Kinabalu Nationalpark – Unser Tagesausflug zum höchsten Berg Malaysias

Ganz im Norden Borneos befindet sich eines der beliebtesten Reiseziele Sabahs, der Kinabalu Nationalpark. Das grüne Juwel des Parks ist der beeindruckende Mount Kinabalu. Mit 4.095 Metern ist er der höchste Berg zwischen dem Himalaya und Neuguinea. Wir haben uns gegen die Gipfelbesteigung entschieden und den Park als Tagesausflug von Kota Kinabalu besucht.

Kinabalu-Nationalpark-Wanderung-Sabah-Malaysia

Der Kinabalu Nationalpark wird als das Zentrum der Pflanzenvielfalt Asiens bezeichnet. Durch den starken Anstieg erstreckt sich diese Vielfalt über vier Klimazonen. Von winzigen Blüten der kleinsten Orchideen der Welt bis zu der gigantischen roten Blüte der größten Blume der Welt, der Rafflesia, gibt es die unterschiedlichsten Pflanzen zu entdecken. Die schützenden Baumkronen werden bis zu 50 Meter hoch und behüten die Hälfte aller Vögel-, Säugetiere- und Amphibienarten Borneos.

Insgesamt bedeckt der Kinabalu Nationalpark 75.370 Hektar Land und wurde 2000 als der erste Park Malaysias als UNESCO Welterbe gelistet.

Wanderrouten durch den Nationalpark

Kota-Kinabalu-Wander-Routen-KarteEs gibt sieben Wege, um in den Nationalpark zu kommen. Die beiden bekanntesten sind der Haupteingang am Kinabalu Park Hauptquartier und bei den Poring Hotsprings.

Wir haben uns für die erste Variante entschieden. Nachdem wir uns am Eingang unser Ticket bezahlten, schauten wir noch kurz im Informationszentrum vorbei und bekamen von den Mitarbeitern eine Karte und wichtige Tipps für unseren Tag im Park.

Es gibt verschiedene Pfade, die durch den Park führen. Einige starten und enden direkt am Eingang.

Wanderrouten Beschreibung Länge
T1: Kiau View Trail Dieser Weg startet direkt am Haupteingang. Mit etwas Glück kannst du Kannenpflanzen entdecken. Gefunden haben wir leider keine, dafür wurden wir von einem treuen Hund begleitet. 2,5 km
T2: Bundu Tuhan View Trail Eine der kürzesten Routen im Park. Vom Aussichtspunkt kannst du bis zum Bundu Tuhan Dorf in der Ferne schauen. 0,5 km
T3: Liwagu River Trail Auf diesem Pfad läufst du parallel zum Fluss und überquerst gelegentlich kleine Bachläufe. 5,6 km
T4: Silau Silau Trail Ein sehr einfacher, flacher Weg und der einzige Pfad, von dem wir etliche Vögel beobachten konnten. 3,1 km
T5: Bukit Burung Trail „Bukit Burung“ bedeutet Vogelberg. Der Weg führt den Berg hinauf zu einer Hütte, Vögel waren allerdings keine in Sicht. 1,1 km
T6: Mempening Trail „Mempening“ heißt Eiche. Diese Baumart wächst in Hülle und Fülle um den Berg. 2,5 km
T7: Pandanus Trail Dieser Pfad führt vom ersten Trail zum Zentrum. Hier haben wir einige interessante Blüten entdeckt. 0,6 km
T8: Bukit Ular Trail Um diesen Weg zu nehmen, startest du möglichst am Timpohon Gate. Da er so weit vom Haupteingang weg ist, wird er nur selten besucht und somit ein guter Ort, um seltene Vögel, Kannenpflanzen und viele Hörnchen zu sehen. Wir konnten uns allerdings kein eigenes Bild machen. 1,0 km

Unsere Tageswanderung starteten wir auf dem Kiau View Trail (T1), nach der Hälfte bogen wir auf dem Pandanus Trail (T7) ab und entspannten zur Mittagspause im Liwagu Restaurant. Von dort liefen wir den Silau Silau Trail (T4) und schlängelten uns über den Bukit Burung Trail (T5), Bukit Tupai Trail sowie Mempening Trail (T6) durch den Regenwald. Zurück auf den Silau Silau Trail wanderten wir noch den Liwagu River Trail (T3) entlang, bis wir an einer Stelle ans Wasser kamen. Abschließend nahmen wir den Weg zurück zum Haupteingang.

Insgesamt waren wir viel schneller unterwegs als vermutet. Die Wege waren nicht so lang wie angenommen, sodass wir mit dieser Route fast alle Pfade abgelaufen sind.

Öffnungszeiten vom Parkoffice: 7.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt: Erwachsener 15 RM, Kinder 10 RM

Gipfelbesteigung auf den Mount Kinabalu

Es gibt keinen besseren Weg, den Nationalpark zu erkunden, als bis auf den Gipfel zu klettern. Der 8,5 Kilometer lange Ausflug ist mit normaler Kondition durchaus in zwei Tagen machbar. Um den Körper gut zu akklimatisieren, wird jedoch empfohlen lieber drei Tage einzuplanen.

Da wir nicht bestens ausgerüstet waren, unsere Zeit auf Borneo immer knapper wurde und die Tour uns momentan einfach zu teuer war, haben wir auf dieses Highlight verzichtet. Leider! Nils von PhotoTravelNomads.com war oben und hat unglaublich schöne Fotos mitgebracht. Wenn du in den Kinabalu Nationalpark nicht nur wandern, sondern auch den höchsten Berg Malaysias besteigen möchtest, dann findest du alle wichtigsten Infos in seinem Artikel.

Mount-Gunung-Kinabalu-Besteigung-Borneo

Entspannen in den Poring Hotsprings

40 Kilometer nordöstlich vom Park-Haupteingang kannst du in Poring ein wohlverdientes Bad nach der ausgiebigen Wanderung oder sogar der Besteigung des Kinabalu Berges nehmen. Einheimische glauben, dass die natürlichen Materialien heilende Kräfte haben, speziell für die Haut. Zum Baden wird das 49 bis 60 Grad heiße Wasser der Quellen in Außenbecken, sowie überdachte Badewannen geleitet.

Doch nicht nur zum Entspannen lohnt sich ein Ausflug nach Poring. In diesem Bereich des Nationalparks befinden sich neben einem Canopy-Walk zudem große Rafflesia-Gärten. In der Tourist-Information von Kota Kinabalu haben wir nachgefragt, ob die größte Blume der Welt gerade blüht. Leider hatten wir kein Glück und somit den Besuch in Poring weggelassen.

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Bina, Wuffi und ein Modell der gigantischen Rafflesia-Blüte im Kinabalu Park

Anfahrt zum Kinabalu Nationalpark

Zum Kinabalu Nationalpark fährst du am besten mit einem Bus oder Minibus der Richtung Ranau, Kundasang oder Sandakan fährt. Die Minibusse findest du auf dem Busbahnhof südlich vom Uhrturm und kosten 20 RM pro Person. Feste Abfahrtszeiten gibt es nicht. Sie fahren los, sobald sie voll sind. Wir waren morgens halb acht da und mussten dann noch über eine Stunde warten, bis wir endlich loskonnten.

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Die Busse halten am Parkplatz unterhalb vom Haupteingang des Nationalparks. Der Fahrer sagt dir Bescheid, sobald du dort bist und aussteigen musst.

Nachdem du durch den Eingang bist, informiere dich am besten gleich am Transport-Schalter, wie du wieder zurückkommst. Uns wurde im Minibus gesagt, dass wir wieder an der Hauptstraße warten können. Jedoch hielt keiner der Busse an, da sie alle voll besetzt waren. Da der Transport-Schalter schon geschlossen war, versuchten wir es mit Hitchhiken und wurden schließlich Stunden später von einer Familie aus Brunei mitgenommen.

Hier kannst du übernachten

KK-Unterkunft-Hotel-Kota-Kinabalu-Sabah

Unser schönes Zimmer in der City Park Lodge

Wenn du wie wir nur in den Kinabalu Park und nicht den Berg besteigen möchtest, reicht es, wenn du für einen Tag von Kota Kinabalu zum Nationalpark fährst.

Wir haben anfangs in der City Park Lodge gewohnt. Das Zimmer war schön groß mit Schreibtisch und einem eigenen Bad. Da die Unterkunft am nächsten Tag leider schon ausgebucht war, sind wir um die Ecke in die D’beach Street Lodge gezogen. Auch hier war das Zimmer groß genug, hatte ein eigenes Bad und einen riesigen Balkon! Abends hört man bis 23 Uhr die Livemusik von der Beachstreet, die aber überhaupt nicht gestört hat.

Wenn du etwas Geselligeres suchst, dann kann ich dir das Halo Hostel empfehlen. Hier haben wir unsere letzte Nacht in Malaysia verbracht, bevor wir nach Brunei weitergereist sind. Leider mussten wir früh los und konnten das kostenfreie Frühstück nicht probieren.

Unser Fazit zum Kinabalu Nationalpark

Im Vergleich zu dem was wir vor unseren Besuch im Nationalpark gehört haben, waren wir schließlich doch etwas enttäuscht. Dadurch, dass der Nationalpark höher als die anderen Parks auf Borneo und somit etwas kühler liegt, hatten wir mehr Tiere erwartet. Auch die Pflanzenvielfalt haben wir uns spannender vorgestellt. Teilweise wirkte der Park wie verlassen. In dem riesigen Restaurant waren wir komplett allein und unterwegs haben wir nur selten andere Touristen getroffen. Es war wunderschön total ungestört durch den Regenwald zu laufen, doch umso mehr überraschte uns, wie wenig wir entdeckt haben. Das waren wir von den beiden vorherigen Nationalparks, Bako und Mulu, anders gewohnt.

Wenn du den Nationalpark auf eigene Faust entdecken möchtest, dann reicht es locker, wenn du einen Tagesausflug machst. Noch eher würde ich dir den Aufstieg zum Gipfel empfehlen. Dieser soll sich wirklich lohnen!

Ich hoffe, dass wir eines Tages in den Kinabalu Nationalpark zurückkehren. Aber dann besteigen wir den Berg!

Warst du auch schon im Kinabalu Park und hast vielleicht sogar den Gipfel bestiegen? Wie hat es dir gefallen? Berichte uns doch davon in den Kommentaren!

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