Reisen mit dem Quadrocopter: Erfahrungen von unserer Weltreise mit dem Phantom 2

Unsere DJI Phantom 2 im Einsatz

Unsere DJI Phantom 2 im Einsatz

Drohnen zum Fotografieren und Filmen aus der Luft werden immer beliebter. Leider hält die Gesetzgebung in den meisten Ländern nicht Schritt mit der technischen Entwicklung. In diesem Artikel sammeln wir die Erfahrungen während unserer Weltreise aus den einzelnen Ländern und geben wichtige Tipps für das Reisen mit Drohne.

Wer sich vornimmt, mit einem Multicopter zu reisen, gilt sicherlich noch als Pionier. Immer wenn wir unsere Phantom 2 aufsteigen lassen, kommen Menschen zu uns und erzählen, dass sie so etwas zum ersten Mal sehen. Wer jetzt mit einer Drohne die Welt bereist, gehört noch zu den Ersten, die Sehenswürdigkeiten überall auf der Welt aus der Luft filmen. Doch es gibt da einige Hürden zu überwinden.

Unsere Flugausrüstung

Zunächst braucht man natürlich eine Drohne. Wir haben uns kurz vor der Weltreise die DJI Phantom 2 inkl. Gimbal für die GoPro gekauft. Unsere GoPro 4 in der Black Edition montieren wir vor jedem Flug immer an das Gimbal. Außerdem haben wir zwei Ersatz-Akkus im Gepäck sowie ein First-Person-View-System (Boscam 600 mW Transmitter und Blackpearl Monitor), mit dem wir unsere Aufnahmen vom Boden aus verfolgen können. Das Gewicht dieser Ausrüstung beläuft sich auf knapp 3 Kilogramm. Dieses Gewicht lässt sich noch gut transportieren, allerdings ist so ein Quadrocopter recht groß. Daher stellt sich die Frage, wie man ihn am besten transportiert. Die verbreiteten Koffer für die Phantom sind insbesondere für Backpacker ungeeignet.

Die Drohne sicher transportieren

Unser Rucksack zum sicheren Transport

Unser Rucksack zum sicheren Transport

Vor unserer Abreise stand also die Suche nach einem geeigneten Rucksack auf der Agenda. Diesen haben wir schließlich auch gefunden. Der Cabin Max bietet genug Platz für:

  • Die Phantom 2 mit montiertem Gimbal und FPV-Sender
  • Fernbedienung
  • Ladegeräte
  • Flügel inkl. komplettes Ersatzset
  • Bis zu vier Akkus
  • 7″ FPV-Monitor

Weitere Fächer bieten Platz für kleine Werkzeuge, Ersatzteile, Laptop und einige Dokumente.

Nachtrag: Mittlerweile gibt es auch andere spannende Modelle, auf die sich ein Blick lohnt. Wenn du noch auf der Suche bist, dann findest du hier im Vergleich den für dich passenden Drohnen-Rucksack!

Der Rucksack hat allerdings im Auslieferungszustand ein Manko: Er steht nicht stabil und kippt nach vorn um. Das Problem kann man schnell beseitigen, in dem man das große Fach komplett öffnet. Am Boden befindet sich ein schmaler Kunststoffstreifen, den man Hochkant in das unterste Fach stecken kann. Außerdem lagere ich in diesem Fach das Ladegerät, was zusätzliche Stabilität bringt. Damit steht der Rucksack auch stabil, solang er sinnvoll gepackt ist.

Mit einem Multicopter im Flugzeug

Die meisten Reisen werden wohl in einem Flugzeug stattfinden. Da stellt sich die Frage, ob die Drohne mit ins aufgegebene Gepäck oder ins Handgepäck gehört. Wir nehmen unsere Phantom 2 immer mit ins Handgepäck aus diesen drei Gründen:

  1. Die Akkus sind Gefahrgut und dürfen nur im Handgepäck befördert werden.
  2. Die Drohne kostet viel Geld und ein Verlust würde schmerzen. Im Handgepäck ist die Wahrscheinlichkeit des Verlustes geringer.
  3. Das normale Gepäck wird oft auf Transportbänder geworfen und ich möchte nicht, dass dabei etwas kaputt geht.

Vermutlich geht es auch anders, aber auf Empfehlung mehrerer Flughafenangestellten haben wir uns für das Handgepäck entschieden und der Cabin Max hat dafür auch genau die richtigen Abmessungen.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich einen umfangreichen Artikel dazu erstellt, welche Bestimmungen für den Transport von Drohnen bzw. LiPo-Akkus in Flugzeugen gelten.

Unsere Erfahrungen in den einzelnen Ländern

Drohnen-Gesetze weltweit

Drohnen-Gesetze weltweit

Bis jetzt hatten wir keine Probleme mit dem Multicopter an einem Flughafen. In Deutschland wurde bei unserer Ausreise ein Sprengstoff-Test mit unserer Drohne durchgeführt. In den meisten Ländern wird am Flughafen einfach der Rucksack gescannt. Ein einziges Mal mussten wir erklären, was sich in unserem Rucksack befindet. Das Sicherheitspersonal am Flughafen von Kalkutta notierte sich schließlich den Vermerk „Toy“ mit unserem Passnummern in ein Buch und wir durften weiter.

Update 30.10.2015: Wegen dem großen Interesse an den gesetzlichen Bestimmungen in den einzelnen Reiseländern habe ich einen neuen Artikel dazu geschrieben. Bis jetzt habe ich die Vorschriften für 65 Länder zusammengetragen. Hier findest du die Drohnen-Gesetze rund um den Globus.

Gefahren beim Fliegen mit einem Quadrocopter

Francis beim Fliegen In Ella, Sri Lan

Francis beim Fliegen in Ella, Sri Lanka

Einige Gefahren lauern natürlich auch beim Fliegen mit einer Drohne. Um vorzubeugen, inspizieren wir jeden Flugort nach Stromleitungen, Windrichtung, Passanten und Tieren. Man muss genau wissen, wo sich Personen aufhalten. Man sollte nicht über Menschenmengen fliegen und auch ein Auge dafür haben, ob jemand evtl. etwas stehlen könnte. Außerdem haben sich vor allem Hunde bisher als sehr aggressiv gegenüber unserer Phantom gezeigt. Beim Landen ist es uns schon mehrfach passiert, dass umherlaufende Hunde angerannt kamen und die Drohne anspringen und beißen wollten.

Weitere Tipps

Bei Reisen in tropische Länder bzw. Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit besteht die Gefahr, dass sich im Gehäuse des Multicopters Schimmel bildet. Um das zu vermeiden, kann man Silica Gel in den Rucksack packen.

Für den Fall, dass man doch einmal von einem Polizisten ausgefragt wird, habe ich noch zwei Dokumente im Rucksack: Die „Declaration of Conformity“ und den Nachweis für die Haftpflichtversicherung der Phantom.

Eine Versicherung sollte man auf jeden Fall haben. Auf dieser Seite findest du einen Vergleich der besten Drohnen-Versicherungen.

Unsere Drohnen-Videos

Welche Erfahrungen hast du auf Reisen mit deinem Multicopter gesammelt?
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Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: es allen Recht machen zu wollen.

Platon