Drohnen-Gesetze in der Schweiz

Drohne fliegen in der Schweiz

Die Schweiz regelt den Umgang mit Drohnen recht unkompliziert. Hier findest du die Vorschriften für Copter-Piloten in der Schweiz.

Wie bereits gesagt, sind die Regeln für die Nutzung von Drohnen sehr liberal. Jedoch ist die Öffentlichkeit sehr sensibilisiert und viele Piloten schildern, dass die Polizei recht schnell vor Ort ist und Fragen stellt. Daher empfiehlt es sich immer, einen Ausdruck der aktuellen Regeln, einen Versicherungsnachweis und eine Karte mit Flugplätzen in der Umgebung dabei zu haben. Damit hast du eine bessere Argumentationsgrundlage, wenn es zu Nachfragen kommt.

In der Schweiz hast du die folgenden Regeln zu befolgen, wenn du mit einem Multicopter fliegen möchtest.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Schweiz

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Maximale Flughöhe:150 Meter (492,1 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Nein.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
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Weitere schweizer Drohnen-Regeln

Innerhalb einer Kontrollzone (CTR, blau auf der Karte) darf die Drohne maximal 150 Meter hoch fliegen, solang der Abstand zu einem Flughafen von 5 Kilometern eingehalten wird. Auch außerhalb der Kontrollzonen empfehle ich, nicht höher als 150 Meter zu fliegen. Ein gesetzliches Limit ist mir jedoch nicht bekannt.

Deinen Multicopter darfst du nur in Sichtweite betreiben. Falls du FPV-Flüge mit Monitor oder Videobrille durchführst, muss ein Spotter die Drohne für dich im Auge behalten und direkt mit dir in Kontakt stehen. Für FPV-Flüge mit Videobrille außerhalb der Sichtweite ist eine Spezialbewilligung vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) erforderlich. Mittlerweile haben mich mehrere Leser darauf aufmerksam gemacht, dass diese Regeln vielen Zivilisten in der Schweiz bekannt sind und häufig kontrolliert werden. Deswegen betone ich diese Auflagen hier besonders.

Ab einem Abflug-Gewicht von 500 Gramm wird eine Versicherung für deine Drohne im Umfang von mindestens einer Million Schweizer Franken verlangt. Ein Nachweis ist stets mitzuführen.

Bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm dürfen Drohnen ohne vorherige Genehmigung starten; unter 500 Gramm sogar in der Nähe von Flugplätzen und Naturschutzgebieten. Wobei da der gesunde Menschenverstand zum Zuge kommen sollte.

Sicherheitsabstände und Flugverbote in der Schweiz

Zu Flughäfen musst du in der Schweiz einen Abstand von 5 Kilometern halten. 

Zu Menschenansammlungen von mehr als 24 Personen ist eine Distanz von wenigstens 100 Metern einzuhalten. Bei Modell- oder Flugveranstaltungen darf trotz Menschenansammlungen geflogen werden, sofern eine eine Koordination mit dem Veranstalter stattgefunden hat. Militärische Anlagen dürfen nicht überflogen werden.

Flugverbotszonen wie Flugplätze (pink), Nationale Vogelschutzreservate und Jagdbanngebiete (gelb) sind in dieser interaktiven Karte eingezeichnet.

Als Alternative zu dieser Karte kannst du auch die App Swiss Map nutzen.

Gut zu wissen: Besonderheiten in der Schweiz

Kantone und Gemeinden sind berechtigt, weitere Regulierungen vorzunehmen. So besteht im Kanton Genf ein generelles Flugverbot für Multicopter.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für die Schweiz haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die schweizerische Luftfahrtbehörde (BAZL). Alternativ kannst du auch bei der schweizerischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in der Schweiz gesammelt hast!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

  • Chris | 02.03.2016

    Die Daten für die Schweiz sind falsch und unvollständig.

    2.4ghz 10mw
    5.8ghz 25mw

    Flug nur in Sichtdistanz.
    Mit Videobrille nur mit einem Spotter.

    Ich hoffe der Rest stimmt besser, sonst wirds gefährlich!

    • Francis | 03.03.2016

      Hallo Chris,
      die Frequenzbestimmungen habe ich gleich für die Schweiz korrigiert – danke für den Hinweis. Den Rest wirst du jedoch im Blog finden. Lass mich wissen, falls wirklich etwas unvollständig ist. Das Ganze funktioniert hier nur, wenn wir Drohnen-Piloten uns gegenseitig unterstützen. Ich gebe mein Bestes, um die Gesetze für alle Länder im Auge zu behalten. Tut mir leid, wenn es da mal zu Fehlern kommt. Klar sollte aber auch sein, dass das hier keine Rechtsberatung ist! ;)
      Freue mich von dir zu hören,
      Francis

      • Chris | 03.03.2016

        Hi Francis!

        Vielen Dank! Ich würde das mit dem Spotter beim FPV-Flug und der „maximal Sichtdistanz“ unbedingt mit aufführen. Das ist so ziemlich das wichtigste für das BAZL. Ausserdem sollte da stehen dass man mind. 100m Abstand zu Menschenansammlungen halten muss. Dies sind die drei wichtigsten Punkte und viel wichtiger als z.B. die 30kg oder die 10mW.

        Viele Grüsse!
        Chris

      • Francis | 04.03.2016

        Hi Chris,
        im Prinzip hast du recht! Auf der anderen Seite zählen die zwei genannten Bedingungen für mich zu den Selbstverständlichkeiten, die jeder Drohnen-Pilot in jedem Land einhalten sollte. Und das möchte ich nicht für jede Nation erneut auflisten (die Artikel sind so schon extrem umfangreich). Ich habe die Punkte allerdings schon von Anfang an hier untergebracht: https://my-road.de/drohnen-gesetze-weltweit/ Die Artikel gehören zusammen und oben gibt es einen Verweis darauf. Ergänzen werde ich im Verlauf der Zeit vielleicht die Distanzen zu Gebäuden, Menschenansammlungen und Fahrzeugen sowie zu Flugplätzen. Da unterscheiden sich die Vorgaben in den einzelnen Ländern.
        Beste Grüße in die Schweiz,
        Francis

    • David | 07.04.2017

      Hallo, die maximale Flughöhe in der Schweiz wurde verändert, es sind nur noch 100 meter höhe in der kontrollzone und 120 meter ausserhalb der kontrollzone erlaubt.

      • Dominik | 07.04.2017

        Das steht wo? Nicht auf der offiziellen BAZL Seite. Also wäre ein Link hier hilfreich. Solange auf der BAZL Seite offiziell keine Einschränkung zu finden ist würde ich diese Information anzweifeln

      • Werner Oesch | 19.07.2017

        David, was Du hier schreibst stimmt nicht und idt eine Fehlinformation. Es hat sich nichts betreffend erlaubter Flughöhen geändert. Innerhalb Kontrollzonen gilt max. Höhe 150m. Ausserhalb Kontrollzonen gilt folgendes, Zitat BAZL: „Ausserhalb dieser Zonen gilt es zu bedenken, dass ab einer Höhe von 150 Metern über Grund über unbewohntem und 300 Metern über bewohntem Gebiet auch manntragende Flugzeuge oder Helikop- ter anzutreffen sind. Diese haben kaum eine Chance, eine Drohne oder ein Modellflugzeug rechtzeitig zu erkennen und können daher kaum ausweichen.“ Zitat Ende, siehe dazu das Original:
        https://www.bazl.admin.ch/dam/bazl/de/dokumente/Gut_zu_wissen/Drohnen_und_Flugmodelle/drohnen-faq.pdf.download.pdf/FAQ%20Häufig%20gestellte%20Fragen%20zu%20Drohnen.pdf
        Weiter weise ich darauf hin, dass die Drohne von Auge sichtbar bleiben muss und Du so je nach Grösse der Drohne nicht höher als 300-400m fliegen darfst.

  • Dominik | 03.05.2016

    Vielen Dank für diese Übersicht, es steckt viel Arbeit dahinter alles zusammenzutragen.
    Aus meiner Erfahrung möchte ich noch einmal die Punkte von Chris für die Schweiz aufgreifen:
    Flug nur in Sichtdistanz.
    Mit Videobrille nur mit einem Spotter.
    In der Schweiz gibt es fast keinen Flug in noch so einsamen Gebiet in dem nicht jemand zu mir kommt und diese 2 Punkte prüft. Selbsternannte Polizisten zwar nur, aber jeder scheint diese Punkte zu kennen und ich bin mir sicher, dass es sofort eine Anzeige gibt, wenn man dagegen verstösst. Daher sind die beiden Regeln auch meiner Ansicht nach die allerwichtigsten in der Schweiz…

    • Francis | 05.05.2016

      Das stimmt! Noch mehr Arbeit steckt jedoch dahinter, die Daten aktuell zu halten ;)
      Interessant, dass Zivilisten die Gesetzesgebung so gut kennen. Ich habe die Punkte zur Schweiz ergänzt, auch wenn ich es für common sense halte. Beste Grüße, Francis

  • tim sch | 27.07.2016

    Hi,

    In der schweiz darf mann offiziell bis max. 120 aufsteigen. Sende wenn ich von den Ferien zurück bin ein Flyer.

    • Chris | 27.07.2016

      In der Schweiz gibt es keine direkte Höhenbeschränkung. Nur in CTRs darf nicht höher als 150 Meter ab Grund geflogen werden, sonst Sichtdistanz:

      Art. 17.1
      1. Wer ein Modellluftfahrzeug mit einem Gewicht bis 30 kg betreibt, muss stets direkten Augenkontakt zum
      Luftfahrzeug halten.
      2. Der Betrieb von Modelluftfahrzeugen mit einem Gewicht zwischen 0,5 und 30 kg ist untersagt:
      b. in Kontrollzonen (CTR), sofern dabei eine Höhe von 150 m über Grund überstiegen wird.

  • Fabio | 29.12.2016

    In der Schweiz darf man unter anderem die Drohne nicht aus dem Blick lassen sondern muss die Drohne immer im Blickfeld haben, aber alles unter 500g muss dieser Regelung nicht gehorchen. Und FPV nur wenn ein 2. Pilot mit einer 2. Fernsteuerung im Blick hat und auch eingreifen kann. (Das hat mich jetzt 1500.- gekostet)

    • Francis | 10.01.2017

      Hallo Fabio,
      dass ein Spotter selber eine eigene Fernsteuerung benötigt, mit der er sofort eingreifen kann, ist mir neu. Woher hast du denn diese Info?
      Danke dir schon mal und beste Grüße,
      Francis

    • Dominik | 07.04.2017

      Das Vorhandensein einer zweiten Fernsteuerung geht nicht aus der der Gesetzgebung hervor die besagt: „Innerhalb des Sichtbereiches des «Piloten» ist der Betrieb mit Videobrillen und dergleichen gestattet, sofern ein zweiter «Operateur» den Flug überwacht und bei Bedarf jederzeit in die Steuerung des Fluggerätes eingreifen kann. Der «Operateur» muss sich am gleichen Standort befinden wie der Pilot.“

      Laut diesem Text kann ein Operateur neben dir stehen und deine Fernsteuerung übernehmen wenn es Probleme gibt. So würde ich dies interpretieren.

      Dies wird auch in einem offiziellen Dokument was auf der BAZL Seite verlinkt ist deutlich und ich würde vorschlagen dies hier zu übernehmen: “ Ich darf aber mit einer Videobrille fliegen, wenn
      sich die Drohne innerhalb meiner Sichtweite befindet und ein neben mir stehender zweiter Pilot jederzeit
      die Steuerung übernehmen könnte. Bei der neuen Sparte First Person View (FPV-Racing) finden
      die Rennen in sehr geringer Höhe statt, wodurch eine Gefährdung anderer Luftfahrzeuge unwahrscheinlich
      ist. „

  • Bruce | 19.04.2017

    Hallo Francis
    vielen Dank für deine übersichtlichen und hilfreichen Beiträge!
    Im Text:
    „Vorschriften für gewerbliche Piloten: In der Schweiz wird nicht nach privaten und gewerblichen Gebrauch “ fehlt noch „unterschieden.“
    Beste Grüsse
    Bruce

    • Francis | 20.04.2017

      Hi Bruce,
      huch da ist im Eifer des Gefechts etwas untergegangen. Danke für den Hinweis! LG Francis

  • Klaus | 25.06.2017

    Ich habe bisher noch keine Flugverbotszonen um Kraftwerke und speziell hier z.B. um das AKW Leibstadt gefunden. Kann es wirklich sein, dass ich dort meine Kopter fliegen darf?

  • Klaus | 19.07.2017

    Habs jetzt selbst rausgefunden, in der Schweiz ist das überfliegen von Kernkraftwerken erlaubt. Gibt sogar ein paar Videos von Überflug des KKW Leibstadt am Rhein.

  • Andy | 04.08.2017

    Wie oben erwähnt haben Kantone und Gemeinden angefangen eigene Bestimmungen herauszugeben.

    Laut BAZL besteht jedoch keine Rechtliche Grundlage für diese Verbote.
    http://www.20min.ch/finance/news/story/12284485

  • Leonard | 15.12.2017

    Hey Francis,
    ich gehe in den kommenden Winterferien in die Schweiz. Ich besitze eine DJI Spark (300g) und würde sie gerne mitnehmen um die schöne Landschaft auf Fotos festzuhalten. Ganz nah von unserer Ferienwohnung befinden sich Skipisten und es fliegen regelmäßig Rettungshelikopter in der Nähe. Muss ich auf bestimmte Regeln achten oder gibt es in einem solchen Fall Sonderregelung?

    Außerdem suche ich schon etwas länger nach einem DJI Goggles ersatz, mir sind sie einfach zu teuer und zu unausgereift um 400€ dafür auszugeben.

    MFG Leonard :)

  • Klaus | 07.01.2018

    Grundsätzlich muss man sagen, dass bemannte Luftfahrt immer Vorrang vor unbemannter hat. Der Rettungsheli der REGA hat also immer Vorfahrt. Inwiefern eine Spark einen Helikopter beschädigen kann sei dahingestellt, ich habe jedenfalls immer wenn ein anderes Luftfahrzeug in die Nähe meiner Phantom kam, sofort den Abstieg eingeleitet. Man sollte einfach etwas mit Vernunft fliegen, nicht nur nach Paragrafen.

    • Francis | 22.02.2018

      Hi Klaus,
      das hast du vollkommen Recht! Jede Drohne sollte sofort landen, wenn sich ein bemanntes Flugobjekt nähert – egal wo auf der Welt.
      Beste Grüße, Francis

  • Andrin Hettinger | 02.04.2018

    Guten Tag :)
    Bei den Betriebszeiten möchte ich nur hinzufügen, dass in der Schweiz ab 22:00 Ruhezeit ist. Daher ab dieser Zeit keine Drohnen mehr im Wohngebiet steigen lassen. Im Freien sollte dies aber noch erlaubt sein.
    (Funfact: Wenn man in der Schweiz ab 22:00 Uhr in einem Wohngebiet eine Autotür zuknallt, kann man dafür gestraft werde ;) )

  • Andreas | 13.04.2018

    Hi, ich habe oben gelesen, dass der Umfang von mindestens einer Million Schweizer Franken verlangt wird. In meiner aktuellen Police steht 750.000 SZR für Personen- und Sachschäden. Es ist nicht nachzuvollziehen, ob das eine Million SF sind. Hat jemand dazu Erfahrung? Wir filmen dieses Jahr in D, A, I, HU, und Schweiz. Werde danach mal meine erlebten Probleme mitteilen. Gruß Andreas

    • Francis | 31.05.2018

      Hallo Andreas,
      SZR meint Sonderziehungsrechts und das ist die Mindestdeckung, die auf europäischer Ebene festgelegt wurde. Nach aktuellem Umrechnungskurs sind das mehr als eine Million Franken.
      Beste Grüße, Francis

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