Drohnen-Gesetze in Norwegen

Drohne in Norwegen fliegen

In diesem Beitrag erklären wir dir die Drohnen-Gesetze in Norwegen.

In Norwegen zählen Drohnen, die zur Freizeitbeschäftigung genutzt werden, als Modellflugzeuge. Für alle anderen Multicopter gibt es in Norwegen eine Unterteilung in drei Kategorien:

  • RO 1: Drohnen bis zu einem Abfluggewicht von 2,5 Kilogramm und mit einer maximalen Geschwindigkeit von 60 Knoten (111 km/h). Drohnen der Kategorie RO1 müssen über eine Failsafe-Funktion verfügen. Piloten müssen nur eine Erklärung abgeben, dass sie sich an die betreffenden Regeln für diese Kategorie halten. Diese Erklärung kann an folgende Email-Adresse gesendet werden: [email protected]
  • RO 2: Fluggewicht bis 25 Kilogramm und maximale Geschwindigkeit von 80 Knoten. Erfordert spezielle Lizenzierung des Piloten.
  • RO 3: Alle Manöver, die die bisherigen Spezifikationen übersteigen.

Für Flüge in den Kategorien RO 2 und RO 3 ist eine Operators Licence notwendig.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Norwegen

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:120 Meter (393,7 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Für gewerblich genutzte Copter musst du bei einem Gewicht bis zu 2,5 KG und einer maximalen Geschwindigkeit von 11 km/h eine Erklärung abgeben, dass du dich an die Gesetze hälst. In höheren Kategorien benötigst du eine Betriebserlaubnis.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
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Weitere Vorschriften für Drohnen-Piloten in Norwegen

Drohnen müssen im norwegischen Luftraum immer innerhalb der Sichtweite betrieben werden. Die maximal erlaubte Flughöhe ist 120 Meter.

Eine Pflicht, deine Drohne zu versichern, gibt es in Norwegen nur für gewerbliche Nutzer. Jedoch ist der Abschluss einer Police immer empfehlenswert.

Für private Drohnen gibt es keine Gewichtsbegrenzung. Für kommerzielle Nutzer gelten die oben genannten Gewichtsklassen.

Sicherheitsabstände und Flugverbote

Zu norwegischen Flughäfen muss dein Multicopter einen Abstand von 5 Kilometern einhalten.

Im Umkreis von 1 Meile rund um das Osloer Schloss darfst du nicht mit einer Drohne fliegen. Weitere Flugverbotszonen (z.B. in Nationalparks) kannst du unter safetofly.no identifizieren. Insbesondere solltest du „forbudsområder” und “vernesoner” in der Karte anzeigen lassen.

Modellflugzeuge (private Drohnen) müssen einen Abstand von 150 Metern zu Personen, Gebäuden und jeder Art von Verkehr einhalten. Gewerbliche Drohnen müssen 150 Meter zu Menschenansammlungen (ab 100 Personen) und 50 Meter zu unbeteiligten Personen, Fahrzeugen und Gebäuden. Fliege nicht über Festivals, Sportveranstaltungen, militärischem Gelände oder Unfallorten

Drohnen-Flüge sind bei Nacht nur unter Aufsicht eines Modellsport-Clubs erlaubt. Gewerbliche Piloten müssen besondere Auflagen erfüllen, um Nachtflüge durchführen zu dürfen.

Gut zu wissen

Auf Spitzbergen gelten die gleichen Gesetze wie in Norwegen.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Norwegen haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die norwegische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der norwegischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Norwegen gesammelt hast!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

  • Janis | 08.05.2017

    Hallo Francis,

    vielen Dank, dass du für so viele Länder die Drohnen-Gesetze zusammengesammelt hast.
    Eine Frage hätte ich bezüglich der Kategorie RO 1:
    Was bedeutet „Piloten müssen nur eine Erklärung abgeben, …“?
    Bedeutet dies, dass ich vor Flugbeginn irgendwo ein Schreiben abgebe oder muss ich nur, wenn mich z.B. ein Polizist sieht, ihm versichern, dass ich mich an die Regeln halten?
    Gelten die Kategorien nur für Kommerzielle Flüge?

    Vielen Dank für deine Antwort.

    • Francis | 16.05.2017

      Hallo Janis,
      die Erklärung musst du einmalig ausfüllen und an die Luftfahrtbehörde abschicken. Das PDF-Formular findest du auf dieser Seite (rechts): http://www.luftfartstilsynet.no/selvbetjening/Skjema/Godkjenning_som_RPAS-operat%C3%B8r Außerdem findest du auf der Website auch eine Mail-Adresse, an die du deine Erklärung schicken kannst.
      Und ja, die Kategorien beziehen sich meines Wissens nur auf Flüge, die nicht der Freizeitgestaltung dienen. D.h. Hobby-Drohnenflieger müssen diese Erklärung nicht abschicken.
      Beste Grüße, Francis

      • walter | 19.02.2019

        Hallo Francis,

        dein Kommentar ist leider schon aus 2017 und deshalb gilt der link für das Formular nicht mehr. Ich kann es auch nicht finden. Hast due vielleicht eine neue bzw. andere Adresse wo das Formular runterzuladen ist.

        Danke Gruß Walter

  • Roman | 21.08.2017

    Hi, was bedeutet Hobby Drohnenflieger denn genau? Bin ich das wenn ich nach Norwegen Reise zwecks Urlaub und dort neben den normal üblichen Fotos auch Bilder aus der Luft für mein Urlaubsfotoalbum, oder ein Bild für meine Wohnzimmerwand mache? Wo ist die Grenze zu einem gewerblichen Piloten, wäre ich schon einer wenn ich eine Luftaufnahme zB auf meiner FB Seite, oder Instagram poste? Gruß Roman

    • Francis | 11.09.2017

      Hallo Roman,
      die Frage kann ich dir nicht zu 100% eindeutig beantworten. Da sind sich viele Behörden selbst in Deutschland nicht einig. Soweit ich deine Schilderungen jedoch verstehe, ist dein Einsatz als privat zu werten, solange du mit den Aufnahmen dann kein Gewerbe bewerben möchtest. Für die Wohnzimmerwand ist es auf alle Fälle privat.
      Beste Grüße,
      Francis

  • Chris | 09.10.2017

    Aber wenn ich doch RO1 erfülle jedoch dieses Video auf meinen Youtubekanal lade, erfülle ich trotzdem nur RO1 weil es unter 2,5 kg wär. Egal ob gewerblich oder nicht

  • Maximilian Ruhm | 19.11.2017

    Also ich bin gewerblich unterwegs und benötige RO1.
    Aber gibt es dir PDFs auch in Englisch? Kann ja schlecht was unterschreiben, was ich nicht verstehe oder lesen kann :-P

    • Maximilian Ruhm | 19.11.2017

      schon okay, habe es gefunden!

  • Linus | 28.06.2018

    Hallo,
    wenn ich nun nur als Hobbyflieger unterwegs bin, gilt meine Drohne ja als Modellflugzeug. Muss ich dennoch irgendwas beachten oder kann ich einfach immer und überall los fliegen?
    Viele grüße

    • Francis | 09.07.2018

      Hallo Linus,
      natürlich kannst du nicht immer überall einfach losfliegen. Die oben genannten Regeln gelten natürlich auch für Modellflugzeuge. VG Francis

  • Marvin | 04.07.2018

    Hallo,
    wenn ich es richtig verstanden habe, dann kann ich als privater Pilot, also zur Freizeitgestaltung, ohne Genehmigung und ohne Abgabe eines Schreibens in dem ich erkläre, dass ich mich an die regeln halte, fliegen?
    Und wie schaut es aus wenn ich die Aufnahmen dann veröffentlichen möchte, dann muss ich die an die von dir erwähnte Email schicken?

  • Tina Meyer | 12.07.2018

    Hallo. ..
    Wir machen eine Reise mit AIDA 14 Tage Norwegen….
    darf man eine Drohne mitnehmen…
    Wir fahren verschiedene Städte an laut aida gibt’s Probleme am Hafen… wegen der Drohne….

    • Francis | 13.07.2018

      Hallo Tina,
      klar darfst du die Drohne mitnehmen, solange AIDA nichts dagegen einzuwenden hat. Beim Fliegen sind dann eben die Regeln der einzelnen Länder zu beachten.
      Viel Spaß, Francis

  • Andreas | 04.02.2019

    Bezüglich der Erklärung bei einer RO 1 Drohne … WO genau muss man denn diese Erklärung hin schicken oder existiert dafür vielleicht sogar irgendein Formular? Hab diesbezüglich leider nichts finden können.

  • walter | 19.02.2019

    Ich konnte leider auch kein Formular zum Download finden. Weiß jemand die Adresse?

    Wäre super … Danke Walter

  • Dennis | 22.02.2019

    Servus, möchte für dieses Jahr auch meine Mavic 2 mitnehmen und private Landschaftsaufnahmen machen. Die Seite https://www.safetofly.no/ zeigt mir tolle grüne, gelbe, rote Zonen wenn ich den entsprechenden Layer auswähle. Welche Bedeutung haben die denn jetzt für mich? Was bedeuten rot, gelb und grün? Darf ich also in einem Flord, an der Trolltunga oder am Kjerag jetzt filmen bzw. ein Fotos aus der Luft machen? Schaue ich mir die offizielle Seite https://luftfartstilsynet.no/en/drones/Drones_for_leisure/droneguide/ an, dann erkenne ich nichts davon das ich in bestimmten Zonen nicht fliegen darf. Nur, dass ich natürlich mit Menschenverstand fliegen soll und Privatsphäre & Sicherheit der Menschen wahren soll.

    Haben da einige mehr Erfahrung?

  • Dennis | 23.02.2019

    Hab’s mir es selbst mittlerweile beantwortet und möchte das gerne hier teilen:
    Habe eine Seite gefunden die einiges zu den typischen Touristengebieten sagt: https://nrkbeta.no/2017/07/10/skal-du-ut-og-fly-dronen-din-i-sommer-slik-holder-du-deg-innenfor-lovens-rammer/ und ebenfalls ein TV-Bericht gefunden: https://www.tv2.no/v/1062125/
    (einfach in GoogleTranslator packen falls man kein norwegisch spricht)

    Für mich bedeutet das, ich nehme keine Drohne mit und werde alles verkaufen. Es kommen immer mehr VERBOTE als GEBOTE! Statt einfach mal einen „Führerschein“ für Hobbypiloten zu entwickeln der zumindest EU weit reicht wäre schon mal was. Und diese Beschränkungen, die sich häufen und man mittlerweile gar nicht mehr weiß wo man fliegen darf bzw. soll (häufig im Ausland)…. nerven einen tierisch. Man muss sich immer alles schwer zusammensuchen wo diese NoFlyZones sind oder nicht (gut immerhin in DE funktioniert es mit der App vom DSF ganz gut). Dazu kommen noch die ganzen Menschen, die mit ihrem gefährlichen Halbwissen einem teilweise echt drohen oder handgreiflich werden (alles schon erlebt!).

    Auch in den USA steht mittlerweile überall ein „No drones“ Schild! Da kann man auch überhaupt nicht mehr fliegen – selbst mit Abstand zur Sehenswürdigkeit! Also es macht einfach kein Spaß mehr schöne spektakuläre Aufnahmen aus anderen Perspektiven zu machen. Und nicht mal für die, die (etwas) Ahnung haben aber nicht gewerblich unterwegs sind. Ich meine wir lesen uns nicht den ganzen Mist hier durch, recherchieren stundenlang, weil uns langweilig ist, sondern weil wir mit dem Hobby sicher umgehen möchten und Rechte und Pflichten bewahren wollen. Nur bringt mir das überhaupt NICHTS, wenn ich NIERGENDS fliegen darf. Und einen leereren Acker zu filmen brauche ich auch nicht…. und will auch keiner sehen.

    Klar, filmt so ein Drohnenpilotdepp am Flughafen und sorgt dafür das ein Flughafen mehrere Tage gesperrt wird…. kein gutes Image für uns! Bringt er Menschen in Gefahr… kein gutes Image! Es müsste einfach ein Führerschein her. Dann müssten nicht zwangsweise großartige Orte zu NoFlyZones benannt werden damit man Kinderpiloten oder andere Leute ohne des Gefahrenbewusstseins gleichsetzen mit (kenntnisreichen) Hobbypiloten oder gar professionelle gewerbliche Piloten. Die Sperrungen sind einfach nur damit da, damit man einfach keine weiteren Probleme hat und prüfen müsste, wer es darf und nicht (auch irgendwie verständlich!).

    Für mich ist das Hobby hiermit (eigentlich schon länger) abgeschlossen. Die Industrie für die Hobbypiloten geht sicherlich auch irgendwann den Bach runter und lohnt sich nur noch für gewerbliche Zwecke oder Behörden. Ich will dieses Jahr in Norwegen Urlaub machen, einen schönen und unvergesslichen. Da werden meine Actioncams und zig andere Kameras schon einen schönen Eindruck geben von der großartigen Landschaft und Eindrücken. Dafür benötige ich keine lästigen Genehmigungen, bekomme keine blöden Kommentare von skeptischen Anti-Drohnen Fans bzw. Drohungen über YouTube welche alles bessere Experten sind als die Behörden selbst oder muss mich darüber ärgern, dass plötzlich vor der Nase ein „No Drones“ Schild steht und wieder und wieder…..

    • Walter | 25.02.2019

      Danke für den Artikel. Das bringt mich auch zum nachdenken. Fahre im Mai ebenfalls nach NOR und wollte dort fleißig Filmen.

    • Bernd | 06.03.2019

      Hallo zusammen, bin der gleichen Meinung wie Dennis.
      Möchte im Juni mit der Aida nach Norwegen und wollte ein paar vernünftige, mit gesundem Menschenverstand geflogene private Filme oder Fotos der tollen Landschaft machen. Wird wohl nichts, da die Drohne (Mavic Air) bei der Adia kassiert und erst am Ende der Reise wieder frei gegegben wird, laut meiner Infos bekommt man sie auch nicht vor Landausflügen ausgehändigt und kann sie danach wieder abgeben. Hast somit auch keine Chance die Akkus aufzuladen, da diese ebenfalls ein „Sicherheitsrisiko“ sind. Hat jeman andere Erfahrungen mit AIDA gemacht ? Nehme halt dann auch nur meine „StandardCams“ mit und bleibe auf dem Boden.
      Zu den sogenannten „Experten“ im Netz habe ich mir eine eigenen Meinung gebastelt: Die Socialmedien sind das Klo des Internets, also nicht wundern, dass man dort mit Sch…. beworfen wird.

    • Michl | 16.05.2019

      Verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz die Aufregung.
      Man kann sehr wohl in Norwegen mit einer Drohne fliegen und schöne Aufnahmen machen.
      Wer natürlich nur an den typischen Tourismus Hotspots unterwegs ist oder gar mit einem Kreuzfahrtschiff dort oben ist wird ein Problem haben.
      Das ist aber auch richtig so!

      Jedem Hobby Piloten sollte außerdem klar sein das viele Aufnahmen, zumindest gesetzlich, auch gar nicht möglich sind die so auf Youtube zu sehen sind.
      Am Kjeragbolten, Preikestolen oder dergleichen Aussichtspunkte könnte man sich generell nicht vom Berg entfernen, da man dann zwangsläufig über das 120m Limit kommt.
      Das ist aber nicht ein Problem des Gesetzes sondern liegt wohl eher an der Natur der Sache das Berge nun mal höher sind, im Flachland kann jeder fliegen.
      In Norwegen gibt es tausende von Quadratmetern über denen man ungestört fliegen und filmen kann, deswegen alles zu verkaufen halte ich für übertrieben.

  • Ralph | 05.09.2019

    120m gilt immer ab Boden… D.h. wenn Du auf einem 400m Berg bist, darfst Du bis 520m rauf…

  • Michl | 05.09.2019

    …..das ist grundsätzlich schon richtig nur darfst du denn nur 120m hoch sein über der höchsten Spitze des Berges. Startet man auf einem Berg der 1000m hoch ist darfst du maximal 1120m hoch fliegen.
    Im Grunde dürfen maximal 120m zwischen Boden und Kopter sein, fertig.
    Starthöhe und Berghöhe ist dabei unwichtig.

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