Prag Sehenswürdigkeiten: 15 Attraktionen für eine unvergessliche Zeit in der Goldenen Stadt

Blick auf die berühmte Karlsbrücke von Prag

Prag ist ein perfektes Ziel für einen Städtetrip. Die tschechische Hauptstadt lockt mit ihrem besonderen Charme jährlich mehrere Millionen Touristen an. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Sehenswürdigkeiten in Prag auf dich warten!

Für eine bessere Übersicht habe ich die Prager Sehenswürdigkeiten in die wichtigsten Stadtteile untergliedert. So kannst du deinen Aufenthalt besser planen. Am Ende des Artikels findest du zudem eine Karte, in der wir alle Sehenswürdigkeiten von Prag eingezeichnet haben.

Die Altstadt von Prag

Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Prager Altstadt. Hier gibt es jede Menge zu entdecken und es lohnt sich auch immer, einen Abstecher in eine der Seitengassen zu wagen. Wir empfehlen dir, die Altstadt mit einem Kenner zu erkunden. Es gibt viele Stadtführungen für jeden Geschmack: Ob eine klassische Stadtführung, eine Biertour entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten oder auf der Spur von tschechischen Geistern und Legenden – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Übrigens empfiehlt es sich, die Touren vorab zu buchen, damit du in Prag nicht erst mit der Organisation beginnen musst.

Nun kommen wir aber zu einer Auswahl an Sehenswürdigkeiten, die es in der Altstadt von Prag zu entdecken gibt.

Der Altstädter Ring

Wir beginnen unsere Entdeckungstour durch Prag am Altstädter Ring (Staroměstské náměstí). Der zentrale Platz ist umgeben von reich verzierten Gebäuden. Besonders markant sind die Teynkirche mit den zwei ungleichen Türmen, die St.-Nikolaus-Kirche, das Palais Kinsky sowie das Rathaus mit der astronomischen Uhr.

Der Altstädter Ring hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert und wird mittlerweile wieder für den Ostermarkt und den Weihnachtsmarkt genutzt. 

Metro-Station: Staroměstská

Altstädter Rathaus und die astronomische Uhr

Eines der Wahrzeichen Prags ist das Altstädter Rathaus, dass du besichtigen kannst. Von oben hast du einen wunderbaren Blick über die Prager Altstadt.

Große Touristentrauben versammeln sich vor allem vor der astronomischen Uhr, die an der Fassade des Rathauses angebracht ist und schon seit Jahrhunderten u.a. die Zeit wiedergibt. Zur vollen Stunde bewegt sich die astronomische Uhr und mit ihr drehen die zwölf Apostel ihre Runden. Es ist ganz nett, die kleine Darbietung zu sehen. Falls du es aber nicht einrichten kannst, dann hast du auch nichts verpasst.

Öffnungszeiten des Turms: täglich 9:00-22:00 Uhr, montags 11:00-22:00 Uhr
Metro-Station:
Staroměstská

Der Pulverturm

Prag wird auch Stadt der hundert Türme genannt, denn überall in der tschechischen Hauptstadt befinden sich die hohen Gebäude. Die Gestaltung der wunderschönen Türme soll sogar die Disney-Schlösser inspiriert haben.

Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Pulverturm (Prašná brána), in dem Schießpulver gelagert wurde. Von oben aus hast du einen guten Ausblick auf viele Prager Sehenswürdigkeiten. Mit dem Ticket bekommt man zudem Zutritt zu einer Ausstellung, die sich mit der Geschichte der Hussiten in Prag beschäftigt.

Eintrittspreis: 90 CZK (65 CZK ermäßigt)
Öffnungszeiten: November-Februar: 10-18 Uhr, März & Oktober: 10-20 Uhr, April-September: 10-22 Uhr
Metro-Station:
Náměstí Republiky

Wenzelsplatz

Der Wenzelsplatz (Václavské náměstí) ist mit seinen über 700 Metern Länge einer der größten Boulevards in Europa. Wichtige Ereignisse in der jüngeren Geschichte der Tschechischen Republik fanden hier statt. So verbrannte sich z.B. der junge Student Jan Palach im Jahr 1969 auf dem Wenzelsplatz, um gegen die Zerschlagung des Prager Frühlings durch die Truppen des Warschauer Pakts zu protestieren.

Heute befinden sich viele Geschäfte am Wenzelsplatz und laden zum Schlendern und zum Shopping ein.

Metro-Station: Můstek, Muzeum

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum (Národní muzeum) am oberen Ende des Wenzelsplatzes wird derzeit leider renoviert und ist nicht zugänglich. Daher kannst du derzeit keinen Blick auf die Fassade des imposanten Gebäudes werfen.

Anlässlich des 200. Jahrestages ist die Wiedereröffnung für 2018 geplant. Bis dahin lassen sich jedoch andere Ausstellungen des Nationalmuseums erkunden.

Metro-Station: Muzeum
Homepage: http://www.nm.cz/

Das Jüdische Viertel

Das jüdische Viertel wird Josefov (Josefstadt) genannt und ist ein Teil der Altstadt Prags. Viele der jüdischen Denkmäler sind hier trotz des zweiten Weltkrieges noch gut erhalten, weil Hitler in Prag ein Museum für eine ausgerottete Rasse errichten wollte.

Den Zugang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in diesem Prager Viertel kannst du dir über ein Kombi-Ticket sichern. Folgende Kategorien stehen zur Verfügung:

  • Ticket A für 200 CZK: Altneu-Synagoge 
  • Ticket B für 330 CZK: Maisel Synagoge, Pinkas Synagoge, Alter Jüdischer Friedhof, Klausen Synagoge, Zeremonienhalle, Spanische Synagoge, Robert Guttmann Galerie
  • Kombi-Ticket A+B für 500 CZK: alle oben genannten Sehenswürdigkeiten

An den Kassen vor den Attraktionen gibt es jedoch oft lange Warteschlangen. Um die Wartezeiten zu vermeiden, kannst du dir das Ticket auch in anderen Läden besorgen. So verkauft z.B. ein Buchhändler nur wenige Schritte vor dem Jüdischen Friedhof die Eintrittskarten.

Die Öffnungszeiten für alle Sehenswürdigkeiten im Jüdischen Viertel sind von 9 – 18 Uhr im Sommer (April bis Oktober) und 9 – 16:30 Uhr im Winter (November bis April). An Samstagen und jüdischen Feiertagen bleiben die Attraktionen geschlossen.

Pinkas Synagoge

Direkt am Eingang zum Alten Jüdischen Friedhof liegt die Pinkas Synagoge. An den Innenwänden der Pinkas Synagoge befinden sich die Namen von etwa 80.000 Juden, die im zweiten Weltkrieg ihr Leben lassen mussten. In der oberen Etage befindet sich zudem eine kleine Ausstellung mit Zeichnungen von Kindern, die zu NS-Zeiten in Ghettos leben mussten.

Öffnungszeiten: April bis Oktober tägl. von 9:00 – 16:30 Uhr; November bis April 9:00 – 18:00 Uhr
Metro-Station: Staroměstská

Alter Jüdischer Friedhof

Auf unseren Reisen haben wir schon viele Friedhöfe gesehen; doch dieser Friedhof ist einzigartig. Weil der Platz nicht für eine Vergrößerung des Friedhofs ausgereicht hat, wurden mehrere Gräber übereinander platziert. So sollen bis zu 10 Beerdigungen übereinander stattgefunden haben. Somit ist auch erklärt, warum der Alte Jüdische Friedhof höher liegt als die umgebenen Straßen.

Öffnungszeiten: April bis Oktober tägl. von 9:00 – 16:30 Uhr; November bis April 9:00 – 18:00 Uhr
Metro-Station: Staroměstská

Altneu Synagoge

Die Altneu-Synagoge ist die älteste, unzerstört erhaltene Synagoge in Europa. Engel sollen bei der Erbauung der Altneu Synagoge Steine aus Jerusalem herbeigebracht haben. Außerdem spielt die Synagoge in der Legende des Golems eine bedeutende Rolle. 

Öffnungszeiten: April bis Oktober tägl. von 9:00 – 16:30 Uhr; November bis April 9:00 – 18:00 Uhr
Metro-Station: Staroměstská

Weitere Sehenswürdigkeiten im jüdischen Viertel von Prag

Es gibt noch einige weitere Sehenswürdigkeiten im jüdischen Viertel von Prag. Dazu zählen die Zeremonien-Halle, das Rathaus mit der markanten Uhr, die Maisel Synagoge, die Klausen-Synagoge und die Spanische Synagoge. 

Öffnungszeiten: April bis Oktober tägl. von 9:00 – 16:30 Uhr; November bis April 9:00 – 18:00 Uhr
Metro-Station: Staroměstská

Die Prager Burg

Die Prager Burg (Pražský hrad) ist die größte geschlossene Burganlage auf der Welt und befindet sich auf dem Hradschin-Berg. Kein Wunder, dass man hier selbst an einem Tage nicht alles sehen kann, was es zu sehen gibt. In diesem Abschnitt wollen wir dir jedoch die Highlights vorstellen.

Um von der Prager Altstadt zur Burg zu gelangen, hast du drei Möglichkeiten:

  1. Zu Fuß: Im gemütlichen Schritt erreicht man die Prager Burg nach etwa 30 Minuten. Wenn du den Weg zur Burganlage läufst, hast du unterwegs immer wieder eine wunderbare Aussicht auf die Metropole.
  2. Metro: Du fährst mit der grünen Metro-Linie bis Malostranská und läufst den letzten Abschnitt hoch zur Burg.
  3. Straßenbahn: Die Tram-Linie 22 fährt direkt hoch bis zur Burg. Das ist wohl die bequemste Variante.

Bevor du in die Burg kommst, musst du eine Personenkontrolle passieren. Das hat bei unserem ersten Besuch der Prager Burg nur wenige Minuten gedauert. Wenige Tage später mussten wir jedoch eine knappe halbe Stunde warten. Wenn du die Warteschlangen umgehen willst, dann solltest du dich möglichst zeitig auf den Weg zur Prager Burg machen.

Der Eintritt zur Burg ist kostenfrei möglich, jedoch musst du für bestimmte Ausstellungen ein Ticket kaufen. Das lohnt sich allerdings! Die Preise beginnen bei 250 CZK für den Rundgang B mit den wichtigsten Highlights (Veitsdom, Palast, Basilika und Goldenes Gässchen). Falls du es eilig hast und dir die Warteschlangen an der Kasse ersparen möchtest, kannst du hier vorab deine Eintrittskarte kaufen.


Ein besonderer Tipp: Täglich um 12 Uhr findet eine Wachablösung auf der Burg statt. Leider ist die Sicht auf die Zeremonie vom Inneren der Burg nicht so ideal. Besser ist es, wenn du dir die Wachablösung außerhalb der Burg vor dem Tor des Ehrenplatzes anschaust. Wenn du danach in die Burg möchtest, musst du allerdings an der Sicherheitskontrolle anstehen.

Veitsdom

Der Veitsdom thront über Prag und ist vor allem von der Uferpromenade an der Moldau gut zu sehen – ein erstklassiges Fotomotiv. Doch auch aus der Nähe lohnt sich ein Besuch in der gigantischen Kathedrale. Im Veitsdom wurden die tschechischen Könige gekrönt und viele von ihnen fanden hier auch ihre letzte Ruhe. Dementsprechend pompös ist das Innere des Veitsdoms eingerichtet.

Der Zutritt zum vorderen Bereich des Doms ist kostenlos möglich. Mit einer Eintrittskarte kann man sich jedoch auch den beeindruckenden hinteren Bereich des Doms ansehen – es lohnt sich.

Der Veitsdom beherbergt übrigens auch die königlichen Insignien (z.B. Zepter und Krone) der böhmischen Monarchen. Der Zutritt zur Kronkammer ist jedoch leider nicht möglich.

Basilika des Heiligen Georgs

Die St. Georg Basilika (Bazilika svatého Jiří) gehört zu den wichtigsten romanischen Denkmälern in der Tschechischen Republik. Sie ist die zweitälteste Kirche in Prag und liegt direkt neben dem Veitsdom. An die Basilika schließt sich ein Kloster an, das von Benediktinerinnen bewohnt wurde.

Goldenes Gässchen

Das Goldene Gässchen von Prag ist durch seine kleinen Häuschen bekannt geworden. Den Namen erhielt der Straßenzug, weil hier eine Zeit lang Goldschmiede lebten. Auch ein Wohnhaus von Franz Kafka befindet sich hier.

Die Häuschen im Goldenen Gässchen sind als kleine Museen hergerichtet. Es wird versucht, die historische Einrichtung wiederzugeben und so das tägliche Leben im historischen Prag aufzuzeigen. Interessant ist zudem die Ausstellung in einem Wehrgang, in der verschiedene Rüstungen, mittelalterliche Waffen und Folterinstrumente zu sehen sind. Wer mag, kann sich sogar im Armbrustschießen ausprobieren.

Nach dem du das Goldene Gässchen verlassen hast, kommst du zum Dalibork-Turm, der früher als Kerker diente. Hier wird deutlich, dass in der Vergangenheit nicht zimperlich mit Gefangenen umgegangen wurde.

Entlang der Moldau

Ich liebe ja historische Städte, durch die ein Fluss verläuft. Den ganz besonderen Charme, den die Uferpromenaden ausstrahlen, fasziniert mich immer wieder. Und genau so ist es auch in Prag. Es ist wunderschön, entlang der Moldau zu flanieren und auf die geschichtsträchtigen Bauwerke zu blicken.

Karlsbrücke

Die Karlsbrücke (Karlův most) ist wohl einer der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt. Sie ist die älteste heute noch erhaltene Brücke über die Moldau und verbindet die Altstadt mit der westlichen Kleinseite. Die böhmischen Könige überquerten die Karlsbrücke auf ihrem Weg zur Krönung im Veitsdom. Wenn du über die berühmte Sandstein-Brücke schlenderst, kannst du 30 Heiligenstatuen bewundern.

Achtung: Die Karlsbrücke ist ein echter Besuchermagnet. Dementsprechend viel ist hier los – ein optimales Betätigungsfeld für Taschendiebe. Sei hier also besonders wachsam und verwahre deine Wertgegenstände sicher! Ein beliebter Trick ist, eine Brieftasche vor die Füße der nächsten Opfer zu werfen. In so einer Situation greifen viele Passanten instinktiv zum Portemonnaie und zeigen den Dieben so ungewollt, wo sie ihre Wertsachen aufbewahren.

Rudolfinum

Das Rudolfinum thront an der Moldau. Das 1885 eröffnete Konzerthaus ist heute Sitz der Tschechischen Philharmonie. Wer sich das Rudolfinum mal von Innen ansehen möchte, findet auf der Website die anstehenden Veranstaltungen.

Metro-Station: Staroměstská

John Lennon Mauer

In der Nähe der Karlsbrücke befindet sich die Lohn Lennon Wand, an der sich seit vielen Jahren bunte Graffitis befinden. Nachdem Lennon in den USA erschossen wurde, malten Unbekannte sein Portrait und einige Zitate von ihm an die Wand. Nach und nach kamen immer mehr Liedtexte von Lennon und den Beatles dazu. Dies war ein stiller Protest gegen die kommunistische Regierung und ein Ruf nach mehr Freiheit für die Jugend.

So beeindruckend die Geschichte der Lennon Mauer auch ist; die Wand ist für meinen Geschmack mittlerweile viel zu voll. Noch immer verewigen sich hier Menschen, was dem Aussehen der Wand nicht unbedingt guttut.

Aufenthalt in Prag planen

Prag ist ein ideales Ziel für einen Wochenendausflug. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander, wodurch du in zwei Tagen den größten Teil der Attraktionen sehen kannst.

Am ersten Tag empfehlen wir dir, die Altstadt und das Jüdische Viertel anzusehen. Wenn du mehr über die Geschichte der Stadt erfahren und mehr Hintergründe zur Stadtentwicklung erfahren möchtest, dann solltest du dir die Altstadt von einem Stadtführer zeigen lassen. So bekommst du einen viel besseren Eindruck von der Stadt und holst das Maximum aus deinem Städtetrip heraus.

Den zweiten Tag kannst du dazu nutzen, das Burgviertel zu besichtigen. Wenn du danach noch Lust hast, lohnt sich ein Spaziergang entlang der Moldau.

Hier findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nochmal in einer Karte zusammengefasst:

Tipp: Wenn du die Karte mit dem Stern markierst, hast du sie in deiner GoogleMaps-App überall mit dabei.

Prag ist eine wunderbare Stadt! Warst du selbst schon mal da? Was waren denn deine Highlights in der Goldenen Stadt? Schreib es uns doch in die Kommentare!
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Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.

Thomas von Aquin