für deinen Kommentar und dass du deine Erfahrungen zu Namibia hier mit uns teilst! :)
      Beste Grüße,
      Francis

  • Frank H. | 21.04.2017

    hi,
    habe gerade folgende Info aus Windhoek bekommen:

    zum 31. Mai 2017 treten erstmals Vorschriften zu Drohnen in Namibia in Kraft. Diese sehen u.a. vor:
    – Nutzung und Kauf ab 18 Jahre
    – Registrierung der Drohne und des Nutzers bei der NCAA
    – Sicherheitsüberprüfung (Führungszeugnis) durch die Polizei
    – praktischer und theoretische Tests
    – Keinerlei Nutzung nachts, um Flughäfen und Naturschutzgebieten

    • Francis | 28.04.2017

      Hallo Frank,
      danke für die Infos. Das ist natürlich weniger erfreulich. Wir werden unseren Artikel dementsprechend aktualisieren.
      Viele Grüße, Francis

  • Christof | 02.05.2017

    Hallo zusammen,

    Ich bin gerade aus Namibia zurück und hatte überhaupt keine Probleme mit der Drohne. Beim Eingang zum Etosha wurde nach Drohnen gefragt und die Verpackung wurde versiegelt und beim Verlassen des Parks wieder kontrolliert. Ansonsten sah ich keine Verbotsschilder. Ich empfehle euch, die Drohne nur ausserhalb von Menschenansammlungen zu benutzen. Es gibt sooooo viele schöne Orte, manchmal nur ein paar 100 Meter weiter weg, an welchem ihr eure Drohnen ungestört in die Luft lassen könnt, ohne dass es eine Person bemerkt. Auch beim Deadvlei gibt es wunderschöne Dünen, welche etwas weiter ausserhalb liegen und super Videos und Bildermotive liefern. Wir hatten viele Wanderungen im Naukluftgebirge oder bei Spitzkoppe gemacht und keine Menschenseele angetroffen, perfekte Bedingungen also.

    Grüsse Christof

    • Francis | 02.05.2017

      Hallo Christof,
      das klingt doch gut! Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht.
      Beste Grüße, Francis

    • Daniel | 19.02.2018

      Hallo Chriistoph
      Hast du deine Drohne angemeldet vor der Einreise?

      Gruss aus der Schweiz

  • Matthias | 06.08.2017

    Wir fliegen im September nach Namibia und machen uns wegen den neuen Bestimmungen Sorgen.
    Hat jemand vielleicht aktuelle Informationen?

    • Tobi | 07.08.2017

      Hallo Matthias, hallo Francis,

      nun mache ich mir auch etwas sorgen. Ich fliege nächste Woche und würde meine Dji Mavic gern mitnehmen. Habt ihr irgendwo eine „offiziellere“ Quelle über die Gesetzesänderungen? Wenn ich das richtig sehe wird sich hier nur auf die Aussage eines Nutzers bezogen?

      Vielen Dank!

      Beste Grüße
      Tobi

    • Francis | 10.08.2017

      Hallo Tobi,
      ich habe schon auf etlichen Wegen probiert, belastbarere Aussagen zu finden – bisher leider ohne Erfolg. Wenn du etwas findest bzw. eine offizielle Antwort erhältst, sag uns gern Bescheid!
      Beste Grüße,
      Francis

      • Matthias | 10.08.2017

        Hi,
        Was mich am meisten interessiert ist die Frage der Einfuhr der Drohne ohne Registrierung. Denn ich kann die Drohne ja leider nicht vorab registrieren. Will sie halt nicht am Flughafen abgeben müssen. :-/

      • Matthias | 10.08.2017

        Hier ist was offizielles:
        http://www.dca.com.na/sos-fops-rpa.htm

        Hab denen auch noch eine E-Mail geschrieben wegen der Einfuhr.

  • Dirk | 06.08.2017

    Also, wenn man sich an die Gesetze hält, was jeder
    dem Naturschutz zu lieb tuen sollte, ist ein Flug in keinem der Nationalparks erlaubt, auch nicht hinter
    irgendeiner Düne. Tiere und Menschen dürfen überhaupt nicht überflogen werden, auch außerhalb der Nationalparks.

  • David s. | 17.08.2017

    http://www.dca.com.na/sos-fops-rpa.htm

    Hier steht alles bzgl der neuen Regulationen

    • Francis | 21.08.2017

      Hallo David,
      danke für den Link – ich werde den Beitrag so schnell wie möglich aktualisieren. LG Francis

  • Elmar | 19.08.2017

    Wenn ich das richtige verstehe, hab ich wohl keine Chance meine Drohne Mitte September legal mit nach Namibia zu nehmen?

  • Mathias | 24.08.2017

    Hallo Zusammen – ich wäre auch interessiert an möglichst aktueller Erfahrung am Flughafen Windhoek zur Einreise mit einer Drohne. Danke

  • Matthias | 30.08.2017

    Ich hatte bei der Behörde per E-Mail nachgefragt, aber bisher keine Antwort erhalten. Auch ich fliege Ende September nach Namibia, danach aber direkt weiter nach Mauritius. In Mauritius darf ich fliegen, deswegen will ich die Drohne eigentlich nicht zu Hause lassen, auch wenn ich in Namibia selbst nicht fliegen darf.

  • Mathias | 31.08.2017

    Danke für den Post – per Email habe ich mittlerweile auch angefragt – ausser eine Abwesenheitsmeldung kommt da nix. Ich hatte auf Facebook jemand angefragt der im August in Namibia war: hier seine Antwort:
    „Hi- there is no problem with the drone in namibia! The licenses is no required in the airport but if you want to fly it in nationals parks like ethosa what you need is a drone licenses.“

  • Matthias | 23.09.2017

    Also ich bin heute mit Drohne nach Namibia eingereist. Die Einreise war unkompliziert und es wollte niemand was von der Drohne wissen. Wenn man durch den Zoll geht, werden Koffer und evt Handgepäck-Trolleys noch mal durchleuchtet. Rucksäcke und Handtaschen aber nicht!!!
    Ich hatte die Drohne im Trolley, aber der Beamte der eigentlich den Monitor überwacht, war sehr in sein Handy vertieft und hat gar nicht hingesehen.
    Bisher also alles easy.

    • Matthias | 30.09.2017

      Inzwischen bin ich eine Woche im Land. Probleme wegen der Drohne gab es bisher nicht. Ich vermeide es jedoch in Nationalparks zu fliegen. In den Privat-Reservaten ist es in der Regel kein Problem, solange man nicht über die Tiere fliegt und nett fragt. Oft kommt es auch auf dem Tour-Guide an. Die meisten sind selbst von der Drohne fasziniert und so kam es auch mal vor, dass mir ein Flug erlaubt wurde obwohl man mir an der Rezeption das Fliegen explizit verboten hat (Dreistigkeit siegt :D)

    • Francis | 24.10.2017

      Hallo Matthias,
      das sind doch gute Neuigkeiten; danke für das Update!
      Weiterhin schöne Reisen und beste Grüße, Francis

  • Helmut | 05.10.2017

    Hallo Francis,
    ich verfolge Deine Infos zu Drohnenvorschriften in diversen Ländern sehr aufmerksam und finde Deine Arbeit echt gut.
    Deshalb will ich auch mal dazu beitragen.
    In Namibia muss man sich nun – egal ob privat oder gewerblich – eine Genehmigung für das Fliegen mit einer Drohne einholen. Insofern kannst Du Namibia jetzt gelb kennzeichnen. Eine solche Genehmigung kostet aktuell 1.200 Namibische Dollar, also ca. 76 Euro. Da man eine Auslandsüberweisung tätigen muss, kommen nochmals rund 30 Euro an Überweisungsgebühren dazu.
    Gleich mal vorab: Ich habe nun eine Lizenz für meine bevorstehende Reise im November 2017 in der Tasche.
    Zuständig für die Genehmigung ist die Namibia Civil Aviation Authority (http://www.dca.com.na/sos-fops-rpa.htm). Das Genehmigungsverfahren scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken und ist deshalb etwas holprig. Das Antragsformular ist noch immer nicht verlinkt. Man muss sich also per E-Mail ([email protected]) mindestens zwei Monate vor der Reise an die Behörde wenden. Meine Schreiben wurden jeweils sehr schnell und freundlich beantwortet.
    Das vierseitige Formular, auf dem u. a. sämtliche technischen Daten der Drohne abgefragt werden, muss vollständig ausgefüllt werden. Fehlt auch nur eine Antwort, kommt das Formular zurück.
    Mit dem Formular muss ein Versicherungsnachweis eingereicht werden. Sofern er nur auf Deutsch vorliegt, muss eine Übersetzung angefertigt werden (habe ich selbst gebastelt). Außerdem muss eine farbige Google-Maps-Karte beigefügt werden, auf der die Koordinaten der Gebiete eingetragen werden müssen, in denen man fliegen will. Ein „Drohnenführerschein“ wird nicht verlangt.
    Freundlicherweise muss man erst zahlen, wenn die Prüfung des Antrags mitsamt Anlagen positiv war. Alles in allem hat die Prozedur rund drei Wochen gedauert. Der Arbeitsaufwand war jedoch enorm. Ich bin mal gespannt, ob und wie oft ich die Genehmigung auf meiner bevorstehenden Reise vorzeigen muss.

    Fazit: Ich glaube, „schwarz“ zu fliegen, kann böse ins Auge gehen. Wer wie ich den offiziellen Weg geht, muss dagegen einen hohen Aufwand betreiben und rund 100 Euro investieren. Damit „erkauft“ man sich eine Genehmigung, mit der man dennoch nur maximal 150 Fuß (45,7 Meter) hoch und nicht in Nationalparks fliegen darf.

    • Heiko | 11.10.2017

      Hallo Helmut,
      ich plane nächstes Jahr auch mit meiner Mavic nach Namibia zu fliegen. Hast du ne Ahnung wie lange die Genehmigung gültig ist?
      Hättest du ein Problem damit, deinen Antrag zu teilen damit man sehen kann, was alles rein muss. Datenschutzstellen können ja gerne geschwärzt sein.

      Gruß
      Heiko

    • Peter | 18.10.2017

      Helmut, kannst Du mir Tips geben, wie das Formular richtig ausgefüllt wird und wie hast Du das mit dem Flugplan gemacht.
      LG Peter

    • Francis | 24.10.2017

      Hallo Helmut,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Das sind interessante Einblicke! Wenn du magst, könntest du mir deinen Antrag per Mail schicken an [email protected] und dann kann ich das Formular hier im Blog reinstellen. Das interessiert sicherlich noch viele andere Leser. Sensible Daten können wir ja löschen/schwärzen.
      Danke schon mal im Voraus!
      Beste Grüße, Francis

    • Jan | 12.02.2018

      Guten Tag Helmut,
      auch wir fliegen Ende April diesen Jahres nach Namibia. Kontakt mit der NCAA hatten wir schon und die Formulare liegen vor, die schnelle und freundliche Antwort, können wir nur bestätigen.
      Bei einigen Punkten im Formular bin ich mir noch unsicher, was wir eintragen müssen.
      Falls es für dich okay ist, würde ich mich auch darüber freuen, wenn du mir deine ausgefüllten Formulare per Mail ([email protected]) zukommen lassen könntest.
      Alle empfindlichen Daten über dich kannst du natürlich gerne schwärzen.
      Du würdest uns sehr weiterhelfen.
      Vielen Dank

      Gruß
      Jan

  • Peter | 18.10.2017

    Hi Leute, fliege im November 2017 nach Namibia und erlebe gerade erstaunliches. Habe den Antrag für die Fluglizenz eingereicht, Versicherungspolizze mit gesendet und diese auch im Google Translator auf Englisch übersetzt. Die Übersetzung wurde anerkannt, das Formular nicht, da es nicht vollständig ausgefüllt war. Die verlangen Angaben, die kein Mensch weiß. Jetzt habe ich mir von DJI die technischen Daten heruntergeladen und werde versuchen das Formular zu Ergänzen. Des weiteren wollen die einen Flugplan in Form einer Google Maps Karte. Wie soll das funktionieren? Ich werde versuchen einen Routenplan der Fahrstrecke als Plan zu schicken…mal sehen.
    Aber offensichtlich ist die Genehmigung ein“ must have“.
    Im Kopter Forum hat jemand geschrieben, das Drohnen bereits von Touristen am Flughafen beschlagnahmt werden.
    Eine Bitte….hat jemand dieses wahnwitzige Formular samt Routenplanung schon positiv bearbeitet bekommen, dann bitte um Tips wie es korrekt ausgefüllt wird.
    Und hat jemand auch schon von den Beschlagnahmungen gehört?
    LG Peter

    • Helmut Luger | 23.10.2017

      Hallo Heiko und Peter,
      zum Fragebogen: Man muss wirklich jede Frage beantworten, auch wenn sie unzutreffend erscheint. Wenn unzutreffend, muss zumindest „n/a“ eingetragen werden. Die meisten Fragen beziehen sich auf die technischen Daten und Möglichkeiten der Drohne. Ich will jetzt nichts zu meinen Angaben schreiben, denn es soll bei der Behörde nicht der Eindruck entstehen, dass hier einer vom anderen abschreibt. Aber ich glaube, mit ein wenig Mühe und dem Google-Übersetzer bei kniffligen Fragen bekommt ihr das schon hin.
      Zur Karte mit den Koordninaten: Ich habe in Google Maps die Reiseroute mit dem Routenplaner eingezeichnet und diese in ein Word-Dokument kopiert. Darin habe ich für die Gebiete, in denen ich fliegen will, auf der Karte etwa 10 nummerierte Punkte eingetragen und unten als Legende die jeweiligen Koordinaten dieser Punkte eingetragen. Das war’s. Es macht natürlich Sinn, bei der Auswahl der Punkte Nationalparks und Flugverbotszonen zu vermeiden.
      Die anschließende Genehmigung nimmt auf diese „beantragten“ Fluggebiete keinen Bezug. Man erhält die Genehmigung für die beantragte Zeit und ohne Einschränkung auf bestimmte Gebiete. Natürlich darf man dennoch nicht in Flugverbotszonen und Nationalparks fliegen.
      Zur Beschlagnahmung: Ich weiß es (noch) nicht, ich kann mir jedoch vorstellen, dass jemand versucht hat, die Drohne in der Originalverpackung einzuführen. Aber ein gebraucht wirkendes Teil sollte beim Zoll keine Probleme geben. Auch wenn Zoll und Luftfahrtbehörde nichts miteinander zu tun haben, wird sich die Flug-Genehmigung bei der Einreise im Zweifelsfall sicherlich positiv auswirken.

      • Francis | 24.10.2017

        Sehr gut zu wissen, dass die Genehmigung dann unabhängig von den beantragten Flugorten ausgestellt wird. Das vereinfacht vieles!

    • Jörg Rüger | 30.11.2017

      Hallo Peter, ich fahre auch im kommenden Jahr nach Namibia und möchte meine Mavic mitnehmen. Würdest Du mir den von Dir ausgefüllten Antrag (natürlich die personenbezogenen Daten geschwärzt / leer) zur Verfügung stellen? Wäre Dir sehr dankbar!
      Wie ist die Reise mit der Drohne verlaufen? Über einen kurzen Bericht würde ich mich sehr freuen,

      Danke und viele Grüße
      Jörg

  • Jörg | 20.10.2017

    Hallo zusammen, bin jetzt eine Woche im Land und habe die Spark dabei. Zuvor habe ich mir auch Gedanken gemacht und dieses Forum aufgesucht. Die Gesetze sind Überregulierung und Bürokratie pur. Die Drohne im Handgepäck am Flughafen ist sicherer, Rest wird durchleuchtet. Ansonsten gilt: Menschenaufläufe meiden, rücksichtsvoll fragen und Nationalparks meiden. Das Land ist dünn besiedelt und bietet eine Menge Motive. Muss jeder selbst abwägen.

    • Helmut Luger | 23.10.2017

      Ich halte das Antragsverfahren auch für überzogen. Vielleicht will man ja auf diese Weise die Zahl der Drohnenflüge auf einem niedrigen Level halten…. Aber ohne Genehmigung zu fliegen, ist sehr mutig. Das Land ist zwar dünn besiedelt, aber irgendwo um die Ecke lauert womöglich doch ein Polizist, der hier eine gute Einkommensquelle sieht. Viel Glück bei der weiteren Reise und berichte doch bitte anschließend, ob’s gut gegangen ist.

    • Julia | 02.01.2018

      Hallo Jörg,
      verstehe ich deinen Beitrag richtig, du bist ohne die ganzen Bescheinigungen und Erlaubnisse dennoch problemlos mit Drohne eingereist?

  • Peter | 23.10.2017

    Vielen Dank an alle, die hier Hilfestellung leisten.
    Habe soeben von der NCAA die positive Bearbeitung erhalten. Das hat mit allen Mail-Verkehr etwa 1 Woche gedauert.
    Wie gesagt alles OK und genehmigt. Ich habe in Google Maps die Gewünschten Fluggebiete mit Pins markiert, jeweils mit dem „Snipping Tool“ die Stelle ausgeschnitten (mit den Koordinaten…ganz wichtig) und an die NCAA mit den gewünschten Unterlagen geschickt.
    Einzige Hürde ist jetzt noch die Überweisung, die ich von Österreich aus nur in € Durchführen kann.
    @ Helmut
    Hast Du auch in € überwiesen?

    • Francis | 24.10.2017

      Das klingt doch gut! Herzlichen Glückwunsch! :)

    • Helmut | 25.10.2017

      Ich habe in ZAR (Südafrikanische Rand, Kurs ist identisch mit NAD) überwiesen, weil NAD bei meiner Bank nicht möglich waren. Die Überweisung kostete mich insgesamt rund 30 Euro Gebühren. Ob eine Euro-Überweisung auf eine namibische Bank möglich ist, weiß ich nicht.

      • Peter | 25.10.2017

        Habe gestern von Österreich aus, das Geld in Euro überwiesen. 77€ plus ca. 11€ Spesen. Sollte in den nächsten 3-4 Tagen dort Einlagen.
        Die NCAA schreibt aber, dass eine Bestätigung der Überweisung genügt um die Bewilligung dann zu schriftlich zu erhalten.

      • Peter | 25.10.2017

        Nachtrag: Habe das auch der NCAA geschrieben, dass ich den Betrag in Euro überweisen werde und die haben zugestimmt.

    • Markus | 20.03.2018

      Hallo,

      ich bin noch sehr neu in der Drohnenwelt, fliege aber nach Namibia uns habe eine Mavic air. Aktuell sitze ich vor dem Formular und habe einige Fragen. Speziell zu den „Emergency procedures“. Hat jemand ein ausgefülltes Formular? Natürlich mit geschwärzten persönlichen Daten, an denen ich mich orientieren kann?

      Ganz herzlichen Dank vorab!

  • Jan Borck | 02.02.2018

    Hallo allerseits,

    wir waren im Juli 2017 drei Wochen in Namibia und hatten null Probleme. Keine Anträge, keine unangenehmen Fragen keine Bürokratie.
    Weder mit Air Namibia (Drohne im TomCase im Koffer) noch an der Zollkontrolle noch während der Reise.
    Es gilt wie immer „§1“: Lieber öfters mal fragen! Aber meist ist die Gegend ja menschenleer. Wir haben die Drohne nur auf der Fahrt zwischen den Lodges, also nahe der Reisroute an Straßen, Wegen und abseits der Ortschaften, geflogen.
    In den privaten Park sowie den staatlichen Nationalparks sind wir selbstredend nicht geflogen. Auf Privatgrund der Lodges haben wir gefragt und nie Ablehnung erfahren.

    Tipp:
    Wir sind zwischen zwei Lodges (also mit Sack&Pack!) vom Andersson-Gate durch Etosha zum Lindquist-Gate gefahren. An letzteren wurde (wie häufig!) Fahrzeugkontrolle gemacht und auch nach Drohne gefragt. Ich habe sie angegeben und das Tomcase gezeigt. Dabei sagte uns der Officer etwas pikiert, dass wir die Drohne am Andrsson-Gate hätten versiegeln lassen müssen. Also:
    => Wenn Ihr durch eine Nationalparkkontrolle in einen soclhen einfahren wollt gebt bitte am besten aktiv Eure Drohne an und fragt, ob diese versiegelt werden soll! Wir hatten dennoch einen freundlichen Officer, der uns passieren ließ – wohl auch, weil die Mavic Pro saueber im Tomcase verpackt uwar und nicht offen irgendwo im Jeep rumlag.

    Übrigens:
    Sossusvlei ist ja eigentlich auch ein Nationalpark. Aber da haben wir eine Ausnahme gemacht. Wenn man dort eine Düne sucht, wo niemand ist oder innerhalb von Stunden hinkommt (ist wirklich easy) kann man schonmal fliegen & phantastische Filmchen drehen. Wo kein (Kläger, Mensch, Tier) ist und man also niemanden stört … Aber ok – eigentlich auch dort verboten.

    • Francis | 08.02.2018

      Danke Jan für den ausführlichen Erfahrungsbericht. Freut mich, wenn bei dir alles glatt lief! VG Francis

  • Matze | 19.03.2018

    Hallo zusammen,
    ich wollte auch meine Drohne mit nach Namibia nehmen und habe dementsprechend der Behörde NCAA eine Email geschrieben.
    Leider kam keine Antwort auch bei der zweiten E-Mail.
    Geht es irgendjemanden genauso?
    Ich habe auch schon versucht die Behörde telefonisch zu erreichen. Die war leider so h ohne Erfolg.
    Ich hoffe Ihr könnt mit weiter helfen.
    Liebe Grüße

    • Markus | 20.03.2018

      Ich hatte nach 2 Tagen eine sehr nette und ausführliche Mail mit dem entsprechenden Formular.

      Grüße Markus

  • Weltentdeckerin | 22.04.2018

    Hallöchen!
    Wir waren eben vor ein paar Stunden noch in Namibia. Wir hatten unsere Dji Mavic Pro dabei, wir waren ganz schockiert von der neuen Regelung da wir uns vorher nicht informiert hatten. Aber so wie es aussah hat sich am Flughafen keine für die Drohne interessiert. Bei Einreinse und Ausreise hatten wir sie im Handgepäck dabei. Aber anscheinend war es kein Grund zur Besorgnis. Wir haben auch nirgens ein Schild mit Drohnen Verbot noch ein Hinweis auf die neue Regelung gesehen. Wir haben auch noch ein paar Touris getroffen mit dem selben Problem aber auch die sind nicht annähernd kontrolliert worden.
    Geflogen sind wir aber auch nur auf Privat Farmen und nicht über Tiere oder Menschenansammlungen.
    Was uns aber oft gesagt wurde, dass Asiaten mit Drohnen immer kontrolliert werden. ( Aufrund der Wilderei des Rhinohorns )

    • Francis | 01.06.2018

      Hallo und vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag! :)

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