Unsere Ankunft in Asien

Der Flug von Doha nach Colombo war ziemlich anstrengend. Es war relativ eng und wir konnten beide kaum schlafen. Während des Fluges haben wir unsere Einreise-Formulare ausgefüllt und Filme geguckt (Bina hat mit Herr der Ringe ihre Neuseeland-Erinnerungen aufgefrischt). Schließlich haben wir doch etwas Schlaf abbekommen.

Am Flughafen in Colombo haben wir relativ lange gebraucht. Erst mussten wir bei der Grenzkontrolle warten. Der Beamte hat sich zum Glück nicht für unser Rückflugticket interessiert, sodass wir hier keine Probleme hatten. Unsere Rucksäcke brauchten auch eine ganze Weile. Als wir endlich den Zoll passiert haben und dann endgültig auf dem Boden von Sri Lanka standen, wollten wir zunächst Frühstücken und etwas zu trinken kaufen. Leider haben wir ausgerechnet hier den ersten Flughafen gesehen, bei dem man keinerlei gastronomisches Angebot vorfindet. Damit ist es beim Geldabheben und  Zähneputzen geblieben. Anschließend suchten wir uns ein Taxi. Hier konnten wir schon das erste Mal um den Preis feilschen. Für 2.500 Rupien wurden wir dann zu unserem Hostel gefahren.

Taxifahrt zum HostelAuf dem Weg zum Hostel haben wir schon den ersten Einblick in ein wundervolles Land und den Alltag der Einheimischen bekommen. Der Taxi-Fahrer hat uns viel erklärt. In der Zeit hatte ich wieder dieses surreale Gefühl. Kann es sein, dass wir jetzt für Jahre im Urlaub sind?

Gegen 9:30 Uhr haben wir das Hostel erreicht.  Die Unterkunft ist ziemlich einfach gehalten. Wir haben ein kleines Zimmer ohne Fenster. Durch das fehlende Fenster ist die Luft sehr stickig. Auf der anderen Seite bekommen wir dadurch wenig vom Verkehr auf der Straße mit. Auch sonst bekommt man nicht alle Ansprüche erfüllt. Es gibt nur kaltes Wasser aus der Leitung und den ersten Stromausfall haben wir schon hinter uns gebracht. Dafür ist das Personal sehr freundlich und Freitagabend wurde uns eine Runde Whiskey Cola und landestypische Snacks ausgegeben.

Am Tag unserer Ankunft haben wir erst einmal paar Stunden Schlaf nachgeholt. Als wir dann aufbrechen wollten, fing es plötzlich an heftig zu regnen. Später haben wir erfahren, dass sich die Regenzeit nach hinten verschoben hat und wir jetzt jeden Tag damit rechnen sollten.  Dadurch haben wir es nicht geschafft, am ersten Tag zum Strand zu gehen. Um nicht noch durchnässter zu werden, haben wir abends bei PizzaHut gegessen. Das war die am nächsten gelegene Möglichkeit.

Auch der zweite Tag lief nicht so wie geplant. Durch unseren verschobenen Schlafrhythmus und das fehlende Fenster haben wir ordentlich verschlafen. Als wir es dann doch geschafft haben, sind wir in einen großen Park in der Nähe des Hostels gelaufen. Im Vihara Mahadevi Park gab es eine Hängebrücke, Eichhörnchen, Bäume voll mit Flughunden und bunten Vögeln zu sehen. Schön zum Entspannen da.

Im Park wurden wir nach recht kurzer Zeit angesprochen und von einem Park-Arbeiter durch die Anlagen geführt. Schließlich hat er uns noch zu zwei buddhistischen Tempeln geführt. Wahrscheinlich hätten wir die zwei Tempel nicht gleich entdeckt, allerdings hatte es der Typ ziemlich eilig und dadurch konnten wir uns in der Zeit nicht wirklich treiben lassen. Dennoch war es nicht schlecht, was er uns gezeigt hat. Im Tempel gab es schicke Buddha-Statuen, die ersten Mönche haben wir gesehen und einen Elefanten. Zudem haben wir eine kleine Einführung in buddhistische Bräuche bekommen.

Nach der Führung wollte der Herr 4.000 Rupien (knapp 27 €) von uns haben.  Diesen Preis haben wir auf die Hälfte gedrückt, allerdings war das wahrscheinlich immer noch zu viel. Unser Taxi-Fahrer meinte, dass 30.000 Rupien (200 Euro) ein durchschnittliches Monatsgehalt sind. Daher hat er dennoch ein gutes Geschäft für zwei Stunden Führung gemacht.

Nach der Tour haben wir Wasser gekauft und ins Hostel gebracht. Abends konnten wir dann das erste Mal das Meer sehen. Dort haben wir einen Schlangenbeschwörer gesehen, der mit seiner Flöte eine Kobra aus einem Korb tanzen lassen hat. Später entdeckten wir Soldaten beim Abnehmen einer Flagge und beobachteten den Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir in einem chinesischen Restaurant gegessen. Leider haben wir bis jetzt kein Restaurant gefunden, in dem man die Landesküche probieren kann.

Heute wollen wir unsere Zugtickets nach Kandy buchen und zum Strand gehen. Colombo hat uns bisher nicht so begeistert und wir hoffen, dass es im Inneren des Landes besser aussieht.

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Hinter den Extremen von Erschöpfung und Qual können wir eine Leichtigkeit und Kraft entdecken, die zu besitzen wir uns niemals erträumt haben; Quellen der Stärke, die bislang ungenutzt waren, weil wir die Sperre niemals durchbrachen.

William James