Die Drohnen-Verordnung 2017: Alle Neuerungen auf einen Blick

Bleibt der Copter nun häufiger am Boden?

Im April 2017 ist die neue „Drohnen-Verordnung“ in Kraft getreten, die neue Vorschriften für den Betrieb von Multicoptern vorsieht. In diesem Beitrag stellen wir alle wichtigen Neuerungen vor und zeigen dir, wo die Knackpunkte der neuen Gesetzgebung liegen.

Unter der Drohnen-Verordnung versteht man vor allem Änderungen an der Luftverkehrszulassungsordnung (LuftVZO) und an der Luftverkehrsordnung (LuftVO). Doch was wollte die Regierung eigentlich damit bezwecken?

Ziele der neuen Drohnen-Verordnung

Der Verkehrsminister Alexander Dobrindt wollte mit der Neuregulierung die Vorschriften für Multicopter-Piloten vereinfachen und Sicherheitsrisiken eindämmen. Dazu sollten die bestehenden Gesetze für unterschiedliche Anwendungsszenarien angeglichen werden, damit mehr Rechtssicherheit besteht und gewerbliche Piloten weniger Auflagen erfüllen müssen. So sollte es auch zu einer Entlastung der zuständigen Luftfahrtbehörden kommen.

Was sich mit der neuen Drohnen-Verordnung ändert

Durch die Drohnen-Verordnung ändern sich einige Dinge. Ab sofort dürfen Multicopter nur noch bis zu einer Höhe von 100 Metern über Grund aufsteigen. Höher darfst du nur fliegen, wenn du dich auf einem zugelassenen Modellflugplatz befindest oder eine Genehmigung von der zuständigen Luftfahrtbehörde eingeholt hast. Falls du dich im kontrollierten Luftraum befindest, gilt eine maximale Aufstiegshöhe von 50 Metern.

Mit der Drohnen-Verordnung wird die bisherige Trennung nach dem Zweck eines Drohnen-Fluges größtenteils aufgehoben und nun gelten dieselben Regeln für Freizeitflieger und gewerbliche Anwender. Das ist positiv zu bewerten, weil meiner Meinung nach professionelle Anwender bisher deutlich benachteiligt wurden. Im Gegensatz zu Hobby-Piloten mussten sie Genehmigungen einholen, obwohl sie sich tiefer mit der Materie auseinandersetzen und Risiken besser einschätzen können. Ich finde es prinzipiell sehr gut, dass es hier zu einer Angleichung gekommen ist! 

Ab sofort ist eine Genehmigung nur noch notwendig, wenn dein Copter mehr als 5 Kilogramm wiegt – unabhängig vom Einsatzzweck.

Die neue Drohnen-Verordnung definiert eine Reihe an Plätzen, zu denen du einen seitlichen Abstand von 100 Metern einhalten musst. Dazu zählen…

  • Menschenansammlungen. Leider gibt es auch durch die Drohnen-Verordnung keine Definition, ab wann eine Gruppe als Menschenansammlung gilt. Im Ausland gibt es sehr unterschiedliche Definitionen, die bei einer Mindestgruppengröße von 12 Personen beginnen und bis zu 1.000 Personen reichen. Von diesen internationalen Vergleichswerten lässt sich aber keine Definition für den deutschen Rechtsraum ableiten!
  • Unglücksorte, Katastrophengebiete, Einsatzorte von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
  • Bundesfernstraßen (konkret Autobahnen und Bundesstraßen), Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen.
  • Industrieanlagen.
  • Justizvollzugsanstalten/Gefängnisse und Einrichtungen des Maßregelvollzugs.
  • Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr sowie andere militärische Anlagen und Organisationen.
  • Anlagen der Energieerzeugung und Energieverteilung (Kraftwerke, Windräder, Umspannwerke etc.).
  • Einrichtungen, in denen erlaubnisbedürftige Tätigkeiten der Schutzstufe 4 gemäß Biostoffverordnung (Institute in Hamburg, Berlin, Marburg und auf der Insel Riems) durchgeführt werden.
  • Grundstücke von Verfassungsorganen des Bundes und der Länder sowie obere und oberste Bundes- und Landesbehörden.
  • Diplomatische und konsularische Vertretungen (Botschaften).
  • Internationale Organisationen im Sinne des Völkerrechts (UN, EU, NATO etc.).
  • Grundstücke der Polizei und anderer Sicherheitsbehörden.

Damit sind schon sehr viele Flugmanöver eingeschränkt. Selbst in ländlichen Gebieten kann es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Eine gute Karte, die die vielen neuen Flugverbote berücksichtigt, findest du hier.

Screenshot vom großartigen Map2Fly Karten-Service

Als Steuerer eines Multicopters bist du weiterhin dazu verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und Freiballonen auszuweichen. Zu den Außengrenzen von Flughäfen ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometer einzuhalten. Ebenso bleibt die Pflicht, eine Drohnen-Versicherung abzuschließen, und das Verbot von Nachtflügen (Sondergenehmigungen für Nachtflüge sind jedoch möglich). 

Es gibt jedoch noch weitere Verbote, an die wir Copter-Piloten uns halten müssen.

Wirklich eine Vereinfachung?

Zum Beispiel ist das Überfliegen von Wohngrundstücken verboten, wenn der Copter mehr als 250 Gramm wiegt oder in der Lage ist, optische Daten, akustische Daten oder Funksignale zu sammeln, zu speichern, und/oder zu übertragen. Bei Flügen mit den gängigen Kamera-Drohnen ist also die Zustimmung desjenigen einzuholen, dessen Rechte betroffen werden könnten. Somit müssen die Eigentümer und ggf. Mieter befragt werden, ob sie mit dem Überflug einverstanden sind. Der damit verbundene bürokratische Aufwand kann gigantisch werden.

De facto bedeutet das, dass viele Drohnen-Flüge nur noch außerhalb von Städten/Siedlungen möglich sind, weil der bürokratische Aufwand sonst einfach zu groß wird. Das Gesetz sieht allerdings vor, dass die Luftfahrtämter der Bundesländer Ausnahmen zulassen können. Die Behörden der Bundesländer gehen aber sehr unterschiedlich mit dem Genehmigungsverfahren um.  

In Wohngebieten müssen die Betroffenen einem Drohnen-Flug zustimmen

Flüge außerhalb der Sichtweite und First-Person-View

Flüge außerhalb der Sichtweite sind mit der neuen Luftverkehrsordnung neu geregelt. Zum Glück wurde genau konkretisiert, was wir unter „Flügen außerhalb der Sichtweite“ zu verstehen haben.

Von Flügen außerhalb der Sichtweite sprechen wir, wenn du als Steuerer den Copter selbst nicht mehr mit bloßem Auge beobachtest, sondern dich zur Steuerung auf einen Monitor oder eine Videobrille verlässt.

Grundsätzlich zulässig sind FPV-Flüge, solang du deine Drohne nicht höher als 30 Meter aufsteigen lässt. Falls dein Copter mehr als 250 Gramm wiegt, benötigst du zudem eine weitere Person, die den Copter mit bloßem Auge beobachtet und dich auf mögliche Gefahren während des Fluges aufmerksam machen kann. Unter diesen Bedingungen wertet das Gesetz dein Manöver nicht als „Flug außerhalb der Sichtweite“.

Falls dir diese Einschränkungen nicht ausreichen, kannst du eine Erlaubnis für Flüge außerhalb der Sichtweite bei der Landesluftfahrtbehörde beantragen. Diese Genehmigung wird allerdings nur für unbemannte Flugsysteme mit einer Startmasse von mehr als 5 Kilogramm erteilt.

Copter Camp - der Drohnen-Onlinekurs

Die Kennzeichnungspflicht

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Drohnen-Verordnung ist die Einführung einer Kennzeichnungspflicht. Multicopter sollen mit den Daten des Steuerers versehen werden, damit im Schadensfall der Verursacher ermittelt werden kann. Eine Plakette ist ab einer Abflugmasse von 250 Gramm verpflichtend. Die Plakettenpflicht tritt zum 01.10.2017 in Kraft. Bis zu diesem Datum galt eine Übergangsphase, damit alle Besitzer auf die neuen Regularien reagieren konnten.

Auf der Drohnen-Plakette muss dein Name und deine Anschrift vermerkt sein. Ich finde es sinnvoll, zusätzlich die Telefonnummer anbringen zu lassen.

Der Gesetzgeber hat Anforderungen an das Material der Identifikationsmarke gestellt. So muss die Plakette feuerfest sein. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) spricht selbst davon, dass ein Aluminium-Aufkleber mit Adressgravur für die Kennzeichnung geeignet ist. Hochwertige Drohnen-Plaketten können z.B. hier erworben werden.

Ab wann wird ein „Drohnen-Führerschein“ erforderlich

Zentraler Punkt der neuen Drohnen-Verordnung wird die Einführung eines Kenntnisnachweises, der ab einer Startmasse von mehr als zwei Kilogramm notwendig wird (oft auch Drohnen-Führerschein genannt). Für einen Großteil der Drohnen, die aktuell im Umlauf sind, wird dieser Kenntnisnachweis nicht verpflichtend sein. Betroffen sind vor allem Piloten von hochpreisigen Drohnen wie dem DJI Inspire 2.

Du benötigst den UAV-Kenntnisnachweis jedoch auch, wenn du eine Ausnahmegenehmigung beantragen willst. 

Auch Flüge an Bahnbrücken sind zukünftig eingeschränkt

Auch für den Kenntnisnachweis hatte das BMVI eine Schonfrist bis zum 01.10.2017 eingeräumt. 

Wie erhalte ich eine Flugerlaubnis

Nun gibt es eine ganze Reihe an Szenarien, bei denen du durch die neue Drohnen-Verordnung eine Erlaubnis von der zuständigen Landesluftfahrtbehörde benötigst. Am besten kontaktierst du die zuständige Behörde in deinem Bundesland und fragst nach den aktuellen Regeln. Leider konnten sich die Bundesländer bisher nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen.

Wenn du eine Genehmigung von der Luftfahrtbehörde deines Bundeslandes beantragst, muss dargestellt werden, dass du dich an die gängigen Rechtsvorschriften hältst. Dazu zählen insbesondere die Sicherheit des Luftverkehrs, die öffentliche Sicherheit und Ordnung, der Datenschutz, der Naturschutz und der Schutz vor Fluglärm. Im Einzelfall können weitere Unterlagen verlangt werden wie die Zustimmung von Grundstückseigentümern, Gutachten von Sachverständigen und andere Bewertungen durch Fachleute.

Die Erteilung der Genehmigung befreit dich jedoch nicht von der Einhaltung anderer Rechtsvorschriften wie z.B. dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Naturschutzrecht des jeweiligen Landes.

Keine Erlaubnispflicht besteht übrigens für Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz BOS) während eines Not-/Unfalls bzw. einer Katastrophe. Für BOS im Einsatz gelten die zahlreichen Mindestabstände, die ich oben genannt habe, nicht. Auch wenn eine Privatperson im Auftrag und unter Aufsicht einer BOS in einer Notsituation agiert, entfallen die Mindestabstände und die Erlaubnispflicht.

Hast du noch Fragen zur „Drohnen-Verordnung“? Dann ab damit in die Kommentare!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

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  • Peter Wolf | 11.04.2017

    Im ersten Absatz nach „wie erhalte ich eine Flugerlaubnis“ geht es um (allgemeine) Aufstiegsgenehmigungen und mögliche Szenarien, die diese erforderlich machen. Ich stecke noch nicht so tief in dem Thema – ist es möglich, dass Ihr mir das etwas erläutert :)
    Vielen Dank — auch für die viele Arbeit, die Ihr Euch mit diesem Blog macht

    • Francis | 13.04.2017

      Hallo Peter,
      wir helfen dir gern weiter! Hast du denn eine spezielle Frage? Wie es mit den Aufstiegserlaubnissen weitergehen wird, bleibt noch abzuwarten. Das ist dann sicherlich auch von Einzelfällen abhängig.
      Beste Grüße, Francis

    • joerg letz photodesign | 31.05.2017

      hi francis,
      vorab chapeau¡¡¡;-)))

      nur eine kleine frage,
      darf ich, oder darf ich nicht¿
      bin als fotograf werblich unterwegs
      und moechte natuerlich meine air-fotos/filme
      natuerlich an den kunden bringen. fliege eine
      phantom4pro+, startgewicht 1833g. in der konstellation duerfte ich doch in deutschland doch liegen, wo ich kundenmaessig muss, odrr¿ ps.: drohne ist werblich versichert und traegt feuerfestes namensschild;-) summa summarum, brauche ich als werblich fliegender und fotografierender mensch eine aufstiegserlaubnis der flugbehoerden und einen drohnenfuehrer schein¿ und wenn ja, wie kann ich diese hindernisse aus dem weg raeumen¿¿¿¿¿¿ grussderjoerg;-)))

  • Thorsten M. | 12.04.2017

    Hallo Francis,
    vielen Dank für die tollen Artikel. Bin immer fasziniert über die weitreichende Zusammenstellung.
    Eine Sache ist mir bei der Kennzeichnung aber noch nicht klar. Muss die Plakette außen sichtbar angebracht werden oder könnte man die auch in das Akkufach einlegen?
    Desweiteren ist das überfliegen von Grundstücken ja untersagt bzw nach Rücksprache evtl nicht. Du sprichst von fliegen in Städten sei unmöglich mit der Regelung. Ich war vor kurzem in Hamburg über der Elbe und der Alster unterwegs, at was wäre doch auch weiterhin möglich, da ich hier kein Privatrecht verletzte, oder?

    • Francis | 13.04.2017

      Hallo Thorsten,
      eine sehr gute Frage! Die Kennzeichnung muss laut LuftVZO „an sichtbarer Stelle“ erfolgen. Deswegen würde ich eher auf eine Unterbringung im Akkufach verzichten.

      Die Elbe ist eine Bundeswasserstraße und darf deswegen nicht überflogen werden – auch hier gilt ein Mindestabstand von 100 Metern. Bei der Alster sehe ich jetzt allerdings keine Probleme.
      Liebe Grüße, Francis

  • Georg | 12.04.2017

    Sehr gute Zusammenfassung! Es ist mir schleierhaft, warum mal wieder ein Wachstumsmarkt in der größten Volksrepublik Europas ausgebremst wird. Vor allem im professionellen Bereich mit immer neuen Use Cases ist das Fliegen auf Sicht Non-Sense.
    Aber mal eine Frage zur Risikoeinschätzung: mit welchen Ordnungsgeldern ist zu rechnen, wenn man mal aus versehen gegen die Verordnung verstoßen sollte, z.B. doch mal ausser Sichtweite fliegt? Das wäre schon interessant.

    • Francis | 28.04.2017

      Hallo Georg,
      die Strafen können bei Ordnungswidrigkeiten gegen die LuftVO bis zu 50.000 Euro hoch sein. Allerdings glaube ich nicht, dass das Strafmaß so stark ausgereizt wird. Hängt sicherlich von der ganz konkreten Situation ab.
      Beste Grüße, Francis

  • Futzel | 16.04.2017

    Fliegen in der Stadt ist jetzt einfacher als vorher. Keine AE nötig, damit auch kein Anruf beim Ordnungsamt oder Polizei. Einfach über die Straßen fliegen.
    So könnte man es auch auslegen…

    • Francis | 18.04.2017

      Ja so kann man es in manchen Situationen auch sehen. Für viele andere Situationen wird man nun aber eine Einzelgenehmigung benötigen, für die man sie vorher nicht gebraucht hat. Mal schauen, was sich noch tut.

      • Sebastian Andres | 01.06.2017

        Benötige ich wirklich nur eine Genehmigung vom Eigentümer, dessen Gründstück ich überfliege, oder aber auch von den umliegenden Eigentümern, dessen Grundstücke ja durch die Kameradrohne ebenfalls erfasst werden können?
        Dies ist noch nirgends klar beschrieben und ich frage mich, ob es wirklich ausreichend ist, wenn ich keine Grundstücksgrenze überfliege…

      • Francis | 06.06.2017

        Hallo Sebastian,
        luftrechtlich brauchst du nur die Erlaubnis des Eigentümers und der Bewohner des überflogenen Grundstücks. Falls du aber Aufnahmen veröffentlichst, die die Privatsphäre von Bewohnern umliegender Grundstücke verletzen, dann benötigst du auch deren Zustimmung für die Veröffentlichung.

        Beste Grüße, Francis

  • Achim | 18.04.2017

    „an sichtbarer Stelle“ soll die Plakette angebracht werden, heißt es in der Verordnung. Also z. B. nicht im Akkufach? Wenn man den Akku herausnimmt, ist das Adress-Dingens dann aber schon sichtbar, und im Flug muss es ja wohl nicht sichtbar sein… Wo bringt man bei der Mavic die Plakette an, wenn nicht im Akkufach? Vielen Dank jedenfalls für den Link zum BVCP und den Artikel zur Verordnung!

    • Francis | 20.04.2017

      Hallo Achim,
      wenn man die Verordnung so umsetzen will, muss man die Plakette wohl oben auf den DJI Mavic drauf kleben. Dort ist sie zumindest gut sichtbar. VG Francis

  • Alexander | 25.04.2017

    Ich finde diese Pflicht der Unterbringung einer Plakette an den Kopter mit Namen und weiteren pers. Daten schwachsinnig! Das macht doch eh keiner – und wenn doch, dann mit der Adresse und Namen des Nachbarn!!!

    • Francis | 28.04.2017

      Naja, wenn ich meinen Copter z.B. durch einen Fly-Away „verlieren“ würde, muss ja nicht unbedingt ein Schaden entstehen. Und wenn ihn jemand findet, dann freue ich mich natürlich, wenn ihn mir die Person wieder zurückgeben würde. Und falls doch ein Schaden entstehen sollte, dann hat man ja die Versicherung. Also so schwachsinnig finde ich das nicht. Aber zugegeben, die reine Kennzeichnungspflicht ohne eine Registrierung lässt Raum für Manipulationen.

  • Bruno | 29.04.2017

    Sehr gut gemacht.
    Habe schon sehr viel zum Thema in einschlägigen Foren
    gelesen.
    Danach ist man kaum schlauer, zuviele Vermutungen, Aufregung, Streit.
    Bei Euch hingegen kurz und verständlich.
    Vielen Dank!

    • Francis | 02.05.2017

      Hi Bruno,
      die Themen sind immer sehr komplex, aber wir versuchen es so einfach wie möglich zu halten. Schön, wenn das klappt ;) LG Francis

  • Helmut Kruse | 10.05.2017

    Hi,

    Ich habe noch nicht verstanden wann ich denn eine Flugerlaubnis benötige? Wenn ich die oben im Artikel erläuterten Reihe an Plätzen, zu denen du einen seitlichen Abstand von 100 Metern eingehalten werden muß berücksichtige….

    Ich würde hauptsächlich in freier Natur filmen wollen (Naturschutzgebiete?)

    Schöne Grüße :-)

  • Steffen | 11.05.2017

    DAs BMVI schrieb mir: „Sie liegen in Ihrer Annahme richtig, dass für eine gewerbliche Nutzung eine Aufstiegserlaubnis durch die jeweilige
    Landesluftfahrtbehörde benötigt wird.“
    weiterhin… also
    Private Nutzer erfahren jetzt nur die gleichen Einschränkungen.

    • Francis | 16.05.2017

      Hallo Steffen,
      diese Auskunft widerspricht den Vorgaben der LuftVO. Könntest du mir vielleicht noch mal den Mailverlauf an [email protected] weiterleiten, damit ich die Auskunft besser einordnen kann?
      Besten Dank im Voraus und viele Grüße, Francis

      • Steffen | 17.05.2017

        Ist raus

  • Helmut Kruse | 11.05.2017

    also benötigt man nun als gewerblicher Nutzer IMMER ein Aufstiegsgenehmigung egal wie schwer die Drohne ist?

    • Francis | 16.05.2017

      Hallo Helmut,
      nein das stimmt so nicht. Früher brauchte jeder Gewerbetreibende eine Aufstiegsgenehmigung. Das ist nun nur noch der Fall, wenn du mit einem Copter über 5 Kilogramm oder in den oben genannten „Verbotszonen“ (bei Unterschreitung der Mindestabstände) fliegen willst.
      Viele Grüße, Francis

  • Roland | 14.05.2017

    Ich habe eine Frage zur Elaubnis auerhalb von wohngebieten (100m Abstand), zwischen Feldern und Äckern: Kann die Gemeinde wirklich beschließen, daß das Startenm von „öffentlichen Grund und Boden“ untersagt ist ? Es geht um Felder und Wege etwa 100m neben Wohngebiet,

    • Francis | 16.05.2017

      Hallo Roland,
      meines Wissens dürfen Gemeinden solche Verbote aussprechen. Viele Grüße, Francis

      • Roland | 20.05.2017

        Vielen Dank ersteinmal. Das verwundert mich, denn dann frage ich mich, wie ich mit meiner Drohne vom eigenen Grundstück (logischerweise in einem Wohngebiet) auf die Felder und Äcker kommen kann. Wobei die Felder ja auch jemandem gehören. Also: wie kann ich in freier Natur (kein Naturschutzgebiet) fliegen und schöne Landschaftsaufnahmen machen? Irgendeine Idee ? Ich kann mir vorstellen, daß dies eine allgemeiner „Fall“ ist.

      • Francis | 22.05.2017

        Hi Roland,
        mir sind nur Fälle bekannt, bei denen Gemeinden solche Verbote für den Innenstadtbereich aussprechen. Wobei es (abhängig von den örtlichen Gegebenheiten) über das Ordnungsamt die Möglichkeit gibt, eine Erlaubnis einzuholen. Mir fehlt jetzt ein konkretes Beispiel. Ich würde einfach mal das Ordnungsamt anrufen. Gegen Flüge auf einem Feld werden die kaum etwas einzuwenden haben.
        Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter :)
        Viele Grüße, Francis

  • Stefan | 24.05.2017

    Es wäre da interessant zu wissen, ob ein Kennzeichen der Austro Control auch als „Plakette“ herhalten könnte. Es hat zwar keine Adresse des Halters eingetragen aber ist immerhin ein offizielles Kennzeichen eines Luftfahrzeuges….

    • Francis | 26.05.2017

      Hallo Stefan,
      wenn keine Adresse auf dem Kennzeichen der Austro Control ist, genügt das nicht den Anforderungen der Luftverkehrszulassungsordnung. Ich gehe also davon aus, dass du eine zusätzliche Plakette benötigst.
      Viele Grüße, Francis

      • Andreas | 02.08.2017

        Ich habe eine Klebeplakette der Austro Control und da steht sehr wohl mein Name und meine Adresse drauf.

  • Peter Befelein | 30.05.2017

    Hi Francis
    Habe ich das richtig verstanden das insbesondere Bayern eine zusätzliche schriftliche Anmeldung verlangt. Welche Unterschiede gibt es in den einzelnen Bundesländern.
    Vielen Dank für Dein Engagement.
    Grüße
    Peter

  • Maximilian Horn | 05.06.2017

    Hallo Francis

    Erstmal vielen dank das du dir die mühe gemacht hast diesen Beitrag zu verfassen.

    Ich hätte da jetzt aber doch noch einige fragen.

    (Ich bin 15 Jahre und habe mir mit meinem Vater eine DJI Phantom 4 pro gekauft und lebe in RLP)

    -Darf einfach so andere Gebäude filmen oder brauche ich dafür eine Genehmigung?

    – und wäre es möglich das du nochmal kurz schreibst wo ich fliegen darf und wo nicht und was ich filmen darf und was nicht

  • Udo | 07.06.2017

    Hallo Francis,
    wie genau ist denn „Verletzung der Privatsphäre“ definiert? Wenn ich z.B. von einer Wohnanlage mit mehreren Wohneinheiten für die Immobilienfirma, eine Totalansicht aus der Luft aufnehme (natürlich ohne dass Menschen sichtbar sind) – ist das eine Verletzung der Privatsphäre? Bzw. ist es was rechtlich ein Unterschied, ob ich das Foto von einem mobilen Hochstativ aus aufnehmen würde?

    • Francis | 14.06.2017

      Hallo Udo,
      das kann ich so pauschal nicht beantworten. Das kommt drauf an, was auf den Bildern zu sehen ist. Das Thema Privatsphäre und Datenschutz habe ich hier ausführlicher behandelt. Vielleicht hilft dir das noch weiter: https://my-road.de/drohnen-gesetze-in-deutschland/

      In dem Punkt macht es keinen Unterschied, ob du ein Hochstativ oder einen Copter verwendest. Ich hoffe, meine Antwort und der Artikel hilft dir weiter.
      LG Francis

  • Josef Buitmann | 24.06.2017

    Darf ich mein eigenes Grundstück filmen, wenn andere Grundstücke auf dem Film nicht erscheinen? Auch z. Bsp. aus 20 m Höhe?

    • Francis | 14.07.2017

      Hallo Josef,
      in aller Regel ist das erlaubt. Aber man muss das natürlich immer im Einzelfall betrachten. Wenn dein Grundstück z.B. an einen Flughafen angrenzt, könnte es schon wieder anders aussehen. Viele Grüße, Francis

  • Sebastian | 07.07.2017

    Hallo,

    Frage 1:
    Ist es möglich für die anderen Betriebsverbote eine Sondergenehmigung zu erlangen?
    Ich lese immer nur davon, dass Wohngrundstücke überflogen werden dürfen, wenn der Besitzer zustimmt.
    Wie sieht es allerdings bei Menschenansammlungen, Inudstrieanlagen, Naturschutzgebieten, usw. aus?

    Frage 2:
    Wohngrundstücke sind ohne Erlaubnis des Besitzers verboten. Das bedeutet, dass außerhalb von Wohngebieten, also auf Wiesen/Äcker usw. keine Genehmigung erforderlich ist?
    Es sei denn, die Stadt hat ein generelles Aufstiegsverbot erteilt. Also muss ich auf jeden Fall immer bei der Stadt nachfragen, ob eine Genehmigung erforderlich ist?

    Vielen Dank für die Antworten – echt eine sehr tolle Seite!!

    • Francis | 14.07.2017

      Hallo Sebastian,
      zu Frage 1: Ja und Nein. Die Landesbehörden können Einzelgenehmigungen erteilen und machen das z.T. auch. Es gibt derzeit noch große Unterschiede, wie die Bundesländer das regeln, weshalb ich keine pauschale Antwort geben kann. Der Überflug von Menschenansammlungen ist aber meines Wissens zum aktuellen Stand grundsätzlich nicht möglich.

      Zu Frage 2: Kommt immer auf den Kontext an. Meiner Meinung nach sind öffentlich zugängliche Äcker u.Ä. unproblematisch. Ein unverbindlicher Anruf bei der Stadt kann aber nie schaden.

      Gerne doch und danke für das Kompliment!
      Sonnige Grüße, Francis

  • Thomas | 22.07.2017

    Hallo,
    so richtig stimmig scheint die Verordnung noch nicht zu sein. Wie ist es zum Beispiel wenn man auf seinem eigenen Grundstück startet aber 100 m zu anderen Wohngrundstücken halten muss. Man überfliegt ja nicht das andere Grundstück. Und wo kommen die 100 m Abstand her? Aus der Drohnenverordnung konnte ich das nicht entnehmen. Sind die frei gewählt?
    Dank und Gruß
    Thomas

    • Francis | 31.07.2017

      Hallo Thomas,
      der Mindestabstand von 100 Metern gilt nicht für Wohnungsgrundstücke. Habe ich das im Artikel irgendwo falsch beschrieben? Ich kann keine entsprechende Stelle im Text finden. Wie auch immer: In deinem Beispiel sollte nichts gegen den Überflug sprechen.
      Beste Grüße, Francis

      • Thomas | 31.07.2017

        Hab ich auch schon in der Verordnung gefunden. Die 100m Abstand gelten nicht bei Wohngrundstücken. Da kann man dann wohl bis ran fliegen. Nur überfliegen dann nur bei Freigabe. Aber wie das genau kontrolliert werden soll … keine Ahnung.

      • Francis | 02.08.2017

        Jop.. in der Verordnung stehen einige Sachen drin, die in der Praxis noch Probleme bereiten können…

  • Markus | 27.07.2017

    Hallo, tolle Webseite hier. Bin relativ neu im Kopterbereich und nutze das Gerät im Auftrag meines Arbeitgebers, also durchaus gewerblich.
    Frage: gibt es für das Starten und überfliegen von z.b. Privathäusern oder in Naturschutzgebieten eine Art Vordruck für eine Genehmigung?

    • Francis | 31.07.2017

      Hallo Markus,
      wir haben uns selbst einen Vordruck erstellt. Ich kann den bei Gelegenheit gern mal anpassen und zur Verfügung stellen.
      Viele Grüße, Francis

      • Markus | 31.07.2017

        Hi Francis, das wäre wirklich super! Vielleicht kannst Du mir den schon vorab zusenden. Vielleicht kann ich mir den selber anpassen!?

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