Drohnen-Gesetze in Simbabwe

Für reisende Drohnen-Besitzer gibt es in Simbabwe eigene Regeln für die vorübergehende Einfuhr von Multicoptern. Mindestens 30 Tage vor der Einreise musst du einen Antrag bei der Civil Aviation Authority Of Zimbabwe (CAAZ) stellen. Dazu musst du folgende Angaben machen:

  • Name und Adresse des Besitzers/Steuerers der Drohne
  • Land, in dem die Drohne bereits registriert ist
  • Modell, Seriennummer und Hersteller des Copters
  • Gewicht der Drohne
  • Spezifikationen der Drohne
  • Verwendungszweck der Drohne in Simbabwe
  • Dauer der geplanten vorübergehenden Einfuhr
  • Details zu den geplanten Flugorten

Nachdem du die Freigabe von der CAAZ bekommen hast, musst du zusätzlich ein Temporary Import Permit (TIP) von der Zimbabwe Revenue Authority einholen. Diese Regeln gelten für Ausländer.

Doch auch die Staatsbürger in Simbabwe müssen einige Hürden nehmen, bevor sie mit einem Copter aufsteigen dürfen. Einheimische benötigen in Simbabwe immer einen Letter of Approval (RPA) von der CAAZ, bevor du mit einer Drohne aufsteigen möchtest. RPAs sind zunächst für ein Jahr gültig und können dann für weitere drei Jahre ausgestellt werden. Für den Antrag musst du vor allem deine Fähigkeiten als Pilot nachweisen und demonstrieren, dass dein Fluggerät über ausreichende Sicherheitsstandards verfügt. Bei handelsüblichen Drohnen gehe ich davon aus, dass ein Letter of Conformity (ist i.d.R. Bestandteil des Lieferumfangs) ausreicht. Für den Antrag fällt eine Gebühr an.

Wenn du den bürokratischen Aufwand bewältigt hast, musst du noch berücksichtigen, dass während der Copter-Flüge immer ein Erste-Hilfe-Set und ein Feuerlöscher in der Reichweite des Steuerers sein muss.

Maximale Flughöhe: In Simbabwe dürfen Multicopter bis zu einer Höhe von 120 Metern (400 Fuß) aufsteigen.

Maximale horizontale Entfernung und FPV: In den meisten Fällen ist eine horizontale Entfernung von 500 Meter zwischen Drohne und dir als Steuerer vorgeschrieben. Wenn du zu Flugmanövern mit erweitertem Blickkontakt (Extended visual line-of-sight) berechtigt bist, darfst du bis zu 1.000 Metern weit fliegen, sofern ein qualifizierter Beobachter (Observer) die Drohne im Auge behält.

Versicherungspflicht: In Simbabwe ist eine Versicherung für Multicopter zwingend vorgeschrieben.

Abstand zu Flughäfen: Zu Flughäfen ist ein Abstand von 5 Kilometern (3 Meilen) einzuhalten.

Betriebszeiten: Drohnen-Flüge bei Nacht benötigen die Zustimmung von der CAAZ.

Besonderheiten: Jede Drohne muss über ein Altimeter (Höhenmesser) verfügen, damit du jederzeit am Boden die aktuelle Flughöhe nachvollziehen kannst. Falls deine Drohne diese Funktion nicht besitzt, musst du dich an die Regeln für Spielzeug-Drohnen (siehe unten) halten.

Vorschriften für gewerbliche Piloten: Nach meinem Verständnis wird in Simbabwe nicht nach Drohnen-Flügen zu Freizeitzwecken und zu kommerziellen Zwecken unterschieden.

Gut zu wissen: Diese Gesetze beziehen sich nicht auf Spielzeug-Drohnen für Kinder, wenn diese nicht mit Überwachungsgeräten (z.B. eine Kamera) ausgestattet sind. In diesen Fällen darfst du maximal so hochfliegen, wie das höchste Hindernis in einer Umgebung von 300 Meter. Die maximale horizontale Entfernung zwischen Steuerer und Copter liegt auch hier bei 500 Metern und du musst immer direkten Blickkontakt haben (Restricted Visual Line-of- Sight).

Hilfreiche Links: Techzim

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Simbabwe haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die simbabwische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der simbabwischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Simbabwe gesammelt hast!

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