Drohnen-Gesetze in den Niederlanden

Maximale Flughöhe: In den Niederlanden dürfen private Multicopter bis zu 300 Metern hoch fliegen. Gewerbliche Piloten werden auf eine Flughöhe von unter 120 Metern begrenzt. Die niederländischen Behörden empfehlen auch privaten Nutzern, ihre Drohne nicht höher als 120 Meter über Grund zu steuern.

Maximale horizontale Entfernung und FPV: Der Einsatz von Coptern ist nur innerhalb der Sichtweite gestattet. FPV-Flüge sind nicht erlaubt.

Versicherungspflicht: Derzeit ist es meines Wissens nicht verpflichtend eine Luftfahrthaftplficht-Police abzuschließen. Dennoch empfehle ich dir, deine Drohne zu versichern.

Maximales Abfluggewicht (MTOW): Privat genutzte Drohnen können in den Niederlanden bis zu 25 Kilogramm wiegen.

Abstand zu Flughäfen: Zu Flugplätzen, die im unkontrollierten Luftraum liegen, musst du einen horizontalen Abstand von 3 Kilometern einhalten.

Andere Sicherheitsabstände: Zu Personen, besiedelten Gebieten und bewegten Fahrzeugen soll ein Mindestabstand von 150 Metern gewahrt werden.

Flugverbote: Drohnen dürfen nicht über besiedeltem Gebiet, Industrieanlagen, Häfen, Schienen, Menschenansammlungen und öffentlichen Straßen geflogen werden.

Betriebszeiten: Drohnen-Flüge dürfen in den Niederlanden nur bei Tageslicht durchgeführt werden.

Vorschriften für gewerbliche Piloten: Für gewerbliche Piloten benötigst du einen „RPAS-Pilotenschein“ und dein Multicopter muss zertifiziert werden. Für einheimisch gewerbliche Copter-Piloten gibt es zwei Zertifikate:

  • RPAS Operator Certificate: Initiale Kosten liegen bei etwa 10.000 Euro (ohne Drohne). Maximale erlaubte Flughöhe von 120 Metern und eine maximale horizontale Entfernung von 500 Metern ist gestattet. Drohnen können bis zu einem Gewicht von 150 Kilogramm geflogen werden.
  • RPAS Operator Certificate Light: Initiale Kosten liegen bei etwa 600 – 1.500 Euro (ohne Drohne). Maximale erlaubte Flughöhe von 50 Metern und eine maximale horizontale Entfernung von 100 Metern ist gestattet. Drohnen können bis zu einem Gewicht von 4 Kilogramm geflogen werden.

Phantom-Modelle werden nicht zugelassen, da alle Systeme redundant sein müssen. Jeder einzelne Flug muss dann noch bei mehreren Behörden gemeldet werden.

Ausländische Drohnen-Piloten können über ein besonderes Formular eine Betriebserlaubnis erhalten, ohne die Zertifikate nachweisen zu müssen. 

Gut zu wissen: Drohnen-Flüge sind ausschließlich im unkontrollierten Luftraum (Luftraum G) gestattet. Das führt dazu, dass derzeit keine Flüge auf den Karibik-Inseln Bonaire, St. Eustatius und Saba möglich sind. Aufgrund der geringen Abmessungen erstreckt sich der kontrollierte Luftraum über die gesamten Inseln. Es ist also einfacher, den Copter gleich daheim zu lassen.

Hilfreiche Links: ILENT, Rijksoverheid: Privater Gebrauch, Rijksoverheid: Kommerzieller Gebrauch, Offizielle Karte mit No Fly Zones

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für die Niederlande haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die niederländische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der niederländischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in den Niederlanden gesammelt hast!

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