Goodbye Bali: 10 Gründe, warum auch du Bali vermissen wirst

Es ist nun tatsächlich soweit: Wir haben Bali verlassen und sind nun schon eine Woche in Bangkok. Im Flugzeug nach Thailand habe ich überlegt, warum es uns so schwer fiel, Abschied von der Insel der Götter und Dämonen zu nehmen. Am Morgen vor dem Abflug waren wir ziemlich wehmütig. Hier kommen zehn Gründe, warum es dir vielleicht ähnlich ergehen wird!

1. Die Sonnenauf- und -untergänge sind traumhaft

Als wir im Taxi zum Flughafen saßen, konnten wir nochmals einen fantastischen Sonnenaufgang beobachten. Es ist wirklich atemberaubend, in welchen Farbtönen die Sonne auf- und untergeht. Den ersten Sonnenaufgang auf Bali haben wir uns auf dem Vulkan Mount Batur angesehen. Die Kulisse mit den Vulkanen am Horizont war unbeschreiblich schön.

Unser letzter Sonnenuntergang auf Bali am Bluepoint bei Ulu Watu

Unser letzter Sonnenuntergang auf Bali am Bluepoint bei Ulu Watu

Doch auch die Sonnenuntergänge haben uns von den Socken gehauen. Besonders an unserem letzten Abend auf Bali haben wir am Uluwatu Beach wohl einen der schönsten Sonnenuntergänge gesehen, die ich mir vorstellen kann. Wir standen auf den Felsen und blickten Richtung Meer. Das Wasser schimmerte in einen mysteriösen violett. Am Horizont färbte die Sonne den Himmel in ein kräftiges Orange. Darüber schloss sich eine Wolkenschicht an, gefolgt von einem strahlend blauen Himmel, in dem man die Sonnenstrahlen noch erkennen konnte. Allein für diese Lichtspiele lohnt sich die Reise nach Bali!

2. Balinesen sind äußerst freundlich

Balinese-Einwohner-Bali-IndonesienNach unseren 4,5 Monaten in Indien haben wir auf Bali ein krasses Kontrastprogramm erfahren. Auch in Indien haben wir superfreundliche Menschen getroffen. Das beste Beispiel dafür war wohl Amritsar oder das Personal in unserem Lieblingslokal in Mysore. Doch die meisten Inder haben wir leider als sehr schroff empfunden.

Ganz anders ging es uns da auf Bali, wo wir die Menschen schnell ins Herz geschlossen haben. Überall wurden wir sehr herzlich empfangen und manchmal hatte ich das Gefühl, mit einem Bruder bzw. einer Schwester zu reden. Ich kann gar nicht so richtig sagen, woran das lag. Doch eins steht fest: Es ist sehr einfach, mit den Balinesen ins Gespräch zu kommen.

Bei den vielen Small Talks lernten wir viel über die Insel und die Menschen. Und wenn die Sprachbarriere ein sinnvolles Gespräch unmöglich machte; wurde zumindest ein herzliches Lächeln ausgetauscht. Ob es uns in Deutschland mal gelingen wird, dieses Lächeln im Alltag lebendig zu halten?

3. Hübsche Opfergaben schmücken die Straßen

Daran schließt sich gleich der nächste Grund an, warum wir uns in Bali verliebt haben. Auf der Insel ist der Hinduismus die am stärksten vertretene Religion. Im balinesischen Hinduismus werden mehrmals täglich kleine Opfergaben gemacht, die das Ambiente auf der ganzen Insel bestimmen.

Überall sahen wir kleine aus Blättern geflochtene Körbchen, in denen z.B. Blumen, Reis und Weihrauchstäbchen geopfert werden. Möglichst weit oben werden die Opfergaben für die Götter platziert und auf den Boden werden die Opfergaben aufgestellt, die die Dämonen zähmen sollen.

Die kleinen Körbchen verleihen den Ortschaften die besonderen Farbtupfer.

Opfergaben im Wassertempel Tirta Empul

Opfergaben im Wassertempel Tirta Empul

4. Die Surf-Bedingungen sind ideal

Okay, der Punkt mag etwas verrückt klingen hier auf unserem Blog, denn wir waren auf Bali gar nicht surfen. Trotzdem konnten wir vom Strand aus beobachten, wie die Surfprofis auf den Wellen ritten. Allein das ist echt cool anzusehen und hat Lust darauf gemacht, richtig mit dem Surfen lernen zu beginnen. Für Anfänger wie uns gibt es auch tolle Ecken. Soweit wir das beurteilen können, gibt es für jedes Level die richtigen Wellen an der Küste Balis.

Dreamland-Beach-Bali-Indonesien

Die Surfer am Dreamland-Beach paddeln aufs Meer

5. Die Reisfelder lassen Bali leuchten

Neben den umwerfenden Stränden mit erstklassigen Wellen gibt es aber auch im Landesinneren geniale Plätze. Die Landschaften sind mit Reisfeldern durchzogen, die die Insel in einem kräftigen Grün erstrahlen lassen. Vulkangebirge im Hintergrund machen das Bild perfekt.

In der Region um Ubud gibt es zahlreiche Reisterrassen, die du mit dem Fahrrad, einem Motorroller oder bei einer Wanderung erkunden kannst. Hast du mal genug vom Strand, dann bieten die Reisfelder die perfekte Abwechslung für deinen Urlaub auf Bali.

Reisfelder vor dem Vulkan Gunung Agung

6. Faszinierende Wasserfälle sorgen für Abkühlung

Wo es Reisfelder gibt, gibt es auch Wasser. Deswegen sollte es dich nicht verwundern, dass es in der Nähe der Vulkane viele Wasserfälle gibt. Viele von ihnen haben wir uns angeschaut und jeder Wasserfall ist auf seine Art besonders. Am Fuße vieler Wasserfälle konnten wir baden und bei einigen Wasserfällen kannst du sogar vom Felsen ins Wasser springen. Ist das nicht cool?

Um die meisten Wasserfälle zu erreichen, musst du längere Wege über Treppen zurücklegen. Meistens brauchst du dafür etwa 20 Minuten. Doch diese Anstrengungen lohnen sich eigentlich immer! Wir haben mindestens sechs Wasserfälle gesehen und bedauern es immer noch, dass wir es nicht zu mehr Wasserfällen geschafft haben.

Einer der beliebtesten Wasserfälle auf Bali: Der Air Terjun Tegenungan

Einer der beliebtesten Wasserfälle auf Bali: Der Air Terjun Tegenungan

7. Das Wetter ist optimal für den Urlaub

Vom Wetter auf Bali waren wir positiv überrascht. Wir hatten eigentlich gedacht, dass es heißer wird. Doch mit Temperaturen um die 30 Grad war es immer recht angenehm. Als wir da waren (August-Oktober), hat es nur ein paar Mal kurz geregnet.

In der Nähe der Strände ist es meist etwas wärmer als im Landesinneren. Damit hast du also die Wahl, in welchen Temperaturbereichen du wohnen möchtest. Von Ubud ist es z.B. nur 45 Minuten mit dem Roller bis zum Strand von Sanur.

8. Tempel und Paläste sorgen für eine einzigartige Atmosphäre

Auf Bali gibt es tausende wunderschöne hinduistische Tempel und Paläste, die das Flair der Städte bestimmen. Selbst in vielen Privatgrundstücken befinden sich kleinere Haustempel. Der Hinduismus sieht vor, dass die Gläubigen mehrmals täglich in einen Tempel gehen sollen. Da das ziemlich zeitaufwendig ist, sind viele Balinesen pragmatisch und holen sich den Tempel einfach nach Hause. Deshalb kann es gut sein, dass du in einer Unterkunft direkt einen kleinen Tempel vor deinem Zimmer hast.

Trotzdem lohnt sich der Weg zu den großen öffentlichen Tempeln. Wir haben uns viele Tempel angesehen, denn jeder hat seine Besonderheiten: Tempel, die an der Klippe übers Meer ragen (z.B. Tanah Lot), Tempel mit angeschlossenen Fledermaushöhle (Pura Goa Lawah) oder Tempel mit Blick auf einen Vulkan (z.B. Pura Besakih) – es gibt so viel zu entdecken!

Der Wasserpalast Tirta Gangga aus der Luft fotografiert

Der Wasserpalast Tirta Gangga aus der Luft fotografiert

9. Die Tänze sorgen für unvergessliche Abende

Als wir die ersten Nächte in Ubud waren, hörten wir die Musik schon von weitem. Auf Bali gibt es mehrere traditionelle Tänze, die ich so zuvor noch nirgendswo gesehen habe. Bis in die Fingerspitzen durchchoreografiert und mit aufwändig hergestellten Kostümen und Masken verziert, führen die Tänzer/innen wahre Kunstwerke auf. Wir haben uns drei Tänze angesehen: Legong, Barong und Kecak. Doch es gibt noch mehr Tänze auf Bali zu sehen. Jeder Tanz ist einmalig und erzählt eine bestimmte Geschichte.

Der wohl bekannteste Tanz ist der Kecak-Tanz, der von mehr als 70 Tänzern aufgeführt wird. Die meisten Tänzer sitzen in einem Kreis um eine Öllampe herum und singen „Kecak kecak, cak-cak-cak“. In der Mitte des Kreises führen Tänzer mit beeindruckenden Kostümen die hinduistische Ramayana-Sage auf. Diese Aufführung hat uns sehr gefesselt. Wenn du auf Bali bist, solltest du dir die Tänze nicht entgehen lassen!

Legong-Aufführung im Palast von Ubud

Legong-Aufführung im Palast von Ubud

10. Im Meer tummeln sich viele bunte Fische

In den ersten Tagen auf Bali waren wir in Padangbai schnorcheln. Die vielen bunten Fische haben uns ziemlich überwältigt. Allein in unmittelbarer Nähe zum Strand gibt es eine bunte Mischung an Fischen.

Doch weiter draußen warten noch ganz andere Meeresbewohner auf dich. Im Wasser kannst du Manta-Rochen und Delfine sehen. Das ist schon ziemlich fett! Zu bestimmten Zeiten gibt es noch viel seltener anzutreffende Exemplare zu bestaunen. Dazu zählen die Mondfische (Mola Mola). Als wir auf Bali waren, hatten einige Taucher das Glück, Mondfische zu sehen. Da ärgern wir uns glatt, dass wir bis jetzt noch keinen Tauchschein gemacht haben.

Eins steht auf jeden Fall fest: Bali ist ein Paradies für Taucher. Und wenn du selber noch nicht tauchen kannst, findest du auf Bali genug Schulen, bei denen du das Tauchen lernen kannst.

Bild von unserem ersten Schnorchel-Gang auf Bali

Bild von unserem ersten Schnorchel-Gang auf Bali

Es gibt so viele gute Gründe, Bali mit seinen liebenswerten Menschen und der sensationellen Natur zu lieben. Für uns steht fest, dass wir mit Sicherheit nicht das letzte Mal auf Bali gewesen sind!

Warst du auch schon mal auf Bali? Was hat dir besonders gefallen? Verrate es uns in den Kommentaren!

 

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