Drohnen-Versicherung im Check: Das müssen Copter-Piloten wissen

Drohnen Versicherung für Copter-Piloten

In diesem Beitrag erkläre ich, was du beim Abschluss einer Drohnen-Versicherung beachten musst und empfehle dir gute Tarife, mit denen du deine Drohne versichern kannst.

Wenn du eine Drohne fliegen möchtest, bist du gesetzlich dazu verpflichtet, deine Drohne zu versichern. Die Haftpflichtversicherung kommt für mögliche Schäden Dritter auf, die durch die Nutzung deiner Drohne entstehen können. Der Markt für Drohnen-Versicherungen ist jedoch sehr unübersichtlich, weshalb ich dir hier eine Übersicht geben möchte.

Unsere Empfehlung für Eilige

Wenn du dich nicht lange mit der Auswahl des richtigen Tarifs beschäftigen willst, legen wir dir die folgenden Tarife ans Herz, die auf die Bedürfnisse von UAV-Piloten ausgerichtet sind.

Private Piloten und Kleingewerbe

Helden

  • Schäden bis 50 Mio Euro versichert
  • Weltweiter Versicherungsschutz
  • Ausgezeichneter Leistungsumfang

Tarif auswählen*

Gewerbliche Piloten

Delvag

  • Echtes Profi-Paket
  • Mehrerer Steuerer möglich
  • Inkl. private Drohnenversicherung

Tarif auswählen*

Beide Tarife werden von vielen Drohnen-Piloten in Deutschland genutzt und sind sehr beliebt. Daher bist du mit diesen Optionen immer gut beraten. Im weiteren Verlauf des Beitrages stelle ich dir aber noch weitere Versicherungen für Drohnen vor.

Private Haftpflichtversicherung für Drohnen-Piloten

In Deutschland sollte jede Person eine Haftpflichtversicherung besitzen. Daher ist es natürlich optimal, wenn man eine Privathaftpflichtversicherung findet, bei der die Nutzung von Drohnen mit eingeschlossen ist.

Solche Angebote haben den Vorteil, dass sie in aller Regel weltweiten Schutz garantieren und recht günstig sind. Dafür können Privathaftpflichtversicherungen meistens nur Drohnen-Flüge abdecken, die ausschließlich zur Freizeitgestaltung genutzt werden. Leider beurteilen die Versicherungsgesellschaften die Nutzung von Drohnen sehr unterschiedlich. So stufen manche Versicherer einen Drohnenflug schon dann als gewerblich ein, wenn im Anschluss Fotos oder Videos im Internet geteilt werden.

Deswegen lohnt sich immer ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen, denn dort verstecken sich mitunter unerfreuliche Einschränkungen. Der einfachen Werbung, dass Drohnen in einer Privathaftpflichtversicherung mit eingeschlossen sind, solltest du nicht blind vertrauen. Eine Liste mit mir bekannten Einschränkungen, die ich für bedenklich halte, findest du weiter unten im Artikel.

Top-Empfehlung: Helden (früher Haftpflichthelden)

Meine Top-Empfehlung für dich ist die Absicherung über die private Haftpflichtversicherung der Helden, da sie meiner Meinung nach den besten Leistungsumfang anbietet. Mit diesem Tarif sind alle Flügmanöver versichert, die in Deutschland erlaubt sind. Es kommt also zu keinerlei zusätzlichen Einschränkungen durch den Versicherer.

Außerdem ist bei den Helden die verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung (Details dazu findest du weiter unten im Artikel) mit inbegriffen.

Bei vielen Versicherungen ist es es unklar, ob du deine Drohnen-Aufnahmen im Internet auf sozialen Plattformen veröffentlichen darfst. Bei den Helden darfst du aber explizit deine Aufnahmen mit der Welt teilen. Sogar Drohnen-Flüge als nebenberufliche Tätigkeit sind geschützt. Damit bieten die Helden einen wirklich exzellenten Tarif an.

Es gibt jedoch einen kleinen Nachteil: Bei jedem Schaden musst du einen Eigenanteil von 150 Euro selber tragen. Eine solche Eigenbeteiligung ist aber bei vielen Privathaftpflichtversicherungen vorgesehen. 

Privathaftpflicht der Helden mit Drohnen-Versicherung im Überblick


Helden-Schutz für 72 Euro (inkl. Steuern).

  • Abdeckung von privaten Drohnen-Flügen
  • Versicherung ist weltweit gültig (auch in den USA und Kanada!)
  • 50 Millionen Euro Deckungssumme
  • Alle Personen, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, sind mitversichert
  • Unbegrenzte Anzahl an Drohnen ist abgesichert (Gewicht muss unterhalb von 5 kg liegen)

Gewerbliche Drohnen-Versicherungen


Gewerbliche Luftfahrt-Haftpflichtversicherung von R+V (exkl. Steuern):.

  • 1 Drohne versichert
  • Private und gewerbliche Drohnen-Flüge sind abgedeckt
  • Jahresbeitrag abhängig von gewünschter Deckungssumme
    • 123,93 Euro bei 1 Mio. Euro Deckungssumme
    • 149,94 Euro bei 2 Mio. Euro Deckungssumme
    • 177,48 Euro bei 3 Mio. Euro Deckungssumme
    • 203,49 Euro bei 4 Mio. Euro Deckungssumme
    • 229,50 Euro bei 5 Mio. Euro Deckungssumme
  • Weltweiter Versicherungsschutz mit Ausnahme US-Gebiete und Kanada

Es gibt noch viele andere Versicherer, die Drohnen mit abdecken. Je nachdem, welche Deckungssumme du wünschst oder ob die Police einen Selbstbeteiligung aufweisen soll, kannst du unterschiedliche Versicherungstarife nutzen. In der folgenden Übersicht findest du Versicherungsangebote, die Risiken aus dem Betrieb von Flugmodellen (privat genutzte Drohnen) mit einschließen.

Privathaftpflicht-Versicherungen für Drohnen-Nutzer

Anbieter Tarif Leistungen Jahresprämie
Helden Heldenschutz
  • 50 Mio. Euro Deckungssumme
  • 150 Euro Selbstbeteiligung
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
  • Inkl. Gefährdungshaftung
  • Nebenberufliche Tätigkeiten mit eingeschlossen
  • Aufnahmen dürfen veröffentlicht werden (Foto und Video)
72 € Abschließen
Adam Riese Privathaftpflicht XXL
  • 50 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung wählbar (0 bis 1.000 Euro)
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
ab 30,87 €Abschließen
VersicherteDrohne Rahmenvertrag Basis
  • 20 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung frei wählbar
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
  • Inkl. Gefährdungshaftung
ab 32,76 € Abschließen
VersicherteDrohne Rahmenvertrag Premium
  • 50 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung frei wählbar
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
  • Inkl. Gefährdungshaftung
ab 43,54 € Abschließen
Getsafe Private Haftpflicht mit Upgrade Drohne
  • 15 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung frei wählbar
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
  • Jederzeit kündbar
ab 30,60 €Abschließen
HanseMerkur Exklusiv-Schutz
  • Individuelle Deckungssumme ab 5 Mio. Euro
  • Selbstbeteiligung wählbar (0/150/300 Euro)
  • Drohnen bis 500 Gramm versichert
ab 30,87 € Abschließen
ARAG Privat-Haftpflicht Basis
  • 5 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung individuell wählbar
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
ab 37,92 € Abschließen
AXA AXA
Privathaftpflicht L
  • 50 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung wählbar (0/150/300 Euro)
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
ab 41,71 € Abschließen
HanseMerkur Top-Schutz
  • Individuelle Deckungssumme ab 5 Mio. Euro
  • Selbstbeteiligung wählbar (0/150/300 Euro)
  • Drohnen bis 1,5 Kilogramm versichert
ab 48,52 € Abschließen
NÜRNBERGER Versicherung Privat-Haftpflicht Komfort
  • 50 Mio. Euro Deckungssumme
  • 150 Euro Selbstbeteiligung
  • Drohnen bis 1 Kilogramm versichert
ab 58,55 € Abschließen
ARAG Privat-Haftpflicht Komfort
  • 15 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung individuell wählbar
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
  • Selbstständige Tätigkeiten im Nebenerwerb mitversichert (max. Jahresumsatz von 17.500 Euro)
ab 66,00 € Abschließen
BarmeniaDirekt Versicherungen Premium-Schutz
  • 10 Mio. Euro Deckungssumme
  • 150 Euro Selbstbeteiligung
  • Drohnen bis 25 Kilogramm versichert
ab 73,34 € Abschließen
ARAG Privat-Haftpflicht Premium
  • 50 Mio. Euro Deckungssumme
  • Selbstbeteiligung individuell wählbar
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
  • Selbstständige Tätigkeiten im Nebenerwerb mitversichert (max. Jahresumsatz von 17.500 Euro)
ab 81,36 € Abschließen
Degenia Kopter-Profi Spezialkonzept
  • 20 Mio. Euro Deckungssumme
  • Keine Selbstbeteiligung
  • Drohnen bis 5 Kilogramm versichert
82 € Abschließen

In den verschiedenen Tarifen geben die Versicherer Einschränkungen vor, die beim Fliegen berücksichtigt werden müssen. Du solltest also genau darauf achten, welche Konditionen beim jeweiligen Tarif greifen und ob die Versicherung überhaupt für dich in Frage kommt. Insbesondere das Gewicht deiner Drohne spielt häufig eine Rolle. Während eine DJI Spark in vielen Tarifen abgesichert ist, kann es bei schwereren Drohnen wie der DJI Mavic Pro oder der DJI Phantom schon problematischer werden.

Eine der schwierigsten Klauseln ist zum Beispiel die Formulierung, dass nur Flugmodelle, die nicht der Versicherungspflicht unterliegen, mitversichert sind. Derartige Ausschlüsse habe ich z.B. bei der Gothaer entdeckt und damit ist diese Drohnen-Versicherungen für mich absolut nicht empfehlenswert, denn Multicopter unterliegen eindeutig der Versicherungspflicht. Eine Übersicht zu den Vertragsbedingungen haben wir in der folgenden Aufstellung zusammengetragen:

Drohnen-Tarife ohne bedenkliche Einschränkungen

Drohnen-Tarife mit kritischen Einschränkungen

Aber nicht nur wegen den Beschränkungen in den Vertragsbedingungen sind die Privathaftpflichtversicherer unter Drohnen-Piloten umstritten. Es gibt auch noch weitere Kritik, denn die meisten Anbieter decken nicht die Gefährdungshaftung mit ab, die laut Luftverkehrsgesetz notwendig ist. 

Hintergrundwissen zur Gefährdungshaftung

Private Haftpflichtversicherungen kommen im Regelfall nur für Schäden Dritter auf, die du nachweislich verursacht hast. Falls ein Unfall jedoch durch äußere Umstände zustande kommt, die du nicht beeinflussen kannst (z.B. ein Greifvogel, plötzliche Windböen, fliegender Fußball von einem Nachbargrundstück), dann könnte die Versicherung die Regulierung des Schadens theoretisch ablehnen und auf den Verursacher verweisen. Du bist dem Geschädigten trotzdem zur Zahlung der entstandenen Schäden verpflichtet, weil im Luftrecht die sogenannte Gefährdungshaftung Anwendung findet. Danach ist immer derjenige für die Regulierung des Schadens verantwortlich, der ein Risiko (in unserem Fall die Drohne) in die Luft gebracht hat – unabhängig vom Verschulden des Steuerers.

Momentan wird die Gefährdungshaftung nur von wenigen Privathaftpflichtversicherern explizit mit eingeschlossen. Aktuell weiß ich das nur von den folgenden Anbietern:

Das oben beschriebene Szenario ist ohnehin sehr unwahrscheinlich und es ist auch fraglich, ob sich eine Versicherung im Schadensfall auf die Gefährdungshaftung berufen würde. Daher denke ich mittlerweile, dass eine Privathaftpflichtversicherung für Drohnen-Flüge zu privaten Zwecken durchaus ausreichend ist.

Drohnen-Haftpflicht vs. Drohnen-Kasko-Versicherung

Neben der Drohnen-Haftpflichtversicherung kannst du auch noch eine Drohnen-Kasko-Versicherung abschließen. Um den Unterschied besser zu verdeutlichen, möchte ich erst noch mal erklären, was die klassische Drohnen-Haftpflicht beinhaltet.

Wenn du durch einen Bedienungsfehler oder einen technischen Defekt einer anderen Person einen Schaden zufügst, dann deckt diese Versicherung die Kosten dafür ab.

Beispiel: Bei deinen ersten Flügen verwechselst du die Steuerknüppel. Anstelle deine Drohne aufsteigen zu lassen, manövrierst du den Copter geradewegs in das Fenster von Nachbars Schuppen. Das Glas und Teile der Möbel müssen erneuert werden. Dafür kommt dann deine Drohnen-Haftpflichtversicherung auf.

Die Drohnen-Haftpflichtversicherung bezahlt zwar die Kosten für die Schäden, die beim Nachbarn entstanden sind. Falls deine Drohne bei dem Zwischenfall aber auch kaputtgeht, dann bleibst du auf den Kosten für Reparatur bzw. für eine Neuanschaffung sitzen. Für diesen Fall kannst du zusätzlich eine Drohnen-Kasko-Versicherung abschließen, die dann für deine Ausgaben aufkommt.

In Deutschland bist du nach § 43 Abs. 2 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) verpflichtet, eine Drohnen-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Es kann durchaus sinnvoll sein, eine Drohnen-Kasko abzuschließen, denn die jährlichen Kosten sind deutlich geringer als zum Beispiel eine neue DJI Phantom 4 Drohne. Mehr Informationen dazu findest du hier für Privatpersonen oder hier für gewerbliche Copter-Piloten.

Luftfahrt-Haftpflichtversicherungen für Drohnen-Piloten

Wer als privater Drohnenflieger in Sache Gefährdungshaftung sicher gehen will oder seine Drohne nicht ausschließlich zu Zwecken der Freizeitgestaltung nutzt, der muss eine „richtige“ Luftfahrthaftpflichtversicherung abschließen. Diese Drohnen-Versicherungen sind perfekt auf das Fliegen mit Multicoptern ausgerichtet und beinhalten auch immer die Gefährdungshaftung.

Nun stelle ich drei Luftfahrt-Haftpflichtversicherungen im Detail vor.

Helden Drohnen-Haftpflicht

Weiter oben habe ich bereits die Privathaftpflichtversicherung von helden.de vorgestellt, bei die durch Drohnen verursachte Risiken mit eingeschlossen sind. Wenn du aber keine neue Privathaftpflichtversicherung abschließen möchtest, weil du mit deinem bisherigen Anbieter zufrieden bist, dann kannst du bei den Helden auch eine reine Luftfahrt-Haftpflichtversicherung abschließen.

Bei der reinen Drohnen-Haftpflicht der Helden hast du alle Vorteile, die dir auch bei der Privaten Haftpflichtversicherung angeboten werden. Somit ist das ein wirklich guter Leistungsumfang mit einem hervorragenden Preis.

Drohnen-Versicherung der Helden im Überblick


Helden-Schutz für 39 Euro (inkl. Steuern).

  • Abdeckung von privaten Drohnen-Flügen
  • Versicherung ist weltweit gültig (auch in den USA und Kanada!)
  • 50 Millionen Euro Deckungssumme
  • Alle Personen, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, sind mitversichert
  • 3 Drohnen mit einem Gewicht unter je 5 kg sind abgesichert

Drohnen-Tarife mit kritischen Einschränkungen

Delvag Versicherung

Wenn du vor allem in Deutschland bzw. in Europa fliegen möchtest, dann solltest du auf die Tarife der Delvag Versicherungs-AG zurückgreifen. Die Delvag ist der Versicherer der Lufthansa-Gruppe und damit ein Spezialist im Bereich der Luftfahrt-Versicherungen. Hier bekommst du die günstigste Versicherung.

Bei der Delvag ist freies Fliegen außerhalb von Modellflugplätzen erlaubt. Der Versicherungsschutz besteht auch bei der Teilnahme an Wettbewerben, bei Flügen innerhalb von Gebäuden und bei automatisierten Flügen (z.B. bei Missionsplanung, Go Home etc.). Die Delvag sichert auch selbst gebaute Multicopter (Eigenbaudrohnen) ab!

Grundsätzlich gelten die Delvag-Policen in Europa. Für 50 Euro mehr im Jahr kann die Drohnen-Versicherung auch auf einen weltweiten Schutz ausgeweitet werden, wobei US-Territorien und Kanada nicht mit versichert werden können.

Im gewerblichen Tarif können sich mittlerweile auch Piloten versichern lassen, die für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben arbeiten (BOS-Flüge). Zudem ist eine Abdeckung von Sprüh- und Streuflügen in der Landwirtschaft möglich.

Private Drohnen-Versicherungen


Delvag Start für 69,98 Euro (inkl. Steuern):.

  • 1,5 Mio. Euro Deckungssumme
  • 1 Drohne ist versichert
  • 1 Steuerer
  • Europaweiter Schutz

Delvag Optimal für 99,98 Euro (inkl. Steuern):

  • 3 Mio. Euro Deckungssumme
  • Mehrere Drohnen sind versichert, wobei nur ein Copter gleichzeitig in der Luft sein darf
  • Mehrere Steuerer können abgesichert werden
  • Europaweiter Schutz

Delvag Pro für 198,99 Euro (inkl. Steuern):

  • 5 Mio. Euro Deckungssumme
  • Mehrere Drohnen sind versichert, wobei drei Copter gleichzeitig in der Luft sein dürfen
  • Mehrere Steuerer können abgesichert werden
  • Europaweiter Schutz

Gewerbliche Drohnen-Versicherungen


Delvag Start für 109 Euro (exkl. Steuer):
.

  • 1,5 Mio. Euro Deckungssumme
  • 1 Drohne ist versichert
  • Unbegrenzte Anzahl an Piloten
  • Europaweiter Schutz
  • Inklusive Schutz für private Copter-Flüge

Delvag Optimal für 250 Euro (exkl. Steuer):

  • 3 Mio. Euro Deckungssumme
  • Mehrere Drohnen sind versichert, wobei nur ein Copter gleichzeitig in der Luft sein darf
  • Mehrere Steuerer können abgesichert werden
  • Europaweiter Schutz
  • Inklusive Schutz für private Copter-Flüge

Delvag Pro für 420 Euro (exkl. Steuer):

  • 5 Mio. Euro Deckungssumme 
  • Mehrere Drohnen sind versichert, wobei drei Copter gleichzeitig in der Luft sein dürfen
  • Mehrere Steuerer können abgesichert werden
  • Europaweiter Schutz
  • Inklusive Schutz für private Copter-Flüge

R+V Versicherung

Die Tarife der R+V Versicherung unterscheiden sich vor allem in der Deckungssumme und der damit verbundenen Jahresprämie. Die R+V Versicherung ist eine gute Wahl, wenn du mit deiner Drohne Fernreisen außerhalb von Europa unternimmst.

Auch bei R+V sind Flüge außerhalb von Modellflugplätzen, innerhalb von Gebäuden und bei der Teilnahme an Wettbewerben mitversichert. Zudem greift der Versicherungsschutz bei automatisierten Flugmanövern wie FollowMe und Point of Interest, solang du jederzeit die volle Kontrolle zurückerlangen kannst.

Bei allen Tarifen der R+V kann eine beliebige Anzahl an Drohnen-Piloten mitversichert werden. 

Private Drohnen-Versicherungen


Private Luftfahrt-Haftpflichtversicherung von R+V (inkl. Steuern):.

  • 1 Drohne versichert
  • Jahresbeitrag abhängig von gewünschter Deckungssumme
    • 77,11 Euro bei 1 Mio. Euro Deckungssumme
    • 93,30 Euro bei 2 Mio. Euro Deckungssumme
    • 110,43 Euro bei 3 Mio. Euro Deckungssumme
    • 126,62 Euro bei 4 Mio. Euro Deckungssumme
    • 142,80 Euro bei 5 Mio. Euro Deckungssumme
  • Weltweiter Versicherungsschutz mit Ausnahme US-Gebiete und Kanada

Gewerbliche Drohnen-Versicherungen


Gewerbliche Luftfahrt-Haftpflichtversicherung von R+V (exkl. Steuern):.

  • 1 Drohne versichert
  • Private und gewerbliche Drohnen-Flüge sind abgedeckt
  • Jahresbeitrag abhängig von gewünschter Deckungssumme
    • 123,93 Euro bei 1 Mio. Euro Deckungssumme
    • 149,94 Euro bei 2 Mio. Euro Deckungssumme
    • 177,48 Euro bei 3 Mio. Euro Deckungssumme
    • 203,49 Euro bei 4 Mio. Euro Deckungssumme
    • 229,50 Euro bei 5 Mio. Euro Deckungssumme
  • Weltweiter Versicherungsschutz mit Ausnahme US-Gebiete und Kanada

HDI Versicherung

Die HDI bietet u.a. einen Tarif an, der sowohl private als auch gewerbliche Drohnenflüge abdeckt. Die Jahresprämie bemisst sich auch hier nach der gewünschten Deckungssumme. 

Drohnen-Versicherung der HDI


HDI Luftfahrt-Haftpflichtversicherung (exkl. Steuern):
.

  • Abdeckung von privaten und kommerziellen Flugmanövern
  • Schutz bei Flugmanövern außerhalb von Modelflugplätzen und innerhalb von Gebäuden
  • Versicherung in Europa gültig. Die Erweiterung auf eine weltweite Abdeckung (ohne USA/Kanada) ist möglich. Der zusätzliche Preis ist abhängig von der gewählten Deckungssumme und der versicherten Anzahl an Coptern.
  • Jahresprämie abhängig von gewünschter Deckungssumme. Es können höhere Premien anfallen, falls du mehrere Drohnen versichern willst.
    • ab 120 Euro bei 1 Mio. Euro Deckungssumme
    • ab 140 Euro bei 1,5 Mio. Euro Deckungssumme
    • ab 175 Euro bei 3 Mio. Euro Deckungssumme
    • ab 195 Euro bei 4 Mio. Euro Deckungssumme
  • Es können beim HDI bis zu fünf Drohnen gleichzeitig abgesichert werden.
  • Unbegrenzte Anzahl an Steuerern.
Gewerbliche Drohnen-Versicherungen


Gewerbliche Luftfahrt-Haftpflichtversicherung von R+V (exkl. Steuern):.

  • 1 Drohne versichert
  • Private und gewerbliche Drohnen-Flüge sind abgedeckt
  • Jahresbeitrag abhängig von gewünschter Deckungssumme
    • 123,93 Euro bei 1 Mio. Euro Deckungssumme
    • 149,94 Euro bei 2 Mio. Euro Deckungssumme
    • 177,48 Euro bei 3 Mio. Euro Deckungssumme
    • 203,49 Euro bei 4 Mio. Euro Deckungssumme
    • 229,50 Euro bei 5 Mio. Euro Deckungssumme
  • Weltweiter Versicherungsschutz mit Ausnahme US-Gebiete und Kanada


Kriterien bei der Auswahl einer Drohnen-Versicherung

Beim Abschluss einer Drohnen-Versicherung musst du auf einige Aspekte achten, um für dich den passenden Versicherungsschutz zu wählen.

  1. Verwendungszweck
    Willst du nur für private Zwecke eine Drohne fliegen oder verfolgst du gewerbliche Zwecke mit den Drohnen-Flügen? Für beide Anwendungsfälle gelten unterschiedliche Policen. Am besten ist es, wenn beide Szenarien in deiner Drohnen-Versicherung abgedeckt sind.
  2. Deckungssumme
    Bis zu welchen Schadenssummen kommt der Versicherer auf? Hier gilt natürlich die Devise: Je höher die Deckungssumme, desto bester. Deine Versicherung sollte Kosten von mindestens 1.000.000 Euro abdecken. Gerade bei Personenschäden kann ein Unfall schnell zu Millionenschäden führen. Außerdem interessant: Gibt es eine Selbstbeteiligung?
  3. Anzahl der Steuerer
    Willst nur du alleine die Drohne steuern oder teilst du dir das Hobby/ den Job noch mit einer anderen Person? Die steuernde Person muss im Versicherungsschein angegeben sein. Falls also mehrere Personen fliegen wollen, dann solltest du das beim Abschluss der Drohnen-Versicherung bedenken.
  4. Anzahl der Copter
    Das Gleiche gilt, wenn du mehrere Drohnen besitzt und mit denen fliegen willst. Auch die Multicopter müssen (oft mit Seriennummer) gemeldet werden. In dem Atemzug sollte es selbstverständlich sein, dass das Gewicht des Copters den Vorgaben des Versicherers entspricht.
  5. Fluggebiete und -manöver
    Die Bedingungen der Drohnen-Versicherer regulieren, wo und wie du fliegen darfst. Sind autonome Flüge (z.B. Follow Me Funktion, Return to home) gestattet? Darfst du als FPV-Racer an Wettbewerben teilnehmen? Sind Flüge innerhalb von Gebäuden erlaubt?
  6. Geltungsbereich der Drohnen-Versicherung
    Dieser Abschnitt ist besonders spannend, wenn du mit deiner Drohne verreisen möchtest: In welchen Ländern gilt der Tarif? 
  7. Preis
    Natürlich spielt der Preis der Versicherung eine Rolle. Die Tarife starten bei deutlich unter 100 Euro für Privatpersonen und können mehrere hundert Euro für gewerbliche Piloten betragen.

Das sind die sieben wichtigsten Aspekte, auf die du beim Abschluss deiner Drohnen-Versicherung achten solltest.

Mitgliedschaft in einem Modellsportverband

Neben der Privathaftpflicht und der Luftfahrt-Haftpflichtversicherung gibt es auch noch eine weitere Möglichkeit, seine Drohne zu versichern. Bei einer Mitgliedschaft in einem Modellsportverband ist in der Regel eine Drohnen-Versicherung mit inkludiert.

Die Kosten für eine solche Versicherung sind in der Regel recht gering und deswegen sehr attraktiv für viele Hobby-Piloten. Wenn mir günstige Preise jedoch wichtig sind, dann würde ich zunächst schauen, ob eine Privathaftpflicht mein Fluggerät mit einschließen kann. So spare ich mir eine Versicherung, denn die Privathaftpflichtversicherung benötigst du auf jeden Fall.

Es gibt aber Situationen, in denen eine Drohnenversicherung über einen Modellflugverein durchaus sinnvoll sein kann. Wenn du selbst gern an Flugmodellen bastelst und auch auf Modellflugplätzen unterwegs bist, dann sind die Policen der Modellflugverbände besser für dich. Hier kannst du Flugmodelle mit einem Gewicht von mehr als 5 Kilogramm und Flughöhen über 100 Meter absichern, wenn das Modellfluggelände derartige Flüge zulässt.

Neben einer Drohnenversicherung bekommst du zusätzliche Leistungen wie z.B. eine Mitgliedszeitschrift vom Verband. Die Policen lassen sich häufig erweitern (auch auf gewerbliche Tarife).

Zu den bekanntesten Modellflugverbänden gehören folgende Organisationen:

  • Deutscher Modellflieger Verband (DMFV)
  • Modellflugsportverband Deutschland (MFSD)
  • Deutsche Modellsport Organisation (DMO)

Falls du dich für eine Mitgliedschaft in einem Modellflugverband interessierst, dann empfehle ich dir, dich zunächst in deiner Umgebung umzuhören und zu schauen, welche Verbände mit Ortsverbänden bzw. Modellflugplätzen in deiner Nähe vertreten sind. Bei einem persönlichen Kennenlernen kannst du zudem gut feststellen, ob die Mitgliedschaft im Modellflugverband etwas für dich ist.

Fazit zum Thema Drohnen-Versicherung

Wie du siehst, es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, eine Drohne zu versichern. Rechtlich am sichersten ist immer eine Drohnen-Versicherung mit Gefährdungshaftung. Als Privatanwender empfehle ich dir die Versicherung der Helden. Gewerbliche Nutzer sind bei der Delvag oder bei der R+V gut aufgehoben.  

Nach Abschluss der Police erhältst du eine Versicherungsbestätigung. Diesen Nachweis solltest du dir umgehend ausdrucken und in deinem Drohnen-Rucksack bzw. Koffer verstauen. Denn während des Flugbetriebes musst du einen Versicherungsnachweis (siehe §106 LuftVZO) mit dir führen.

Wir haben alle Informationen nach besten Wissen recherchiert. Trotzdem kann es zu Änderungen kommen. Deswegen können wir keine Haftung für die hier angegebenen Informationen geben.

Hast du noch Fragen zu den Drohnen-Versicherungen? Hast du selbst schon Erfahrungen mit der Regulierung eines Copter-Schadens? Wir freuen uns über einen Kommentar von dir!

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

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  • Levin | 18.10.2016

    Hi Francis und danke dass du dir die Mühe gemacht hast, dies alles zusammenzutragen!
    Ich hatte bisher diese Versicherung über Gothaer im Blick. Gibt es irgendeinen Grund das du sie nicht aufgelistet hast?
    Sie scheint mir deutlich besser zu sein, nur hab ich den Haken noch nicht gefunden:/
    Danke, Levin

    • Francis | 19.10.2016

      Hallo Levin,
      bei der Gothaer gibt es tatsächlich einen Haken. Denn dabei handelt es sich um eine reguläre private Haftpflichtversicherung und nicht um eine spezielle Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Den sehr wichtigen Unterschied habe ich am Ende des Artikels („Wichtig zu wissen“) erklärt.
      Die Gothaer würde also dafür aufkommen, wenn du einen Schaden verursacht hast. Im Luftrecht ist diese Bedingung aber gar nicht relevant und du musst im Zweifel haften, weil du die Drohne in die Luft gebracht hast.
      Mal noch ein fiktives Beispiel: Ein dir unbekannter Pilot fliegt seine Drohne unerlaubt außerhalb der Sichtweite und verursacht eine Kollision. Dein Copter stürzt ab und zerstört die Frontscheibe eines PKWs. Die Drohne des Verursachers bleibt unbeschadet, fliegt zurück und der Pilot verschwindet auf alle Ewigkeit.
      In dieser Situation könnte die Gothaer nun sagen, dass du den Schaden nicht verursacht hast und damit die Regulierung des Schadens ablehnen. Stattdessen würde sich die Versicherungsgesellschaft darauf berufen, dass man nach den anderen Piloten fahnden müsse. Das ist aber dem Besitzer des PKWs egal. Er hat nach Luftrecht einen Anspruch auf den Ersatz des Schadens – und zwar von dir. Das könnte also im Extremfall bedeuten, dass du aus privater Tasche für den Schaden aufkommen musst. Die speziellen Luftfahrt-Versicherungen stellen die Schuldfrage nicht und somit bist du mit diesen Policen auf der sicheren Seite. Klar ist es ein konstruierter Extremfall. Aber genau dafür müssen wir ja eine Versicherung abschließen.
      Fazit: Ich würde die Finger von der Gothaer lassen. Das gilt auch bei allen anderen PHVs, die Copter mit einschließen.
      Ich hoffe, ich konnte das verständlich erklären. ;)
      Viele Grüße,
      Francis

      • Levin | 19.10.2016

        Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung! Mir war nicht klar, das Gothaer eine private Haftpflichtversicherung ist (ich dachte, das Privat bezieht sich auf die nicht-kommerzielle Nutzung…) und das dieser Abschnitt so zutrifft.
        Dann werde ich also deinen Ratschlag befolgen und R+V wählen (130€)… oder direkt Devlag (100€+50€) weil die mehrere Stufen anbieten und zukünftige Kopter mitversichert sind:)
        Danke!

      • Levin | 19.10.2016

        Nach erneuten lesen der Gothaer sehe ich es nun auch endlich:
        „mitversichert ist eine Forderungsausfalldeckung, nicht jedoch die
        Deckung von Drittschäden ohne schuldhaftes Verhalten des Steuerers“
        Zum Glück noch gemerkt! :D

      • Francis | 19.10.2016

        Gern geschehen! Ja ich denke, mit diesen Tarifen bist du besser bedient. Alles Gute weiterhin, Francis

  • Martin | 19.10.2016

    Ausserdem darf ich ergänzen, dass es sich bei einer Luftfahrthaftpflicht immer auch um eine „Halterhaftpflicht“ handelt. D.h. streng genommen ist „jeder Pilot“ erstmal gegen Schäden versichert. Ob dieser Pilot berechtigt geflogen ist, klärt die Versicherung dann ab (wie beim Auto).
    Bsp Du lässt den Nachbarsjungen fliegen und hast einen Tarif (Luftfahrt) der Dir erlaubt, andere Piloten fliegen zu lassen – also alles gut!
    In der Privathaftpflicht ist der Nachbarsjunge NICHT versichert.

    • Francis | 19.10.2016

      Danke Martin für diese Ergänzung!

  • Michael | 19.10.2016

    Hi Francis,

    vielen Dank für deine Mühen.

    Wie bereits gesagt flieg ich im Dezember in die Staaten.

    Könntest du mir hier bitte kurz Zusammenstellen, was ich benötige bzw. auf was man zu achten hat?

    Besten Dank & Grüße

    Michael

    • Francis | 19.10.2016

      Hallo Michael,
      da kann ich nur wiederholen, was ich hier schon niedergeschrieben habe und was du vermutlich schon kennst: https://my-road.de/drohnen-gesetze-in-nordamerika/#usa
      Am wichtigsten ist es, sich zu registrieren. Einen Versicherungsschutz wirst du für die USA aktuell nicht erhalten.
      Viele Grüße,
      Francis

  • Roland | 28.12.2016

    Hi, warum sind USA und Kanada in den Haftpflichtversicherungen immer ausgeschlossen? Danke, Roland

    • Francis | 28.12.2016

      Hallo Roland,
      das hängt mit den hohen Summen zusammen, die in einem Schadensfall entstehen. Amerikanische Gerichte sprechen tendenziell höhere Schadensersatzansprüche zu als überall anders in der Welt. Davor fürchten sich offenbar die Haftpflichtversicherer.
      Viele Grüße, Francis

  • Tobias St. | 30.12.2016

    Hallo,
    wie schaut es mit der Einzelmitgliedschaft im DMFV aus? Bis 1000g wäre die Drohne ebenfalls versichert, auch außerhalb von Modellflugplätzen. Der Preis scheint auch fair zu sein – oder habe ich da irgendetwas übersehen?
    Gruß, Tobias

    • Francis | 10.01.2017

      Hallo Tobias,
      tatsächlich kann man sich auch über die Verbände versichern. Mehr Infos dazu werde ich in diesem Monat noch im Artikel ergänzen.
      Beste Grüße,
      Francis

    • Michael Sch. | 22.01.2017

      Häufig ist bei der Versicherung über die Verbände wie z.B. dem DMFV das autonome Fliegen (Follow Me, Way Point etc.) nicht versichert. Ich weiß auch nicht, wie es mit Steuerung über das Smartphone aussieht. Zumindest ist es jeweils schwer herauszufinden was alles versichert bzw. nicht versichert ist.

    • Francis | 27.01.2017

      Hallo Tobias,
      die Infos sind nun oben mit ergänzt. Kommt eben stark darauf an, mit welchem Copter du unterwegs bist.
      Beste Grüße, Francis

      • Tobias St. | 22.02.2017

        Hallo Francis und Michael Sch.
        vielen Dank für die Infos und die Erweiterung in der Webseite.
        Gruß, tobias

      • Francis | 01.03.2017

        Gern :)

  • A. L. | 01.01.2017

    Man kann auch einfach Mitglied in einem beliebigen Modellflugclub werden, da ist die Haftpflichtversicherung üblicherweise direkt mit eingeschlossen und es ist wesentlich günstiger, z.B. beim MFSD für 44 EUR/Jahr.

    • Michael Sch. | 22.01.2017

      Da sollte man aber dann darauf achten, ob auch „Wildfliegen“, autonomes Fliegen in Sichtweite, Steuerung über Smartphone etc. mit eingeschlossen sind. Ist oft nicht der Fall oder muss zusätzlich abgeschlossen werden.

  • Stefan | 13.02.2017

    Hallo Francis,
    erstmal vielen Dank für die tolle Seite. Endlich gibt es mal eine sehr hilfreiche Übersicht.
    Ich habe noch eine Frage: Ich werde im Sommer nach Albanien fahren, gibt es dort auch Regeln ? Das man sich an die normalen Regeln hält ist klar :) Ist eigentlich bei den Versicherungen Albanien mit eingeschlossen ?
    Danke schon mal für deine Antwort
    Gruß Stefan

    • Francis | 14.02.2017

      Hallo Stefan,
      zu Albanien liegen mir noch keine Informationen vor. Ich hab das Land mit auf unsere Recherche-Liste gepackt. Bis zu deiner Reise hab ich es vielleicht auf unserer Seite ergänzt. Albanien ist bei den Versicherungen mit abgedeckt.
      Beste Grüße, Francis

      • Stefan | 14.02.2017

        Hallo Francis,
        erstmal Danke für deine Antwort :) Wenn du noch Informationen zu Albanien findest, wäre es für mich Super !
        Gruß Stefan

  • Christian | 17.02.2017

    Hi zusammen,

    Tolle Übersicht. Ich habe das Ganze durchgesehen und war kurz davor eine der Versicherungen abzuschließen; dann bin ich über „Haftpflichthelden“ gestolpert, einem jungen Startup Unternehmen aus Hamburg. Die kostet 72,00€ und ist neben der Dronen-Haftpflicht auch eine Privat-Haftpflicht. Dabei übernimmt die Dronen-Haftpflicht ebenfalls die Deckungssummer der normalen Haftpflicht-Versicherung (50 Mio Euro).

    Es gibt in den Versicherungsbedingungen auch keinerlei Einschränkungen (nach meinem Verständnis) zu der Art des Fliegens (Modellflughafen vs. Wildes Fliegen), so dass alles abgedeckt sein sollte.

    Ich habe diese Versicherung für mich abgeschlossen; vielleicht passt diese ja auch für andere hier. :-)

    Beste Grüße,

    Christian

    • Francis | 17.02.2017

      Hallo Christian,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Diesen Anbieter kenne ich bereits, jedoch handelt es sich nach meinem Verständnis nicht um eine Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Danach entstehen bei dieser Police Deckungslücken (siehe auch der Absatz „Warum die reguläre Privathaftpflicht-Versicherung keine Option ist“). Deswegen vertraue ich diesem Anbieter in Puncto Copter-Absicherung nicht und habe ihn deswegen nicht mit erwähnt.
      Beste Grüße und ein schönes Wochenende,
      Francis

      • Michael Sch. | 17.02.2017

        Genauso ist es. Eine Privathaftpflicht kann keine Halterhaftpflichtversicherung ersetzen!!!

      • Roman | 21.08.2017

        Aber genau diese Versicherung ist doch oben aufgeführt. Warum wird sie jetzt hier in den Kommentaren nicht mehr empfohlen? Bin etwas verwirrt.

        Gruß

      • Michael S. | 21.08.2017

        Ich denke mittlerweile wurde der entsprechende Paragraph in die Versicherung integriert, so dass auch eine Halterhaftpflicht eingeschlossen ist.

  • fridina | 18.02.2017

    Ich verstehe nicht, warum bei dir die Delvag-Versicherung die erste Wahl sein soll. In Paragraph 1.6 der Versicherungsbedingungen heißt es dort, dass für jeden Start, jede Landung vorher das Einverständnis des jeweiligen Grundstückseigentümer einzuholen ist. Da das in der Praxis ja wohl kaum zu realisieren ist, verliert man automatisch seinen Versicherungsschutz. Wofür dann eine Versicherung?

    • Michael Sch. | 19.02.2017

      Das ist grundsätzlich bei jeder Versicherung so, da das Fliegen über Privatgelände grundsätzlich nicht erlaubt ist. Jede Versicherung geht davon aus, dass innerhalb des gesetzlichen Rahmen geflogen wird. Das bedeutet z.B. auch, dass man nicht einfach über dem Grundstück vom Nachbarn fliegen darf, ohne dessen Erlaubnis.

    • Francis | 19.02.2017

      Hallo Fridina,
      das ist nun mal der Rechtsrahmen in Deutschland. Ich kenne keine Versicherung, die etwas absichert, das gegen geltende Gesetze verstößt. Daher ist die Klausel bei der Delvag nichts Besonderes.
      Sonnige Grüße, Francis

  • Julian | 18.02.2017

    Hey, ich wollte mal wissen ob jemand mit dieser Versicherung schon Erfahrung gemacht hat: drohnen-versichern.de/versicherungsumfang-private-drohnen-haftpflicht

    LG Julian

    • Francis | 19.02.2017

      Hallo Julian,
      das ist auch keine Luftfahrt-Haftpflichtversicherung / Halterhaftpflicht: „mitversichert ist eine Forderungsausfalldeckung, nicht jedoch die Deckung von Drittschäden ohne schuldhaftes Verhalten des Steuerers“

      Das ist eine ganz normale Private Haftpflichtversicherung, auch wenn versucht wird, einen anderen Eindruck zu erwecken. Deswegen rate ich von diesem Anbieter ab.
      Viele Grüße, Francis

  • Bo | 25.02.2017

    Hallo und vielen Dank für die interessante Zusammenfassung! :)
    Mir ist allerdings aufgefallen, dass wenn ich nach der HDI-Versicherung google, mir Ergebnisse angezeigt werden, die preislich weit unter deiner Empfehlung liegen (ich beziehe mich auf den privaten Nutzungsbereich).

    Dort kostet die private Variante bei 1.000.000 Deckung lediglich 71,40 € im Jahr. Ebenfalls wird dort die Zugrunde liegende Versicherungsbedingungen betont:
    Luftfahrt Haftpflichtversicherung (für Luftfahrzeughalter, Luftfrachtführer) AHB-Lu 2008 Lu H 1
    Kann ich mit der Versicherung irgendetwas falsch machen? Was übersehe ich?
    Beste Grüße,
    Bo

    • Michael Sch. | 25.02.2017

      Versicherung ist meiner Meinung nach in Ordnung, allerdings wäre mir die Deckungssumme von 1000000 Euro zu wenig. Zudem muss jede Drohne einzeln versichert werden, falls man mehrere hat.

  • Kalle | 05.03.2017

    Hallo,
    was haltet ihr denn von dieser Versicherung?
    Im Grunde sollte man doch nur möglichst preiswert eine Versicherung abschließen, um bei einer Kontrolle etwas vorweisen zu können. Letztendlich ist doch an jedem Flug etwas nicht erlaubtes nachzuweisen. Also ich frage nicht jeden Bauern ob ich auf seiner Wiese starten darf…. insofern zahlt nach einem Schaden keine Versicherung.

    • Kalle | 05.03.2017

      Hallo,

      hier noch der Link zur Versicherung :-)

      https://deutsche-modellsport-organisation.de/home.html

    • Francis | 06.03.2017

      Hi Kalle,
      ich bin mal so frei und zitiere meinen Text von oben: „Autonome Flugmanöver sind beim DMO nicht mitversichert. Dadurch entfällt die Absicherung z.B. bei einem Failsafe/Return To Home, bei Follow-Me- oder Missionsflügen (Waypoints). Gerade ein Failsafe lässt sich nicht zu hundert Prozent ausschließen und in solchen Situationen besteht ein erhöhtes Risiko für eine Kollision. Deswegen rate ich Copter-Piloten ab, sich auf die Versicherung über die DMO zu verlassen.“
      Vielleicht hilft es dir in der Entscheidungsfindung ;)
      VG Francis

  • Chris | 07.03.2017

    Hallo,

    toller Überblick! Ich habe noch etwas weiter geforscht und bin auf die folgenden Versicherungen für 82 € gestoßen:

    „Die Versicherung umfasst:
    freies Fliegen (auch außerhalb von Modellflugplätzen)
    Indoor- und Outdoor-Flüge
    Flüge mit Kamera (Video / Foto / FPV Flüge = First Person View)
    Flüge im Ausland / Urlaub (Weltweit außer US-Gebiete, Kanada)
    autonomes Fliegen / Flug via Autopilot / Waypoints / FollowMe
    Flüge im kontrollierten und unkontrollierten Luftraum
    20 Mio. Euro Deckungssumme
    außerdem umfasst diese Versicherung eine vollwertige allgemeine Familien-Haftpflichtversicherung! (Übersicht Familienhaftpflicht).“

    Diese scheinen mir billiger und das gleiche abzudecken, teilweise mit höhreren Deckungssummen. Gibt es hier einen Haken?

    Grüße
    Chris

    • Michael | 23.03.2017

      Hallo Chris, bei dem Angebot versteckt sich wieder eine Privathaftpflichtversicherung – das erkennst du ganz leicht an der hohen Versicherungssumme (20 Mio.) und dem Hinweis „inkl. Familienhaftpflichtversicherung“.

  • Nils | 07.03.2017

    Hey Francis, cool Seite schon mal. Wir kommen vielleicht nochmal auf euch zurück!
    Kurze Frage zur Haftpflicht: Meine allgemeine Haftpflichtversicherung (VHH Versicherungen) meinte heute auf Anfrage von mir, dass Drohnenschäden (wenn ich nicht gegen die Gesetze verstoßen habe) ganz normal in der Haftpflicht mit abgedeckt sind. Was meinst du dazu? Ich hätte jetzt gedacht, dass ich dann keine weitere Versicherung brauche.

    • Francis | 18.03.2017

      Hallo Nils,
      ich würde trotzdem eine spezielle Luftfahrt-Haftpflichtversicherung abschließen, weil es bei den regulären Privathaftpflichtversicherungen zu Deckungslücken kommen kann. Wir haben das unter der Zwischenüberschrift „Warum die reguläre Privathaftpflicht-Versicherung keine Option ist“ ein wenig genauer erklärt.
      Beste Grüße,
      Francis

  • Roger | 04.04.2017

    Hallo zusammen,
    habe als Drohnen-Neuling mit Interesse die Ausführungen auf Eurer interessanten Webseite gelesen. Verstehe auch den (theoretischen) Zweck einer Luftfahrt-Haftpflichtversicherung… theoretisch deshalb, weil wohl kaum nachgewiesen werden kann, ob nun meine Drohne durch Eigen- oder Drittverschulden abgestürzt ist und einen Schaden verursacht hat. Also selbst wenn es ein Greifvogel, eine Windböe oder eine andere Drohne war, so ist dies a) wohl kaum je nachweisbar und wird b) so kaum von mir kommuniziert werden. Und dann würde eine „normale“, sprich günstigere Privathaftpflicht genügen – oder sehe ich da was falsch?
    Und wie von Kalle weiter oben bereits erwähnt, sind wir alle, die von irgendeinem privaten Acker starten ohne dessen Besitzer vorher konkret um Erlaubnis gefragt zu haben, letztlich illegal unterwegs. Und jedes Stück Land gehört immer jemandem und in den allerseltensten Fällen mir…

    • Francis | 08.04.2017

      Hi Roger,
      die Frage ist dann, wen die Beweispflicht trifft. Ich habe lieber die Versicherung in der Tasche und beschäftige mich nicht mit unnötigen Gedankenexperimenten. Bisher habe ich von keinem Fall gehört, bei dem eine „Drohnen-Versicherung“ die Schadensregulierung verweigert hätte. Die paar Euro für die Versicherung hat man auch noch, wenn man sich eine Drohne leisten kann. Davon abgesehen bist du rechtlich dazu verpflichtet.
      Beste Grüße, Francis

  • Thomas | 05.04.2017

    Hallo Francis,
    vielen tausend Dank für diese tolle Seite! Hat mir schon so weitergeholfen. Ich werde in 2 Wochen in die USA reisen und habe vor, meine Drohne mitzunehmen. Eine Frage, die mich noch quält, ist der nicht auszuschließende Diebstahl. Für meine restliche Kameraausrüstung kann ich problemlos eine Diebstahlversicherung abschließen, jedoch sind Drohnen, selbst wenn sie explizit als „Kameradrohne“ gelistet sind, nie miteingeschlossen. Hast du da schon Erfahrungen gemacht, bzw. glaubst du, es lohnt sich überhaupt, gegen Diebstahl zu versichern?
    Vielen Dank und viele Grüße aus München,
    Thomas

    • Francis | 08.04.2017

      Hallo Thomas,
      freut mich, wenn wir dir hier weiterhelfen können.

      Damit habe ich keine Erfahrung. Wir sind bisher sehr gut ohne Diebstahl-Versicherung ausgekommen. Ich finde das nicht so notwendig.
      Beste Grüße,
      Francis

  • Jürgen | 08.04.2017

    Erstmal danke für deinen Vergleich!
    Ich finde, man sollte auch noch auf das „Kleingedruckte“ im Vertrag hinweisen, so bei Delvag z.B. dass jeder Flug peinlichst genau protokolliert werden muss, zudem Informierung der Polizei, wenn man innerhalb geschl. Ortschaften fliegt.
    Bei der R+V oder degenia (gewerblich) habe ich solche Klauseln nicht gefunden.
    Inzwischen ist ja auch gewerblich keine Aufstiegsgenehmigung bis 100m mehr erforderlich, warum also noch die Polizei im oben genannten Fall informieren? Finde das unnötige Schickane.

    Gruß
    Jürgen

    • Francis | 08.04.2017

      Hi Jürgen,
      keine Ursache! Da hast du natürlich recht, allerdings hat die Delvag in der Vergangenheit immer sehr schnell auf neue Rechtslagen reagiert. Ich gehe davon aus, dass die Versicherungsbedingungen der Delvag schon bald aktualisiert und der neuen Verordnung angepasst werden.
      Beste Grüße, Francis

    • Steffen Heil | 05.09.2017

      Hi Jürgen. Soweit ich die rechtliche Situation verstanden habe, darfst du über bewohntem Gebiet gar nicht fliegen. Damit stellt sich die Frage nach dem informieren der Polizei in geschlossenen Ortschaften wohl kaum noch, oder? Ich glaube, du kannst eine Ausnahmegenehmigung bekommen (wo?), da musst du dann wahrscheinlich informieren….

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