Eine Nacht in Amritsar: Wie mir die Sikhs im Goldenen Tempel die Augen öffneten

Einer der besten Erlebnisse während unserer bisherigen Indienreise war unsere Übernachtung im Goldenen Tempel von Amritsar. In diesem Artikel erfährst du, wie du kostenlos im Tempel übernachten kannst, was wir von den Sikhs lernten und welch faszinierenden Begegnungen wir in Amritsar hatten.

Schon bevor wir den Tempel sahen, machte sich die Aura des Tempels bemerkbar. Die Pilger strömen in Massen zum Tempel. Einige singen auf ihrem Weg und die Kleidung der vielen Sikhs macht schon beim Verlassen der Rikshaw große Lust auf den Tempel.

McDonalds-vegetarisches-Restaurant-IndienAnhand der Fastfood-Läden in diesem Teil der Stadt merkten wir, dass wir bald eine neue Welt betreten würden. McDonalds, Subway und Pizza-Hut haben hier Filialen, die ausschließlich vegetarische Gerichte verkaufen.

Mit etwas Glück kannst du auf deinem Weg zum Tempel einen Umzug erleben. Wir sind mehrmals zum Goldenen Tempel gelaufen und an einem Samstagabend gegen 18 Uhr konnten wir diesen Festzug inklusive Feuerwerk beobachten. Achtung: Der Teppich darf nur barfuß betreten werden!

Wir liefen weiter und machten uns zunächst mit den Regeln vertraut, die jeder im Tempel einzuhalten hat:

  1. Schuhe und Socken dürfen nicht mit in den Tempel genommen werden. Dafür gibt es mehrere Stellen, an denen du deine Schuhe kostenlos abgeben kannst. Deine Schuhmarke wird am Eingang kontrolliert.
  2. Füße und Hände müssen vor dem Eintritt gewaschen werden. Es gibt Waschbecken und ein Fußbecken vor dem Eingang.
  3. Im Inneren muss der Kopf bedeckt bleiben. Du kannst dir auf den Zufahrtsstraßen für 10 Rupien ein Kopftuch von einigen Händlern kaufen oder du leihst dir kostenlos eins am Eingang. Dieses ist dann aber schon getragen.
  4. Der Konsum von Genussmitteln wie Tabak und Alkohol ist im Tempelkomplex verboten.

Bevor du den Tempel betrittst, verstaust du deinen Rucksack am besten in einem Gepäck-Raum (z.B. links vor dem Haupteingang).

Nachdem wir den Haupteingang passiert hatten, war ich erst einmal ziemlich baff. Zwar habe ich das Bild des Tempels etliche Male zuvor in Amritsar gesehen, dennoch hat mich der Anblick fasziniert.

Der Goldene Tempel liegt in Mitten eines rechteckigen Pools, dem Amrit Sarovar (Nektarsee). Von diesem See leitet sich der Stadtname Amritsar ab. Das Wasser des Nektarsees gilt den Sikhs als heilig, weshalb viele Pilger im Wasser baden gehen. Im Wasser reflektiert sich das goldene Licht des Tempels. Umrandet wird der Nektarsee von einem breiten Weg, auf dem die Pilger im Uhrzeigersinn laufen. Ganz außen befindet sich eine Palastanlage.

Der Goldene Tempel in der Mitte des Nektarsees ist das Zentrum des Sikhismus und heißt eigentlich Harmandir Sahib (auch Hari Mandir). Übersetzt heißt das Gottestempel.

Der Sikhismus

Sikhi (Die Lehre) ist eine Philosophie, die sich an alle Menschen richtet und die Einheit von Allem predigt. Alles ist Ik (eins), weil alles von einem Ursprung, dem Schöpfer, entstand.

Sikhi begann mit Guru Nanak Devji, der 1469 auf die Welt kam. Seine Eltern waren Hindus, jedoch lehnte er von Anfang an die Rituale aus dem Hinduismus ab und sprach immer nur von dem einen Schöpfer und seine Liebe zu diesem. Sikhi predigt, dass alle Menschen das gleiche Licht von einem Schöpfer in sich tragen und lehnt daher das Kastensystem komplett ab. Die vier Eingänge zum Sri Harmandir Sahib (Goldenen Temple) signalisieren, dass alle Menschen von überall willkommen sind und deren Hintergrund (Kaste, Wohlstand, Geschlecht,Religion usw.) keine Rolle spielt.

Das Auflösen der Kasten wird eindrucksvoll dadurch symbolisiert, dass alle Männer denselben Nachnamen Singh (Löwe) und alle Frauen den Nachnamen Kaur (Prinzessin) tragen. Diese wurden vom zehnten Guru, Guru Gobind Singh Ji, eingeführt. Das macht es mir fast unmöglich, die zahlreichen neuen WhatsApp-Kontakte aus Amritsar auseinanderzuhalten.

Der jetzige Guru (11ter) der Sikhs ist der ewige Guru im Form vom Shabd (das Wort) und wird durch den Granth (heiliges Buch) wiedergegeben. Der Guru wird daher Sri Guru Granth Sahib Ji genannt. 

Die 5 Ks der Sikhs

Die Sikhs haben ein recht einheitliches Auftreten, womit sie sich von den restlichen Indern deutlich abheben. Vor allem die Männer demonstrieren ihre Verbundenheit durch die Fünf Ks:

  1. Kes: Ungeschnittenes, aber gepflegtes Haar, das unter einem Turban getragen wird
  2. Kangha: Ein Kamm (traditionell aus Holz) zur Pflege der Haare
  3. Kirpan: Ein Dolch, oft auch Schwert, mit dem die Sikhs zeigen, dass sie die Armen beschützen
  4. Kara: Ein Armreif am rechten Arm, mit dem früher Schwerthiebe abgefangen werden sollten
  5. Kachera: Eine Unterhose, die bis zu den Knien reicht. Ist heutzutage meistens unter einer längeren Hose verborgen

Als wir den Goldenen Tempel das zweite Mal umrundet hatten, gingen wir auf den Vorplatz um uns etwas zu entspannen. Kurz darauf sprach uns ein alter Sikh an und führte etwas Smalltalk mit uns. Schließlich lud er uns zu einer Führung durch den Tempel ein.

Bina im Gespräch mit Arvinder Singh
Bina im Gespräch mit Arvinder Singh

Gleich am Anfang erzählte er uns, dass alle Menschen gleich im Tempel sind – unabhängig von Alter, Nationalität oder Religion. Wer zusammen den Tempel besucht, wird wie ein Bruder bzw. eine Schwester behandelt. Und Tatsache: Regelmäßig sprach mich Arvinder Singh mit Bruder an.

Als erstes zeigte er uns eine Kochstelle, wo in einem riesigen Topf Gemüse auf einer Feuerstelle gekocht wurde. In einen Topf passen 2.000 Portionen.

Direkt im Anschluss ging es in die Speisehalle, in der hunderte Pilger kostenlos verköstigt wurden. Nicht nur das Essen ist kostenlos. Zu den Gratisangeboten der Sikhs zählt ein Shuttle-Service zwischen Tempel und Bahnhof, man kann kostenlos im Pilgerheim übernachten und für den Eintritt zu allen Gebäuden einschließlich des Sikh-Museums muss man auch nichts zahlen. Das nenne ich wahre Gastfreundschaft!

Nach dem Speisesaal hat uns Arvinder über einige Treppen auf ein Dach gebracht, das wir wohl selber nicht gefunden hätten. Von hier aus konnten wir den Tempelkomplex von oben bewundern. Außerdem hat uns der stolze Sikh von seiner Kultur und der Geschichte des Tempels erzählt. Leider war es nicht immer einfach, den Ausführungen zu folgen. Dennoch konnten wir einiges mitnehmen.

Nachdem wir das Dach verlassen hatten, führte uns Arvinder zu den Stellen, wo das indische Brot Chapatti hergestellt wird. An einer Ecke gab es zwei Maschinen, die jeweils 5.000 Chapattis pro Stunde backen. Auf einer anderen Seite der Halle saßen einige Gruppen, die das Brot von Hand herstellten. Wir beide durften uns hier auch darin probieren, den Chapatti-Teig auszurollen.

In einem benachbarten Raum sahen wir weitere gigantische Kochtöpfe.

Als nächstes zeigte uns Arvinder, wie das Besteck und die tausenden Teller abgewaschen werden. In einer Menschenkette wird das schmutzige Alu-Geschirr zur ersten Reinigungsstation gebracht. Ab hier durchlaufen die Teller folgenden Prozess:

  1. Abklopfen der Essensreste an einem großen Eimer.
  2. Teller werden nach hinten geworfen, wo die nächsten Sikhs die Teller in einem riesigen Behälter sammeln.
  3. Sobald die Behälter voll sind, wird das Geschirr zu einer „Waschstraße“ getragen, wo sich mehrere Waschrinnen befinden.
  4. An diesen Waschrinnen stehen hunderte Pilger, die das Geschirr abwaschen.
  5. Das Geschirr wird von einer Waschrinne zur nächsten getragen, sodass jeder Teller mehrere Male gereinigt wird.
  6. Zum Ende hin wird das Geschirr immer sauberer und schließlich wird es gestapelt.

Wir selbst bemerkten schon, dass keine Angestellten die Arbeit verrichten, sondern dass die Pilger selbst ihre Teller säubern. Arvinder erklärte uns, dass es den Sikhs hilft, den Kopf nach dem Essen frei zu bekommen.

Bina hilft beim Abwasch
Bina hilft beim Abwasch

Zu den Besuchern des Tempels zählten auch wir, weshalb wir uns auch an die Waschbecken stellten und das Geschirr spülten. Zugegeben, Bina hat deutlich länger durchgehalten und hatte sichtlich Spaß dabei. Ich hingegen empfand das laute Scheppern der Teller sehr unangenehm und die Situation eher stressig. Davon unberührt blieb aber meine Faszination für diese Parallelwelt. Pro Tag werden etwa 80.000 Leute kostenlos verköstigt, was dadurch funktioniert, dass alle an einem Strang ziehen. Jeder hilft beim Schnippeln vom Gemüse, beim Brotbacken oder eben beim Abwasch. Dabei entstand bei mir ein Gemeinschaftsgefühl, als wäre ich Teil einer riesigen Familie.

Wie faszinierend das alles ist, vermittelt dir unser neues Video. Lehne dich für 3 Minuten zurück und lass die Atmosphäre auf dich wirken:

Unser alter Bruder führte uns weiter um den Nektarsee. Er erklärte uns die verschiedenen Abbildungen, Schreine, ausgestellten Waffen. Der Tempel füllte sich immer mehr und immer wieder unterbrachen uns meist junge Pilger, die ein Foto mit uns machen wollten. Doch das war weder für uns noch für Arvinder ein Problem. Im Gegenteil: Es machte uns sogar großen Spaß, mit den Sikhs zu plaudern und von ihnen die Bedeutung der Heiligtümer erklärt zu bekommen. Die Offenheit der Sikhs ist überwältigend.

Nach dem uns Arvinder noch durch das Akal Takht (dem Sitz der Tempelverwaltung) geführt und uns zur Erfrischung mit einem Mango-Shake versorgt hatte, verabschiedeten wir uns. Dazu tauschten wir mit allen gerade umstehenden Indern die WhatsApp-Nummern aus. Auf was wir uns da einließen, erfuhren wir erst später. Zum Abschied erklärte uns Arvinder erneut, wie wir am besten im Tempel übernachten könnten.

Nach der Tour haben wir Abendbrot gegessen und uns schließlich einen Schlafplatz gesucht. Dazu liefen wir entlang des Nektarsees. Viele Pilger hatten schon ihr Lager auf dem Weg aufgeschlagen. Wir fanden einen kleinen Platz an einer Säule und legten uns auf den Marmorboden.

Unser Schlafplatz im Goldenen Tempel
Unser Schlafplatz im Goldenen Tempel

Wir hatten einen Schlafsack mitgebracht, sodass wir etwas weicher liegen konnten. Damit uns niemand etwas klaute, diente unser Rucksack als Kopfkissen. Überall im Tempel wird davor gewarnt, dass auch Taschendiebe im Tempelkomplex ihr Unwesen treiben. Falls du auch direkt im Tempel übernachten möchtest, solltest du deine Wertgegenstände möglichst gut sichern.

Die Nacht war nicht sehr erholsam. Der Boden ist unbequem und wir wurden 2:30 Uhr geweckt, weil zu diesem Zeitpunkt der Tempel geputzt wird. Wir suchten uns eine neue Ecke zum Schlafen, doch 4:45 Uhr weckte uns ein Wachmann, indem er mit dem Speer vor unserem Kopf auf den Boden schlug. Auch wenn wir fix und fertig waren: Das war es wert. Selbst in der Nacht hat der Tempel eine magische Ausstrahlung und davon hätten wir nichts mitbekommen, wenn wir woanders übernachtet hätten. Rund um die Uhr tickt das Leben im Goldenen Tempel. Selbst die Küche ist 24 Stunden am Tag geöffnet.

Nur der Goldene Tempel auf dem Nektarsee ist nachts für einige Stunden geschlossen. In den meisten Reiseführern steht, dass der Tempel von 22:00 bis 04:00 Uhr morgens geschlossen ist. Arvinder erklärte uns, dass er nur von 22:30 Uhr bis 1:30 Uhr nicht betreten werden kann. Da wir versucht haben zu schlafen, wissen wir die Öffnungszeiten nicht genau.

Die Stimmung am Abend und in den frühen Morgenstunden war etwas, was ich bis dahin nicht kannte und noch immer nicht in Worte fassen kann. Auf jeden Fall kann ich jedem nur empfehlen, die Nacht im Goldenen Tempel zu verbringen.

Alternativen zur Übernachtung im Tempel

Unser Favorit für eine Übernachtung in Amritsar war also direkt im Tempel zu schlafen. Falls du das nicht möchtest, dann gibt es natürlich auch noch zwei bequemere Optionen:

Übernachtung im Pilgerheim: Die Tempelverwaltung hat ein Pilgerheim, indem ausländische Besucher bis zu drei Tage kostenlos übernachten können. Es gibt Privatzimmer und Schlafsäle. Die Anforderungen, die du erfüllen musst, sind gering: kein Tabak, kein Alkohol, kein Sex. Wenn du die Gastfreundschaft der Sikhs in Anspruch nehmen möchtest, halt diese einfachen Bedingungen ein. Schließlich wirst du auf heiligen Gebiet übernachten. Wenn du das nicht packst, dann nehme bitte die nächste Option in Anspruch.

Die Unterkünfte (Guru Arjan Dev Niwas und Guru Ram Das Niwas) befinden sich auf der Seite der Bade-Ghats. Um eine Spende wird gebeten.

Unterkünfte neben dem Tempelkomplex: Auf deinem Weg zum Tempel wirst du wahrscheinlich von zahlreichen Einheimischen angesprochen werden, die dir ein Zimmer verkaufen wollen. Die Preise starten bei 350 Rupien für ein Doppelzimmer.

Welche Übernachtungsoption du auch wählst: Stehe früh vor dem Sonnenaufgang auf. Ab 5 Uhr solltest du im Tempel sein. Die Atmosphäre ist selbst dann noch spannend, wenn du schon am Vorabend den Sonnenuntergang vom Tempel aus gesehen hast.

Im Goldenen Tempel von Amritsar

Wenn ich bisher vom Goldenen Tempel sprach, meinte ich den gesamten Gebäudekomplex. Genau genommen ist der Goldene Tempel jedoch nur das Gebäude auf dem Nektarsee, das über die Brücke erreichbar ist.

Wir haben uns das Heiligtum erst am Morgen angesehen, weil wir dachten, dass wir dann nicht so lange anstehen müssen. Doch da lagen wir vollkommen daneben. Die Warteschlange vor dem Goldenen Tempel ist immer lang. Wir mussten etwa zwei Stunden warten, bis wir im Inneren waren.

Warteschlange im Goldenen Tempel von Amritsar
In der Warteschlange ist das Gedränge groß

Im Inneren des Goldenen Tempels werden den ganzen Tag Verse aus dem Adi Granth, dem heiligen Buch der Sikhs rezitiert. Der Gesang wird von Musikern untermalt. Das Ganze wird im kompletten Gebäudekomplex übertragen, sodass die Musik schon die Atmosphäre am Tag zuvor bestimmte. Nun konnten wir die Zeremonie live beobachten. Allerdings war das Gedrängel recht groß, sodass ich diesen Moment gar nicht richtig auf mich wirken lassen konnte. Da der Klangteppich aber schon die ganze Zeit die Atmosphäre bestimmte, war das kein Drama.

Sonst sahen wir noch einige Herren, die in Büchern gelesen haben. Insgesamt muss ich sagen, dass der Besuch des Inneren für mich nicht das Highlight war. Es war interessant, wie die Priester die riesigen Seiten des Heiligen Buches hin und her blätterten.

Wirklich begeistert war ich aber von der Offenheit der Sikhs. Die Herzlichkeit, mit der wir aufgenommen wurden, habe ich noch nie erlebt.

Als Arvinder uns anfangs sagte, dass alle im Tempel wie eine Familie sind, hielt ich das für eine leere Floskel. Doch mittlerweile habe ich begriffen, wie ernst das gemeint war und fühle mich den Sikhs selber sehr verbunden. Die Sikhs haben mir gezeigt, wie aufgeschlossen man Fremden gegenüber sein kann. Für diese unvergessliche Zeit bin ich zutiefst dankbar.

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Über den Autor

Hey, ich bin Francis – Weltenbummler, Blogger und Drohnenpilot. Seit Januar 2015 reise ich mit Bina um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

Diskussionen zum Thema

  • Ralf und Katrin | 01.06.2015

    Klasse Artikel !!! So detaillierte Einblicke habe ich in noch keiner Reportage gesehen.

    • Bina | 04.06.2015

      Danke, das hören wir gerne!! Es war auch wirklich genial da, das mussten wir einfach festhalten.

  • Renate | 02.06.2015

    Toller Artikel, faszinierende Bilder. Eine derart genaue Beschreibung habe ich von Amritsar bisher noch nie gelesen. Amritsar steht noch auf meiner Liste. Bisher war ich in Rajasthan und Goa. Die Atmosphäre in indischen Tempeln hat mich immer begeistert. Vor langer Zeit habe ich einen Roman über eine Europäerin gelesen, die mit einem Sikh gelebt hat. Durch die wahre Geschichte habe ich Vieles über den Sikhismus gelernt z.B. das die Tempel für jeden offen stehen. Faszinierend wie der Organisationsaufbau ist und dass so viele Freiwillige helfen, eine derart große Pilgerschar kostenlos zu verköstigen.

    Lieben Gruß
    Renate

    • Francis | 03.06.2015

      Hallo Renate,
      den Goldenen Tempel in Amritsar solltest du dir wirklich noch vornehmen! Wenn du sogar schon einen Bezug zu den Sikhs hast, wirst du diesen Ort lieben. Ich bin mir sicher!
      Den Vergleich zu Rajasthan kann ich noch nicht ziehen. In Goa hatten wir auch eine tolle Zeit, aber da waren es vor allem die Strände und die Kolonialbauten, die uns begeistert haben. In Amritsar war es die Menschlichkeit!
      Sonnige Grüße,
      Francis

  • Elke | 08.06.2015

    Absolut spitze euer Reisebericht und das Video. Mal ein ganz neuer Eindruck von Indien, werde es mal in Yoga ansprechen damit auch die anderen eure Seite kennen lernen. Euch noch viel Spaß und alles Gute.

    • Francis | 09.06.2015

      Hallo Elke,
      besten Dank für deinen Kommentar! Uns hat der Goldene Tempel in Amritsar auch einen ganz neuen Blickwinkel auf Indien eröffnet.
      Wir finden es spitze, dass du uns weiterempfehlen möchtest. Auch dafür vielen Dank!!
      Liebe Grüße und viel Spaß beim Yoga,
      Francis

  • Oli | 10.06.2015

    Spannend. Das mit dem Abwaschen wusste ich gar nicht.

  • Ulrike | 12.06.2015

    Hallo! Faszinierender Bericht! Als ich 1992 in Amritsar war, hab ich ein wenig Distanz zu den Sikhs gehalten, weil ich schon zu Beginn ein sehr unangenehmes Erlebnis mit einem Sikh-Mann hatte.
    Das Essen habe ich auch erlebt. Das ist ein großartiges Erlebnis!
    Danke für die tiefen Einblicke
    Ulrike

    • Francis | 14.06.2015

      Hallo Ulrike, das ist schade, dass du gleich zu Beginn eine negative Erfahrung hattest. Kann ich mir aber gut vorstellen. Als wir mal mittags zu einem Restaurant in Amritsar wollten, ist Bina an der Straße hinter mir gelaufen und ein Taxi-Fahrer hat das genutzt und ist zu ihr gelaufen. Er wollte ihr einen Kuss aufzwingen. Zum Glück ist nichts weiter passiert, aber daher kann ich mir gut vorstellen, wovon du sprichst.
      Beste Grüße, Fancis

  • HC | 09.10.2016

    Klasse Artikel!
    Weißt du wie es mit den Übernachtungen zur kälteren Zeit steht? Kann man nur draußen übernachten?
    Und ein Schlafsack ist auch ein Must-have nehme ich an?

    • Francis | 11.10.2016

      Danke dir! Nein, ich habe keine Erfahrungen mit der Übernachtung im Winter. Aber wie oben geschrieben, kannst du auch im Pilgerheim des Tempels unterkommen. Wir hatten einen dünnen Schlafsack für den harten Boden. Bei uns war es sonst warm genug. Wenn es kälter wird, ist der Schlafsack aber sicher eine gute Idee.
      Viele Grüße, Francis

  • simran thind | 08.05.2017

    Hallo ihr beiden ich find es sehr schön das es euch sehr gefallen hat den ich bin selbst ein Sikh und bin überrascht ein wenig ich kenne gar keine deutsche die mal im goldenen Tempel waren sondern die meisten gehen einfach den Taj Mahal ankucken und das wars ich habe viele kennen gelernt nur ein paar erinnere ich mich grade war dort. Viele Menschen sehen nur einen ganz kleinen Teil von Indien der schmutzige arme Teil aber ganz ehrlich es gibt schöne teile von Indien weg vom Smog ab in die Natur in die Wüste in eine Reise die man nicht wirklich vergessen kann aber die meisten denken eben:“OH Indien ? Ach du meinst den Taj Mahal oder die Hindus ach und es ist ja auch sehr dreckig dort oh auch noch der laute Smog. Ja ich kenne Indien“ sowas habe ich zu oft zu hören bekommen Indien hat nicht nur negative Sachen zum zeigen auch positive. Ihr seid einer der Menschen die ein Land nicht von aussen sondern von innen betrachtet das find ich super. Ich hoffe es hat euch im Goldenen Tempel sehr gefallen.

    • Francis | 16.05.2017

      Hallo Simran,
      du hast vollkommen recht! Wir haben zwar auch viele negative Seiten in Indien kennengelernt, aber wir haben auch sehr viel Schönes entdeckt. Wir waren ja fast ein halbes Jahr in Indien und konnten somit sehr viele Eindrücke sammeln. Und du hast vollkommen recht: Neben dem Taj Mahal gibt es viel mehr in diesem Land zu entdecken!
      Beste Grüße, Francis

      • Stephan | 30.12.2018

        Liebe Bina und Francis, herzlichen Dank für Euren wunderschönen Bericht aus Amritsar. Auch ich bin im März 2018 dort gewesen und durfte alles, was Ihr beschrieben habt hautnah erleben. Auch ich habe dort eine Freundlichkeit bei den Sikhs erlebt, wie nirgendwo anders auf der Welt. Ich habe Seva Dienst geleistet und mit den Sikhs zusammen gearbeitet, meditiert, gereist und habe dabei viele neue Freunde kennen gelernt, mit denen ich täglich schreibe. Der Punjab, die reiche Region von Indien, bietet so viele wundervolle Sehenswürdigkeiten, dass man hier richtig auflebt. Und Armut in Form von Hunger gibt es in Amritsar auch nicht, denn der Tempel ernährt alle. Das ist ein wunderbarer Beitrag für eine bessere Welt. Ich bedanke mich bei allen Sikhs für Ihre unvergleichbare Gastfreundschaft, Ihren Dienst am Nächsten, Ihre Hilfsbereitschaft und ihre Offenheit für alle Religionen. Herzliche Grüße Stephan

    • Carla Winkler-Mayer | 14.11.2017

      Hallo Simran, schade, dass Du den Eindruck hast, dass viele Touristen in Indien nur die negativen Seiten sehen. Nachdem ich im Zeitabstand von 30 Jahren bzw. 6 Jahren gerade von einer eindrucksvollen Reise Kaschmir, Ladakh, Dharamsala, Bir, Amritsar, Delhi zurückgekommen bin muss ich sagen, dass sich vieles zum Positiven gewandelt hat. Indien ist für mich ein faszinierendes Land mit Licht und Schattenseiten. Wir ‚Westler‘ sollten akzeptieren: andere Länder-andere Sitten.

  • Florian | 25.05.2017

    Im Pilgerheim für Ausländer kann man nett schlafen, es gibt Locker und da weckt einen auch niemand. Es erinnert eigentlich mehr an ein Backpacker-Hostel als an einen Tempel ;)

    • Francis | 25.05.2017

      Hi Florian,
      genau so ist es! Die Pilger haben uns auch alle ungläubig angeguckt, dass wir nicht mit im Heim geschlafen haben. Aber wir fanden es ganz cool, das nächtliche Leben im Tempel aus nächster Nähe mitzubekommen.
      Beste Grüße, Francis

  • Ralf Sieber | 19.09.2017

    Hallo Zusammen,

    Ich war drei Wochen in Indien mit Freundin aufm Motorrad unterwegs. Die höchsten Pässe, Himalaya und so weiter.Aber Amritsar war das Beste.Die schönste Erfahrung im Umgang mit völlig fremden Mensche hatte ich schon am Vorplatz des goldenen Tempels. Die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen war beeindruckend. Schade hier finde ich dass sich scheinbar keiner die zeit genommen hat Jallianwalla bagh zu besuchen.Gleich ums eck. Sehr traurige geschichte. Kuckt euch GHANDI an.Das Amritsar Massaker fand hier statt. Viele hunderte Tote.
    Der Park ist eine Gedenkstätte mit schiessenden Soldaten und Mauern mit Einschusslöchern. Nur so als Denkanstoß.

    Ralf undUli

    • Francis | 23.09.2017

      Hallo Ralf,
      klingt nach einer spannenden Reise, die ihr da erlebt habt! Schön, dass ihr ähnlich positive Erfahrungen in Amritsar gesammelt habt. Im Jallianwala-Bagh waren wir tatsächlich nicht. Wir haben auf unseren Reisen aber schon viele Orte besichtigt, an denen sich in der Vergangenheit furchtbare Dramen abgespielt haben. Leider können wir nicht immer alles in einer Stadt sehen. Trotzdem einen ganz herzlichen Dank für deine Ergänzung!
      Beste Grüße, Francis

  • Petra Moser | 15.12.2017

    Vielen Dank für die Informationen über den Goldenen Tempel. Ich habe schon lange den Wunsch nach Indien zu reisen und den Goldenen Tempel zu besuchen. Es war bis jetzt noch nicht die richtige Zeit. Aber euere Eindrücke haben mich bestärkt. Alles Gute für euch. Lieben Gruß Petra

    • Francis | 11.01.2018

      Hallo Petra,
      sehr gern :) Wir wünschen dir eine gute Reise nach Amritsar, wenn es mal soweit ist. Bis dahin alles Gute, Francis

  • Hedi Kellner | 16.01.2018

    Auch für mich war Amritsar im Jahr 2013 DAS Indienerlebnis – ich fahre im März wieder hin – und will auch wieder den „Silbernen“ Durgana Tempel der Hindu sehen und den Mata Tempel, der uns Europäern so kitschig erscheint, dass es auch schon wieder sehenswert ist

    • Francis | 08.02.2018

      Na dann wünschen wir dir wieder eine tolle Indienreise! :)

  • Kathrin Horvath | 23.01.2018

    Lieber Francis und liebe Bina!
    Herzlichen Dank für euren ausführlichen Reisebericht!
    Dank diesem durfte ich auch ein wenig von der Atmosphäre der Tempelanlage, des Heiligtums der Sikhs erhaschen. Mein Mann ist zur Zeit wiedermal geschäftlich in Indien und leider erlaubt es der Alltag nicht ihn zubegleiten. Auch die Tempelanlage hat er eben mit seinen indischen Kollegen besucht und Dank eures Filmes war ich auch ein wenig dabei.
    Ich selbst habe das Land auch schon mehrmals besucht und trotz aller Probleme und Schattenseiten ich mag das Land, die Farben, die Vielfalt und die Menschen.
    Alles Liebe an Euch und noch viele spannende Reisen und Einblicke in das Leben
    Herrliche Grüße
    Kathrin

    • Francis | 08.02.2018

      Liebe Kathrin,
      ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, wenn wir dich Amritsar ein Stück näher bringen konnten :)
      Beste Grüße, Francis

  • Prateek Singh | 16.03.2018

    Hallo Leute, Ich habe sehr gut gefullt, wenn ich uber deine Resie in Golden Temple gelesen hatte. Als ein Sikh fuhle ich mich an meine religion sehr stohlz dass Die leute sehr große interrese Golden Temple zu besuchen haben . Ich habe viele freunden Von Deustchland ,der einmal im Leben zum Amritsar besuchen wollen, velleicht nächsten monat ein freund von mir kommt zu mir und dann werden wir zusammen gehen.
    Wenn Sie planen wieder zu besuchen ,dann geben Sie mir bescheid. Ich wäre sehr wohl fuehlen ihnen zu bedienen. Eigentlich ich besuche 1 mal monatlich aber ich kann personlich da erreichen. damit wir alle zusammen noch etwas uber diese schonen platz kennen lernen. Es gibt viel zu sehen und viel zu erfahren und viel zu amusieren.
    Sie können mir eine Email schreiben bevor kommen. Es lautet [email protected]

    Hoffe treffen wir uns bald :)

    • Francis | 27.03.2018

      Hallo Prateek,
      wir möchten uns für deine Nachricht bedanken! Wenn wir wieder mal nach Amritsar fahren, melden wir uns sehr gern bei dir. Bis dahin alles Gute, Francis

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