Meine Rundreise auf den Seychellen

Im September 2017 war ich für eine Woche auf die Seychellen eingeladen, um dort für den Tourismusverband Drohnen-Aufnahmen zu erstellen. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, welche Route wir verfolgt haben und was für mich die persönlichen Highlights waren.

Meine Reise auf die Seychellen begann in Frankfurt. Für sieben Tage wurde ich auf das Inselparadies eingeladen. Am Flughafen traf ich auf eine Gruppe von Journalisten, die ich die nächste Woche begleiten sollte. Eine Woche ist natürlich nicht viel Zeit für die Seychellen. Trotzdem möchte ich hier den Ablauf meiner Seychellen-Reise vorstellen, um dir ein paar Inspirationen zu geben. Am Ende des Beitrags findest du eine Routen-Empfehlung für dein eigenes Seychellen-Abenteuer.

Tag 1: Beau Vallon auf Mahe

Am ersten Tag direkt nach unserer Ankunft sind wir in das Savoy Hotel gefahren. Dieses Resort liegt direkt am Beau Vallon, dem beliebtesten Strand von Mahe. Hier hatte ich erst mal Zeit, mich nach dem langen Flug ein wenig auszuruhen.

Danach erkundete ich den schönen Strand. Zum Sonntagnachmittag kamen viele Einheimische hier her, um Sport zu treiben. Natürlich gönnte ich mir ein erstes Bad im herrlich warmen indischen Ozean. Obwohl der Beau Vallon der am stärksten besuchte Strand der Seychellen ist, war hier überraschend wenig los. Also selbst an diesem beliebten Strand hast du genug Freiraum für dich zum Entspannen.

Extra-Tipp: Falls du es schaffst, an einem Mittwoch am Beau Vallon zu sein, dann kannst du hier über einen Abendmarkt schlendern. Es gibt günstiges Essen, Musik und du hast die Chance, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen.

Tag 2: Sightseeing in Victoria und ab aufs Meer

Der zweite Tag startete für mich mit einer Besichtigung der Hauptstadt Victoria. Victoria ist ziemlich klein, sodass du nicht zu viel Zeit dafür einplanen musst. Wir kamen vorbei am hinduistischen Tempel, sahen uns den farbenfrohen Markt an und besichtigten die Kathedrale der unbefleckten Empfängnis. Wir liefen durch die Straßen und wurden schließlich nach Eden Island gefahren. Eden Island ist eine riesige künstlich aufgeschüttete Halbinsel, auf der sich Ausländer Häuser kaufen können. Von hier aus startete am späten Mittag unsere Entdeckungsreise der anderen Inseln.

Mit dem Katamaran Le Gauguin von VPM Sailing erkundete ich das Inselparadies

Wir bestiegen den Katamaran Le Gauguin von VPM Sailing, auf dem wir die nächsten Tage übernachteten. Wir stachen in See. Für mich war es das erste Mal auf einem Segelboot und ich war schwer beeindruckt, als die Crew die Segel hisste. Es ist faszinierend und ein Gefühl von absoluter Freiheit, wenn der Wind einen so über das Meer treibt.

Kosten für einen Katamaran

Wenn du die Chance hast, dir einen Platz auf einen Katamaran zu sichern, dann solltest du das tun! Du bist dadurch viel freier und kannst die Seychellen ganz anders erleben. Du bekommst deinen Platz auf dem Katamaran schon ab etwa 180 Euro pro Übernachtung mit Vollpension. Das ist weniger, als das, was du in manchen Resorts bezahlst. Natürlich kannst du auf einem Katamaran keine Luxuskabinen erwarten, jedoch wäre mir die Zeit auf dem Meer wichtiger, als eine große Badewanne oder sonstiger Komfort. Segeltörns können in Deutschland z.B. über Barone Yachting gebucht werden. Wenn es dein Budget hergibt, kann ich dir das nur wärmstens ans Herz legen.

Am frühen Abend ankerten wir vor dem Traumstrand Anse Lazio. Wir waren im Paradies angekommen! Ich sprang ins Wasser und schwamm zum Ufer. Keine Menschenseele befand sich zu dieser Zeit am Strand. Die Sonne war gerade untergegangen und saftiges Grün umrandete den feinen Sandstrand. Leider musste ich schnell zum Boot zurück, bevor es ganz dunkel wurde.

Tag 3: Curieuse, St. Pierre und La Digue

Gleich am nächsten Morgen, nach dem ich mit meiner DJI Phantom 4 Drohne einen Zeitraffer vom Sonnenaufgang gefilmt hatte, ging es wieder zum Strand. Nachdem ich durch ein paar Palmen durchgelaufen bin, entdeckte ich auf der rechten Seite vom Strand (vom Meer aus gesehen) noch umwerfende Felsformationen. Ein unglaublich schöner Ort und mittlerweile mein absoluter Lieblingsstrand auf dieser Erde.

Zurück auf dem Katamaran gab es Frühstück, bei dem uns zwei Delfine besuchten.

Besuch zum Frühstück – zwei Delfine schwommen direkt an unserem Katamaran vorbei

Der weitere Tagesablauf war ziemlich vollgepackt. Wir steuerten die Insel Curieuse an, um die Riesenschildkröten zu besuchen. Die laufen dort frei am Strand entlang und lassen sich von den Touristen füttern.

Als nächstes gab es einen Schnorchel-Stopp an der Insel St. Pierre. Wir beide lieben es ja, stundenlang zu schnorcheln und immer wieder neue Meeresbewohner zu beobachten. Leider war ich erschrocken, dass es Unterwasser nur noch tote Korallen gibt.

Die kleine Insel St. Pierre ist ein beliebtes Ziel zum Schnorcheln

Am Nachmittag erreichten wir die viertgrößte Insel der Seychellen: La Digue. Diese Insel ist besonders bekannt für die wunderschönen Strände. Wir schauten uns den Grand Anse und den Anse Source d’Argent an. Es ist typisch für La Digue, dass du hier mit dem Fahrrad fährst. Probiere es gern mal aus!

Leider mussten wir La Digue nach einem halben Tag wieder verlassen. Für deine Rundreise würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, mindestens ein bis zwei Nächte auf La Digue zu verbringen, denn hier gibt es sicherlich noch viele weitere Sachen zu erleben. Daher solltest du dir mehr Zeit auf der Insel gönnen.

Tag 4: Coco Island und Praslin

Am vierten Tag sind wir von La Digue aus zu den Inseln Coco, Felicite, Grand Soeur und Petit Soeur gefahren; alles wunderschöne Inseln vom Boot aus. Wir hatten die Chance noch einmal zu schnorcheln. Dabei entdeckte ich einen Rochen und ein kleiner Hai schwamm mir vor die Linse. Das habe ich in dem Moment aber gar nicht bemerkt. Bina hat es erst beim Sichten des Filmmaterials für unser Seychellen-Video festgestellt. Ärgerlich, da ich mich schon seit langem auf eine Begegnung mit einem Hai freue.

Am späten Vormittag legten wir dann am Hafen von Praslin an und fuhren zum Naturschutzgebiet Vallee De Mai, um dort die gigantische Coco de Mer zu bestaunen. Nach einer schönen Wanderung durch den Dschungel fuhren wir wieder zu meinem Lieblingsstrand Anse Lazio. Dort gab es Mittagessen im Bonbon Plume. Den geräucherten Job-Fisch kann ich dir in diesem Restaurant wärmstens empfehlen.

Francis im Vallee de Mai vor dem Samen einer Coco de Mer

Der Nachmittag klang dann für mich am Strand Côte d’Or aus. Ich hatte das Glück, eine Gruppe von sehr talentierten Slaglinern beobachten zu dürfen. Dabei hat es mir wirklich den Atem verschlagen.

Tag 5: Praslin erkunden und Rückfahrt nach Mahe

Am fünften Tag habe ich mit dem Katamaran noch einige Szenen gedreht, für die an den Tagen zuvor keine Zeit war. Du kannst diesen Tag nutzen, um Praslin weiter zu entdecken oder am Strand von Côte d’Or zu entspannen. An dem Strand solltest du übrigens nicht verpassen das Atelier des berühmten Künstlers Michael Adams anzusehen, der erst kürzlich von Mahe hierhergezogen ist. Ich hatte mir einen Besuch fest vorgenommen, habe es dann zeitlich leider nicht mehr geschafft.

Am Nachmittag fuhr ich mit der Schnellfähre Cat Coco zurück nach Mahe. Etwas unvorbereitet hat es meine Osmo auf dem obersten Aussichtsdeck geflutet. Wenn du nicht nass werden möchtest, solltest du dich in den unteren Etagen aufhalten.

Tag 6: Takamaka Rum-Brennerei, Jardin du Roi und Beau Vallon

Nach dem Frühstück fuhren wir an diesem Tag zur Takamaka Rum-Brennerei, in der wir zusehen konnten, wie das Zuckerrohr gepresst wird. Mein Namensvetter Francis, Chef der Destille, führte uns durch die Brennerei und erklärte uns die einzelnen Arbeitsstufen beim Brennen. Eine Verkostung durfte natürlich nicht fehlen.

Die Takamaka-Brennerei wurde auf einem denkmalgeschützten Grundstück errichtet und strahlt damit einen ganz besonderen Charme aus. Ein Halt lohnt sich hier auf jeden Fall! Im hinteren Teil des Gartens gibt es auch einige Riesen-Schildkröten zu bestaunen.

In Takamaka werden verschiedene Rum-Sorten produziert

Im Anschluss ging es zum Jardin du Roi. Im Garten des Königs begannen die Franzosen schon 1772 mit dem Gewürzanbau. Heute findest du hier eine schöne Sammlung an tropischen Pflanzen.

Nach einem leckeren Mittagessen im berühmten Restaurant Chez Batista fuhren wir noch ein wenig den Norden von Mahe ab. Unterwegs gab es viele wunderschöne Strände, jedoch hat uns der Regen den Nachmittag etwas vermiest.

Dafür war es am Abend wieder trocken, als am Beau Vallon eines der kulturellen Highlights der Seychellen stattfand: Die Regatta mit einem Nachtmarkt, verschiedenen Wettkämpfen (Boxen, Fußball, Volleyball etc.) und einer gigantischen Open Air Party.

Tag 7: Ein letztes Mal baden

An meinem letzten Tag nutzte ich die Zeit, um wieder über das Festgelände der Regatta zu laufen und ein letztes Mal im indischen Ozean zu schwimmen. Meine Zeit auf den Seychellen war wirklich kurz, aber trotzdem unglaublich erlebnisreich. Anfangs wusste ich gar nicht so richtig, was die Seychellen außer Sand und Meer zu bieten haben. Ich durfte jedoch erleben, dass die Inseln sehr vielfältig sind und dass sich eine Reise hierhin auf jeden Fall lohnt.

Meine Routenempfehlung für 13 Tage

Falls du deinen Urlaub hier verbringen möchtest, dann würde ich dir folgende Route (in Anlehnung an meinen Trip) vorschlagen.

  • Tag 1: Auf Mahe ankommen, in Beau Vallon übernachten und das erste Mal im Indischen Ozean baden gehen
  • Tag 2: Besichtigung von Victoria am Vormittag, nachmittags Schnellfähre nach Praslin
  • Tag 3: Den wundervollen Anse Lazio entdecken und dort relaxen
  • Tag 4: Wanderung durch Vallee de Mai um die Coco de Mer zu entdecken; anschließend an anderem Strand baden gehen
  • Tag 5: Tagesausflug nach Curieuse zu den Riesenschildkröten und zur kleinen Insel St. Pierre zum Schnorcheln
  • Tag 6: Atelier von Michael Adams (Côte d’Or) besuchen und danach Transfer nach La Digue
  • Tag 7: Wanderungen im Inselinneren von La Digue zum Nid d’Aigle (höchster Punkt der Insel)
  • Tag 8: Mit dem Rad die Insel entdecken und die vielen Strände erkunden
  • Tag 9: Anse Source d’Argent auf La Digue genießen
  • Tag 10: Transfer nach Mahe und dort am Strand entspannen
  • Tag 11: Jardin du Roi und Takamaka-Brennerei, auf der Fahrt halt an den traumhaften Stränden
  • Tag 12: Umrundung des Nordens von Mahe, Bergwanderungen im Inneren der Insel
  • Tag 13: Rückflug nach Deutschland

Die Route ist nur ein grobes Raster, an dem du dich für deine Planung orientieren kannst. Es ist dabei noch genug Zeit, um spontan Ausflüge zu unternehmen oder auf das Wetter zu reagieren. Du solltest je nach der Lage deiner Unterkünfte und deiner Vorlieben das Programm individuell anpassen.

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel einen guten Überblick darüber verschafft hat, was es auf den Seychellen so zu entdecken gibt. Falls du noch Fragen hast oder eigene Tipps loswerden möchtest, dann schreibe uns gern in den Kommentaren!

An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an das Seychelles Tourism Board für die Einladung und die unvergessliche Zeit!

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