Drohnen-Gesetze in Österreich

Drohne fliegen in Österreich

In diesem Beitrag erklären wir dir die Gesetzeslage für die Nutzung von Drohnen in Österreich.

Seit 2014 gelten in Österreich sehr strenge Regeln zum Betrieb von unbemannten Flugsystemen. Potentielle Drehorte werden in vier verschiedene Kategorien aufgeteilt:

  1. Unbebautes Gebiet
  2. Unbesiedeltes Gebiet
  3. Besiedeltes Gebiet
  4. Dichtbesiedeltes Gebiet

Für jede der Kategorien gibt es spezielle Bedingungen und Genehmigungen. Für alle Kategorien ist eine Drohnen-Versicherung vorgeschrieben. Quadrocopter werden nur für die ersten beiden Kategorien zugelassen. Für besiedeltes/dichtbesiedeltes Gebiet sind Hexa- bzw. Octocopter mit entsprechenden Redundanzen erforderlich.

Abfluggewicht Unbebaut Unbesiedelt Besiedelt Dichtbesiedelt
bis 5 Kilogramm A A B C
bis 25 Kilogramm A B C D

Unbemannte Flugsysteme werden in diverse Kategorien eingeteilt. Soweit ich die Regeln verstehe, musst du keine Genehmigung beantragen, wenn du folgende Bedingungen erfüllst:

  • Unentgeltlicher, nicht gewerblicher Flug zur Freizeitbeschäftigung ohne das Speichern von Kamera-Aufnahmen
  • Maximales Gewicht des Multicopters von 25 Kilogramm
  • Flug außerhalb von Sicherheitszonen
  • Maximaler Flugradius von 500 Metern

Das reine Streamen bzw. FPV-Flüge sind nicht erlaubnispflichtig, solange die Aufnahmen nicht gespeichert werden.

„Mini-Drohnen“ bis zu einem Gewicht von etwa 250 Gramm und einer maximalen Flughöhe von 30 Metern dürfen ohne Genehmigung fliegen, auch wenn sie mit einer Kamera ausgestattet sind. Das tatsächlich erlaubte Gewicht bestimmt sich nach der Bewegungsenergie, die 79 Joule nicht übersteigen darf.

Je nach beabsichtigten Flugmanövern und Ausrüstung ist eine Betriebserlaubnis bei der Austro Control zu beantragen

Laut Erfahrungen von mehreren Antragstellern wird die Genehmigung innerhalb weniger Werktage ausgestellt.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Österreich

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:150 Meter (492,1 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Ausgenommen von „Mini-Drohnen“ benötigst du eine Genehmigung, sobald du Aufnahmen anfertigen möchtest.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen

Die Funkübertragung ist auf den Frequenzen 2,5 GHz mit maximal 10 mW und 5,8 GHz mit maximal 25 mW möglich.

Hat dir dieser Artikel geholfen?

Es freut uns sehr, dass dir dieser Beitrag gefallen hat! Wenn du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du ab sofort ein Förderer von My-Road.de werden. Dank deiner Hilfe können wir unsere Artikel noch informativer gestalten und schneller auf Gesetzesänderungen und Leserfragen antworten.
Hier erfährst du mehr zu unserem Förderer-Programm.

Ja, ich unterstütze Bina und Francis bei ihrer wertvollen Arbeit!

Wähle dein Förderpaket aus

Mitstreiter

2,99 €

pro Monat

Abrechnung über unseren Partner Steady. Jetzt helfen
Freund

4,99 €

pro Monat

Abrechnung über unseren Partner Steady. Jetzt helfen
Held

9,99 €

pro Monat

Abrechnung über unseren Partner Steady. Jetzt helfen
Superheld

19,99 €

pro Monat

Abrechnung über unseren Partner Steady. Jetzt helfen
Titan

49,99 €

pro Monat

Abrechnung über unseren Partner Steady. Jetzt helfen
Held des Tages

beliebig

einmalig

Abrechnung über unseren Partner PayPal. Jetzt helfen
Oh, das tut uns sehr leid! Bitte helfe uns mit die Qualität unserer Artikel weiter zu verbessern. Schicke uns gern eine Mail an hello@my-road.de mit deinen Verbesserungsvorschlägen und Wünschen. Wir sind dir sehr dankbar für dein Feedback!

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden!

Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

1 2
  • Roman | 29.05.2016

    Hallo Ihr, die Informationen zu Österreich sind nicht ganz richtig (Gewicht). Es wird nur bis 250g als nicht bewilligungspflichtiges Spielzeug eingestuft:
    https://www.austrocontrol.at/luftfahrtbehoerde/lizenzen__bewilligungen/flugbewilligungen/unbemannte_lfz

    • Francis | 31.05.2016

      Hi Roman,
      vielen Dank für die Ergänzung. Ich habe einen Absatz zu Spielzeug-Drohnen in Österreich ergänzt.
      Sonnige Grüße aus Asien!

      • Michael | 06.04.2017

        Das stimmt so nicht ganz. Die AustroControl schreibt zwar was von 250 gramm – im Gesetz wurde das jedoch nicht übernommen.

        Auf der Seite des Bundesministeriums ist sogar eine Grafik, wie Gewicht und Höhe bei 79 joule zusammenhängen. Damit gilt sogar die Mavic bis 10 Meter Flughöhe als Spielzeug ;-)

        Lange deswegen mit der AustroControl telefoniert…

  • peter | 24.07.2016

    für österreich bitte ergänzen – flüge zum zwecke fpv sind NICHT genehmigungspflichtig. sobald irgendwas gespeichert wird, aber schon.

    • FilmingTim | 24.07.2016

      Was genau meinst du mit speichern?
      Alleine zu Filmen oder zu veröffentlichen?

      • peter | 24.07.2016

        nur streamen (fpv) erlaubt

        speichern auf speicherkarte verboten

        zumindest siehts die austrocontrol so

    • Francis | 01.08.2016

      Hallo Peter,
      vielen Dank für die Zusatz-Info zu Österreich. Werde ich so schnell wie möglich aktualisieren!
      Viele Grüße, Francis

  • Daniel | 23.08.2016

    Österreich:
    Habe gerade den Registrierungsprozess mit AustroControl für meine Airdog-Drohne durchlaufen.
    Erstmal das (einzig) positive: Hat mit rund 3 Wochen nicht ganz so lang gedauert wie befürchtet.
    Ansonsten: Ein unfassbarer bürokratischer Irrsinn, den sich die Österreicher da ausgedacht haben. Die Bewilligung hat mich sage und schreibe 326,60 EUR gekostet (neben der „Grundgebühr“ haben die noch jedes Dokument, das sie anfassen mussten, extra berechnet…). Und dann gilt das Ganze nur für 1 Jahr, und Samstags nur bis Mittags und Sonntags gar nicht. Von jedem möglichen Piloten musste ich eine Ausweiskopie einschicken, und auch sonst noch ne ganze Menge einreichen (Foto der Drohne, Spezifikationen, …).
    Da ist es deutlich einfacher und billiger, ein Auto anzumelden – mit dem man sicher deutlich mehr Schaden anrichten kann!!! (Wie viele Menschen sterben jährlich in Österreich im Straßenverkehr? 475 (2015). Wie viele durch Drohnen? 0,00!!!!)

    • Francis | 24.08.2016

      Puhh… Wahnsinn!!! Aber immerhin schon mal gut, dass es schneller ging als erwartet…

    • Philipp | 17.08.2018

      Wie ist das mir der:
      DJI Mavic Air
      Gewicht: 430g

      Braucht man da auch einen bewilligung?

      Hoffe für eine schnelle antwort :-)

      MfG
      Philipp Wepfer

  • Wolf N | 02.09.2016

    Die Situation in Österreich ist grundsätzlich richtig dargestellt. Lediglich der Hinweis, dass nur der private Flug „zur Freizeitbeschränkung ohne das Speichern von Kameraaufnahmen“ zulässig ist, ist eine nicht gefestigte Interpretation des Österreichischen Luftfahrtgesetzes.

    Dort heißt es, dass ein privater Flug „nur zum Zwecke des Fluges selbst“ durchgeführt werden darf. Was das genau bedeutet, ist nicht näher definiert.

    Eine erste gefestigte Auslegung erlaubt Flugmodellen etwa das Schleppen von Segelflugzeugmodellen. Ob das Dokumentieren eines Fluges aus FPV dem „Zwecke des Fluges selbst“ zuwiderläuft, ist derzeit ungeklärt.

    Die Austro Control, eine öffentliche, privatwirtschaftlich organisierte GesmbH, ist mit der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Flugverkehrs in Österreich betraut. Sie hat lange die Meinung vertreten, dass bei Privatflügen das Mitführen einer Kamera grundsätzlich nicht erlaubt sei, musste ihre Meinung inzwischen aber revidieren. Jetzt interpretiert sie die Gesetzespassage so, dass eine kamera zwar mitgeführt werden darf, sie aber keine Aufnahmen anfertigen darf. Aber auch das ist zweifelhaft, widerspricht das Mitlaufenlassen eines Videos möglicherweise nicht dem „Zwecke des Fluges selbst“.

    Allgemein wird unter Modellflug-Freunden die Ansicht vertreten, dass die Austro Control das Gesetz deshalb so streng auslegt, um Gebühren für Bewilligungen kassieren zu können und um kommerzielle Anbieter – an denen sie gutes Geld verdient – zu schützen.

    • Lucas R. | 15.04.2017

      Wenn ich mir die Formulierung „zum Zwecke des Fluges selbst“ mal auf der Zunge zergehen lasse, kommt mir zum Thema Videomitschnitt folgendes Argument in den Sinn:
      Bei einem ungewollten Zwischenfall oder einer Fehlfunktion der Drohne (Absturz, Kollision, Telemetrieabriss) kann während des Fluges erstelltes Videomaterial zur Fehleranalyse herangezogen werden. Das ist nicht nur für die Vermeidung von weiteren Zwischenfällen, sondern auch bei der Klärung der Schuldfrage für die Versicherung hilfreich.
      Dies ist, zumindest in Deutschland, z.B. in der militärischen Drohnenfliegerei bereits lang angewandte Praxis.

  • Raffael | 05.10.2016

    Danke für die tollen Infos!

    Ich habe als Österreicher bei der AustroControl diese Woche eine Bewilligung für eine DJI Inspire 1 Pro für Kategorie II angesucht und diese innerhalb von 2 Tagen erhalten. Von der AustroControl wird zwar aktuell eine Wartezeit von bis zu 2 Monate angegeben, jedoch kamen die Antworten sehr flott und ebenso die Bewilligung (solang man alle angeforderten Dokumente – insbesondere die Haftpflichtversicherung – einreicht).

    Interessant auf jedenfall: die Betriebsbewilligung erlaubt in unserem Fall nur zu bestimmten Zeiten zu fliegen: Mo – Fr, 8:00 – 18:00 und Sa, 08:00 – 14:00.

    Vielleicht hilft das und schreckt weniger vor der AustroControl Anmeldung ab ;)

    Beste Grüße!

    • Francis | 05.10.2016

      Hallo Rafael,
      vielen dank für deinen Kommentar! Erst vor kurzem habe ich von einem anderen Piloten gehört, dass die Bewilligung in sehr kurzer Zeit erfolgte. Der große Ansturm scheint vorbei zu sein. Sehr schön! Ich habe den Text oben gleich ein wenig angepasst.
      Beste Grüße,
      Francis

  • Jonathan | 04.04.2017

    Wie weit muss man denn Abstand halten zu bewohnten Gebieten laut austro control in der Bewilligung?

    • Raffael | 05.04.2017

      Nach dem österreichischen Luftfahrtgesetz für Drohnen mindestens 50 Meter zur nächst höheren Kategorie. Heißt: wenn du mit deiner Drohne unbesiedelt fliegen darfst, darfst du ein dünn besiedeltes Gebiet im Abstand von 50 Meter filmen bzw. muss der Abstand gleich deiner Flughöhe sein. Also wenn du auf 200m fliegst, musst du 200m weit weg sein. Wir hatten dahingehend letztens ein sehr nettes Gespräch mit der Austro Control die uns exakt diese Info weitergab. Trotzdem, wie auch im Gesetz stehend: im Zweifelsfall gilt das nächst höhere Gebiet/Kategorie. Auf der AustroControl Website unter der ULFZ Seite findet man zwei Telefonnummern wo einem rasch weitergeholfen wird :)

      • Jonathan | 05.04.2017

        Danke für die schnelle Antwort!
        Bekommt man von der Austro Control auch die Genehmigung Samstags Nachmittags und Abends bzw Sonntags Nachmittags und Abends zu filmen bzw unter Woche auch ab 18:00 Uhr??

      • Raffael | 05.04.2017

        Ja, muss man aber explizit Anfragen. Habe ich aber nur wo im Netz gelesen. Wenn nicht anders angefragt dann kriegt man die von dir erwähnten Zeiten erlaubt.

  • Raphael | 06.04.2017

    Wie will die Austro Control kontrollieren ob die Drohne Aufnahmen macht? Dürfen sie einfach die Drohne/Smartphone auf Fotos/Videos durchsehen?

    • Gerald Kainz | 08.04.2017

      ich vermute, dass bereits die technische Möglichkeit (während des Fluges) die Bild/Videospeicherung zu aktivieren, bzw EIN/AUS zuschalten bereits ausreicht um die Drohne als „macht Aufnahmen“ anzusehen und entsprechend einzustufen.
      Details siehe hier: https://www.austrocontrol.at/luftfahrtbehoerde/lizenzen__bewilligungen/flugbewilligungen/unbemannte_lfz

      • Filip | 17.09.2017

        Das Vorhandensein einer technischen Möglichkeit genügt nicht. Oder bekommen wir bald Strafzettel, weil das Auto im Ortsgebiet technisch gesehen 220km/h fahren könnte?

  • Daniel F. | 29.04.2017

    Wenn man das so handhabt, dann würde jede FPV-Brille bereits verboten werden, diese können nämlich zumeist das Video mitschneiden.
    Abgesehen davon meine ich gelesen zu haben, dass eine ausgeschaltete Kamera ebenfalls keine Probleme macht. Sprich, wer schnell genug alle Aufnahmen über das Handy-WiFi löscht, könnte nochmal Glück haben. Riskieren würde ich es allerdings nicht.

  • Jonathan | 29.04.2017

    Laut Gesetz darf nur zum Zwecke des Fluges selbst geflogen werden. Laut Austro Control ist auch eine eingeschaltete Kamera in Ordnung solange nichts gespeichert wird. Und die Austro Control interpretiert die das Gesetz! Somit ist Kameraflug ok, solange nichts gespeichert wird.

  • Andi | 03.06.2017

    Hallo!
    Habe kürzlich den positiven Bescheid von der Austro Control erhalten. Nach 6 Wochen!!
    Ich habe andere Daten für die Benützung bekommen:

    Beztriebszeiten Mo-Fr. 8-18:00 Uhr
    Mindestabstand zu besiedelten Gebieten mindestens 150 m
    Keine Personen im Umkreis von 50 m

  • Frank | 21.06.2017

    Hallo,

    sehe ich das richtig, dass ich für meinen Urlaub in Österreich ebenfalls eine Genehmigung benötige, wenn ich mit meiner Dji Mavic Pro privat in unbewohnten Gebieten unterwegs bin? Wenn ich noch Aufnahme mache (was in zu privaten Zwecken Deutschland erlaubt ist), dann erst Recht mit Genehmigung?

    • Wolf N | 24.06.2017

      Nicht ganz. Für Flüge ohne Aufnahme (Foto oder Video) benötigst Du keine Genehmigung. Nur für Flüge mit Foto- oder Videoaufnahmen ist eine Bewilligung der AustroControl notwendig.

    • Filip | 17.09.2017

      Du benötigst die Genehmigung der Grundstückseigentümer, der Grundstücke, die du überfliegst.

  • Frank | 26.06.2017

    Hallo Wolf N,

    danke, das hätte ich nicht so gedacht. Was heisst „zum Zwecke des Fluges selbst“? Selbst wenn ich auf (angenommen ich hätte ein Grundstück in AT) meinem eigenen Grundstück fliege und 1 Meter abhebe, dann schreibt mir die AC GmbH vor was ich zu tun habe? Oder gibt es da Grenzen, zB erst ab 5 oder 6 Meter oder ähnliches.

    • Wolf N | 27.06.2017

      „Zum Zwecke des Fluges selbst“ kann unterschiedlich interpretiert werden. Die AC legt es derzeit eben so aus, musste ihre Einschränkungen aber schon einmal revidieren (vorher: Cam an Bord bedeutet automatisch Bewilligungspflicht, jetzt: nur tatsächliche Foto- und Videoaufnahmen sind bewilligungspflichtig).

      Und ja, das alles gilt auch für’s eigene Grundstück.

      • Frank | 27.06.2017

        Danke Dir sehr für die Erläuterungen! Sie sind doch sehr… ernüchternd.

        Ich frage mich gerade, wie man in Östereich noch Drohnen (im speziellen Kameradrohnen) verkaufen kann, wenn man in anderen Ländern die Flüge zum eigenen Gebrauch aufnehmen darf (dort wie auch in Österreich immer im Rahmen der gesetzlichen und sozialen Grenzen) – das ist doch gerade das Spannende, wenn ich einen Flug nicht per FPV verfolge (absolut nachvollziehbar), ihn aber dann per Aufzeichnung nachträglich betrachte. Als österreichischer Staatsbürger würde ich es arg finden, wenn mir eine privatwirtschaftlich ausgelegte GmbH Flugzeiten aufs Auge drückt, zu denen ich arbeite, Gebühren für eine einjährige Lizenz verlangt, welche jenseits von Gut und Böse sind um sich damit zu finanzieren (irgendwo hat jemand ausgerechnet, dass es knapp unter 1 Mio/Jahr ist) und mir noch mitteilt, dass ich mein Hobby nur bedingt ausführen darf, damit deren Geschäftsmodell nicht die Grundlage entzogen wird.

        Du hast weiter oben geschrieben, „dass nur der private Flug ‚zur Freizeitbeschränkung ohne das Speichern von Kameraaufnahmen‘ zulässig ist […] eine nicht gefestigte Interpretation des Österreichischen Luftfahrtgesetzes“ ist – hat sich dessen nicht schon jemand angenommen und führt einen Musterprozess? Das ist jedoch eine mehr rhetorische Frage…

  • Clemens | 27.06.2017

    Rein Hypothetisch. Wie wird die Genehmigung in Ö kontrolliert? Wenn ich da rumfliegen würde, wo weit und breit kein Mensch ist (Wald, Wiese, Felder) und mich auch niemand sehen würde, wie würde von der Genehmigung Gebrauch gemacht werden? Ich denke nicht, dass innerhalb ca 100m Flughöhe da irgendwas kontrolliert wird, eben weil der nächste Flughafen mindestens 50km entfernt sein würde. Natürlich würde ich meine Drohne genehmigen lassen, mich interessiert nur, wie das ganze verfolgt wird. Hat da jemand Erfahrungen damit?

    • Clemens | 27.06.2017

      Und als Erweiterung: wie würde sich das auf die Versicherung der Drohne auswirken, wenn diese nicht genehmigt wäre?

      • Filip | 17.09.2017

        Eine Drohne kann auch als Flugmodell eingestuft werden. Flugmodelle dürfen in Österreich nur in so genannten Kontrollzonen fliegen, meist sind das Modellflugplätze. Versicherung für Modellflieger ist was eigenes und deckt Drohnen, die als unbemanntes Luftfahrzeug eingestuft sind (durch die Austro Control), nicht ab. Dafür gibt es eine eigene Versicherung.

      • Filip | 17.09.2017

        Eine Drohne kann auch als Flugmodell eingestuft werden. Dafür gibt es eine eigene (billigere) Versicherung. Also billiger als eine Versicherung für eine Drohne, die von der Austro Control als unbemanntes Luftfahrzeug eingestuft wurde.

      • Filip | 17.09.2017

        Sorry für den Doppelpost, das mit den Kontrollzonen ist ein Irrtum von mir. Der nächste Post ist korrekt.

    • Wolf N | 28.06.2017

      Ich habe für meine Kopter (aktuell Phantom 4) keine Bewilligung, fliege daher ohne Foto- oder Videoaufnahmen zu machen – und wäre auf alle Fälle nicht so blöd, diese auf YouTube zu stellen. Ich fliege regelmäßig seit drei Jahren in Österreich, etwa zwei Stunden pro Woche, abseits von Menschenansammlungen und bin noch nie kontrolliert worden.

      Modellflugzeuge sind bei mir in der Haushaltsversicherung ausdrücklich enthalten und ich habe mir extra bestätigen lassen, dass das auch die nichtgewerbliche Nutzung des P4 einschließt.

      • Clemens | 28.06.2017

        Danke für die Flotte Antwort: also versichern: ja, auf jeden Fall; genehmigen: nur wenn ich damit Videos aufzeichne ?

    • Filip | 17.09.2017

      Du musst die Betriebsbewilligung der Austro Control bei dir mitführen. Kontrollieren kann die AC und die Polizei.

  • Wolf N | 28.06.2017

    Eine Versicherung ist sinnvoll – entweder ausdrücklich erwähnt im Haftpflichtteil der Haushaltsversicherung oder extra.

    Die Genehmigungspflicht bezieht sich auf Videos UND Fotos! Ungelöst scheint, ob die Aufzeichnung des FPV-Streams durch vielleicht sogar unbeteiligte Dritte – technisch ist das leicht lösbar – eine Genehmigungspflicht des Piloten ergibt. Oder ob der Pilot möglicherweise dafür sorgen muss, dass keine Aufzeichnung des Streams möglich ist, was das Streamen direkt ins Internet unmöglich machen würde.

  • Frank | 29.06.2017

    Erinnert mich ein bischen an die Diskussion um die WLAN-Störerhaftung in D, bei dem derjeneige belangt werden soll(te), der einem die Infrastruktur anbietet.

    Gott sei Dank ist das ganze Aufzeichnungsbrinborium in D geregelt. Kurzum: man darf alles mit Einschränkungen dahingehend, dass nix offiizielles, gaffermäßiges oder schutzwürdiges wie Privatsphäre verletzt wird.

    In AT kommt zu dieser doch klaren Abgrenzung hinzu, dass man im Rahmen einer schwammigen Formulierung des Gesetzes und der Auslegung eines nicht staatseigenen Apparates „vielleicht, aber doch nicht so recht oder doch mit ein paar Auflagen unter Berücksichtigung der eigenen Rechtsauffassung…“ darf. Oder auch nicht.

    Ich jedenfalls hab versucht mir den Satz im Gesetzestext zu überlegen, und es gibt m.E. keine Argument für eine erforderliche Genehmigung. Denn selbst wenn ich „zum Zwecke des Fluges selbst“ für sich genommen und alleinstehend betrachte (unter Außerachtlassung der Straf- oder sonstiger Gesetzgebung), so kann ich daraus kein Anspruch auf Genehmigung einer Aufzeichnung zu (ausschließlich privaten – sic!) Zwecken ableisten. Zjudem noch zu „regulären“ Arbeitszeiten (wenn ich Nachtschichten durchführen müsste, dann käme mir die AC-Regelung etwas besser gelegen).

  • Dronographer | 10.07.2017

    Hallo.

    Hier in den Kommentaren findet sich Teilweise gefährliches Halbwissen. Dass weiß ich deswegen weil ich den „Pilotenschein“ für uLFZ habe.

    Nur mal so paar Dinge die mir gleich ins Auge springen:

    1. Versicherungen: Die Haushaltsversicherung interessiert die AC einen Dreck. Beim Antrag auf Bewilligung wollen die nur eines sehen. Und zwar eine Luftfahrzeughaftpflichtversicherungen (mind. EUR 750.000 Deckungssumme). Ist wie beim Kauf eines Autos, da interessiert die Haushaltsversicherung nämlich auch niemanden.

    2. Wie wird die Bewilligung Kontrolliert? Nun zugegeben, das kommt auf die Situation ein. Mir, jemand der eine Bewilligung hat, passiert es doch relativ oft dass ich glaube mitten in der Menschenleeren Wildnis zu fliegen und plötzlich taucht aus dem nichts irgend so ein technophober Hampelmann auf der sich für einen Hilfssheriff hält. Die kommen einem dann gleich mit der Frage ob man denn überhaupt eine Bewilligung dafür hat. Auskennen tun sich diese Möchtegern Rechtsexperten eh nie. Ich zeig dann immer kurz meine Dokumente her und dann werden sie eh gleich ganz rot im Gesicht und ganz leise. Die 10 min dauernde Diskussion vermiest einem dann aber trotzdem die Lust am weiterfliegen, ganz besonders wenn sie dann sauer abziehen und noch leise murmeln dass Sie in Zukunft wohl immer ein Gewehr dabei haben werden um sich vor Drohnen zu „schützen“. Das ist eigentlich der Punkt an dem man dann selbst die Polizei anrufen sollte um Anzeige wegen Drohung zu erstatten. Deswegen habe ich auch beschlossen in Zukunft auf solche Menschen mit folgendem Satz zu reagieren: „Wenn Sie glauben dass ich hier zu unrecht Handle rufen Sie einfach die Polizei. Bewilligung habe ich, jedoch zeige ich Ihnen diese nicht weil Sie nicht weisungsbefugt sind“. Viel Spaß beim Auslösen eines „Einsatzes“ ;)

    WENN DANN ABER DIE POLIZEI KOMMT RATE ICH AUCH AN TATSÄCHLICH EINE BEWILLIGUNG ZU HABEN. Die Polizei in Österreich hat keine Ahnung von den Drohnen Gesetzen. Sie nehmen den Fall aber auf und leiten ihn an die Gemeinde/Behörde/Magistrat weiter und diese wiederum an die AC. (Strafen bis zu EUR 22.000,- !!!)

    3. Die Sache mit Kameras und Aufzeichnungen. Nun… interessiert die AC eigentlich auch nicht. Auf deren Website steht sogar:

    „Austro Control erteilt ausschließlich die luftfahrtrechtliche Bewilligung. Es liegt in der Verantwortung des „Betreibers“ alle weiteren rechtlich relevanten Bestimmungen einzuhalten (z.B. Datenschutz, Bewilligung zum Betrieb innerhalb von Sicherheitszonen, gewerberechtliche Bewilligung, Naturschutz usw.).“

    Was hier also interessant wird, ist der Datenschutz. Und da kann es teilweise SEHR kompliziert werden. In Österreich herrscht die „Panoramafreiheit“. Was soviel heißt wie: von öffentlichen Plätzen aus darf man (glaube ich) so gut wie alles Fotografieren. Ja, ich kann quasi aus meinem Garten aus die Häuser meiner Nachbar fotografieren oder filmen ohne dass die etwas dagegen tun können. Anders sieht es natürlich aus wenn man sich auf Privatgrund befindet (zb auf des Nachbars Grund). Und hier wird es kompliziert, ein Jurist wäre wohl gut um das 100%ig genau zu beantworten. Ob das Fotografieren/Filmen aus der Luft auch unter diese Panaromafreiheit fällt weiß ich nicht 100%ig genau.

    Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen (das macht es ja so kompliziert): Das überfliegen von Privatgrundstücken IST ERLAUBT (Bitte auf die jeweilige Kategorie in der AC Bewilligung achten. Willst du im eigenen Garten oder über dem Garten des Nachbarn fliegen, benötigt man mind. Kategorie C). Der Grund und Boden gehört dem Grundstückseigentümer. Nicht aber der Luftraum darüber. Dass heisst aber nicht dass man 24/7 über dem Nachbarhaus fliegen darf. Hier kommt nämlich das sogenannten „Duldungsrecht“ in Spiel. Überflüge müssen geduldet werden. Was hier aber genau zu beachten ist am besten selbst nachlesen oder vom Juristen erklären lassen. (Aber kurzes Bsp.: hat man die Bewilligung der AC im Dörfchen zu fliegen und man überfliegt das Nachbarhaus kurz in ner Höhe von sagen wir 35m, darf der deswegen auch nicht einfach das Gewehr ziehen und wild drauf los ballern)

    Und wie ist das jetzt mit Aufnahmen? Die Unterliegen dem Datenschutz. Eines ist Sicher: VERÖFFENTLICH man Aufnahmen, die im öffentlichen Raum angefertigt wurden und sind auf diesen Aufnahmen Personen zu erkennen, braucht man eigentlich von jeder einzelnen Person die Genehmigung dafür. Hat man diese nicht? Nun… dann muss man jede Person unkenntlich machen bevor man diese AUFNAHMEN veröffentlicht. Aber grundsätzlich ist das Aufnehmen im öffentlichen Raum erlaubt. Wäre ja furchtbar wenn man zb am (öffentlichen!) Spielplatz ein Foto des eignen Kindes macht und da bricht dann plötzlich ein wilder Streit zw. den Eltern aus, weil eine andere Partei nicht will dass das eigenen Kind auf diesem Foto zu sehen ist. Wie gesagt: Beim veröffentlichen eben aufpassen. (Auch Autokennzeichen fallen darunter…kennt aber bestimmt jeder)

    Wie das bei Gebäuden oder Grundstücken ist weiß ich wie schon gesagt nicht 100%ig. In Frankreich gibt es so etwas wie die Panormafreiheit nicht. Deswegen auch die Sache mit dem „Eiffelturm nicht bei Nacht fotografieren oder gar veröffentlich“ – ist kein Scherz :/

    4. Vielleicht eines noch zu den Betriebszeiten. Kann ich so bestätigen, ABER man kann rein theoretisch Einspruch dagegen erheben. Wird wohl leider nur eine weitere Stunde Bearbeitungsgebühr mit sich ziehen. Und dann muss man aufpassen wie man argumentiert. Was ich im uLFZ Kurs gelernt habe ist folgendes. AC will keine Nachtflüge. Und es geht ihr um die potentielle Gefährdung anderer. Deswegen auch diese lächerlich übervorsichtigen Flugzeiten. Die AC definiert Nacht aber selber so: Nacht ist alles vor Beginn der Bürgerlichen Morgendämmerung und alles nach Beginn Bürgerlichen Abenddämmerung. (Genau Definition bitte Googlen. Hat was mit dem Stand der Sonne über dem Horizont zu tun). Ist man also geschickt was Recht und Sprache angeht, könnte man hier „bessere“ Flugzeiten herausholen. Unser Kursleiter hat uns hierzu selbst einen seiner Einsprüche gezeigt, indem er die AC fragt wieso die AC einen Drohnenflug am Samstag um 14 Uhr für gefährlicher hält, als am Samstag um 12 Uhr :D

    Lg und aufpassen in Österreich, andere Länder sind da lockerer (Leider) :(

    • Frank | 20.07.2017

      Hallo Drohnographer,

      das ist mir sehr entgegenkommender und wohlwollender Text bzw. Meinung :D

      Da hätte ich noch eine Frage zu Punkt 2 Deiner Ausführung. Francis schrieb oben:
      – Unentgeltlicher, nicht gewerblicher Flug zur Freizeitbeschäftigung ohne das Speichern von Kamera-Aufnahmen
      – Maximales Gewicht des Multicopters von 25 Kilogramm
      – Flug außerhalb von Sicherheitszonen
      – Maximaler Flugradius von 500 Metern

      Wenn ich Dich nun richtig verstehe, dann benötige ich für eine 750g schwere Drohne keine Bewilligung (=Genehmigung von Francis?)?

      Und nach Punkt drei könnte ich Deiner Meinung nach auf Feld, Wald und Wiese (solange kein Persönlichkeits- und anderes von Dir im 3. Punkte genanntes Recht verletzt wird) Aufnahmen tätigen. Liege ich Deiner Meinung nach richtig?

      • Filip | 17.09.2017

        Wo parkst du mit dem Auto? Auf dem Feldweg? Dann brauchst du eine Genehmigung vom Grundstückseigentümer für das Parken auf dem Feldweg.

    • Wolf N | 20.07.2017

      Danke für Ihre Hinweise über uLFZ. Das sind Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 150 kg, die entgeltlich und gewerblich eingesetzt werden.

      Ich habe allerdings den Eindruck, dass hier das Interesse überwiegt, ob ein Kopter als bewilligungsfreies Flugmodell oder als bewilligungspflichtiges unbemanntes Luftfahrzeug einzuordnen ist. Wer ein ULFZ hat, weiß über die Bestimmungen üblicherweise ohnedies bescheid.

      „Die Sache mit Kameras und Aufzeichnungen“ interessiert die AC natürlich schon, denn mit aufnehmender Kamera fällt ein Kopter nach Meinung der AC auf alle Fälle in ihren Zuständigkeitsbereich.

      Die Sache mit dem Datenschutz ist keinesfalls „SEHR kompliziert“. Sie unterliegen schon einmal dem Irrtum, dass die Panoramafreiheit mit dem Aufnehmen von Filmen oder Fotos zusammenhängt. Das tut sie nicht, denn sie regelt ausschließlich die Veröffentlichung solchen Materials. Veröffentlichen dürfen Sie alle permanent aufgestellten Werke, wenn sie von einem öffentlich erreichbaren Ort ohne Hilfsmittel aufgenommen wurden. Daher fallen Aufnahmen mit Hilfe von Leitern oder Koptern oder solche aus dem 4. Stock eines Privathauses nicht unter die PF.

      Nicht zutreffend ist Ihre Meinung, dass man die Einwilligung aller abgebildeten Personen zur Veröffentlichung eines Fotos benötigt. Das Recht am eigenen Abbild betrifft nur die berechtigten Interessen des Abgebildeten, nicht erlaubt sind daher Bloßstellung, Entwürdigung, Herabsetzung, Preisgabe des Privatlebens oder die Verwendung zu Werbezwecken. Bei „normalen“ Fotos insbesondere im öffentlichen Raum muss auch bei Veröffentlichung niemand unkenntlich gemacht werden.

      Den Eiffelturm dürfen sie auch bei Nacht fotografieren und das Bild veröffentlichen, allerdings nicht dann, wenn dabei das „Kunstwerk Lichtshow“ abgebildet wurde, das urheberrechtlich geschützt ist (weil noch keine 70 Jahre alt). Die Lichtshow darf man also nur fotografieren, aber das Foto nicht veröffentlichen – zumindest nicht bis zum Jahr 2080.

    • Marc | 31.01.2018

      Dank für die Ausführungen. Aber wenn wir schon bei „Teilweise gefährliches Halbwissen“ sind, dann würde ich Dir empfehlen dich nochmals bzgl. „Panoramafreiheit“ zu infomieren. Das weiss ich deswegen, weil ich Fotograf bin.

  • Tim | 28.07.2017

    Fahre nach Kroatien in den urlaub durch Österreich und Slowenien.
    In Kroatien geht’s dann aufs Segelboot.

    Da wir auch passtrassen fahren möchte ich das ganze mit der dji mavic aufnehmen und für private Zwecke fest halten.
    Eine Haftpflichtversicherung habe ich natürlich.
    Ist das ohne weiteres möglich oder muss ich da wirklich mit Bewilligungen rumschlagen ?
    Also für alle 3 Länder ?
    Halte mich natürlich an die Gesetze die es in Deutschland für den Betrieb gibt. Also Höhe, auf Sicht etc..

    Würde mich über eine Einschätzung freuen.

    • Wolf N | 28.07.2017

      Auch für die DJI Mavic gilt:
      In Österreich sind Flüge unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen (max. 500 m weit, max. 150 m hoch, etc.) bewilligungsfrei und damit erlaubt, das inkludiert FPV und Streaming. Eine Versicherung ist nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert.

      Aufnahmen (Videos und Fotos) zu speichern ist verboten – daher stellt sich die Frage nach privaten oder beruflichen Aufnahmen oder gar Veröffentlichungen erst gar nicht.

      Das Speichern von Aufnahmen ist nur mit einer Betriebsbewilligung und Klassifizierung des Kopters als unbemanntes Luftfahrzeug durch die Austro Control gestattet – das kostet und dauert.

  • Frank | 29.07.2017

    Wo finde ich den Passus bei der AC, dass „Aufnahmen (Videos und Fotos) zu speichern .. verboten“ sind? Wie oben schon erwähnt hab ich das nirgends gefunden.

    Wenn ich zudem noch die Ausführungen von Drohnographer zu AC lese:
    „Austro Control erteilt ausschließlich die luftfahrtrechtliche Bewilligung. Es liegt in der Verantwortung des „Betreibers“ alle weiteren rechtlich relevanten Bestimmungen einzuhalten (z.B. Datenschutz, Bewilligung zum Betrieb innerhalb von Sicherheitszonen, gewerberechtliche Bewilligung, Naturschutz usw.).“

    Bei einer Drohne unter 2 kg soll eine „generelle“ Bewilligung vorhanden sein (ist also nicht bewilligungsfrei), aber je mehr ich darüber lese, desto weniger erschließt sich mir als als Drohnenpilot, dass Aufnahmen und Fotos (im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen) verboten sind.

    Wo finde ich das Verbot oder Anordung, dass zu privaten Zwecken in Österreich Aufnahmen und/oder Fotos bei Drohnenflügen verboten sind?

    • Wolf N | 29.07.2017

      Da es nicht um Spielzeug (79 Joule maximaler Bewegungsenergie) oder bewilligungspflichtige uLFZ geht, bleiben nur die Bestimmungen zu Flugmodellen.

      Das LFG §24c (1) schreibt vor, dass Flugmodelle „ausschließlich unentgeltlich und nicht gewerblich im Freizeitbereich und ausschließlich zum Zwecke des Fluges selbst, betrieben werden“ dürfen.

      Wie „ausschließlich zum Zweck des Fluges selbst“ zu interpretieren ist, bestimmen Sprache und Verstand (das Speichern von Aufnahmen dient eben nicht dem Flug selbst) und die als Luftfahrtbehörde eingesetzte und mit der Gesetzesdurchsetzung beauftragte Austro Control: „Sobald daher eine Kamera an einem Fluggerät eingeschaltet ist und diese nicht dem Zweck des Fluges selbst dient (sobald Bilder abgespeichert werden / Fotos, Videos, etc. gemacht werden) ist eine Betriebsbewilligung erforderlich.“
      Siehe die Punkte 1. und 2. auf: https://www.austrocontrol.at/luftfahrtbehoerde/formulare__serviceinfo/allg_informationen/faq/ulfz

    • Jonathan | 29.07.2017

      Kameraflüge mit speichern des Bildes sind nicht verboten laut Gesetz! Der Flug mit der Drohne ist nur erlaubt wenn es zum Zwecke des Fluges selbst passiert!
      Die Austro Control interpretiert das als: Flug mit Aufnahme des Bildes ist verboten!
      Den entsprechenden Gesetzestext finde ich grade nicht.

  • Jonathan | 29.07.2017

    Kameraflüge mit speichern des Bildes sind nicht verboten laut Gesetz! Der Flug mit der Drohne ist nur erlaubt wenn es zum Zwecke des Fluges selbst passiert!
    Die Austro Control interpretiert das als: Flug mit Aufnahme des Bildes ist verboten!
    Den entsprechenden Gesetzestext finde ich grade nicht.

  • Frank | 30.07.2017

    Hallo WolfN,

    danke für die jeweiligen Stellen und Deine Ausführungen dazu.

    Wenn man das aus einem anderen Blickwinkel (als ich es tue) betrachtet und diesen Passus enger auslegt, dann ist „nur zum Fluge selbst“ ein Flug ohne Foto- oder Videoaufnahmen oder Fotos. So wie ich das bisher gelesen habe und es damit aus einem alternativen Blickwinkel betrachtet, dann kann ich Aufnahmen und Fotos machen: denn ein Fluggerät soll *nicht* zum stalken, als Waffe (daher auch die kJ-Einschränkung), zu Werbezewecken oder sonst was eingesetzt werden. Sondern nur zum Fluge selbst.

    Ich denke, der Gesetzgeber möchte zudem sicher sein, dass der Pilot sich auf das Fluggerät konzentriert. Und dass sich dieser nicht noch mit Fotoeinstellungen plagt, perfekten Videoaufnahmen herumärgert und/oder sich an besonders riskanten Flügen probiert, was er ja alles WÄHREND des Fluges durchführ bzw. durchführen möchte. Denn einmal auf die Augen aufs Display gerichtet, die Einstellungen geschaut und schon hat man – wie beim Autofahren – den Blick für die Umgebung verloren. Wie schnell ist da was passiert!

    In dem Bereich bin ich zwar Newbie, aber ich merke selbst dass ein Flug nichts einfaches ist und dass man lange üben und probieren sollte bevor man überhaupt an Fotos und Videos denkt. Und wenn man Aufnahmen tätigt (was in vielen anderen Ländern ja explizit erlaubt ist), dann eben den ganzen Flug aufnehmen und danach schneiden oder kürzen – Speicher kostet ja heute nichts mehr.

    Daher habe ich so penetrant nachgefragt, weil ich diesen Blickwinkel von Dir nicht kannte und wie man von dem Gesetzestext auf die Einschränkung ohne Videos kommt. Die AC vergibt auch die Lizenzen, damit diese auch im gewerblichen Bereich verwendet werden dürfen (immer alles unter den gesetzlichen Bestimmungen). Vielen Dank für Deine Geduld!

    Beste Grüße,
    Frank

    • Wolf N | 30.07.2017

      Hallo Frank,
      Deinen Überlegungen kann ich mich nicht ganz anschließen. Der Gesetzgeber teilt nämlich nicht mit, wozu man ein Flugmodell NICHT einsetzen darf, sondern wozu man es „ausschließlich“ nutzen darf: Nur zum Flug selbst! Die Kamera darf dabei durchaus eingesetzt werden – solange die Bilder nicht gespeichert werden (FPV, Stream sind ok). Aus Sicht des LFG wäre Stalken mit der Cam oder eine Attacke durchaus möglich, denn in beiden Fällen müssen die Bilder ja nicht gespeichert werden.

      Die kJ-Einschränkung (Spielzeug) dient der Schadensbeschränkung bei einem Absturz und nicht der „Waffen“beschränkung.

Einen Kommentar schreiben