Der letzte Tag in Colombo

reisGestern kauften wir auf dem Weg zum Bahnhof neue Flip Flops für Francis und suchten uns etwas zum Mittag. Nach kurzer Zeit sind wir in einem kleinen Restaurant gelandet, welches vor allem bei den männlichen Arbeitern sehr beliebt ist. Wir bestellten uns Reis mit Gemüse sowie eine zweite Portion mit Fisch. Wahrscheinlich hätte uns eine Portion schon gereicht, da sie so riesig (und auch trocken) war. Am Anfang waren wir uns nicht sicher, ob wir überhaupt Besteck bekommen würden. Alle anderen um uns herum aßen ihren Reis mit den Fingern. Die Kellner haben uns aber doch das Essen mit Löffeln serviert. Bezahlt haben wir für unsere zwei Essen 350 Rupieen, also nicht einmal 2,50 Euro.

Kurz vor dem Bahnhof ist uns ein älterer Herr über den Weg gelaufen, der uns ein Stück begleitet hat. Wir kamen schließlich auf der Hinterseite des Bahnhofs an. Ein Beamter hinter einem kleinen Gitterfenster meinte, dass wir unsere Tickets auf der anderen Seite kaufen müssen. Wir nahmen die Überführung auf die andere Seite und standen plötzlich mitten im Bahnhof. Wir drängten uns durch die Massen und fragten herum, wo man hier denn Tickets nach Kandy kaufen könnte. Vor den Ausgängen, welche man nur mit Abgabe des Tickets durchtreten durfte, saßen Beamte, welche uns immer weiter schickten. Der vierte Mann konnte uns schließlich helfen und schickte uns durch den Ausgang zum Ticketservice.

Endlich am richtigen Schalter angekommen, mussten wir uns an eine lange Schlange anstellen. Jeder wollte Tickets nach Kandy und der Zug für den Tag war schon komplett ausgebucht, doch für den nächsten Tag bekamen wir zum Glück wie gewünscht noch zwei Plätze in der zweiten Klasse.

Dies bedeutet, dass wir für die Fahrt von drei Stunden einen Sitzplatz haben. In der dritten Klasse hätten wir stehen müssen. Wenn ich sehe, wie voll schon all die Busse sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Zugfahrt so angenehm werden kann.

Auf dem Weg zurück ins Zentrum kamen wir an vielen Läden und Märkten vorbei. Doch leider hatte keiner Schuhe für mich. Entweder sie sahen furchtbar aus, voller Glitzer und in den schrecklichsten Farben oder sie waren zu klein. Die meisten Geschäfte sind doch mehr auf asiatische Füße ausgelegt.

Endlich wieder am großen Park angekommen, setzten wir uns schnell an ein Wasserbecken, bis uns plötzlich ein Polizist wieder aufscheuchte. Er erklärte uns, dass man nicht vor dem großen Buddha sitzen darf, welcher sich auf der Wiese hinter uns befand.

Während wir durch den Park liefen, wurden wir wieder von einem angeblichen Parkmitarbeiter angesprochen. Man konnte unser Geld richtig in seinen Augen leuchten sehen. Als wir meinten, dass wir gestern schon die Flughunde, den Papagei, die Buddhablüte usw. gesehen haben, waren wir ihn schnell wieder los.

Wir suchten uns eine Bank am Wasser und ruhten uns aus.
Als wir schließlich weitergehen wollten, kam eine Familie auf uns zu. kinderDie Kinder wollten unbedingt ein Foto mit uns machen. Es war richtig süß, wie sie sich ganz stolz vor uns stellten und in die Kamera grinsten.

Zurück im Hostel kümmerten wir uns um unsere nächste Unterkunft für Kandy und buchten ein Doppelzimmer einen Kilometer entfernt vom Bahnhof.

Da es nun schon spät geworden war, entschieden wir einfach wieder gegenüber Pizza essen zu gehen. Leider machte das Geschäft schon zu, sodass wir schließlich in einem kleinen Restaurant mit Gerichten aus acht Ländern landeten. Hier konnte Francis endlich Sri Lankanische Küche probieren. Als er das Chicken Curry bestellte, wurde er extra nochmal darauf hingewiesen, dass es sehr scharf wäre, doch er wollte es dennoch probieren.

srilanka-essenSchon als sie die Zutaten in die Pfanne taten, stieg heißer Dampf auf, welcher in unseren Augen schrecklich brannte. Letztendlich bekam er eine kleine Schüssel mit einer braunen Brühe, in der zwei Stückchen Huhn und jede Menge Gewürze waren. Ihr hättet sein Gesicht sehen sollen, als er es kostete und die Schärfe in seinem Mund ankam! 😀 Aber auch wenn es sehr scharf war, war es irgendwie sehr lecker!

Da ich nicht schon wieder Reis, Fisch oder Hühnchen wollte, setzte ich die Köche auf eine besondere Probe und bestellte Makkaroni mit Käse. Auch wenn dies unter Italienisch in der Karte angepriesen wird, bestellt das wohl nicht jeder hier. Es war herrlich, wie die Köche zu dritt um der kleinen Pfanne standen und sich an den Nudeln probierten. Schließlich bekam ich eine riesige Portion, welche für uns beide gereicht hätte. Dafür, dass sie es nicht alltäglich kochen, war es doch sehr lecker. Man schmeckte nur sehr das Salz, welches sie gleich Löffelweise in die Pfanne getan haben.

Zurück im Hostel planten wir unseren heutigen Tag. Wir werden versuchen mit einem Taxi zum Bahnhof zu fahren, um dann 15.45 Uhr unseren Zug nach Kandy zu nehmen. Ich bin schon voll gespannt, wie die Zugfahrt wird und ob Kandy wirklich so schön ist, wie alle hier in Colombo erzählt haben.

Ein Straßenhändler sagte uns, dass es in Kandy kalt sei und wir uns da warme Sachen mitnehmen sollten. Voller Vorfreude auf etwas Abkühlung schaute Francis im Hostel gleich nach der Wetterprognose. Statt den 32° C in Colombo erwarten uns in Kandy nur frostige 27° C.

Wir melden uns wieder aus Kandy! Bis dahin, viele Grüße an alle Leser und Besten Dank für das tolle Feedback und den vielen Facebook-Fans und Email-Abonnenten!

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