Drohnen-Gesetze auf den Seychellen

Die Seychellen bieten mit ihren traumhaften Stränden wohl einige der schönsten Motive, die ich je mit einer Drohne festgehalten habe. In diesem Artikel möchte ich dir erklären, welche Vorschriften du als Drohnen-Pilot im Inselstaat berücksichtigen musst.

Die Seychellen stellen bei der Regulierung von unbemannten Fluggeräten eine Besonderheit dar, denn viele Inseln verfügen über einen Flughafen bzw. einen Hubschrauber-Landeplatz. Meiner Erfahrung nach bemerkt man die schnell heran eilenden Helicopter, die in geringen Höhen fliegen, erst recht spät, sodass du mit einem erhöhten Risiko auf den Seychellen rechnen musst.

Um dieser Situation zu begegnen, sind die definierten Sicherheitsabstände vergleichsweise hoch. So musst du zu Flughäfen 15 Kilometer (9 Meilen) und zu Heli-Ports (3 Meilen) fünf Kilometer Abstand halten. Damit sind große Teile der Hauptinseln Mahe, Praslin und La Digue in einer Flugverbotszone. Wenn du dennoch in diesen Regionen fliegen möchtest, kannst du bei der Flugsicherung (Tower) anrufen und dein Manöver genehmigen lassen. Dazu musst du deinen genauen Ort, die geplante Flughöhe und die Dauer deines Aufstieges nennen.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Seychellen

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Maximale Flughöhe:200 Fuß (61,0 Meter) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Nein.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Hilfreiche Links:Operational Directive
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Weitere Vorschriften für die Nutzung von Drohnen auf den Seychellen

Multicopter dürfen nur am Tag und innerhalb der Sichtweite geflogen werden. Sobald die allgemeine Sichtweite unterhalb von 3 Kilometern ist, darfst du mit deiner Drohne nicht aufsteigen.

Zu unbeteiligten Personen ist eine Distanz von 50 Metern (bei Start und Landung 30 Meter) einzuhalten. Zu Hauptverkehrsstraßen, Menschenansammlungen (ab 1.000 Personen), Privatgrundstücken (falls keine Genehmigung des Eigentümers vorliegt) und besiedeltem Gebiet müssen 150 Meter (500 Fuß) Abstand beachtet werden. An Fahrzeuge und Schiffe darfst du nicht näher als 300 Meter (1.000 Fuß) heran fliegen.

Die hier beschriebenen Regeln beziehen sich auf UAVs mit einer Startmasse von nicht mehr als 7 Kilogramm. Für den Betrieb von schwereren Drohnen benötigst du eine Zustimmung der SCAA einzuholen.

Unser erstes Drohnen-Video von den Seychellen

Das erste Mal war ich im September 2017 mit unserer Phantom 4 Pro+ und Osmo+ auf den Seychellen unterwegs, um das Inselparadies aus der Luft einzufangen. Dabei ist dieses Video entstanden:

Weitere Infos zu unserem Seychellen-Video findest du in diesem Artikel.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für die Seychellen haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die zuständige Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter auf den Seychellen gesammelt hast!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

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  • Fabian | 05.10.2019

    Hey Sören, danke für Deine passende Antwort ;). Eine Frage stellt sich mir jedoch noch: Wie hast Du die „Flugverbotszonen“ für Deine Drehs ausgmacht? Einfach via google maps den Abstand zu Airport gemessen? Oder gibt es da Hinweise oder Anderes?.

  • Sören | 06.10.2019

    Hallo Fabian,

    ich habe eine Mavic Air. Die DJI Go4 App zeigt mir genau an, wo sich die Flugverbotszonen (und welche Art) befinden. Im extremsten Fall der Zone (so meine ich mich zu erinnern) musst Du einen Code eingeben, um starten zu können. In den Randzonen genügt eine Bestätigung in der App per „Haken“, womit Du bewusst die Kenntnis bestätigst. Ich konnte in einer Bucht im Nordwesten von Praslin (Anse Lazio, vom Katamaran aus) nicht fliegen. Hier war der nationale Flughafen zu dicht. Habe auch einen Screenshot davon, falls es Dich interessiert.

  • Fabian | 14.11.2019

    Hallo liebes my-road-team, hallo Sören nochmals,

    ich habe (auch dank Eurer Tipps) im Oktober 2019 erfolgreich meine DJI Spark auf den Seychellen einsetzen können.

    Ich habe auf Mahé, Praslin und auf La Digue die Drohne mehrmals in 16 Tagen gestartet.
    Zunächst war mein Plan, jeweils die SCAA (Luftaufsichtbehörde der Seychellen mit ihrem Sitz auf der größten Insel, Mahé) vor meinen Flügen via SCAA- Kontakt-Telefonnummer (Air Traffic Control on Telephone No: +248-4384000/+248-4384001) zu informieren über meine:
    Flughöhe, Flugzeit, Ort. Das hatte mir das Sekretariat der SCAA nach meiner Anfrage per Mail diktiert.

    Aaaaber: Habe ich nie gemacht!

    Mein heßer Tipp: Entweder die Einheimischen direkt vor Ort fragen und diese übr das Vorhaben einweihen, die traten mir alle freundlich gegenüber und waren neutral gegenüber der Drohne einstellt, mehrfach sogar neugierig und interessiert oder, wenn einem sowieo ein leerer Strand auf den Seychellen für den Drohnenflug entgegenlacht, … einfach loslegen!!!

    Damit bin ich auf a l l e n inneren Inseln immer gut während meines Aufenthaltes gut gefahren.
    Ich habe sozusagen immer die günstigen Zeitpunkte genutzt und die Seychellios einfach direkt gefragt.
    Dadurch habe ich traumhafte Drohnenaufnahmen mit der DJI Spark von den Inseln mitnehmen dürfen.

    Eingie Motive waren z. Bsp.:
    Mahé: Inneres Land mit Blick auf den Westen der Insel (von den Bergen aus gedreht), das abendliche Victoria, von einem Aussichtspunkt aus gewisser Höhe und Abstand aus.
    Praslin: Spontaner Dreh, die Kirche St. Barbara (Praslin) und der Hafen von Praslin
    La Digue: mehrfache Drehs, Ansé Cocos zur Mittagszeit, Grand Ansé frühmorgens, hinter meinem Gasthaus vom inneren der Insel aus mit Motiv Richtung Hafen morgens, Ansé Banana etc..

    Natürlich habe ich tendenziell ruhigere Buchten und Plätze ausgesucht, bei denen sich a) kaum oder b) keine Touristen aufhielten, frühmorgens gedreht oder eben je nach Situation mit den Bewohnern kurz freundlich geredet. Auf Mahé haben ich auch nicht direkt über dichterer Bebauung oder gar in Victoria selbst gefilmt. Ich habe selbst 2 weitere Touristen getroffen, die ebenfalls mit DJI Ausrüstung unterwegs waren. =)

    Auf Mahé war ich mit einem einheimischen Guide unterwegs auf einem Roundtrip, der hat da naturlich auch Tipps gegeben bzw. Rückendeckung gegeben, falls sich jemand doch beschwerte…, mich motiviert zu drehen…also war echt tiptop. Er meinte, einfach machen, solange es keinen stört.

    Tabu waren, wie auch schon Sören hier im Forum meinte, : Die Flughafen-Areale auf Mahé und Praslin.

    Rücksicht auf alles und jeden ist ebenfalls auch das oberste Gebot! Dann kann nichts schiefgehen!

    Zur Software (DJI GO App): Ein paar mal gab es auch anfangs die GPS Meldung: Flugverbotszone, aber ich habe dort auch das „Ignorieren“ geklickt und dann ging die DJ Spark dennoch hoch.

    Beste Grüße und haltet die Inseln sauber =)

    Fabian

    PS: Manchmal war es klug, die Helikopterflüge, die doch einige Male auf La Digue den Himmel streiften, abzuwarten und dann erst zu starten.

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