Kandy: Die erste Woche in den Bergen Sri Lankas

Nach Colombo waren wir über eine Woche in den Bergen von Sri Lanka. Genau genommen waren wir sieben Tage im wunderschönen Kandy. Die Stadt hat durch die Berge einen besonderen Charme. Dazu kommt noch ein riesiger buddhistischer Tempel, der im Zentrum direkt an einem künstlich errichtetet See gelegen ist.

francis-beim-arbeiten

Francis arbeitet am Blog

Die ersten Tage in Kandy waren auch wieder sehr verregnet und wir haben dadurch notgedrungen viel Zeit in unserer Unterkunft verbracht. Leider hatten wir da ausschließlich am ersten Tag eine gute Internetverbindung, sodass wir die Zeit nur bedingt für unseren Blog nutzen konnten. Auch die Reiseplanung war in der Zeit nur begrenzt möglich. Dummerweise haben wir keinen Reiseführer für Sri Lanka in Deutschland gekauft. In Kandy ließ sich auch keiner besorgen und sobald man Einheimische befragt, bekommt man gleich eine Tour für mehrere Tage angeboten – natürlich für den besten Preis der Stadt!

Die erste Attraktion, die wir in Kandy gesehen haben, war der Zahntempel. Dort wird ein Zahn von Buddha aufbewahrt. Der Tempel war ganz gut, um Buddhisten z.T. in versteckten Ecken bei ihrer Religionsausübung zu beobachten. Insgesamt empfand ich den Tempel aber als sehr touristisch. Später haben wir einen anderen Tempel besucht, den ich deutlich interessanter fand. Darüber werden wir aber in einem anderen Artikel schreiben.

Im Herzen von Kandy liegt ein großer See, der 1812 von einem singhalesischen König angelegt wurde. Der See ist für uns eine Attraktion, weil man da seltene Tiere sieht. So haben wir mehrere Wasserwarane und eine Schildkröte aus nächster Nähe gesehen. Sehr beeindruckend.

Botanischer Garten in Kandy

Luftaufnahme vom Botanischen Garten in Kandy

Viel Natur haben wir auch im Königlichen Botanischen Garten gesehen. Eigentlich sind wir beide nicht so die klassischen Pflanzengucker. Der Botanische Garten in Kandy war aber schön angelegt und wir konnten hier das erste Mal unseren Quadrocopter richtig nutzen. Erst hatten wir Bedenken, wie die Leute reagieren würden. Kann ja durchaus Stress mit dem Personal geben. Es war dann aber genau anders herum. Ein Sicherheitsmann, ein Anzugträger und die Gärtner waren so begeistert von unserem Spielzeug, dass wir sie nochmal aufsteigen lassen sollten.

Insgesamt vier Flüge konnten wir im Botanischen Garten machen. Damit waren wir sehr zufrieden, zumal wir bisher mehrfach gescheitert sind. Bei unserem ersten Flugversuch hatten wir wichtiges Werkzeug in unserem Gästehaus liegen lassen. Die nächsten Male hat das Wetter nicht mitgespielt. Eine große Buddha-Statue steht auf einem Berg über Kandy. Als wir da hingewandert sind und den Quadrocopter aufsteigen lassen wollten, mussten wir aufgrund des starken Windes schnell wieder abbrechen. Daher haben wir uns umso mehr über den Erfolg im Botanischen Garten gefreut.

Es gibt aber auch etwas, worüber ich mich dort nicht freuen konnte. In einer Ecke des Parks sind viele Bäume komplett mit Flughunden besetzt. Tja auch Flughunde haben einen Verdauungstrakt und verlieren dementsprechende Endprodukte. Als  ich die Tierchen im Sitzen beobachtet habe, hat mich natürlich so eine Flugmiene am Bein erwischt. Glückwunsch, 100 Punkte!

In Kandy hatten wir auch wichtige organisatorische Dinge zu klären. Der mit Abstand wichtigste Punkt ist das Visum für Indien. In Colombo meinte jemand zu uns, dass das schnell ginge. Im Internet auf der Website des Visa-Zentrums heißt es, dass es sechs Werktage dauert. Tatsächlich müssen wir aber elf Tage warten. Daher haben wir beschlossen, unsere Tour durch Sri Lanka fortzusetzen und erneut nach Kandy zu kommen.

Für die Beantragung der Visa brauchten wir Passfotos. Da hatten wir schon welche mitgenommen, allerdings haben die indischen Behörden besondere Anforderungen an das Format. Quadratisch muss es sein. Das hatten wir nicht und somit mussten wir auch noch zum Fotografen.

Zu den anderen organisatorischen Dingen zählte auch die Suche einer neuen Unterkunft innerhalb Kandys. Das erste Gästehaus war nicht optimal gelegen, hatte nicht den besten Preis und hatte obendrauf auch noch eine grottige Internetverbindung (wenn überhaupt). Im zweiten Gästehaus (Drop Inn) hatten wir von der Terrasse einen traumhaften Blick auf die Stadt, den See und die Buddha-Statue. Außerdem gab es da auch einen Wäscheservice, den wir dringend benötigten.

Am vorerst letzten Tag in Kandy mussten wir noch eine kleine Panne vom Vorabend beseitigen. Binas iPhone ist mir heruntergefallen und anschließend sahen wir nur noch blaue Streifen auf dem Display. Wir suchten uns also eine iPhone-Werksstatt und ließen den Schaden für umgerechnet 40 Euro reparieren. Danach haben wir uns zum Busbahnhof in Kandy durchgeschlagen, von wo wir weiter nördlich nach Dambulla gefahren sind. Wie es ab da weiterging, verraten die kommenden Artikel!

Was denkst du? Lass es uns wissen!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an; der unvernünftige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen. Deshalb hängt aller Fortschritt von unvernünftigen Menschen ab.

George Bernard Shaw