Drohnen-Gesetze in Spanien

Drohne in Spanien fliegen

In diesem Artikel haben wir für dich die Drohnen-Gesetze in Spanien zusammengefasst.

Maximale Flughöhe: In Spanien dürfen Drohnen bis zu einer Höhe von 120 Metern aufsteigen.

Maximale horizontale Entfernung und FPV: Drohnen-Flüge sind immer in direkter Sichtlinie durchzuführen, d.h. der Copter darf nicht weiter als 500 Meter vom Piloten entfernt sein. Bei FPV-Flügen muss eine zweite Person die Drohne mit bloßem Auge überwachen und in direktem Kontakt zum Piloten stehen.

Versicherungspflicht: Eine Luftfahrt-Haftpflichtversicherung wird meines Wissens in Spanien nur von gewerblichen Piloten verlangt. Dennoch empfehlt die Nationale Luftfahrtbehörde, unbedingt eine entsprechende Police abzuschließen!

Maximales Abfluggewicht (MTOW): Gewerblich Piloten können bis zu einem Gewicht von 150 Kilogramm die Erlaubnis einholen. Bei privaten Flügen gehe ich von einem Maximalgewicht von 2 Kilogramm aus – frage aber gern noch mal bei der AESA nach, wenn dein Copter schwerer ist.

Abstand zu Flughäfen: Drohnen-Piloten müssen im unkontrollierten Luftraum einen Abstand von mindestens 8 Kilometern zu Flughäfen einhalten (15 Kilometer bei genehmigten Flügen außerhalb der Sichtweite).

Andere Sicherheitsabstände: Zu Gebäuden ist eine Distanz von 150 Metern zu wahren. Zu Personen, die nicht am Flugmanöver beteiligt sind, müssen 50 Meter Abstand gehalten werden.

Flugverbote: Nicht erlaubt sind Flüge über Gebäuden, Siedlungen und Menschengruppen. In Naturschutzgebieten können zusätzliche Auflagen gelten. Selbstverständlich sind auch Flüge im kontrollierten Luftraum untersagt. Flüge über Gebäuden und Personen sind dann erlaubt, wenn die Drohne weniger als 250 Gramm wiegt und eine Flughöhe von 20 Metern über Grund nicht überschritten wird.

Fluggenehmigungen: Für Flüge in Nationalparks brauchst du eine Erlaubnis von der Verwaltung. Der Einsatz von Drohnen in Flugverbotszonen muss vom spanischen Verteidigungsministerium genehmigt werden (Bearbeitungszeit ca. eine Woche). 

Betriebszeiten: Der Einsatz von Multicoptern ist Spanien nur tagsüber erlaubt. Für Drohnen mit einer Startmasse unter 2 Kilogramm dürfen auch nachts Flüge durchgeführt werden, solang eine Flughöhe von 50 Metern über Grund nicht überschritten wird.

Besonderheiten: Regionale Behörden können eigene Auflagen zum Betrieb von Drohnen erlassen. Daher ist es immer sinnvoll, sich vor Ort nach entsprechenden Regeln umzuhören. Die regionale Polizeidienststelle kann da ein guter Anlaufpunkt für dich sein.

Vorschriften für gewerbliche Piloten: Für gewerbliche Drohnen-Flüge wird eine Erlaubnis notwendig. Die spanische Luftfahrt-Agentur unterscheidet in drei Szenarien.

Gut zu wissen: Einen Ansprechpartner bei der AESA erreichst du unter [email protected].

Hilfreiche Links: Informationen der AESA, Dekret vom Dezember 2017

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Spanien haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die spanische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der spanischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Spanien gesammelt hast!

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